Vor einem ordentlichen Gericht (daher ist offen wie dies in Bezug auf die Sportgerichtsbarkeit der HBL gilt) sind berufliche oder private Verpflichtungen in der Regel kein zulässiger Grund einer Ladung als Zeuge nicht Folge zu leisten. Da müsste schon belegt werden, dass die Abstellung dieses speziellen Arbeitnehmers zu diesem Zeitpunkt den betrieblichen Ablauf maßgeblich beeinträchtigen oder dem Arbeitgeber Schaden zufügen würde. Das sehe ich nicht gegeben, wenn es - überspitzt formuliert - darum geht, dass jemand ein OA-Schildchen ium den Hals trägt.
Beiträge von Arcosh
-
-
Die Position des Mannschaftsverantwortlichen hat schon ihre Berechtigung (und Aufgaben). Nur sehe ich nicht, dass speziell Oliver Roggisch diese Aufgabe übernehmen müsste bzw. den Rhein-Neckar Löwen ein Nachteil entstünde, wenn er nicht beim Spiel anwesend wäre. Ursprünglich war der Trainer der Mannschaftsverantwortliche - ehe es in Mode kam das OA einer anderen Person zuzuordnen, um den Trainer vor gegen die Bank ausgesprochenen progressiven Strafen zu schützen.
-
Wie kannst du mir zustimmen, wenn ich im gegensatz zu Dir überhaupt nicht der Meinung bin, dass man diese vorgeschlagene Regeländerung nicht in der Bundesliga erproben sollte
?und Roggisch ist Mannschaftsverantwortlicher, er hat das verdammte Recht an diesem Spiel teilzunehmen.....ob das gegen Balingen "erforderlich" ist, ist schietegal
Ebenso hat er die Pflicht als geladener Zeuge zur Verhandlung zu erscheinen ... das muss ich dir wohl kaum erklären. Ein Bundesligaspiel dürfte da als Entschuldigung nicht ausreichen - zumal seine Tätigkeit während des Spiels jemand anders übernehemn kann. (Das OA trägt er ohnehin nur um den Trainer zu schützen) -
@ arcosh: nehem wir einmal an, die RNL spielen am Mittwoch im Pokal gegen Melsungen und dann am darauffolgenden Samstag in der Buli...es kommt zu ähnlichen Fouls in den letzten 30 Sekunden...dann müsste nach den Regularien einmal so und einmal so entschieden werden...das kann nicht sein......es muss gleichartige Regularien für Wettbewerbe geben die vom gleichen Veranstalter, hier HBL, durchgeführt werden...wenn man die Regeln also in der Buli "erprobt" ( was ich schon vom Grundsatz für falsch halte ), dann hätte man sie eben auch im Pokal "erproben" und das den unterklassigen Vereinen vorher genau erklären müssen...es kann nicht sein dass sich eine Bundesliga Mannschaft am Mittwoch anderen regeln gegenübersieht als am Samstag...wobei man m.E. den ganzen Unsinn mit der "Erprobung" hätte sein lassen sollen, sondern die Regel halt einfach generell einführt wenn man sie für sinnvoll hält , oder es ganz sein lässt....man sieht ja was für ein Kuddelmuddel jetzt rauskommt
Wir drehen uns im Kreis ... Bei deiner Herangehensweise hätte dann ein Amateurverein wohlmöglich vor dem Problem gestanden, dass dieselbe Situation am Mittwoch im Pokal und am darauffolgenden Samstag in der Dritten Liga unterschiedliche Konsequenzen gehabt hätte. Wieso sollte das eher okay sein, als der umgekehrte Fall?Nicht nur ist es Profis (sowohl Spielern als auch Trainern) eher zuzumuten sich mit speziellen Regeln/Durchführungsbestimmungen auseinanderzusetzen, auch die Zahl der darauhin zu schulenden Aktiven (Spieler/Trainer/Schiedsrichter) ist in den Bundesligen schlicht wesentlich geringer als in den diversen relevanten Amateurligen. Da sollte einfach die Verhältnismäßigkeit beachtet werden.
Regeln ohne praktische Erprobung einzuführen kann meiner Meinung nach nicht die Lösung sein. Denn dann wäre eine Rücknahme der Regel (falls sie sich als unbrauchbar herausstellen sollte) wesentlich schwieriger und langwieriger. Warst du nicht einer derjenigen, die sich hier gegen andauernde Regeländerungen im handball ausgesprochen hatten?
-
Vielleicht hat er mitgekriegt, was Immel/Klein/Zacharias beredet haben.
Oliver Roggisch war beim Spiel als Mannschaftsverantwortlicher (OA) im Spielbericht eingetragen und ist damit meines Wissens automatisch geladen. -
Rutenka befindet sich in fortgeschrittenen Verhandlungen mit Meshkov Brest.
-
Die Spieler werden derzeit, wie auch für Oktober und November, von uns allen in Form von Insolvenzgeld bezahlt. Das heißt im Klartext, das Geld mit dem der HSV seine Punkte geholt hat, und eventuell weiter holt, zahlen auch die Fans und Sponsoren von den Vereinen mit, die ehrlich sind und sich nur Spieler holen die sie auch bezahlen können und deshalb dann absteigen. Das schreit zum Himmel!
Vorher wurden die Spieler "von uns allen" bezahlt, wenn wir Produkte und Dienstleistungen der HSV-Sponsoren gekauft bzw. in Anspruch genommen haben. Das Geld mit dem der HSV seine Punkte geholt hat, haben wir also schon immer alle mitbezahlt ... übrigens auch das Geld mit dem die HSG Wetzlar und jeder andere Bundesligist ihre Punkte holen.Dass alle Arbeitnehmer in einen gemeinsamen Topf einzahlen aus dem dann u.a. im Insolvenzfall die Gehälter einiger weniger bedient werden, ist eines der Grundprinzipien unseres Sozialsystems. Selbst wenn der HSV Hamburg mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb ausgeschlossen werden würde, hätten die Spieler ein Anrecht auf diese Hilfeleistung.
-
Was hat das mit einem Gegenvorschlag von mir zu tun? Es ist eine Feststellung! Die bisherig schon stattfindende Wettbewerbsverzerrung geht trotz Insolvenzantrag weiter und verzerrt jetzt sogar noch mehr....speziell zum Nachteil vom Magdeburg, Lübbecke und Göppingen! Im Gegensatz zu den H$V-Fans löst das bei mir keine Freude aus und muss meiner Meinung nach auch nicht gefeiert werden, so wie das in manchen Foren schon wieder der Fall ist (hier allerdings nicht!)! Zeigt wie unglücklich diese -8 Punkte Regel für manche Teams sein kann. Da war die vorherige Lösung mit Sofortigem Lizenzentzug deutlich besser!
Auch als die Insovenz während der laufenden Saison noch den zwingenden Zwangsabstieg zur Folge hatte konnten die betroffenen Vereine die laufende Saison in der 1. Bundesliga zu Ende spielen (siehe z.B. TuSEM Essen 2007/08). Daran hat sich also durch die Änderung (Statt unweigerlichem Zwangsabstieg nun 8 Punkte Abzug und die Chance auf den Ligaverbleib im Falle eines erfolgreichen abgeschlossenen Insolvenzverfahrens.) nichts geändert!Zudem wäre auch durch Annullierung aller HSV-Spiele keine vollkommene Chancengleichheit wieder hergestellt. Die SG Flensburg-Handewitt musste beispielsweise ihren 21-22-Sieg im Hamburg hart erkämpfen und verlor drei Tage später gegen die MT Melsungen. Wäre letzteres Spiel wohlmöglich anders ausgegeangen, wenn Flensburg nicht in Hamburg hätte spielen müssen? Nur als Denkanstoß ...
-
verbockt hat das m.E. wie bereits ausgeführt die HBL, da in Bundesliga und Pokal verschiedene Regeln gelten was m.E. nicht sein sollte, jedenfalls dann nicht wenn 2 HBL Teams gegeneinander spielen
Soll das heißen du willst innerhalb des DHB-Pokal unterschiedliche Regeln abhängig davon ob ein Bundesligist gegen einen Bundesligisten oder gegen eine unterklassige Mannschaft spielt?
Da in der IHF-Regelkommission, der HBL, etc. offencihtlich nur Stümper am Werk sind, würde mich interessieren wie du im Sinne des Sports die Regel definieren würdest, so dass sie jede Eventualität abdeckt, keine Schlupflöcher mehr aufweist und zudem so simpel ist, dass sie jeder Zuschauer sofort versteht.
-
Danke für den Hinweis


-
@TCLIP und oko:
Natürlich darf Timm Schneider den Ball aufnehmen, wenn er denkt es wäre möglicherweise auf Freiwurf für die MT Meslungen entschieden worden. Aber in dem Moment wo er sein Fehleinschätzung wahrnimmt muss er ihn ablegen ohne die Spielfortsetzung weiter zu verzögern. Den Ball noch zwei Schritte mitzuführen und dann in Richtung der Mittellinie, d.h. vom Ort der Freiwurfausführung weg, zu werfen ist nicht regelkonform und wurde meiner Meinung nach zurecht geahndet.Darüber hinaus bin ich überzeugt, dass Timm Schneider ganz genau wusste was er tat ... auch wenn ihm die möglichen Konsequenzen im dem Moment wahrscheinlich nicht klar waren. Dafür ist er Profi genug. Er sieht den Ball im Torraum rollen, seinen Mitspieler Marino Maric neben sich und hört den Pfiff der Schiedsrichter in dem Moment als dieser den auf dem Boden rollenden Ball im Kreis aufnimmt. Allein das dürfte ein starkes Indiz dafür sein, was die Schiedsrichter gepfiffen haben. Die Reaktion vom Publikum wäre ein weiteres Indiz. Im Moment der Ballaufnahme sucht Timm Schneider zudem kurz den Blickkontakt mit dem Schiedsrichter. Er sollte also das eindeutige Handzeichen des Torschiedsrichters gesehen haben und entscheidet sich dann bewusst sich mit dem Ball in der Hand umzudrehen, zwei Schritte zu laufen und ihn wie beschrieben mit Effet in Richtung Mittellinie aus der Hand zu werfen. Seine Unschuldsgeste im Anschluss belegt, dass er sich seiner Handlung bewusst ist.
Genau für diese Situationen wurde die Regel doch überhaupt eingeführt bzw. verfeinert:
- 2005: Stefan Lövgren reißt in den letzten Spielsekunden am Mittelkreis Jonny Jensen um, um dessen Anwurf ins leere Tor zum Sieg zu verhindern -> Zur Saison 2005/06 ändert die IHF die Regeln und legt für dieses Vergehen fortan eine Disqualifikation mit Bericht fest.
- Olafur Stefansson hinderte Johannes Bitter in den letzten Sekunden des Champions-League-Halbfinales daran den Abwurf auszuführen -> Die Regel wird präzisiert und umfasst nun mit 8:10 c) und d) explizit sowohl Aktionen während der Ball im Spiel ist als auch Vergehen während der Ball nicht im Spiel ist.
- Nun werden zwar die Spieler für ihren Verstoß gegen den Fairplay-Gedanken sanktioniert, aber die benachteiligte Mannschaft erfährt keinerlei Kompensation -> Regelerprobung DQ+7m anstatt DQ+Bericht
Ob die aktuell erprobte Regel nun der Weisheit letzter Schluss ist, wird sich zeigen. Aber im Sinne des Sports und einer sportlichen Entscheidung enger Spiele begrüße ich die Regeln 8:10 c) und d) und ihre konsequente Anwendung. -
@Roter Teufel:
Mit derselben Logik müsstest du dann die Regelerprobung auch auf alle Amateurligen ausweiten, da auch Amateurmannschaften unterhalb der beiden Bundesligen am DHB-Pokal teilnehmen. Das würde bedeuten alle aktiven Schiedsrichter nachzuschulen. Das alles nur um eine Regel zu erproben? Das ist in meinen Augen nicht sinnvoll. Dann lieber auf den kleinen Kreis der 1. und 2. Bundesliga beschränken. -
Bisher hat ja keiner die Frage beantwortet warum überhaupt gepfiffen wurde.
Wie es aussieht hat er mit dem Fuß den Ball gespielt und es hätte, wie hier auch schon erwähnt, 7m für MT geben müssen.Falls der Ball den im Kreis liegenden Guardiola berührt haben sollte (ist für mich im Video nicht eindeutig zu erkennen) so hätte die Spielfortsetzung Freiwurf für die MT Melsungen sein müssen, aber nicht Siebenmeter.
Ich stelle mir aktuell die Frage, warum die neuen Regeln nur für die Liga und nicht für den DHB Pokal gelten sollen. Welches Genie hat sich bei dieser Sache durchgesetzt.
Weil es noch keine beschlossene Regel ist, sondern lediglich eine von der IHF vorgeschlagene Regeländerung, die sich aktuell in der Erprobung befindet und es den Verbänden freigestellt ist ob und in welchem Umfang sie diese Regel im Spielbetirieb testen wollen. Bei der laufenden Frauen-WM beispielsweise wurde auf die Erprobung verzichtet, weil sich einzelne Verbände dagegen ausgesprochen haben.
-
Um die Problematik auf die Spitze zu treiben:
Am Freitag tritt die MT Melsungen in der Bundesliga beim VfL Gummersbach an. Hätten die Schiedsrichter die für den DHB-Pokal gültige Regelfassung angewendet, so hätte Timm Schneider für sein Vergehen mit einer Disqualifikation mit Bericht sanktioniert werden müssen. Dies hätte gemäß DHB-Rechtsordnung §17 (1)b dazu geführt, dass er "vorläufig für das nächste Meisterschafts- oder Pokalmeisterschaftsspiel (der Mannschaft, in der er fehlbar wurde) des laufenden Spieljahres gesperrt" gewesen wäre. D.h. Timm Schneider hätte in Gummersbach nicht spielen dürfen - was unbestritten eine maßgebliche Schwächung der MT Melsungen gewesen wäre.Ich bin kein Freund davon sportliche Wettbewerbe am grünen Tisch zu entscheiden, aber sofern die HBL nicht unerwartet schnell über den Einspruch der MT entscheidet, droht doch direkt der nächste Einspruch am Freitagabend aus Gummersbach.
-
Ja, in der Theorie. In der Praxis würde sich das ganze Prozedere wieder so weit in die Länge ziehen, bis es wieder irgendwelche Rechtsunsicherheiten, Klagen, Schiedsgerichte und Notlösungen gibt. Ein Hühnerhaufen.
Belege dafür? Bislang wurden die tatsächlichen Insolvenzfälle in der HBL meines Wissens alle ordentlich abgewickelt. -
Arcosh
Nehmen wir mal an man muss in die 2 Liga.
Dann können sich die 2 Liga Vereine jetzt schon freuen, denn es sind jetzt schon zu viele Mannschaften.
Oder steigt dann ein Verein weniger ab.Das ganze was der HSVH da macht, schadet der gesamten 1 und 2 Liga.
Der HSV Handball würde im Falle eines Insolvenz-bedingten Abstieges auf die Anzahl der Absteiger aus der 1. Bundesliga angerechnet. Das bedeutet es steigen nur 3 Vereine ab ... egal ob es drei sportliche Absteiger sind oder auch wirtschaftliche Absteiger darunter sind. An der Teilnehmerzahl der Zweiten Bundesliga würde dies nichts ändern. -
Volle Zustimmung! Klingt nach loswerden von lästigen Altlasten und "frisch" weitermachen mit dem aktuellen Kader aber ohne weitere Verpflichtungen. Sollte sich nicht nur die Staatsanwaltschaft gut ansehen, sondern auch die HBL. Das wäre eine weiter Benachteiligung aller andere Verein, die seriös wirtschaften.
Der Zwangsabstieg ist doch nur abzuwenden, wenn der bestehende Lizzenzinhaber (sprich die Spielbetriebsgesellschaft) das Insolvenzverfahren bis zum 10.04.2016 erfolgreich abschließen sollte sowie die Lizenz für die kommende Spielzeit beantragt und erhält.
Die Gläubiger in die Röhre schauen zu lassen und mit frischen Geld eines Investors und neuer Spielbetirebsgesellschaft einfach weiterzumachen funktioniert nicht bzw. dann könnte nur die Lizenz für die 2. Bundesliga beantragt werden.
@fischhuber:
Die Änderungen in den Lizenzierungsrichtlinien wurden nicht vorgenommen um den HSV Handball zu bevorteilen, sondern - wie schon mehrfach hier im Thread erläutert - um Rechtssicherheit für alle beteiligten Parteien zu schaffen. -
Alles anzeigen
01. SG Flensburg-Handewitt (-2)
02. THW Kiel (=0)03. Rhein-Neckar Löwen (+2)
04. SC Magdeburg (-7)05. MT Melsungen (+1)
06. Frisch Göppingen (-2)
07. Füchse Berlin (=0)
08. VfL Gummersbach (+1)
09. HSV Hamburg (+4)
10. TSV Hannover-Burgdorf (=0)11. Bergischer HC (-4)
12. HSG Wetzlar (+6)
13. HBW Balingen-Weilstetten (-3)
14. TBV Lemgo (+1)
15. SC DHfK Leipzig (-3)
16. TuS N-Lübbecke (+3)
17. ThSV Eisenach (=0)
18. TVB 1898 Stuttgart (+4)
Vier richtige Platzierungen und Gesamtabweichung 43. Richtig daneben gelegen habe ich beim SC Magdeburg und der HSG Wetzlar ... aber die Saison ist noch lang
-
Ich sage nur: Arm gegen Reich

So arm ist die MT Melsungen doch gar nicht ... auch wenn sie keine stillen Geldgeber haben, die zusätzlich zum laufenden Etat Welthandballer, Weltmeister und Champions-League-Sieger für den Kader spendieren.
-
Laut Abendblatt hat sich der Onkel wohl mal wieder überreden lassen. Abgesang mal wieder vertagt, wir hören uns in 2-8 Monaten wieder.
Eine Schande!

Der Boulevard spekuliert gerne, will jede Meldung als erste raushauen ... ob das immer auf Fakten beruht ...