Beiträge von Arcosh

    SteamboatWillie:
    Im Großen und Ganzen bin ich bei dir und verstehe die Argumentation mit Hektik und unübersichtlicher Spielsituation.

    Aber:

    [...]Dazu sehen sie die Situation quer übers Spielfeld mit X Spielern dazwischen.
    Ggf sind sie auch vom siebten Feldspieler abgelenkt, der quer über den Anwurfpunkt rennt wo ich denke, der verhindert doch gleich den Anwurf.[...]


    Zum Einen sieht man im Video, dass der im vorherigen Angriff als Feldschiedsrichter agierende Unparteiische frühzeitig zurückläuft und beim Anwurf der Coburger wohl schon seine Position an der Baunataler Torauslinie eingenommen hat. Er sieht also die Abwehrspieler zurücklaufen und hat einen unversperrten Blick aufs Geschehen im Torraum. Spätestens als der eingewechselte Baunataler Torhüter zu seinem Mitspieler in den Torraum eilt, sollte dem Torschiedsrichter klar sein, dass etwas nicht stimmt und er müsste die richtigen Schlüsse daraus ziehen.

    Zum anderen sollte durch die Tatsache, dass der siebte Baunataler Feldspieler im schwarzen Leibchen unmittelbar vor dem Coburger Anwurf am Anwurfpunkt vorbeiläuft und damit im Aufmerksamkeitsbereich des Feldschiedsrichters ist ausreichen, damit auch dieser realisiert, dass 20m entfernt im Torraum kein Torhüter stehen kann.


    Ich bleibe bei der Ansicht, dass dieser kollektive Blackpout beider Unparteiischen ein spielentscheidender Regelverstoß war. Es gibt im Video oder in Berichten keinen Hinweis darauf, dass die Spielzeit abgelaufen gewesen sein könnte, aber zahlreiche Indizien die dafür sprechen, dass zum Zeitpunkt der Abwehraktion noch gut 10 Sekunden zu spielen waren. Schiedsrichter sind nur Menschen und Fehler passieren, aber dann müssen im Nachhinein die richtigen Konsequenzen gezogen werden und in diesem Fall kann das meiner Meinung nach nur ein Wiederholungsspiel sein.

    Für die Geschichtsbücher:
    Erstmals seit der Saison 2001/02 steht nur eine deutsche Mannschaft im Viertelfinale ... und damals war der SC Magdeburg nur deshalb einziger deutscher Vertreter weil lediglich die Landesmeister in der Königsklasse antraten. Für Sky ist das natürlich ärgerlich.

    Reizvolle Auslosung. Ich könnte mir vorstellen, dass Barcelona im Hinspiel in Zagreb stolpert, aber die Spanier sollten sich am Ende druchsetzen. Juan Carlos Pastors taktische Vorbereitung seiner Mannschaft dürfte gegen den THW Kiel an ihre Grenzen stoßen und für Veszprem hoffe ich auf zwei konzentrierte Auftritte gegen Paris und dann vielleicht ein erfolgreicheres Abschneiden beim Final Four als letztes Jahr.


    Ich kann mich auch nicht an solche Aussagen von Bauer erinnern. Mit der Olympiabewerbung habe ich mich aber auch nicht intensiv auseinandergesetzt. Erst im Zusammenhang des Rcüktritts von Bauer habe ich mitbekommen, dass er sich für Hamburg ausgesprochen haben soll.


    Bernhard Bauer hatte im Vorfeld der Olympia-Vorentscheidung klar gesagt, dass es eine "DHB-interne Entscheidung" geben werde, die er dann im DOSB-Präsidium vertreten werde. Einen persönlichen Alleingang zu Gunsten Hamburgs sehe ich nicht.

    Zum HSV Hamburg findet sich von Bernhard Bauer lediglich die Aussage, dass es sehr schade für den Handball in Deutschland wäre, wenn es den Bundesliga-Standort Hamburg in Zukunft nicht mehr geben würde und ein paar mahnende Worte zur Rolle von Andreas Rudolph. (Heiner Brand und DHB-Präsident Bauer sorgen sich um HSV Handball)


    Ich bin gespannt wie es weitergeht. Meiner Meinung nach hätte Bob Hanning bei der Wahl im September 2013 keine Chance gehabt selber an die Spitze des DHB gwählt zu werden. In Kombination mit dem respektierten, langjährigen Handballfunktionär Bernhard Bauer konnte er sich an die Spitze des Ressort Leistungssport wählen lassen, hat sich seitdem dort aber nicht gerade viele Freunde gemacht. Im Gegensatz zu Stefan Kretzschmar sehe ich nicht, dass bei der Neubesetzung des DHB-Präsidenten die Kompatibilität zum Vize Bob Hanning ein ausschlaggebendes Argument sein sollte, denn damit würden die Hierarchien auf den Kopf gestellt. Das DHB-Präsidium muss als Kollektiv funktionieren und nicht rund um die Ideen eines Vize gebastelt werden.

    @Baden68
    Die Frage ob der Spieler nun eine klare Torgelegenheit vereitelt hat oder nicht, entscheidet lediglich darüber ob die Spielfortsetzung bei Betreten des Torraums durch einen Feldspieler ein Strafwurf oder Freiwurf für Coburg hätte sein müssen. In keinem Fall aber war die Entscheidung der Schiedsrichter auf Abwurf regelkonfom.

    Tja ich sehe hier nur keinne Regelverstoss der Schiris sonderne eine Tatsachenentscheidung...das Geld für den Einspruch kann man also sparen


    Eine (falsch getroffene) Tatsachenentscheidung würde voraussetzen, dass die Schiedsrichter aufgrund ihrer persönlichen Wahrnehmung eine subjektiv richtige, aber objektiv falsche Entscheidung getroffen haben. Wenn sie die Situtation jedoch korrekt wahrnehmen, aber die geltenen Regeln dann falsch anwenden handelt es sich um einen Regelverstoß.

    Mir kann niemand erzählen, dass zwei Schiedsrichter nicht im Stande sind ein rotes von einem schwarzen Trikot zu unterschieiden. Daher muss man davon ausgehen, dass die Schiedsrichter gesehen haben müssen welcher Spieler zur Vereitelung des Torwurfes im Torraum stand. Dies nicht mit einem Siebenmeter zu ahnden ist ein Regelverstoß. (Alles unter der Prämisse, dass die Spielzeit noch lief ... was ich wie oben ausgeführt für sehr wahrscheinlich halte.)

    Das Interview ist natürlich PR, aber Emir Kurtagic' Analyse des Spiels ist sehr treffend. (mangelnde Leistungsbereitschaft/Wille dahin zu gehen wo es weh tut und zu viele Gegentore nach Vorwarnzeichen passives Spiel). Entscheidend ist die Frage wie mit dieser Erkenntnis umgegangen werden wird.

    Fakt ist, dass der aktuelle Tabellenplatz und die Punktebilanz zum jetzigen Zeitpunkt besser sind als der Großteil vor der Saison erwartet oder erhofft hätte. Fakt ist auch, dass sich mitreißende und erfolgreiche Spiele gegen Topteams und teils unmotovierte Auftritte gegen Abstiegskandidaten aneinander reihen ohne erkennbare Linie. Die Entwicklung einiger Spieler scheint zu stocken, allerdings muss man dies auch in größeren Zeiträumen beobachten/beurteilen als von Spiel zu Spiel.

    Was mich persönlich stört ist die allgemeine Zufriedenheit im Verein mit dem Erreichten. Nach zwei Dritteln der Saison wird diese in den Köpfen einiger bereits abgehakt, weil das minimale Saisonziel "Klassenerhalt" frühzeitig erreicht ist. Ich hätte mir gewünscht, dass von Seiten der sportlichen Leitung anstelle des gegenseitigen Schulterklopfens lieber ein angepasstest Saisonziel ausgegben worden wäre, z.B. eine ausgeglichene Punktebilanz, ein einstelliger Tabellenplatz, etc. Wenn der Geschäftsführer Frank Flatten auf der Pressekonferenz sagt, man könne die Niederlage vom Tabellenstand her gut verkraften, dann fehlt mir da einfach der Ansporn die gute Saison zu einem sehr guten Ende zu bringen. Diese Mentalität er sportlichen Leitung spiegelt sich auf dem Feld wieder. Die Mannschaft ist hochmotiviert, wenn ein Derby ansteht oder ein Europapokalteilnehmer bezwungen werden kann, aber im grauen Bundeligaalltag gegen Minden, Bietigheim & Co wird auf Sparflamme agiert und sich auf den Lorbeeren der Hinrunde ausgeruht. Schade.

    Bei 2:03 min im Video (unmittelbar vor dem Schnitt) ist der Anfang eines Schlusssignals zu hören. Dies würde auch zum Spielbericht aus Baunatal passen (Jan Gorr betritt Spielfeld noch vor dem Schlusssignal) und zum elektronischen Spielbericht (Baunatals Ausgleichstreffer bei 59:42. Im Video setzt der Schnitt mit dem Pass zum Anwurf bei 1:48 min an und das vermeintliche Schlussignal ertönt bei 2:03 min ohne weitere Videoschnitte zwischendurch)

    Die Schiedsrichter/Zeitnehmer machen eine äußert unglückliche Figur - vorsichtig ausgedrückt. Weder auf den dreisten Abwehrversuch des Baunatalers Spielers noch auf das Betreten des Spielfeldes duch Coburgs Trainer wurde auch nur annähernd korrekt reagiert (sofern die Spielzeit tatsächlich erst bei 2:03 im Video beendet ist). :/:


    Wo war denn die Palme..................... :rolleyes:

    Stimmt, die Sonne ging nicht recht auf, aber der Rumpfkader der SG hat trotzdem gefallen. Wohl nicht jedem.....


    Meine Formulieren mag ein wenig reißerisch gewesen sein, aber ich bin ein wenig irritiert über die gegenseitige Lobhudelei beider Fanlager. Ja, das Spiel war handballerisch schön anzusehen. Ja, die SG hat mit taktischen Varianten versucht die Überlegenheit des THW Kiel einzudämmen. Ja, die SG Flensburg-Handewitt verdient anerkennen dafür bis zum Ende ihr möglichstes probiert zu haben um nicht deutllich höher geschlagen zu werden. ... Aber genau dieselbe Beschreibung ließt man sonst wenn der THW Kiel gegen einen Abstiegskandidaten spielt und am Ende recht locker und ungefährdet mit +5 gewinnt.

    Champions-League-Achtelfinale, 82. Nordderby ("x-te Regionalmeisterschaft" soll ich ja nicht mehr sagen ;) ) seitenlange Diskussionen über Fankultur in Kiel und Flensburg ... und am Ende ist der Großteil der SG-Fans zufrieden, dass sich ihre Mannschaft ganz gut präsentiert habe. Mir ist klar, dass die SG derzeit nicht über die Spieler verfügt wie beim Sieg letztes Jahr in Köln, aber nach dem Ausscheiden mit -14 Toren und zwei Spielen, die je bereits nach wenigen Minuten entschieden waren, hätte ich andere Reaktionen erwartet.

    Beim Allstar-Game wird auch "experimentiert auf Teufel komm raus" und es ist sogar noch spannender als dieses Champions-League-Achtelfinale. Der Nachwuchs und die zweite Gerade beider Förden dürfen sich nun ein paar weitere Minuten Königsklasse in die Vita schreiben und Alfred Gislasson wird ein paar Telefonate mit Torwart-Rentnern führen müssen um sich für den Endspurt in der Meisterschaft und in der Champions-League zu rüsten.

    Einzig und alleine zählt für mich eine Antwort, wenn dies ein gültiges Tor gewesen sein sollte: Der Ball hat rechtzeitig die Hand verlassen bevor der rechte Fuß sich vom Boden erhoben hatte!!!!!!
    Leider kann ich dies in keiner Zeitlupe so ersehen, da ich hier nicht die technische Möglichkeit und den richtigen Blickwinkel habe.
    Und nun kommt die nächste Frage auf: Gefühlsmäßig war es ein Schritt, was solch erfahrene Schiris eigentlich auch fühlen müßten. Hat man dann den Arsch in der Hose vor 10 000 Zuschauern so ein Tor nicht geben zu wollen ?
    Ich pfeife seit 28 Jahren, über 2500 Punktspiele u.u.u., zusätzlich bearbeite ich fast täglich für die praktische Ausbildung Videos von Spielen, die ich selbst in den Hallen aufnehme. Daraus entstand nun auch die neue Elearning-Seite des Hamburger HV.
    Ich habe die ganzen Feeds vorweg hier nicht gelesen, aber warum soll Scharoffs Aussage nun falsch sein?


    Ich stimme dir zu, dass der Freiwurf irregulär wäre, wenn der hintere Fuß den Boden ("Punkt des Freiwurfes") verlässt bevor der Wurf ausgeführt ist. Das ist im Video nicht einwandfrei zu erkennen, weil höchstens Zehntelsekunden dazwischen liegen. Zudem kann der drei Meter entfernt stehende Schiedsrichter gar nicht gleichzeitig die Wurfhand und den Fuß im Blick haben. So ist es im Endeffekt eine Situation wie bei den abgestandenen Würfen von Außen wo der Schiedsrichter nur peift, wenn er sich wirkjlich sicher ist und nicht auf Verdacht hin. In meinen Augen haben die Schiedsrichter alles richtig gemacht im Rahmen der menschenmöglichen Wahrnehmung.

    @Paul Jonas
    Es geht doch einfach um deine Aussage "konstant im einstelligen Tabellenbereich" was ich bei gerade einmal zwei Spielzeiten mit einstelliger Endplatzierung nicht erkenne. Ich sehe bei Hannover auch nicht das Potential die Lücke zu den Champions-League-Kandidaten zu schließen, sondern auch mittelfristig eher im Bereich Mittelfeld (Platz 8-14) mit der Chance auf einen erneuten Ausflug in den EHF-Pokal, falls es mal wieder gelingt mit den überschaubaren Mitteln eine gute Mannschaft zusammenzustellen wie in der Saison 2012/13.

    TSV Hannover-Burgdorf - HC Erlangen
    TuS N-Lübbecke - TSG Friesenheim
    HSG Wetzlar - SC Magdeburg
    VfL Gummersbach - GWD Minden
    Frisch Auf Göppingen - HBW Balingen-Weilstetten
    HSV Hamburg - SG BBM Bietigheim
    MT Melsungen - Füchse Berlin
    TBV Lemgo - Rhein-Neckar Löwen
    SG Flensburg-Handewitt - Frisch Auf Göppingen
    THW Kiel - Bergischer HC 06

    Es ist doch aber das selbe Spiel, egal ob in der Halle oder im Fernsehen. Oder wird es etwa spannend statt langweilig, wenn mans live sieht?


    In der Halle sind die Fans die ihre Mannschaft anfeuern und spielen sehen wollen ... vor dem Fernseher sitzt Handball-Deutschland und langweilt sich beim nächsten Kieler Run-and-gun-Auftritt und hört den wieder einmal durch Regelunkenntnis glänzenden Experten dabei zu wie sie versuchen irgendwie Begeisterung oder gar Spannung herbeizureden.

    Beim Spiel in Balingen wären Führungswechsel und echte Spannung bis zur letzten Minute geboten worden.


    Aber ich gehe davon aus, dass die Zuschauerzahlen bei einem x-beliebigen Spiel des THW Kiel tatsächlich höher sind als bei einem knackigen Duell im unteren Mittelfeld. Leider.

    [...]Wie auch immer, man muss sowieso dahin kommen, dass alle Erstligisten ordentliche Hallen haben. In Berlin, das muss man sich mal geben, gibt es nicht mal Wlan. Kein Wunder auch, dass Sport1 Spiele aus Minden, Friesenheim oder Wuppertal/Solingen nicht übertragen will, die Arbeitsbedingungen dort sind nicht TV-würdig. Man erwartet gute Übertragungen, dann müssen aber auch die Möglichkeiten dafür gegeben sein.

    DSF/Sport1 hat unzählige Male aus der Eugen-Haas-Halle berichtet, wo Kameraleute, Produktionsassitenten & Co zur Vorberichterstattung mit Götz und Kretzschmar am Spielfeldrand im Geräteraum auf den Sprungkästen saßen und ich erinnere mich an Pokal(?)-Übertragungen wo sie auf improvisierten Plätzen unterm Hallendach hocken mussten um etwas vom Spiel mitzubekommen.

    Fehlendes WLAN mag für die Journalisten ein Ärgernis sein, aber es ist kein Ausschlusskriterium für eine Fernsehübertragung.


    [...]Abgesehen davon, dann Markus Götz nichts anderes sagen als das, was wir eh alle wissen, er aber "on air" nie aussprechen wird: Es geht einzig und alleine um die Quote. Das wissen wir ja alle, das ist kein Geheimnis. [...]

    WIe heißt es so schön im bekannten Sesamstraßen-Intro: "Wer nicht fragt, bleibt dumm". Wieso sollte er nicht on air aussprechen, dass für einem werbefinanzierten Privatsender die Quote eines der treibenden Argumente ist? Als ob diese Aussage ein Tabuthema wäre. Den ewigen Diskussionen hier würde es schon helfen wenn Markus Götz auf Nachfrage ein paar Zuschauerzahlen von unterschielichen Spielpaarungen af demselben Sendeplatz anbieten könnte.

    Aufgrund des Restprogrammes erwarte einen engen Dreikampf zwischen Friesenheim, Minden und Lemgo ... wohlmöglich mit dem Showdown am letzten Spieltag in Friesenheim mit Lemgo als hilflosem Zuschauer in der Ostseehalle.