Gleichbehandlung!!! Das sollte dann doch so aussehen, die Vereine die die HBL Standards erfüllen, werden im TV gleich behandelt. Warum wird der Sponsor der Balinger, in Solingen etc. mit weniger Bundesligaübertragungen bestraft. Die Kieler, Magdeburger, Flensburg stehen auf der Sonnenseite. Wenn alle die Regelung erfüllen?? Wer hat den da verhandelt? Für was und für wen?
Gleichbehandlung bedeutet, dass z.B. die Fernseheinnahmen zu gleichen Teilen unter allen Erstligisten aufgeteilt werden und ebenso z.B. die Gelder aus dem Verkauf der Namensrechte der HBL und ähnlichem Ligamarketing. Das beduetet, dass im Gegenzug auch alle Vereine ihren Teil zur Vermarktbarkeit des Produktes HBL beitragen müssen.
Der Status quo mit von Spielzeit zu Spielzeit sinkender Anzahl TV- Liveübertragungen kann wohl kaum das Ziel der HBL sein. Ziel muss es analog zu anderen Profiligen sein eine (internetbasierte) Übertragung aller Ligaspiele zu erreichen. Aber dafür sind fernsehtaugliche Hallen bei allen Erstligisten notwenige Voraussetzung.
Schön, daß wir noch ein Beispiel ala Gummersbach haben. Dort wurde konsequent über ein dutzend Jahre Goodwil gezeigt, dort hat man solange den Blinden bei der HBL gespielt bis man eine Halle bauen konnte. Schade sowas geht nicht überall.
Die HBL-Hallenstandards wurden beschlossen gut zwei Jahre bevor in Gummersbach die Pläne und vorallem die Finanzierung der neuen Arena in trockenen Tüchern waren. Darüber hinaus ändern sich die Zeiten. Vor 20 Jahren brauchte noch niemand WLAN in den Hallen oder vernünftige Presseräume, weil dort eh nur zwei Lokalreporter saßen, die für Seite 3 der örtlichen Zeitung am nächsten Montag mitgeschrieben haben.
Selbstverständlich gibt es Puristen, die lieber in dunklen Hallen den Schweiß von Generation riechen und auf Holzbänken sitzen wollen als in einer modernen, hellen Halle mit bester Sicht von allen Plätzen und breitem Speisen- und Getränkeangebot. Dazu darf jeder seine persönliche Meinung zu haben, aber belegbarer Fakt ist, dass nahezu alle Vereine nach dem Umzug in moderne Hallen auch wachsende Zuschauerzahlen verzeichnen konnten. Die Puristen sind schlicht eine schwindende Minderheit und um es im Stile von Uli H. zu sagen: Der traditionalistische Purist mit Bier und Bratwurst auf der Hintertortribüne ist für den Handballverein zwar wichtig, aber ein sehr kleiner Fisch im Vergleich zum Business-Club-Mitglied, das im Gegenzug für sein Engagement eine Spielstätte erwartet in dem z.B. Geschäftskunden empfangen werden können.
Wenn die HBL nicht: Hat Eisenach denn Interesse an einem Kompromiss? Die martialischen Töne hier und die Komplettablehnung der Hallenstandards sprechen nicht dafür. Und wenn doch, was wäre denn akzeptabel beim THSV? Vier Spiele waren es vor zwei Jahren schon mal nicht.
Ich denke genau dies ist dem ThSV zum Verhängnis geworden. Die lästigen Querelen um die Ausnahmegenehmigung in der letzten Erstligasaison, das Gepoltere vom "Kampf bis zum letzten Blutstropfen" und die öffentliche Fokussierung auf Andreas Thiel als personifiziertem Hindernis für die aufstiegswilligen Eisenacher waren eine schlechte Grundlage um nach gescheiterter Schiedsverhandlung auf Kompromisse setens der HBL zu hoffen.