Will man in Wetzlar eigentlich gar keine Auswärtsfans haben oder weshalb werden die so schlecht behandelt?
Was war denn vorgefallen?
Will man in Wetzlar eigentlich gar keine Auswärtsfans haben oder weshalb werden die so schlecht behandelt?
Was war denn vorgefallen?
Das steht in § 47 der Neufassung der DHB-Rechtsordnung. Lothar Frohwein hatte im Thread zum Zweitligaspiel zwischen Hagen und Ferndorf dankenswerterweise auf diese beschlossene und ab 01.07.2026 in Kraft tretende Änderung hingewiesen.
Grundsätzlich ist allen Vereinen und Funktionären bekannt, dass Fehler bzgl. der Teilnahmeberechtigung unmittelbar zum Spielverlust führen und daher besondere Achtsamkeit erforderlich ist. Aber wenn man ehrlich ist, waren der TV Hüttenberg und die Rhein-Neckar Löwen wahrscheinlich nur die Unglücksraben, die nach der EM-Pause zuerst Platz im Kader für einen Nachwuchsspieler hatten. Wer weiß wie viele weitere Vereine in diesen Tagen nach dem Training noch schnell Unterschriften von Nachwuchsspielern einsammeln.
Im Thread zum falschen Spielstand beim Zweitligaspiel zwischen Eintracht Hagen und dem TuS Ferndorf wurde mir mehrfach entgegengehalten, dass Menschen Fehler machen und sich das auch nie vermeiden lassen wird. Diese Fehlertoleranz gilt aber in der DHB-Rechtsordnung nur für Offizielle. Begehen Offizielle einen Regelverstoß, dann hat dieser nur Konsequenzen, wenn er das Attribut "spielentscheidend" erfüllt. Ab nächster Saison können Fehler beim Torezählen sogar im Nachgang einfach korrigiert werden. Aber eine fehlende Unterschrift, die keinerlei Auswirkungen auf das sportliche Geschehen hatte, kann selbstverständlich nicht nachgereicht werden.
Wieso wird hier nicht auch die Frage gestellt, ob die fehlende Teilnahmeberechtigung spielentscheidend war? Ja, dies wird zu zusätzlicher Arbeit für spielleitende Stellen und Sportgerichtsbarkeiten führen, aber der Maßstab für "Gerechtigkeit" darf doch nicht sein, dass wir die Lösung wählen, die die geringste Arbeit macht. (Die Änderung der DHB-Rechtsordnung bzgl. der nachträglichen Spielstandkorrektur erweckt leider denselben Eindruck.) Für mich persönlich stimmt die Verhältnismäßigkeit einfach nicht - und der hier angesprochene Umgang mit Dopingvergehen fällt auch darunter.
Nachtrag zur ab 01.07.2026 geltenden Neufassung der DHB-Rechtsordnung:
Die neue Rechtsordnung lässt zwar Ergebniskorrekturen seitens der spielleitenden Stelle zu, aber führt explizit aus, dass dies nicht zur Anwendung kommt, wenn die Folgen spielentscheidend sind.
Zitat§ 47 Entscheidungsgrundsätze
(1) Entscheidungen der Schiedsrichter*innen und der technischen Delegierten, die auf Grund ihrer Tatsachenfeststellung oder Beurteilung getroffen wurden, sind unanfechtbar.
(2) Regelverstöße oder unberechtigte Maßnahmen der Schiedsrichter*innen, Zeitnehmer*innen und Sekretär*innen können nur dann zur Anordnung einer Spielwiederholung führen, wenn die Spruchinstanz die Folgen für spielentscheidend hält und keine Ergebniskorrektur möglich ist.
Insofern würde sich im vorliegenden Fall auch nach dem 01.07.2026 wohl nichts ändern. Aber sollte beim 38:21 zwischen dem SC Magdeburg und GWD Minden ein Fehler beim Torezählen festgestellt werden, dann kann das Ergebnis und damit die Tabelle korrigiert werden.
Diese neue Schiedsvereinbarung, die dem TV Hüttenberg zum Verhängnis wurde und nun auch den Rhein-Neckar Löwen zum Verhängnis werden und Tabellen der 1. und 2. Bundesliga maßgeblich verändern könnte, basiert auf der Neufassung der DHB-Anti-Doping-Ordnung, die vom DHB-Bunderat im November 2025 beschlossen wurde und zum 01.01.2026 in Kraft trat.
Es scheint, dass die Vereine ihren Profispieler die neuen Schiedsvereinbarungen zur Unterschrift vorgelegt haben, aber der ein oder andere Ergänzungsspieler aus den Nachwuchskadern vergessen wurde und diese Formalität hat jetzt massive Konsequenzen.
Nach gut 3/4 der jetzigen Saison haben wir jetzt 2 ( korrigiere mich gerne ) solcher Fälle
Dies ist doch erstmal eine deutliche Verbesserung?
Gut 3/4 der Saison??? Es sind Stand heute 378 von 612 Spielen der 1. und 2. Bundesliga gespielt. Das sind nicht einmal 2/3 der Saison und "hochgerechnet" (natürlich ist das hier keine statistisch sinnvolle Vorgehensweise) ergäbe dies nach 4 bekannt gewordenen Regelverstößen in der Saison 2024/25 nur noch 3,2 bekannt gewordenen Regelverstöße in der Saison 2025/26. Du hast also vollkommen Recht! Die vorgenommenen Verbesserungen haben eine deutliche Qualitätssteigerung von vor der Saison nicht für möglich gehaltenem Ausmaß gebracht und die Zahl der bedauerlichen menschlichen Fehler wurde um 20% reduziert! ![]()
Diese Neuregelung macht es in meinen Augen nur noch schlimmer, weil dadurch Spieler und Vereine für einen Fehler eines Offiziellen "bestraft" werden. Die Spieler und Trainer sehen den Spielstand auf der Anzeigentafel, passen ihre Spielweise und Taktik diesem Spielstand an und jubeln oder trauern am Spielende auf Basis dieses Spielstandes. Das Wiederholungsspiel ist ein organisatorischer Aufwand und eine Mehrbelastung, aber es ermöglicht immerhin beiden Mannschaften die gleiche Chance.
Würde also das Spiel zwischen Hagen und Ferndorf in dieser Form in der Saison 2026/27 stattfinden, dann würde kein Hallensprecher, kein von Hagen gestellter HBL-Scout und kein Eintracht-Betreuer mehr das Kampfgericht direkt während des Spiels auf den vermeintlichen Fehler hinweisen. Stattdessen würde man intern kommunizieren, dass ein "Unentschieden" auf der Spielstandanzeige für zwei Punkte reicht und am Spielende ausgelassen feiern, während die Gäste aus Ferndorf erst nach der Dusche auf dem Weg in den Mannschaftsbus erfahren, dass 60 Minuten voller Einsatz auf dem Spielfeld und die Freude über den Punktgewinn im Derby futsch sind, weil ein Offizieller die Spielstandanzeige falsch bedient hat und der DHB bzw. die HBL dies im Nachhinein "unbürokratisch korrigieren" werden.
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Erfordern mindestens sechs (!) spielentscheidende Regelverstöße innerhalb von zwölf Monaten keine Maßnahmen? Das bedeutet 1% der Spiele im deutschen Profihandball sind in diesem Zeitraum so grob fehlerhaft geleitet worden, dass das sportliche Endergebnis beeinflusst wurde! Menschliche Fehler passieren und wenn alle fünf Jahre mal ein Regelverstoß auftreten würde, dann wäre das ärgerlich, aber ich würde bestimmt nicht direkt nach personellen Konsequenzen rufen (hatte ich bei den Vorfällen Ende letzter Saison auch noch nicht gemacht). Aber diese Häufung an Fehlern wirft meines Erachtens nach notwendigerweise die Frage auf, ob das nur eine zufällige Häufung von situativem Einzelversagen ist oder Zeichen eines strukturellen Problems. Je nachdem wie jeder für sich diese Frage beantwortet, ergeben sich daraus andere Erwartungen was jetzt passieren sollte.
Rheiner hat beispielsweise als Verbesserungsvorschlag ein echtes Leitungsprinzip bei den Ansetzungen gefordert. Vielleicht braucht es bessere Ausbildung. Vielleicht braucht es eine bessere Entlohnung, um die Aufgabe attraktiv zu machen. Ich bin ganz ehrlich: Ich persönlich bin zu weit weg vom Schiedsrichterwesen an der DHB-Spitze und kann nicht beurteilen, nach welchen Kriterien Offizielle beurteilt, gefördert und befördert werden. Ich kann nicht beurteilen, wie die Qualität der Aus- und Weiterbildung der Offiziellen ist. Ich kann nicht einschätzen wie hoch die Belastung der Offiziellen aufgrund ihrer Einsätze für die HBL ist und ob beispielsweise die finanzielle Entschädigung angemessen ist, damit diese wichtige Aufgabe in einer Profiliga von Menschen ausgeführt wird die bestens für diese Aufgabe geeignet sind und nicht nur einfach von denen, die bereit sind sich für ein Semi-Ehrenamt zu "opfern". Ohne einzelnen Person zu nahe treten zu wollen, schreit das von Eintracht Hagen veröffentlichte Foto des Zeitnehmertisches nicht "Digital Natives, die blind die Software bedienen während sie gleichzeitig das Geschehen auf dem Feld im Blick haben".
Ich sehe aber die Probleme, die am Ende in den HBL-Hallen auftreten und stelle mir ebenso wie Rheiner die Frage, wie eine derartige Häufung in den letzten zwölf Monaten zu erklären ist. Mein Empfinden und Verständnis für Statistik und Stochastik sagen mir, dass dies kaum eine zufällige Häufung ist, sondern eher ein strukturelles Problem. Am Ende der vergangenen Saison hat Jutta Ehrmann ihr Bestreben zur Verbesserung zum Ausdruck gebracht und nun haben wir nach gut der Hälfte der Saison 2025/26 bereits wieder zwei klare Regelverstöße, bei denen das Kampfgericht inkl. Delegiertem einen groben Fehler begangen hat, der den Ausgang des Spiels beeinflusst hat.
Hältst Du die Regelverstöße der vergangen 12 Monate für bedauerliche Einzelfälle die man nicht vermeiden kann?
So wie die Regelauslosung in dieser Saison bislang gewesen ist, konnte es bei der Szene m.E. nur eine rote Karte geben.
Ein treffender Tippfehler hinsichtlich mancher Entscheidungen.
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Mit wie vielen Fans kommt ihr zu uns?
Mir ist keine organisierte Auswärtsfahrt der Fanclubs bekannt und als ich vor ca. zwei Wochen die Eintrittskarten im Saalplan ausgewählt habe, waren große Teile des Gästeblocks noch verfügbar. Wir kommen zu viert mit dem PKW, wobei die beiden VfL-Fans auf der Rückbank zwar lautstark sind, aber noch im Kindersitz reisen.
Einfach zusammen gefasst: Jutta weg, und alles wird gut. Das "geeignete Personal" findet sich von selber..... Du wärest bestens geeignet.
Was ist denn Deine Schlussfolgerung aus
?
Alles gravierende Regelverstöße binnen zwölf Monaten, bei denen die Offiziellen am Kampfgericht ihre Aufgaben nicht erfüllt haben. Es geht eben nicht nur um "2-3 Fälle" und "ein Wiederholungsspiel in einer ganzen Zweitligasaison" ( Stifler'sMom). Jeder dieser Vorfälle hätte potenziell zu einem Wiederholungsspiel führen können bzw. müssen. Größerer öffentlicher Schaden ist dem DHB und der HBL nur erspart geblieben, weil einzelne Vergehen den benachteiligten Mannschaften nicht rechtzeitig auffielen oder aus Bequemlichkeit von den Vereinen nicht per Einspruch nachverfolgt wurden.
Ich maße mir mitnichten an, die Aufgabe des Leiters bzw. der Leiterin des DHB-Schiedsrichterwesens besser ausführen zu können als Jutta Ehrmann. Aber ich maße mir an infrage zu stellen, ob Jutta Ehrmann nach den oben genannten Vorfälle der letzten 12 Monate, ihrer in meinen Augen mangelhaften öffentlichen Kommunikation in diesen Fällen und dem Fehlen von belegbaren Argumenten, dass ihre angekündigten und umgesetzten Maßnahmen irgendeinen Erfolg gebracht hätten, die richtige Besetzung für diese Position ist oder es nicht bessere Leiter oder Leiterinnen für das DHB-Schiedsrichterwesen gäbe.
[...] Mir sind andere Sportarten diesbezüglich egal. Gibs denn eine Sportart, die so komplex und schnell ist wie Handball, gepaart mit unendlichen Regeln ? [...]
Das Argument der angeblich so komplexen und umfangreichen Regeln lese ich häufig, halte ich aber für ein Gerücht. Die IHF-Handballregeln umfassen in der deutschen Fassung 90 Seiten, das Regelwerk des Volleyball-Weltverbandes 91 Seiten, das DFB-Fußball-Regelheft hat 164 Seiten, die offiziellen Basketballregeln des DBB 135 Seiten und das IIHF Rulebook für Eishockey satte 206 Seiten. Handball hebt sich weder durch ein besonders komplexes Regelwerk noch durch Schnelligkeit von den meisten dieser Sportarten ab.
Für den VfL Gummersbach werden in den nächsten drei Wochen die Weichen für die Endplatzierung in dieser Saison gestellt werden.
28.02.2026, THW Kiel (A)
05.03.2026, TBV Lemgo (H)
13.03.2026, MT Melsungen (A)
Mit Siegen gegen Kiel und/oder Lemgo wäre die Lücke zu diesen direkten Konkurrenten um die Europapokalplätze geschlossen. Gegen die MT Melsungen könnte umgekehrt Platz 6 nach unten abgesichert werden. Zwischen null und vier Punkten kann ich mir alles vorstellen.
Ich freue mich nach 2012 - als wir mit dem Fanclub zum Abschluss der unvergleichbaren 68:0-Saison in der Ostseehalle dabei waren - endlich wieder nach Kiel zu reisen. ![]()
Sonntag, 01. März 2026
Sonntag, 01. März 2026
Sonntag, 01. März 2026
Sonntag, 01. März 2026
Samstag, 28. Februar 2026
Samstag, 28. Februar 2026
Freitag, 27. Februar 2026
Donnerstag, 26. Februar 2026