Beiträge von Arcosh

    @Lelle. die mussten doch irgendeine Ausweichhalle formell in den Lizenzunterlagen angeben...


    Das ist eine Frage die mich in diesem Zusammenhang gestern Abend beschäftigt hat. Kann ein Verein bei der Beantragung der Lizenz irgendeine beliebige Halle angeben ohne nachzuweisen, ob diese überhaupt für die Nutzung zur Verfügung steht und es Gespräche oder Verträge mit dem Hallenbetreiber gibt? Es kann ja nicht im Sinne der Lizenzierung sein, wenn der HC Hintertupfing in die 1. oder 2. Bundesliga aufsteigt und mangels Spielstätte bei den Lizenzunterlagen einfach mal die Kieler Sparkassenarena als Spielstätte ins Formular einträgt.

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    Während der ThSV Eisenach in seiner ersten Presserklärung nach dem Schiedsgerichturteil, die quer durch alle Medien verbreitet wurde und unverändert auf der Vereinshomepage steht, noch erklärte, die HBL habe die Kompromissvorschlage des Schiedsgerichtes kategorisch abgelehnt ("Die Schiedsklage wurde vom Schiedsgericht der HBL e.V. abgewiesen. Der Vertreter der HBL, Justiziar Andreas Thiel, zeigte sich in keinster Weise gesprächs- oder kompromissbereit, lehnte jeden Einigungsversuch des Schiedsgerichtes kategorisch ab."), rudern ThSV-Präsident Gero Schäfer und Vizepräsident Jörn Riedenklau nun merklich zurück:

    Zitat

    Riedenklau, der in Eisenach eine Kanzlei unter anderem für Sportrecht betreibt, gab noch einmal einen Einblick in die Verhandlung. Anders als bei juristischen Auseinandersetzungen üblich, sei das Schiedsgericht von Anfang an wenig kompromissbereit gewesen und sehr schnell zur Entscheidung gekommen. Man habe im Grunde jegliche Eise­nacher Einwände abgeblockt. Schäfer, dem als langjähriger ehrenamtlicher Schöffe die Arbeitsweise von Gerichten ebenfalls nicht fremd ist, sagte: „Üblicherweise versucht jeder Richter in einem Verfahren, einen Ausgleich zwischen den Parteien zu finden, das war hier nicht der Fall.“ Wie Riedenklau und Schäfer berichteten, habe das Schiedsgericht für sich reklamiert, im Sinne des Verbandsfriedens entschieden zu haben. Verständlicherweise will die HBL die Spirale von Ausnahmeregelungen stoppen, nachdem 2013 Eise­nach und im vorigen Jahr Erlangen entsprechende Kompromisse erwirkt hatten. Sowohl Riedenklau als auch Schäfer stellten dennoch unisono ebenso sachlich fest: Nicht das Schiedsgericht hat uns benachteiligt. Es sind die Regeln, die jene Vereine benachteiligen, die die baulichen Voraussetzungen – auf jeder Längsseite eine Tribüne – nicht erfüllen können.

    Quelle: Thüringer Allgemeine


    Das Schiedsgericht hat die Klage des ThSV Eisenach also deutlich zurückgewiesen und auch gar keine Komrpomissvorschläge gemacht, die Andreas Thiel (Der Feind des ThSV Eisenach) hätte ablehnen müssen. Aber Hauptsache in diversen Zeitungskommentaren oder Facebook-Beiträgen liefert die Formulierung der ersten Pressemitteilung Pulver für Vorwürfe und Häme gegen die HBL bzw. Andreas Thiel. :nein:


    Derselbe Artikel liefert weitere interessante Einblicke:

    Zitat

    Ausnahmeregelung ab nächster Saison
    Weil sich Hallen, erst recht in strukturschwachen kommunalen Umfeldern, nicht einfach so von heute auf morgen umbauen lassen, mildert die Handball-Bundesliga demnächst ihre harten Lizenzierungsrichtlinien ab. Aufsteigern, deren Hallen nicht den Erstliga-Standards entsprechen, wird ab der kommenden Saison eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Eine Regelung, die für den ThSV zu spät kommt.


    Die HBL ist also durchaus bereit auf die Probleme/Bedürfnisse der Aufstieger zu reagieren ... wenn die Diskussion vernünftig geführt wird.

    Zitat

    Zwei Ausweich-Optionen machten gestern in Eisenach die Runde. Der Umzug nach Rotenburg an der Fulda, die dortige Halle ist mit 2500 Plätzen allerdings kleiner als die Aßmann-Halle. Eisenach hatte diese Variante in den Lizenzunterlagen formell angegeben – ohne die, auch das machte das Schiedsgericht deutlich, der ThSV die Erstligalizenz gar nicht bekommen hätte. Bindend ist der Umzug nach Rotenburg damit aber nicht.

    Weil der von der HBL den Eisenachern empfohlene Ausweichort Jena an der Wartburg kein Thema ist, liebäugelt der ThSV mit der Erfurter Messehalle. Hier gab es 1997 schon einmal zwei Eisenacher Gastspiele, die mit rund 5000 Zuschauern große Handballfeste wurden.


    Man gibt also zum Erhalt der Erstligalizenz eine mögliche Ausweichspielstätte in den Lizenzunterlagen an und betreibt dann wochenlang öffentliche Stimmungsmache gegen die HBL mit dem vorgeschobenen Argument es gäbe keine Alternative zur Werner-Aßmann-Halle. Schön, dass jetzt nach und nach die Fakten auf den Tisch kommen!

    Aus der EHF-Meldung vom 11.06.2015:

    Zitat

    [...] In addition, 12 clubs eligible to enter the EHF Cup have submitted their registration for additional places via their national federations – three from France, two from Germany, and one from each Croatia, Denmark, FYR Macedonia, Hungary, Poland, Slovenia and Sweden.

    Registration of clubs does not equal the participation and all additional places have to be confirmed by the Executive Committee. [...]

    Quelle: EHF


    Ich muss gestehen ich hatte vor zehn Tagen die Originalmeldungen gar nicht gelesen, sondern mich auf die Formulierungen hier im Forum verlassen. Somit nehme ich selbstverständlich meine Kritik an der Außendarstellung seitens der EHF zurück und werde in Zukunft doch lieber auf offizielle Quellen vertrauen.


    Edit: Oder wurden nachträglich Texte/Wortlaute verändert ohne dies kenntlich zu machen? ?(

    Am 11.06. schrieb Paul Jonas

    Wenn ich das hier auf Handballworld lese:
    Das Exekutiv-Komitee wird in seiner Sitzung am 19. Juni darüber entscheiden, welche Nationen in die sportlich starken Gruppen A und B und welche in die schwächere Leistungsgruppen C und D einsortiert wird


    und wenn ich heute auf Handball-World den Artikel nachlese finde ich denselben Satz in einer erweiterten Form:

    Zitat

    Das Exekutiv-Komitee wird in seiner Sitzung am 19. Juni darüber entscheiden, welche Vereine teilnehmen und dann in die sportlich starken Gruppen A und B und welche in die schwächere Leistungsgruppen C und D einsortiert wird. "Bis dahin ist alles reine Spekulation", so EHF-Wettbewerbsleiter Markus Glaser gegenüber handball-world.com auf die Frage, ob es schon in der Gruppenphase ein deutsch-deutsches Duell geben könnte.

    Ist es möglich, dass der Handball-World.com-Artikel in seiner ersten Fassung ein Schnellschuss mit Fehlinfomationen war auf den sich dann die Forumsmitglieder als Diskussionsgrundlage berufen haben?

    Was ist denn da passiert? Haben die kleinen Verbände beim EHF-Meeting gegen die Wildcard-Flut für Deutschland und Frankreich revoltiert? Die nachträgliche Streichung der bereits verkündeten Wildcards ist ein PR-Desaster. Dann lieber zwei Qualifikationsturniere mit je vier Wildcard-Mannschaften ausloben aus denen sich jeweils nur der Sieger für die Gruppenphase qualifiziert. Das wäre unterm Strich wahrscheinlich auf dasselbe hinausgelaufen, aber hätte für weit weniger Kopfschütteln gesorgt.


    Besiktas Istanbul muss ganz schön viele Facebook-likes aufweisen .... :nein:

    Die Gründe für die Entscheidung liegen doch auf der Hand:

    Zitat

    Ähnlich sieht es Frank Schlote. Er gibt zu bedenken: Sponsoren würden ihre Mannschaft in der Werner-Aßmann-Halle sehen wollen, dort, wo sie werben. Er könne nicht verstehen, warum für Hamburg Ausnahmen gemacht werden, für Eisenach aber nicht: „Das machen die nur mit uns im Osten“.

    Quelle: Thüringische Landeszeitung


    Ich hoffe diese Einstelllung ist nur eine Einzelmeinung, obwohl es zwischenzeitlich hier im Forum auch durchklang. :nein:

    @Lelle1605:
    Heute sollte das EHF Exekutivkomitee über die Zusammensetzung der Gruppen bzw. Lostöpfe entscheiden. Wann das Ergebnis bekannt gegeben wird wurde nicht kommuniziert. Gut möglich, dass heute die mediale Aufmerksamkeit ganz auf der Gruppenauslosung für die EM 2016 in Polen liegen sollte und die Champions-League erst nächste Woche wieder in den Fokus rückt.

    Zitat

    Aufsteiger ThSV Eisenach hält trotz des Bundesliga-Aus für die Werner-Aßmann-Halle an der ersten Liga fest. Wie der Verein am Freitag mitteilte, werden jetzt mögliche Ausweichorte geprüft. In Frage kommen zum Beispiel die Jenaer Basketball-Halle und die Messehalle in Erfurt. "Wir schaffen es, ein Jahr woanders zu spielen", erklärte Präsident Gero Schäfer zuversichtlich.

    Quelle: MDR.de


    Huch, siehe da im Bundesland Thüringen gibt es plötzlich doch eine erstligataugliche Halle: Die im Januar 2014 eröffnete Sparkassen Arena in Jena. Die Hallenpläne zeigen, dass der Innenraum groß genug ist für ein Handballfeld und die Kapazität beim Basketball beträgt mit den beiden Längstribünen sowie zwei Hintertortribünen 3000 Plätze. Die Halle liegt fünf Autominuten von der Auffahrt zur A4 entfernt und ist von Eisenach mit ca. 1 Stunde Fahrtzeit zu erreichen. Sicherlich nicht die Wunschvorstllung der Fans, aber als Übergangslösung allemal möglich und die thüriingischen Sponsoren dess ThSV kommen so auch zu ihrem Recht.

    BigRick
    Entschuldige, aber 5 Spiele in fremder Halle sind ein Witz. Der HC Erlangen hat letzte Saison die Ausnahmegenehmigung erhalten 4 von 18 in eigener Halle auszutragen. Eisenach fordert 12 von 17 Spielen ein und hält das für ein großes Entgegenkommen, obwohl sie in dieser Situation der Bittsteller in juristisch eindeutig schlechterrer Position gegenüber der HBL sind. Eine feste Strafzahlung (Darf es wieder ein günstiger vierstelliger Obulus sein?) setzt dem ganzen die Krone auf.


    So? Wer hat hier in der Öffentlichkeit HBL Vertreter angegriffen? Hier haben ein paar, eigentlich nur einer, Presseleute soviel Porzellan zerschlagen, dass ich mir wünschte, mit dem Typen mal ein ernstes Wort unter vier Augen reden zu können. Einzelne Statements, die im Überschwang der Meisterfeier gemacht wurden, derart aufzubauschen, ist unterste Schublade gewesen.


    Eisenach ist mit der Prämisse "alle Heimspiele müssen in der Werner-Aßmann-Halle ausgetragen werden dürfen" in die Schiedsgerichtverhandlung gegangen und nachdem das Urteil zu ihren Ungunsten ausfiel beschwert sich der Verein in seiner Pressemiteilung darüber, dass die HBL nicht kompromissbereit gewesen sei? Bislang kein Wort dazu welche Kompromisse vom ThSV Eisenach oder dem Schiedsgericht vorgeschlagen wurden. Kein Wort dazu, dass der vor zwei Jahren mit der HBL geschlossene Kompromiss nicht eingehalten wurde.


    Zum Thema Zeithorizont:
    Die Hallenstandards wurden 2010 beschlossen und sind seitdem bekannt. Warum hat sich der ThSV Eisenach erst durch den Aufstieg 2013 (ob geplant oder eher ungeplant) damit konkret befasst?

    Zitat

    „Das ist eine Katastrophe“, sagte Günter Oßwald, Gesellschafter der „ThSV Marketing GmbH“ und langjähriger Aufsichtsratschef, „damit hatten wir nicht gerechnet.“ Oßwald nannte die Entscheidung des Schiedsgerichtes ein „gesellschaftspolitisches Fehlurteil“ und kündigte an, dass der Verein, auch mit- hilfe der Politik, noch einmal juristisch in die Offensive gehen wolle. „Bisher waren wir leise, jetzt müssen wir laut werden“, sagte er, denn das Urteil komme für den Verein einem „Entzug der Betriebserlaubnis“ gleich.

    Quelle: Thüringer Allgemeine


    Man ist also fest davon ausgegangen, dass es erneut eine Sonderregelung geben werde? Dann muss ich sagen ist man selber Schuld. Es wurden Wochen, wenn nicht gar Monate verschenkt in denen man sich mit den Betreibern von möglichen Ausweichspielstätten oder gar der Errichtung einer kostengünstigen, provisorischen Spielstätte in Eisenach hätte beschäftigen können. Vielleicht hätte er lieber "mithilfe der Politik" Lösungen für die Hallenproblematik suchen sollen, anstatt nun im Nachhinein mit politischem Druck und langwierigen Prozessen den Eisenacher Willen durchboxen zu wollen.

    Bei der Ausage "Bisher waren wir leise" muss man fast laut lachen angesichts der Aussagen von Vereinsvertretern in den vergangenen Wochen und der Fixierung auf einzelne HBL-Vertreter als Gegner des ThSV Eisenach.

    @Ataris:
    Ich drücke dem ThSV Eisenach die Daumen, dass der Hallenumbau wie geplant umgesetzt werden kann. Aber "vielleicht sogar früher als Mai" halte ich für Utopie so lange noch keine Gelder aus dem Landeshaushalt bewilligt sind und gerade erst die Suche nach einem Planungsbüro läuft. Die Erfahrung zeigt, dass die Finanzierung aus öffentlichen Mitteln eher ein paar Monate länger auf sich warten lässt als dass es plötzlich schneller geht als gedacht. Im Moment befindet man sich noch in der Planungsphase und ist auf einem sehr guten Weg, aber fest steht da leider noch nichts.


    P.S.: Gibt es Infomrationen dazu welche Kompromisse von Seiten des ThSV Eisenach und/oder des Schiedsgerichtes vorgeschlagen wurden?

    @PeterLicht:
    Ja, du hast vollkommen Recht, dass 2011 die HBL beim VfL Gummersbach in der Lizenzierung mehr als nur ein Auge zugedrückt hat. Das werde ich gar nicht bestreiten. Dasselbe galt aber z.B. 2010 auch für Concordia Delitzsch (die wenige Wochen später insolvent waren) oder den DHC Rheinland mit dem Kunstprodukt HRC. Diese Vereine stehen wohl kaum im Verdacht von der HBL bevorzugte Traditionsvereine zu sein, oder? Der VfL Gummersbach war einer von vielen Vereinen die damals vom lockeren Kurs der HBL profitiert haben. Aber die HBL ist inzwischen - meiner Meiinung nach zurecht - vom Schmusekurs abgewichen der mehrfach Insolvenzen in der laufenden Saison zur Folge hatte und hat in Zusammenarbeit mit den Vereinen klare wirtschaftliche und strukturelle Rahmenbedingungen für alle Bundesligisten beschlossen.

    Die mögliche positive Entwicklung des ThSV Eisenach wird durch die Entscheidung der HBL-Lizenzierungskommission und die Bestätigung dieser Entscheidung durch das Schiedsgericht keinesfalls gestoppt, sondern allenfalls um ein Jahr verzögert. Wenn die thüringische Landesregierung zu ihrem Wort steht und der ThSV die Unterstützung der lokalen Wirtschaft und Sponsoren zur Finanzierung des Eigenanteils erhält, dann haben sie voraussichtlich ab Herbst 2016 eine Halle, die den Anforderungen der HBL für die 1. Bundesliga genügt. Bis dahin können sie (wie so viele kleine und große Vereine es in der Vergangenheit vorgemacht haben) vorrübergehend in eine andere Halle umziehen - was während des Umbaus ohnehin notwendig sein wird - oder auf den Aufstieg verzichten und versuchen sich nächste Saison erneut sportlich zu qualifizieren.

    @TCLIP:
    Was passiert, falls der ThSV Eisenach auf stur stellen und während der laufenden Saison den Weg vor ein ordentliches Gericht suchen würde ist vollkommen offen. Falls der ThSV die Sitution zur Eskalation bringen sollte, gehe ich davon aus, dass die HBL zunächst hart bleiben und weiterhin keine Spiele in der nicht zugelassenen Werner-Aßmann-Halle ansetzen würde. Somit würde der ThSV für die Dauer des Verfahrens (und das kann lange dauern) keinerlei Heimspiele und somit keine Einnahmen durch den Ticketverkauf haben. Es würde schnell Druck von Seiten der eigenen Sponsoren und Dauerkarteninhaber geben, die eine Kompensation für die nicht erbrachten Vertragsleistungen einfordern. Nach drei nicht ausgetragenene Meisterschafts(heim)spielen würde die Mannschaft des ThSV Eisenach regelkonform aus dem Meisterschaftsbetrieb ausgeschlossen und es würden auch keine weiteren Auswärtsspiele mehr angesetzt. Somit würden die Spieler monatelang nur noch trainieren ohne zu spielen. Der entstandene Schaden (wirtschaftlich und fürs Image) wäre weit größer als für eine Saison z.B. nach Rothenburg auszuweichen und was am Ende ein Gericht entscheidet würde kaum noch eine Rolle spielen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Verantwortlichen des ThSV Eisenach die komplette Profi-Abteilung aufs Spiel setzen bloß um Recht zu bekommen.

    Zumal während des geplanten Umbaus im Sommer/Herbst 2016 der ThSV ohnehin für ca. 4-6 Heimspiele in eine fremde Halle wird ausweichen müssen. Da könnte man den nun auferlegten Umzug besser als Test nutzen.

    Gleichbehandlung!!! Das sollte dann doch so aussehen, die Vereine die die HBL Standards erfüllen, werden im TV gleich behandelt. Warum wird der Sponsor der Balinger, in Solingen etc. mit weniger Bundesligaübertragungen bestraft. Die Kieler, Magdeburger, Flensburg stehen auf der Sonnenseite. Wenn alle die Regelung erfüllen?? Wer hat den da verhandelt? Für was und für wen?


    Gleichbehandlung bedeutet, dass z.B. die Fernseheinnahmen zu gleichen Teilen unter allen Erstligisten aufgeteilt werden und ebenso z.B. die Gelder aus dem Verkauf der Namensrechte der HBL und ähnlichem Ligamarketing. Das beduetet, dass im Gegenzug auch alle Vereine ihren Teil zur Vermarktbarkeit des Produktes HBL beitragen müssen.

    Der Status quo mit von Spielzeit zu Spielzeit sinkender Anzahl TV- Liveübertragungen kann wohl kaum das Ziel der HBL sein. Ziel muss es analog zu anderen Profiligen sein eine (internetbasierte) Übertragung aller Ligaspiele zu erreichen. Aber dafür sind fernsehtaugliche Hallen bei allen Erstligisten notwenige Voraussetzung.


    Schön, daß wir noch ein Beispiel ala Gummersbach haben. Dort wurde konsequent über ein dutzend Jahre Goodwil gezeigt, dort hat man solange den Blinden bei der HBL gespielt bis man eine Halle bauen konnte. Schade sowas geht nicht überall.


    Die HBL-Hallenstandards wurden beschlossen gut zwei Jahre bevor in Gummersbach die Pläne und vorallem die Finanzierung der neuen Arena in trockenen Tüchern waren. Darüber hinaus ändern sich die Zeiten. Vor 20 Jahren brauchte noch niemand WLAN in den Hallen oder vernünftige Presseräume, weil dort eh nur zwei Lokalreporter saßen, die für Seite 3 der örtlichen Zeitung am nächsten Montag mitgeschrieben haben.

    Selbstverständlich gibt es Puristen, die lieber in dunklen Hallen den Schweiß von Generation riechen und auf Holzbänken sitzen wollen als in einer modernen, hellen Halle mit bester Sicht von allen Plätzen und breitem Speisen- und Getränkeangebot. Dazu darf jeder seine persönliche Meinung zu haben, aber belegbarer Fakt ist, dass nahezu alle Vereine nach dem Umzug in moderne Hallen auch wachsende Zuschauerzahlen verzeichnen konnten. Die Puristen sind schlicht eine schwindende Minderheit und um es im Stile von Uli H. zu sagen: Der traditionalistische Purist mit Bier und Bratwurst auf der Hintertortribüne ist für den Handballverein zwar wichtig, aber ein sehr kleiner Fisch im Vergleich zum Business-Club-Mitglied, das im Gegenzug für sein Engagement eine Spielstätte erwartet in dem z.B. Geschäftskunden empfangen werden können.


    Wenn die HBL nicht: Hat Eisenach denn Interesse an einem Kompromiss? Die martialischen Töne hier und die Komplettablehnung der Hallenstandards sprechen nicht dafür. Und wenn doch, was wäre denn akzeptabel beim THSV? Vier Spiele waren es vor zwei Jahren schon mal nicht.


    Ich denke genau dies ist dem ThSV zum Verhängnis geworden. Die lästigen Querelen um die Ausnahmegenehmigung in der letzten Erstligasaison, das Gepoltere vom "Kampf bis zum letzten Blutstropfen" und die öffentliche Fokussierung auf Andreas Thiel als personifiziertem Hindernis für die aufstiegswilligen Eisenacher waren eine schlechte Grundlage um nach gescheiterter Schiedsverhandlung auf Kompromisse setens der HBL zu hoffen.

    Die Meldung des ThSV Eisenach liest sich so, dass das Schiedsgericht die Gültigkeit und Rechtmäßigkeit der Hallenstandards bestätigt hat und die juristischen Ansätze der Eisenacher nicht zum Ziel führten. Die HBL hat auf bedingungslose Einhaltung der Hallenstandards bestanden und eine erneute Kompromisslösung abgelehnt. Es wäre äußerst fahrlässig, wenn der ThSV Eisenach sich nicht bereits im Vorfeld mit einem Plan B beschäftigt hätte. Bleibt zu hoffen, dass dieses Verfahren zu einem schnellen Abschluss kommt.

    Nunja, sei es wie es sei, eine Steigerung von Platz 13 auf PLatz 10 ist gabz ok, man sollte das Ganze aber auch nicht zu sehr hochjubeln


    Zunächst könnte man argumentieren, dass in Hamburg nur 3 Sekunden zu Platz 8 gefehlt haben ( ;) ), aber in Wirklichkeit besteht die Entwicklung nicht in ein paar gewonnenen Tabellenplätzen, sondern dem Durchschreiten des wirtschaftlichen (und eng damit verbunden) sportlichen Tiefpunktes vor zwei Jahren, als der Klassenverbleib zurecht am seidenen Faden hing und selbst der Matchball am letzten Spieltag in eigener Halle noch vergeben wurde. Die drückenden Altlasten wurden merklich verringert, der VfL Gummersbach hat eine junge homogene Mannschaft zusammengestellt die sich in dieser Form einige Jahre gemeinsam weiterentwickeln kann und die neue Arena wurde vom Publikum und Sponsoren sehr positiv aufgenommen. Montagvormittags ist der Handball in Gummersbach wieder ein Gesprächsthema in der Kaffeepause. Das ist der Quantensprung der vergangenen zweieinhalb Jahre - zumal die Mannschaft und der Verein diese Saison auch überregional äußerst positiv wahrgenommen wurden und das reichlich angekrazte Image verbessert werden konnte.

    Warum wird dann ausgeschlossen, dass Kroatien mit Polen in einer Gruppe in Krakau spielt?


    Wie üblich wird es be der EM in Polen Tagesticket geben. Die polnischen Fans werden die Arena in Krakau füllen und die Veranstalter hoffen mit Kroatien als festem Team in Katowice auch dort für eine hohe Auslastung zu sorgen. Das ist ja gerade der Sinn beim festen Setzen von vier Mannschaften für die vier Spielorte.