Beiträge von Arcosh


    Vielleicht konnte mal jemand, der das noch im Blick hat, zusammenfassen was den TVG überhaupt in dieses Schlamassel geführt hat. Das ist sicherlich interessanter und lehrreicher als die Aufzählung der Erfolge der glorreichen Vergangenheit.


    Dieser Beitrag von daabefuggeler zeigt die wirtschaftliche Entwicklung sehr gut auf. Mit dem sportlichen Abstieg und dem daraus resultierenden Rückgang der Zuschauer- und Sponsorenzahlen dürfte sich die Problematik weiter verschärft haben und nun endet es in der Lizenzverweigerung.

    PM der HBL:

    Zitat

    ThSV Eisenach: Erhält die Lizenz unter der Auflage, in einer Spielstätte zu spielen, die den infrastrukturellen Kriterien der DKB Handball-Bundesliga entspricht.


    Also keine erneute Ausnahmeregelung für den ThSV. Unter diesen Bedingungen dürfte der Aufstieg wohl kein Thema mehr sein.

    @BigRick
    Der Rahmenspielplan für die Saison 2013/14 war seit Juli 2013 dem ThSV Eisenach bekannt und somit war bekannt an welchen Spieltagen Heimpsiele anstehen und wer die Gegner sein werden. Somit gab es 10 Monate Vorlaufzeit bis zu den beiden letzten Saisonheimspielen gegen die Rhein-Neckar-Löwen und die SG Flensburg-Handewitt. Genug Zeit um mit dem Betreiber der HUK-Coburg Arena die Verfügbarkeit der Halle zu prüfen - oder stattdessen ein anderes Heimspiel (z.B. Kiel, Berlin, Magdeburg, ...) dort auszutragen. Natürlich haben Akermieter Vorrecht und können einfacher Termine blockieren, aber ein Hallenbetreiber freut sich über jede zusätzliche Veranstaltung an noch nicht ausgelasteten Tagen.

    Mal abgesehen davon, dass es da wirklich heftige Terminprobleme gegeben hat. Und wieder, eine halbes Jahr vor dem Termin zeigt Dir ein Hallenbetreiber nen Vogel. Und da konnten wir wirklich nichts machen, denn die Termine legt bekanntlich die HBL fest.

    Die HBL gibt den Rahmenspieplan vor, Sport1 mischt bezüglich der Fernsehspiele ein wenig mit und natürlich müssen Europapokalspiele berücksichtigt werden , aber innerhalb des Spieltages obliegen die Wahl des Spieldatums und der Anwurfzeit grundsätzlich dem gastgebenden Verein.

    Mein Vorschlag, und den würde jeder in EIsenach unterschreiben: Eisenach zahlt als Ablass 50.000 EUR an die HBL, die damit zweckgebunden umzugehen hat, in dem kleine Vereine, die wegen Baufälligkeit der Halle gar nicht mehr spielen können, etwas Geld für eine Reparatur bekommen.

    Hüsche Idee. Informiere dich mal welche Beträge andere Aufsteiger in ihre Spielstätten investiert haben um de Hallenstandards für die 1. Bundesliga zu erfüllen!


    Natürlich kann der ThSV Eisenach nichts dafür, dass es in der näheren Umgebung keine tauglichen Arenen gibt, aber MT Melsungen beispielsweise zeigt, dass man zur Not auch eine Messehalle in eine erstligataugliche Spielstätte umbauen kann.

    @Roter Teufel
    Die Rhein-Neckar-Löwen führten in Gummersbach in der 55. Minute mit 39:32 und waren zu diesem Zeitpunkt Tabellenführer. Sie hätten ihre spielerische Überlegenheit bloß noch fünf Minuten ausspielen und einen ebenso möglichen wie verdienten Sieg mit acht oder neuen Toren erzielen müssen, um mit der Meisterschale in der Hand zu feiern. Stattdessen folgte ein Gummersbacher 3:0-Lauf inklusive zwei Tempogegenstößen nach Fehlpässen der Löwen die zum Ende der Titelträume führten.

    Das war weder provokant, noch eine vorsätzliche Verletzung der Auflage. Im Januar rief der Vorstand bei der HBL an, und fragte, ob es noch eine andere Lösung geben könnte, weil man für das dritte Spiel keine Halle zu HBL tauglichen Terminen kriegen könne. Coburg war ausgebucht, Erfurt hat von sich aus abgewunken und sonst gab es nix. Man kann nunmal nicht festlegen, dass man eine fremde Halle zu einem bestimmten Zeitpunkt nutzt. Daraufhin machte man seitens der HBL den Vorschlag, auf das dritte Spiel gegen einen Obolus zu verzichten. Das wurde dann Strafe genannt. Von wegen das 15. Spiel nicht anpfeiffen dürfen. Glaubt Ihr tatsächlich, die HBL setzt die Spiele an, ohne dass eine Sau nach dem Spielort schaut? Die Spiele werden von der HBL angesetzt mit allem drum und dran. Nur weil hier manche noch bis April auf die Ansetzung gewartet haben, heißt das nicht, dass die HBL keine Kenntnis hatte. Provokant war das nur für Nichtfans, die diebisch auf die Erfüllung dieser Unsinnsauflage gewartet haben. Mit welcher Berechtigung auch immer.


    Du willst sagen: Der ThSV Eisenach hatte de lizenzrechtliche Auflage 3 von 17 Heimspielen in einer anderen Spielstätte als der Werner-Aßmann-Halle auszutragen, zögerte diese Auflage bis zu den letzten beiden Heimspielen hinaus und stellte dann überraschend fest, dass zu diesem Zeitpunkt die Halle in Coburg nicht mehr zur Verfügung stand? Die Eisenacher haben aber auch ein Pech ...

    Ich vermute, man wird dem ThSV Eisenach eine Ausnahmeregelung als Übergangsmaßnahme gewähren, da der Umbau ja bereits vorbereitet wird. Allerdings sollte die Bedingung diesmal nicht an eine Geldstrafe, sondern einen Punktabzug bei Zuwiderhandlung gebunden sein.

    Kompromissbereitschaft? Tausche Anfeuerung gegen Amnestie für Straftaten, oder wie?

    Das grundsätzliche Fehldenken in deiner Argumentation ist der Ansatz, dass es Stimmung in der Halle und Choreografien nur in Kombination mit gewaltbereiten Menschen geben könne. Niemand hindert die Flensburger Ultras oder andere Fanclubs und Zuschauer daran ihren Lieblingsvereine lautstark und kreativ zu unterstützen und in der Emotionalität darf auch der ein oder andere unpassende Ruf rausrutschen. Aber wiederholte (!) Gewalt gegen Zuschauer hat damit überhaupt gar nichts zu tun. Das sind zwei völlig unabhängige Vorgänge, die weder miteinander vermischt noch gegeneinander aufgerecht werden dürfen.

    Wenn die Flensburger Ultras die SG untestützen wollen, dann trennen sie sich von Personen die diese Gruppe missbrauchen um maskiert/anonymisiert ihr unsoziales Verhalten und Ego auszuleben. Stellen sich die Ultras jedoch weiterhin vor in der Halle gewalttätige Personen in ihren eigenen Reihen, dann musss die SG Flensburg-Handewitt handeln!

    Stand an anderer Stelle. Finde das Hallenverbot trotzdem richtig, sofern es bis Saisonende geht. Alles darüber hinaus wäre für so etwas unverhältnismäßig. Die Ultras sollten sich jetzt mit dem Verein aussprechen und mehr in Dialog treten.


    Wenn du dich in einer Disco prügeln oder im Supermarkt etwas einstecken würdest, dann bekämst du mit Sicherheit nicht bloß ein Hausverbot für zwei oder drei Monate. Einen Verein der Körperverletzungen in seiner Halle billligen würde, würde ich z.B. als Sponsor nicht länger unterstützen ...


    Die Ultras hatten mehr als eine Gelegenheit intern auszusortieren, Da dies nicht geschehen ist und sie Körperverletzugen sogar in ihrem Newsletter relativieren und tolerieren, sollte die SG Flensburg-handewitt darüber nachdenken ob sie derartigen Support in ihrer Halle weiterhin will.

    @Baden68:
    Deine Fragen klingen so als sei es eine alleinige Entscheidung des VfL Gummersbach gewesen. Ich vermute weiter die HBL in Person von Frank Bohmann als Kopf hinter dieser Idee.

    Sehe ich das richtig, das die Quali zum EHF CUp auch rechnerisch nicht mehr möglich ist? Nur mal angenommen, dass Kiel die CL gewinnt. Bringt das nicht einen weiteren Startplatz für die internationalen Wettbewerbe?


    Ein möglicher Champions-League-Sieg bringt keinen zusätzlichen Startplatz für die Bundesliga, aber rechnerisch wären für die HSG Wetzlar noch bis zu 40 Punkte und Platz 5 inklusive EHF-Pokal-Teilnahme möglich. Mal abgesehen davon, dass diese Chance eher theoretischer Natur ist, sollte die HSG meiner Meinung nach bei der aktuellen Kaderplanung nächste Saison froh sein sich auf die Bundesliga und den Klassenerhalt konzentrieren zu können.

    Den DHB-Pokal gewinnt man mit einer handvoll guter Spiele ... während in der Bundesliga die Konstanz zählt und Flensburg dort den Titeln hinterher läuft. Mal sehen ob die anderen Nordvereine es auch ohne den weltbesten Trainer aller Zeiten schaffen ihr Leistungsvermögen gegen den Abstiegskandidaten Lemgo abzurufen.

    Da der Titelverteidiger im EHF-Pokal ein Startrecht für die kommende Saison erhält, wird die HBL (mindestens) sechs Vereine in europäische Wettbewerbe entsenden. (Offiziell: 2x Champions-League, 4x EHF-Pokal)


    Du hast doch sicher die Portraitschilder von 2011 noch im Keller liegen, oder? ;)


    Ja, die liegen noch in irgendeinem Keller oder einer Garage ... abzüglich des Deckarm-Plakates, dass wir noch in der Halle verkauft haben ;)


    Die uralte Dortmunder Westfalenhalle ist für den Handball noch weniger geeignet als die Eugen-Haas-Halle und das Spiel zum 150-jährigen Vereinsjubiläum hat gezeigt, dass es in Dortmund selbst keinerlei Zuschauerinteresse am VfL Gummersbach oder dem THW Kiel gab und so beide Mannschaften vor einer kaum halbvollen Halle mit von außerhalb angereisten Fans spielten. Der BHC hat vorgemacht wie es in der Kölnarena funktioniert, aber die Bohmann'schen Gedankengänge sind leider selten rational nachvollziehbar. Schade, dass Frank Flatten und der VfL Gummersbach sich auf diese Hirngespinste eingelassen haben. Fehlt eigentlich nur noch, dass parallel Borussia Dortmund spielen würde ...

    Ich denke "Tradition" ist in erster Linie der subjektiven Erfahrung geschuldet. Die Bundesligavereine mit denen ich als Junge groß geworden sind und die für mich damit "schon immer" zur Bundesliga gehört haben, verbinde ich mit dem Prädikat Traditionsverein. Damit blende ich natürlich den Großteil der deutschen Handball-Geschichte aus und obwohl ich aus Büchern von den Meisterschaften, Europapokalsiege und große Mannschaften der 60er und 70er Jahre weiß, haben sie für mich einfach nicht denselben emotionalen Stellenwert wie Handball-Ereignisse die ich selber miterlebt habe.

    Aus der Perperktive eines 13 jährigen C-Jugendspielers können Vereine wie der HSV Hamburg oder die Rhein-Neckar-Löwen "Traditionsvereine" sein, während er den TV Großwallstadt wohlmöglich gar nicht kennt.

    Die erste Halbzeit war großartiger Mannschaftshandball des VfL Gummersbach mit einem Lichtlein in überragender Form gegen Kieler Individualisten. Die Führung war hochverdient und hätte noch deutlicher ausfallen können, wenn die Abpraller nicht immerzu bei den Kieler Spielern gelandet wären. Leider haben dem THW fünf starke Minuten bzw. ein Gummersbacher Totalversagen nach der Halbzeitpause grereicht um die Gastgeber mit Gegnstößen zu überrennen und das Spiel von 16:13 auf 16:20 zu drehen.

    In den letzten zwei Minuten hat der VfL Gummersbach dann leider ein zu hohes Endergebnis kassiert. Gefreut hat der erste Bundesligaeinsatz und direkt das erste Bundesligator von Akademiespieler Maximilian Jäger, der letzte Saison noch in der B-Jugend spielte.

    @nosp52;
    Die Auslegung des passiven Spiel ist diskusionsfähig. Ich habe hier dargelegt, wieso meiner Meinung nach die Regelanwendung der Schiedsrichter korrekt war. Flensburg hat die Angreifer der Rhein-Neckar Löwen zwar immer wieder fest gemacht, aber größtenteils vor sich gehalten. Die Löwen haben es nicht geschafft durch Bewegung ohne Ball Freiräume und Bewegungsvorsprung zu erreichen. Daher war das passive Spiel regelkonform und die gute Abwehrleistung der Flesburger wurde belohnt.

    Die 10:1-Entscheidungen zuungunsten der Rhein-Neckar Löwen darfst du gerne im Detail ausführen um eine echte Diskussionsgrundlage zu schaffen.


    Ebenso wie die Flensburger jahrelang (zurecht) mit dem Image des ewigen Zweiten umgehen mussten, müssen die Rhein-Neckar Löwen sich damit auseinandersetzen, dass sie in den letzten Jahren in vielen wichtigen und engen Spielen am Ende den Sieg aus der hand gegeben haben. Sei es im Meisterschaftsfinale 2014, im Champions-League-Viertelfinale 2014 in Barcelona oder eben im DHB-PokalHalbfiale 2015. Die Liste ließe sich fortsetzen ...

    Über weite Strecken der Saison wäre der HC Erlangen mit der Heimstärke für mich als klarer Favorit ins Spiel gegangen. Der Spielplan hat aber dazu beigetragen, dass der HCE im Kampf um den Klassenerhalt das Feld von hinten aufrollen müsste. Vier bis sechs Punkte aus den nächsten drei Spielen (Friesenheim (H), Bietigheim (A) und Berlin (H)) scheinen absolut machbar zu sein und dann würde sich die Chance auf ein Endspiel ein Nettelstedt eröffnen. (Gibt es jenseits aller Rivalitäten Schützenhilfe im Mühlenkreisbzw. OWL?) Aber ist die Mannschaft diesem Druck gewachsen? Derweil kann Friesenheim nach erfolgreich erteilter Lizenz für die kommende Spielzeit hoffnungsvoll in die letzten Saisonspiele gehen.

    Meiner Meinung nach wird der Verlierer dieser Partie den Klassenerhalt nicht mehr schaffen und ein Unentschieden würde vor allem Minden und Lemgo freuen.

    Die Frage zu den Eintrittspreisen klar, bzw zur Erhöhung.
    Heyder meinte das 19 % schon mal an Steuern weg gehen und wenn man jeden Bereich rechnet wo man nachbessern muss, bzw diese verbessern muss, bleibt vom Rest abzüglich der Steuern nicht mehr viel über.
    Und man sollte dies nicht als Abzocke sehen, sondern als Mithilfe der Fans und Dauerkartenbesitzer, die Ziele zu erreichen.

    Sollten die geplanten Investitionen in den VIP-Bereich und das Marketing nicht so angelegt sein, dass sie sich selbst refinanzieren?
    (Dass 19% der Preiserhöhung aufgrund der Mehrweitsteuer nicht beim Verein landen ist ja eine absolut neue Erkenntnis. Zahlen muss der Zuschauer sie trotzdem. :nein: )

    Und man ist ja nur auf ca Platz 6 in der 2 Liga was die Preise angehen und wird nächste Saison sicher nach unten rutschen, da die Absteiger aus der 1 Liga ganz sicher höhere Eintrittspreise haben werden.

    Haben etwa alle drei Aufsteiger niedrigere Eintrittspreise?

    Bei diesen 16 Turnieren ist immer min. ein 1 Liga Verein dabei, Coburg hat die Zusage, das ein Turnier der 1 Runde in der HUK Coburg Arena sein wird.

    Da braucht es gar keine spezielle "Zusage" für Coburg, weil alle Vereine auf Platz 1 bis 16 der 2. Bundesliga das Recht zur Ausrichtung des Pokal-Erstrunden-Turniers haben.


    Hoffentlich können Heyder & Co den Sponsoren und neuen VIP-Kunden ihr Produkt genauso blumig verkaufen wie dem Fanstammtisch. :hi:


    Voraussetzung zur Beantragung einer CL-Wildcard ist lediglich die Quali für den EHF- oder Cupwinner-Cup.


    Meines Wissens können Vereine überhaupt keine Wild cards direkt bei der EHF beantragen. Das Recht Vereine für eine Wild card vorzuschlagen obliegt einzig und allein den nationalen Verbänden - sprich dem DHB bzw. der HBF. Daher würde ich nicht der EHF den schwarzen peter zuschieben falls es so kommen würde.