@Paul Jonas:
Das sehe ich anders. Ein dritter deutscher Teilnehmer in den Elitegruppen A/B wird sportpolitisch bei den anderen Nationalverbänden kaum auf Akzeptanz stoßen. Zudem dürfte das EHF Marketing wenig Interesse an inner-deutschen Duellen in der Vorrunde haben und auch dem THW Kiel und den Rhein-Neckar Löwen dürfte nicht daran gelegen sein.
Ein Blick auf die Setzliste für die Gruppenauslosung der vergangenen Saison ergäbe folgende Zusammensetzung für die Top16:
GER (2x), ESP (2x), HUN (2x), POL (2x), DEN, MKD, SLO, FRA, CRO, RUS, SUI, SWE
Im Nationenranking (das nur für die Anzahl der Europapokalplätze in der Saison 2015/16 nicht jedoch für die Setzliste innerhalb der einzelnen Wettbewerbe relevant ist) ist Russland von Platz 7 auf Platz 11 und die Schweiz von Platz 8 auf Platz 11 abgerutscht. Ebenso hat Kroatien Boden verloren und ist nicht mehr in den Top 12. Während ich RK Zagreb jedoch aufgrund ihrer individuellen Leistungen und der Lobby im europäischen Handball in den Elitegruppen sehe, erwarte ich, dass der russische, schweizer oder schwedische Meister zugunsten von Meshkov Brest wird weichen müssen.
Mit Flensburg, Skjern, Montpellier(und evtl Magdeburg) hätte die EHF interessante Wild-card-Teilnehmer, die in den Gruppen C/D um die zwei Achtelfinalplätze kämpfen. In den Gruppen A/B hätten sie meiner Meinung nach aufgrund fehlender sportlicher Qualifikation nichts verloren und an klangvollen Namen fehlt es den Top16 nun wirklich nicht.