Beiträge von Arcosh

    @Karl:
    Bei der Ligaversammlung vor Saisonbeginn werden Themen wie der Spielplan für die Hinrunde und aktuelle Änderungen zur neuen Saison besprochen. Aufgabe des HBL-Präsidiums ist es u.a. die Beschlüsse der Ligaversammlung umzusetzen. Damit dies juristisch korrekt und möglichst rechtssicher ( ;) ) formuliert ist, halte ich ca. einen Monat zwischen Ligaversammlung und Beschluss der neuen Durchführungsbestimmungen durch das HBL-Präsidium für einen angemessenen Zeitrahmen.

    Da es sich um ein nicht-öffentliches Treffen handelt, ist wohl nicht bekannt ob es offenen Protest gegen die neuen Durchführungsbestimmungen gegeben hat und ob sie auf der Ligaversammlung einstimmig bzw. mehrheitlich angenommen wurden. Jegliche Spekulationen darüber erübrigen sich daher mangels Grundlagen.


    Wie weiter oben bereits ausgeführt halte ich (als juristischer Laie) die angeblich fehlende Klageberechtigung als Rechtfertigung für den späten Zeitpunkt der Klage für nicht schlüssig. Zwar geht es GWD MInden im Kern um die Abstiegsregelung, aber die Klage fußt darauf, dass die am 19.08.2014 verabschiedeten Durchführungsbestimmungen ingesamt ungültig seien. Das bedeutet GWD Minden ist (wie jeder andere Verein) seit Beginn der Saison am 20.08.2014 davon betroffen eine Meisterschaft ohne vermeintliche gültige Rahmenbedingungen auszutragen.

    Nach dem Spiel am Freitag wurde in Hamburg gefühlt bereits die halbe Mannschaft verabschiedet. (Übrigens eine sehr gut und emotional gemachte Spielerverabschiedung :respekt: ) Jetzt auch noch Kentin Mahe und Kevin Herbst ...

    b) MT-Sportressortleiter Marcus Riechmann in einem Kommentar:

    Man legt sich die Fakten so zurecht wie sie gerade passen. Zwar geht es GWD MInden im Kern um die Abstiegsregelung, aber die Klage fußt darauf, dass die am 19.08.2014 verabschiedeten Durchführungsbestimmungen ingesamt ungültig seien. Das bedeutet GWD Minden ist (wie jeder andere Verein) seit Beginn der Saison am 20.08.2014 davon betroffen eine Meisterschaft ohne vermeintliche gültige Rahmenbedingungen auszutragen. Daher halte ich die fehlende Klagebefugnis für vorgeschoben.



    Woher weiß du eigentlich, dass das nicht geschehen ist?

    Das GWD gleich mit ner einstweiligen Verfügung ankommt, spricht zumindest sehr dafür, dass von der HBL keinerlei Modifikation der damaligen Entscheidung ohne Zwangsmittel zu erwarten ist...(und das kann man nur wissen, weil das vorher schon abgecheckt wurde, vermutlich direkt im Rahmen der damaligen Ligaaufstockung, nicht unbedingt durch GWD, sondern auch durch andere potenziell involvierte Vereine.)


    Umgekehrt gibt es auch keinen Hinweis darauf, dass es frühzeitig Gespräche/Einsprüche seitens GWD Minden gegen die neuen Durchführungsbestimmmungen gegeben hätte. Wieso sollte die HBL überhaupt ihhre damalige Entscheidung modifizieren? Die Durchführungsbestimmungen sind im Rahmen seiner Befugnisse vom HBL-Präsidium verabschiedet worden und die logische Konsequenz aus der zwangsweisen Aufstockung der 1. Bundesliga auf 19 Mannschaften.

    Die einstweilige Verfügung ist schlicht und ergreifend der einzig gangbare Rechtsweg für GWD Minden, weil auf dem normalen Verfahrensweg eine zeitnahe Klärung nicht zu erwarten wäre.

    Sagen wir es so man könnte Wirtschaftlich in einer anderen Halle spielen, hier würde dann aber die Sportliche Leistungsfähigkeit leiden und man würde die Gefahr eingehen in der neuen Saison die SG BBM zu geben.

    Ich bin mir sicher, dass es einen Plan B gibt. Nur der ist Scheiße und eines ist allen klar: Wirtschaftlich überlebt das Eisenach nur, wenn alles perfekt läuft. Da darf nicht mal ein Spielball kaputt gehen. Und selbst dann wissen wir, dass wir im Abstiegskampf nur bestehen, wenn zwei weitere Vereine keine Lizenz bekommen.


    Diese Aussagen exemplarisch als Auszug aus euren letzten Beiträgen offenbaren den wahren Kern. Eine alternative, bundesligataugliche Halle kostet Geld, das zulasten des Spieleretats geht. Nachdem 2013/14 der dritte Umzug nach Coburg gegen eine lächerliche Strafzahlung gestrichen worden war, konnte der ThSV Eisenach zur Rückrunde einen spanischen Nationalspieler nachverpflichten. Der TV Emsdetten hatte beispielsweise nach den notwendigen Umbauarbeiten an der Halle kein Geld mehr übrig für teure Nachverpflichtungen.

    Eine Sondergenehmigung würde den sportlichen Wettkampf so zugunsten Eisenachs verzerren.

    Ohne die schwere Bürde der FIFA-Präsidentschaft kann Sepp Blatter nun endlich die tiefen Strukturreformen angehen für die er schon immer gekämpft hat.

    Zitat

    [...]
    Since I shall not be a candidate, and am therefore now free from the constraints that elections inevitably impose, I shall be able to focus on driving far-reaching, fundamental reforms that transcend our previous efforts. For years, we have worked hard to put in place administrative reforms, but it is plain to me that while these must continue, they are not enough.

    The Executive Committee includes representatives of confederations over whom we have no control, but for whose actions FIFA is held responsible. We need deep-rooted structural change.

    The size of the Executive Committee must be reduced and its members should be elected through the FIFA Congress. The integrity checks for all Executive Committee members must be organised centrally through FIFA and not through the confederations. We need term limits not only for the president but for all members of the Executive Committee. I have fought for these changes before and, as everyone knows, my efforts have been blocked. This time, I will succeed.
    [...]

    Auszug aus Sepp Blatters Rede auf der gestrigen Pressekonferenz zu seinem Rücktritt. Quelle: FIFA.com


    Der vor wenigen Tagen in seine fünfte Amtszeit wiedergewählte FIFA-Präsident ist also ein eiserner Verfechter von begrenzten Amtszeiten für Funktionäre? :lol::lol::lol:

    Okay, nach kurzer Recherche habe ich doch noch etwas gefunden:

    Thüringer Allgemeine: Umbau der Aßmann-Halle in Eisenach ab Mai 2016 geplant (07.04.2015)

    Zitat

    [...] Mit der zweiten Tribüne auf der Nordseite, wo jetzt die Fernseh-Teams ihre Kameras aufbauen, wären noch einmal 1000 Plätze verfügbar. Da aber dort die Technik für die Halle in den Wänden und Böden liegt, wird die Sache teurer - statt zwei Millionen sind es rund fünf Millionen, weiß ThSV-Präsident Gero Schäfer. Nach dem Gespräch mit der neuen Landesregierung ist er aber optimistisch: "Wir haben die Zusage, dass die Landesregierung das Geld bereitstellen will, wenn auch erst im Haushalt 2016." Jetzt könnten aber schon die Vorbereitungen beginnen wie die Suche nach einem Büro für den Umbau und die Planungen.

    "Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich beginnen zu können. Wir hoffen auf eine Bauzeit von Mai bis Oktober 2016. In dieser Zeit könnte die Halle allerdings nicht genutzt werden." Das heißt: Der ThSV Eisenach müsste seine Heimspiele an anderer Stelle austragen.[...]


    Die zeitlichen Planungen sind natürlich noch mit Vorsicht zu genießen solange noch keine Firma die konkreten Planungen aufgenommen hat und der Landeshaushalt nicht verabschiedet ist. Aber angenommen der genannte Zeitrahmen wird eingehalten und "Mai 2016" ist gleichbedeutend mit "Baubeginn nach dem letzten Saisonheimspiel", dann hieße dies aber, dass wegen des Umbaus zwangsläufig die ersten vier bis sechs Heimspiele der Saison 2016/17 nicht in der Werner-Aßmann-Halle ausgetragen werden könnten. Ein (Teil-)Umzug wäre übernächste Saison also unausweichlich. Aber in der Saison 2013/14 waren nicht einmal drei Spiele in fremder Halle umsetzbar und für die kommende Spielzeit wäre ein "Zwangsumzug" eine unzumutbare Gängelung seitens der HBL?


    P.S.: Wenn ich dann lese:

    Zitat

    [...] Zudem wird die Partie gegen die Rhein-Neckar Löwen am 10. Mai in Oberfranken ausgetragen. Eigentlich sollte dort auch das letzte Heimspiel der Saison gegen Flensburg-Handewitt stattfinden. Präsident Schäfer informierte nun: "Damit doch in Eisenach spielen können, mussten wir eine Strafe im vierstelligen Bereich zahlen." [...]

    Quelle: MDR.de (28. April 2014)


    Vierstelliger Betrag? Da müssen sich doch Aufsteiger wie der TV Emsdetten total verarscht vorkommen, die fünf- bis sechstellige Beträge ínvestiert haben um ihre Halle damals erstligatauglich zu machen oder Vereine die eine komplette Saison in fremder Halle bestritten haben. Das gesparte Geld hätte Emsdetten sicherlich auch lieber in die Mannschaft investiert und z.B. damals zur Rückrunde einen spanischen Nationalspieler nachverpflichtet. :wall:

    Natürlich wurden diese Worte im Rausch des Aufstiegsjubels gesagt, aber wer auf einen "Kompromiss" und das Wohlwollen der HBL (sprich indirekt der übrigen Bundesligavereine) angewiesen ist, sollte sich nicht benehmen wie der Elefant im Porzellanladen solange die Presse danebensteht.

    Zitat

    "Hier in Eisenach wird Handball gelebt, da muss auch hier gespielt werden", meinte Schäfer. Der ThSV könne nicht mit einem der Retortenvereine in einer der großen Hallen verglichen werden. Einen Zwangsumzug dürfe es nicht geben. Mit diesen Worten stürzte sich der Geschäftsmann ins Party-Getümmel der über 3000 Anhänger.

    Der Umbau soll im Mai 2016 beginnen und in anderthalb Jahren (also Ende 2ß16) abgeschlossen sein. Aus Sicht des ThSV ist der eingeforderte Kompromiss "Wir haben ein wenig umgebaut, lassen den Rest so wie er ist und bekommen im Gegensatz zu allen anderen Vereinen eine bedingungslose Ausnahmegenehmigung. Ich habe weiterhin keine schlüssige Erklärung gelesen, weshalb es nicht machbar sein soll analog zum VfL Gummersbach und der Eugen-Haas-Halle die Haupttribüne umzubauen und auf beide Spielfeldseiten zu verteilen. Wenn dann z.B. nur Platz für je fünf oder sechs Sitzreihen auf jeder Spielfeldeite sein sollte, dann könnte man dies in Absprache mit der HBL als Kompromiss bezeichnen. Aber so wie es im Moment läuft ist das eher Sturheit als Kompromissbereitschaft.

    P.S.: Gibt es bereits konkrete Pläne zur Umsetzung des Umbaus? Wird die Halle uneingeschränkt nutzbar sein während die "tragende Wand" entfernt und eine zusätzliche Tribüne gebaut wird?


    Die fahren nicht wirklich VOR dem letzten Saisonspiel nach Malle!!??!!!


    Die Verpflichtungen bei den diversen Nationalmannschaften unmittelbar nach Saisonende lasse leider keine Abschlussfahrten nach dem letzten Spieltag zu.
    (Übrigens sind die Spieler des VfL Gummersbach nach dem Sieg gegen Nettelstedt am Samstagmorgen ebenfalls nach Mallorca geflogen)

    [...] ....(interessant wären vor allem die Kompetenzvollmachtenverteilung innerhalb der Liga-GmbH - das wären ja quasi 'diktatorische' Zustände, bemerkenswert, wenn sich die Clubs so hätten entmachten lassen)

    Dann sind vll. nicht (nur) Spieljahr/Spielsaison der Ansatzpunkt, sondern Entscheidungsprozesse (-befugnisse) innerhalb der Liga GmbH/Präsidums der HBL (vor dem Hintergrund des schon laufenden Spieljahres)...[...]


    Die geänderten Durchführungsbstimmungen traten durch Beschluss des HBL-Präsidiums in Kraft. Das HBL-Präsidium wird durch die Mitgliederversammlung, d.h. Vertreter aller Vereine der 1. und 2. Bundesliga demokratisch gewählt und ist durch diese Wahl legitimiert. Mit diktatorischen Zuständen hat das wenig zu tun. Insofern sehe ich nicht, dass Änderungen "einvernehmlich mit allen Clubs" getroffen werden müssten. (Ich werde schließlich auch nicht jedesmal um meine persönliche Zustimmung gebeten, wenn in der BRD ein neues Gesetz verabschiedet wird.)


    Wenn dies so wäre, könnte es negative Auswirkungen für den TV Bittenfeld haben, vorausgesetzt, er verliert das letzte Spiel und Rimpar gewinnt es. Dann wäre Rimpar nämlich vor Bittenfeld in der Tabelle und somit 3.


    Eine Mannschaft scheidet erst aus der Meisterschaftrunde aus wenn sie zum drei Meisterschaftsspielen innerhalb einer Saison nicht antritt. (siehe §49, DHB-Spielordnung)

    Der Spielplan ist immer noch verfügbar: KLICK

    Lediglich der Verweis im SIS-Menü wurde entfernt. Das war so allerdings auch in den letzten Jahren regelmäßig der Fall solange der Spielplan noch nicht endgültig war.

    Online waren heute morgen kurze Zeit Tickets der Kategorien 2 und 3 verfügbar, die binnen weniger Minuten ausverkauft waren. Nach offiziellen Aussagen in der Kölnarena wurden dort am Wochenende 8000 Tickets verkauft. Nimmt man dazu noch 4x 500 Tickets für die teilnehmenden Vereine und die diversen VIP/Sponsoren-Karten, dann bleibt nicht viel für den freien Verkauf.

    In den letzten jahren hatte die EHF allerdings einige kleinere Kontingente zurückgehalten und im Laufe des Jahres freigegeben.

    Das Spiel um Platz 3 war fast eine Duplette derselben Paarung vor zwei Jahren. Kielce mit mehr Engagement und Einsatzwillen zu Beginn der Partie, während der THW Kiel erst Mitte der zweiten Halbzeit den Kampf aufnahm, es aber nicht mehr schaffte das Spiel zu drehen.


    Das Finale, meine persöhnliche Wunschpaarung, nahm einen anderen Verlauf als ich erwartet hätte. Barcelona mit einer fantastischen Abwehrleistung, die eines Champions-League-Siegers würdig war. Ein fließender Wechsel zwischen 6:0- und 4:2-Abwehr die Laszlo Nagy und Momir Ilic bereits bei 10 Metern angenommen und begleitet hat. So wurden die Ungarn ihres stärksten Mittels beraubt und Danijel Saric konnte sich bei den gezwungenen Fernwürfen immer wieder auszeichnen. Mirko Alilovic konnte nicht an die Leistung aus dem Halbfinale anknüofen und auch der Wechsel auf Roland Mikler brachte keine Besserung. Somit ein klarer Vorteil für Barcelona auf der wichtigen Torhüterposition. Nach dem Schlusspfiff hat Danijel Saric bewiesen, dass er auch charakterlich ganz groß ist. Nach dem berechtigten Jubel über den Triumph war er der Erste, der zum respektvollen Handshake auf die Veszprem-Spieler zuging- da hat man Torhüter/Welthandballer in Köln schon ganz anders erlebt.

    Laszlo Nagy war die tiefe Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, aber Veszprem hat bei den zwei Final4-Teilnahmen 2014 und 2015 wertvolle Erfahrung gesammelt und wird in den nächsten Jahren bestimmt wieder die Chance bekommen nach dem ersehnten Titel zu greifen.

    Leider standen die Schiedsrichter Din/Dinu einem hochklassigen Endspiel im Weg. Mit ihren ständigen, kleinlichen Spielunterbrechungen (anstatt den Vorteil laufen zu lassen) haben sie immer wieder den Spielfluß unterbrochen. Da es auf beiden Seiten gleichermaßen gehandhabt wurde, könnte man von einer klaren Linie sprechen. Aber unterm Strich profiierte wohl eher Barcelona von dieser Linie, denen die häufigen (Wisch)pausen offensichtlich sehr recht waren.