Beiträge von Arcosh


    Und zu diesem Zeitpunkt rollte der Ball im Torraum, deswegen war das Spiel mit Abwurf fortzusetzen.


    Der Ball springt von Stochls Kopf direkt an den Fuß des im Kreis stehenden Abwehrspielers und rollt von dort durch den Torraum ins Tor. Zum Zeitpunkt der Spielunterbrechung war der Ball also entweder noch in der Luft oder zuvor regelwidrig vom Abwehrspieler gespielt worden. In beiden Fällen müsste die Spielfortsetzung in meinen Augen Freiwurf für Magdeburg sein.

    Wobei ich natürlich verstehen kann, dass die Aufmerksamkeit der Schiedsrichter in der Aktion beim Werfer/Torwart liegt und so das Vergehen des Abwehrspielers unbeobachtet blieb.

    Nun, letztlich kommt es aber darauf an, warum der Angriff keinen "Zug" zum Tor findet...liegt dass daran, dass die Aktionen durch ständiges Foul Spiel der Abwehr unterbunden werden, liegt sicher kein passives Spiel vor...diese Sichtweise sollte "Regionunabhngig" sein


    siehe Internationale Handballregeln, Erläuterung 4: Passives Spiel, B3. Warnzeichen bei zu langen Aufbauphasen. Dort werden explizit "aktive Abwehrhandlungen" als Kriterium für eine zu lange Aufbauphase der angreifenden Mannschaft und daraus resultierendes passives Spiel aufgeführt. Ein weiteres Kriterium sind 1-gegen-1-Aktionen ohne erkennbaren Raumgewinn.

    Findet die angreifende Mannschaft kein spielerisches Mittel gegen die Abwehr außer sich immer wieder festzurennen, dann folgt das passive Vorwarnzeichen.

    Der erste Saisonspieltag der 1. und 2. Bundesliga ist für den 22./23.08.2015 angesetzt. Also sollten alle Mannschaften bereits ihre Vorbereitung abgeschlossen haben. Zudem ist ca. eine Woche vor dem Bundesligastart seit Jahren der übliche Termin für die erste Pokalrunde.

    Reform des DHB-Pokals: 16 "kleine" Final Fours auf dem Weg zum großen REWE Final Four

    Zitat

    [...] Aus vier Lostöpfen werden die Teilnehmer eines Erstrunden-Final-Fours gelost (die Eingruppierung erfolgt nach Tabellenplatz der vorherigen Saison): Im ersten Topf befinden sich die ersten 16 Bundesligisten (Platz 1 - 16). Aus dem zweiten Lostopf kommen die ersten 16 Zweitligisten dazu, welche die Turnierausrichter sein werden. Im dritten Lostopf befinden sich drei Erstligisten (17. - 19.), drei Zweitligisten (17. - 19.), die Erst- und Zweitplatzierten jeder Drittligastaffel sowie DHK Flensborg und die SG Kleenheim als Finalisten des Amateurpokals. Aus dem vierten Lostopf kommen die Dritt- bis Sechstplatzierten jeder Drittigastaffel und komplettieren die Vierergruppe für die „kleinen“ Final Fours in der Runde.

    Aus geografischen Aspekten wird die Auslosung in eine Nord- und eine Südgruppe geteilt, zweite Mannschaften eines Vereins dürfen nicht teilnehmen. Die Zweitligisten aus dem zweiten Lostopf sind zur Turnierausrichtung verpflichtet. Sollte einer trotzdem ablehnen oder die vorgegebenen Rahmenbedingungen nicht erfüllen können, geht das Veranstaltungsrecht an den Verein in der jeweiligen Gruppe, welcher aus Lostopf 3 kam. Lehnt dieser ebenfalls ab, darf der Klub aus Lostopf 4 Gastgeber sein. Sollte auch dieser verweigern, ist der Bundesligist aus Lostopf 1 zur Ausrichtung verpflichtet. [...]

    Für mich ist der IMG-Vertrag ein "Buch mit sieben Siegeln", denn es könnte hierin durchaus vertraglich geregelt sein, dass die Löwen gar nicht selbst zusätzlich auf Sponsorensuche gehen dürfen oder einen eigenen Vertrag mit einem vermeintlichen neuen Sponsor machen dürfen,sondern alles über IMG laufen muss (und dann die Löwen evtl. nur von einem Teil des dazugewonnenen Geldes - oder auch gar nicht - partizipieren) ...


    Das Kapitel IMG hat der VfL Gummersbach bereits hinter sich. Zu Kölnarena-Zeiten mit Champions-League, Zuschauerweltrekorden und großen Ambitionen lockten den VfL Gummersbach die enorme Prämie beim Vertragsabschluss und der Glaube so die großen Unternehmen als Sponsoren gewinnen zu können. Es hat sich aber schnell gezeigt, dass die Global player mit denen IMG üblicherweise zusammenarbeitet sich nicht für den Handball interessieren. Zumindest in Gummersbach wurde schnell klar, dass das Rückgrat des Sponsoren-Pools die regionalen Unternehmen sind, die hier und da einen persönlichen Handschlag erwarten und kein Hochglanz-Portfolio von IMG.

    roadrunner:
    Die Unterstützung der österreichischen Handball-Nachwuchses war mir neu und ist tatsächlich ein echter Bezug von Red Bull zum Handball

    Aber bei deinem dritten Link musste ich sehr schmunzeln. Nicht alles was denselben Namen trägt ist automatisch das gleiche. ;)

    Ich wünsche dem TVG, dass sie die Kurve bekommen, aber die HBL spielt ein gefährliches Spiel mit der (willkürlichen) Fristverlängerung. Was wenn ein Drittligist oder Zweitliga-Absteiger auf den Gedanken kommt sich juristisch in die Liga einzuklagen, weil für den TVG geltende Regeln und Fristen gebeugt werden?

    Zitat

    Spannende Info für alle TV-Zuschauer: Beim Pokal-Endspiel am Sonntag zwischen Flensburg und Magdeburg waren auf SPORT1 310.000 Zuschauer im Durchschnitt dabei, das Siebenmeter-Werfen sahen sogar 920.000 Zuschauer in der Spitze


    Bei dieser Diskrepanz zwischen Durchschnitt und Spitzenwert sollte man hinterfragen wieviele Zuschauer am Ende eingeschaltet haben um die Eishockey-WM zu schauen, die zum Zeitpunkt des Siebenmeterwerfens planmäßig bereits begonnen haben sollte.

    310.000 Zuschauer sind okay und ein üblicher Wert für ein Handball-Spitzenspiel auf Sport1.


    Edit: Die anschließende Übertragung der Eishockey-WM (Deutschland - Tschechien) kam auf durchschnittlich 530.000 Zuschauer. Je nachdem welchen Audience flow man zwischen beiden Übertragungen annimmt, folgt aus diesen Zahlen recht einfach der Spitzenwert während des Siebenmeterwerfens.

    Was ich mich aktuell Frage, wie sieht es denn aus mit der "Qualifikation" bzw. den Startplätzen für den EHF-Cup?

    Die beiden offiziellen EHF-Cup Plätze sind Platz 4+5, aber reicht der 6. auch noch? Wie ist das die Regelung oder auf was kommt es an? Ist ja unterschiedlich oder !?


    Die offizielle Verteilung der Europapokalplätze ist in den Durchführungsbestimmungen geregelt:

    Zitat

    An Europacup-Spielen können teilnehmen:
    a) Champions League:

    • Deutscher Meister
    • Deutscher Vizemeister


    b) EHF-Pokal:

    • Tabellendritter
    • Tabellenvierter der DKB Handball-Bundesliga
    • Deutscher Pokalsieger, wenn er nicht für die CL qualifiziert ist
      sonst Deutscher Vize-Pokalsieger, wenn er nicht für die CL qualifiziert ist
      sonst Tabellenfünfter der DKB Handball-Bundesliga, wenn der Deutsche Pokalsieger und der Deutsche Vize-Pokalsieger in der CL starten.


    In der Praxis ist davon auszugehen, dass per Wildcard der Bundesligadritte in die CL aufrückt (wofür dann aber ein EHF-Pokal-Startplatz wegfallen würde) und diese Saison wurden von der EHF auch zusätzliche Startplätze im EHF-Pokal per Wild card vergeben (wovon MT Melsungen profitierte). Aber das wird sich erst nach Ende der Saison definitv ergeben.


    Das bedeutet Flensburg und Magdeburg werden sich um Platz 3 und die (wahrscheinliche) Champions-League-Teilnahme streiten, während Berlin, Göppingen und Melsungen den letzten Europapokalplatz ausspielen. Weitere Teilnehmer wären dann von den Launen der EHF (oder der Lobbyarbeit der Vereine) abhängig ... Bob wird's schon richten ;)


    P.S.: Für den Titelverteidiger im EHF-Pokal gibt es auch noch einen Startplatz im selben Wettbewerb nächste Saison. Da sind noch die Füchse Berlin und der HSV Hamburg im Rennen.

    Das ist (leider) kein Problem, das der Handball exklusiv hat. Die internationalen Verbände im Fußball, Basektball, Volleyball und sicherlich noch einigen weiteren olympischen Sportarten nehmen sich nicht viel wenn es um zwielichtige Strukturen, Vetternwirtschaft, Regelbeugung, Korruption und fehlende Bereitschaft zur Aufklärung und Transparenz geht. Im Profisport ist inzwischen einfach zu viel Geld im Spiel und da man sich quasi von allen nationalen Gesetzgebern und Regeln gelöst hat bewegt sich der Sport in seiner eigenen Blase.

    Beim Schiedsrichterproblem stimme ich dir zu. Es gibt derzeit international nur eine handvoll Gespanne, die durchgehend gute Leistungen auf höchstem Niveau zeigen. Ich hoffe weiterhin darauf, dass die Verbände auf die gestiegene Dynamik und Geschwindigkeit der Sportart reagieren und (versuchsweise) den dritten Schiedsrichter einführen - wie es vergleichbare Sportarten schon längst etabliert haben. Thorsten Zacharias hat dies zwar vor einiger Zeit für den DHB verneint, aber während der WM in Katar hatte Manfred Prause, Vorsitzender der IHF Schiedsrichterkommission, mitgeteilt, dass die IHF dies derzeit diskutiere. In meinen Augen die einzig logische Weiterentwicklung und ein längst überfälliger Schritt.


    Naja also an guten Leistungen kann es bei den beiden nicht liegen :verbot:


    Einfach mal nachschauen wer bei der EHF Chairman des Technical Refereeing Committee ist. ;)

    Über Din/Dinu wird sich Kollege Plöhn bestimmt besonders freuen. Da ist der Spielbericht (falls der THW ins Finale kommen sollte) schon halb geschrieben ...

    Montpellier AHB - Paris St. Germain 28:32 (12:17)
    Mit einem Auswärtssieg hat Paris die Entscheidung in der Meisterschaft vertagt. Vier Spieltage vor Ende der Saison sind die Hauptstädter auf einen Punkt an Tabellenführer Montpellier herangerückt. Mitte der zweiten Halbzeit konnte Montpellier dank einer starken Phase kurzzeitig mit 21:20 (42.) in Führung gehen und bis zum 24:24 (52.) blieb das Spiel ausgeglichen. Doch auch 20 Paraden und über 40% gehaltene Bälle von Montpelliers Schlussmann Siffert konnten nicht verhindern, dass Paris vorentscheidend auf 24:27 davonzog.

    Restprogramm:

    Montpellier - Aix (10.)
    Chambery (5.) - Montpellier
    Dunkerque (3.) - Montpellier
    Montpellier - Istres (14.)
    Zwei Auswärtshürden stehen noch zwischen Montpellier und dem 15. Meisterschaftstitel

    Paris - Dunkerque (3.)
    Cesson-Rennes (7.) - Paris
    Paris - St. Raphael (4.)
    Tremblay (8.) - Paris
    Auf dem Papier das leichtere Programm, weil sie gegen die stärkeren Gegner Heimrecht genießen. Aber sie sind auf einen Punktverlust Montpelliers angewiesen.