01. SG Flensburg-Handewitt
02. THW Kiel
Die Meisterschale wird in Schleswig-Holstein bleiben, aber die Ausgangslage ist so spannend wie lange nicht mehr. Mit Filip Jicha und Aron Palmarsson hat der THW Kiel viel Spielintelligenz verloren und nun ist es an Domagoj Duvnjak und Joan Canellas zu beweisen, ob sie diese Lücke füllen können. Duvnjak konnte bislang im Zebratrikot nicht überzeugen und Canellas mus unter Beweis stellen ob er ebenso wie Filip Jicha ein Spiel fast im Alleingang herumreißen und gewinnen kann. Theoretisch könnte auch Steffen Weinhold, der eine überragende Saison gespielt hat, die kreative Lücke füllen. Dazu mmuss er als Charakter auf dem Feld den nächsten Entwicklungsschritt machen. Falls ihm dies gelingt wäre dies auch für die Nationalmannschaft ein enormer Gewinn. Sehr unsicher bin ich mir zudem bezüglich des neuen Torhütergespanns.
In der Breite hat die SG Flensburg-Handewitt den THW Kiel dieses Jahr überholt. Der Kader ist sehr gut und ausgewogen zusammengestellt und das wird sich sowohl in Bezug auf die Dreifachbelastung in Bundesliga, DHB-Pokal und Champions-League bemerkbar machen als auch in der Vielzahl taktischer Varianten innerhalb eines Spiels. Das macht die SG meiner Meinung nach zum Meisterschaftsfavoriten.
03. Rhein-Neckar Löwen
04. SC Magdeburg
Zwei Vereine mit Ambitionen auf Europapokalplätze bzw. eine Champions-League-Wildcard. Magdeburg hat eine erfolgreiche und eingespielte Mannschaft, die den Verlust von Bartosz Jurecki verkraften muss aber den Rückraum vielversprechend verstärkt hat. Bei den Rhein-Neckar Löwen hingegen habe ich das Gefühl, dass Mikael Appelgren und Darko Stanic im Tor etwas von Russisch Roulette haben. Beide sind mir bislang nicht durch konstante Leistungen auf hohem Niveau aufgefallen. Dennoch ist der Kader auf dem Feld hochklassig und ich sehe sie auf Platz 3.
05. MT Melsungen
06. Frisch Göppingen
07. Füchse Berlin
08. VfL Gummersbach
09. HSV Hamburg
10. TSV Hannover-Burgdorf
Das obere Mittelfeld ist unglaublich schwer einzuschätzen. Die MT Melsungen hat die finanziellen Mittel und den Kader um oben mitzuspielen ... aber sie sind nunmal die Diva der Liga und mit unnötigen Punktverlusten ist immer zu rechnen. Berlin und Hamburg sind auf einem absteigenden Ast und es ist schwer absehbar wo die Reise enden wird. Der VfL Gummersbach muss zunächst einmal die Leistungen der letzten Saison bestätigen und dann im nächsten Schritt zeigen ob sich die Mannschaft weiterentwickelt.
Im Prinzip hätte ich vor alle sechs Mannschaften auch "05.-10." schreiben können
11. Bergischer HC
12. HSG Wetzlar
13. HBW Balingen-Weilstetten
14. TBV Lemgo
15. SC DHfK Leipzig
16. TuS N-Lübbecke
17. ThSV Eisenach
18. TVB 1898 Stuttgart
Der Rest sind für mich allesamt Abstiegskandidaten. Durch die personellen Umbrüche sind der TBV Lemgo, der TuS N-Lübbecke sowie die HSG Wetzlar akut gefährdet. Im Falle eines schwachen Saisonstarts können diese Mannschaften sehr schnell wieder im Tabellenkeller stehen. Goran Suton und Florian Kehrmann müssen ihre Tauglichkeit als Bundesligatrainer erst noch unter Beweis stellen. Florian Kehrmann hat letzte Saison in meinen Augen vom frischen Wind nach dem Trainerwechsel profitiert. Nun muss er unter Beweis stellen ob er dem Bundesligalltag gewachsen ist.
Traditionell gehört auch HBW Balingen-Weilstten zum Kreis der Abstiegsbedrohten und über dem Bergischen HC schwebt die Länge der Szilagyi-Verletzung als Damoklesschwert. Es verspricht im Tabellenkeller wieder eine interessante Saison zu werden und gleich am ersten Spieltag gibt es mit der Partie ThSV Eisenach - TuS N-Lübbecke eine n ersten Fingerzeig.