SteamboatWillie:
Im Großen und Ganzen bin ich bei dir und verstehe die Argumentation mit Hektik und unübersichtlicher Spielsituation.
Aber:
[...]Dazu sehen sie die Situation quer übers Spielfeld mit X Spielern dazwischen.
Ggf sind sie auch vom siebten Feldspieler abgelenkt, der quer über den Anwurfpunkt rennt wo ich denke, der verhindert doch gleich den Anwurf.[...]
Zum Einen sieht man im Video, dass der im vorherigen Angriff als Feldschiedsrichter agierende Unparteiische frühzeitig zurückläuft und beim Anwurf der Coburger wohl schon seine Position an der Baunataler Torauslinie eingenommen hat. Er sieht also die Abwehrspieler zurücklaufen und hat einen unversperrten Blick aufs Geschehen im Torraum. Spätestens als der eingewechselte Baunataler Torhüter zu seinem Mitspieler in den Torraum eilt, sollte dem Torschiedsrichter klar sein, dass etwas nicht stimmt und er müsste die richtigen Schlüsse daraus ziehen.
Zum anderen sollte durch die Tatsache, dass der siebte Baunataler Feldspieler im schwarzen Leibchen unmittelbar vor dem Coburger Anwurf am Anwurfpunkt vorbeiläuft und damit im Aufmerksamkeitsbereich des Feldschiedsrichters ist ausreichen, damit auch dieser realisiert, dass 20m entfernt im Torraum kein Torhüter stehen kann.
Ich bleibe bei der Ansicht, dass dieser kollektive Blackpout beider Unparteiischen ein spielentscheidender Regelverstoß war. Es gibt im Video oder in Berichten keinen Hinweis darauf, dass die Spielzeit abgelaufen gewesen sein könnte, aber zahlreiche Indizien die dafür sprechen, dass zum Zeitpunkt der Abwehraktion noch gut 10 Sekunden zu spielen waren. Schiedsrichter sind nur Menschen und Fehler passieren, aber dann müssen im Nachhinein die richtigen Konsequenzen gezogen werden und in diesem Fall kann das meiner Meinung nach nur ein Wiederholungsspiel sein.