Beiträge von Arcosh

    Florian Kehrmanns Aussagen auf der Pressekonferenz lassen mich daran zweifeln, dass er erkennt woran der TBV Lemgo im Moment wirklich scheitert. Er meint die Niederlage an "Kleinigkeiten" festmachen zu können.

    Beim Foul vom Finn Lemke an Simon Ernst waren wir uns auf der Tribüne einig, dass er mit einer Zwei-Minuten-Strafe noch gut bedient war und auch nach Ansicht des Videos sehe bei diesem Griff in den Wurfarm keine Alternative zur Zeitstrafe. Wenn er diese Zeitstrafe als "Kann man geben, muss man nicht in dieser Phase" beschreibt, dann sollte er sich mal ansehen für welche Marienkäfer-Aktionen von Timm Schneider VfL-Spieler auf die Bank geschickt wurden.

    Der Wurf an den Pfosten in der 59. Minute mag unglücklich gewesen sein, aber es wäre lediglich der Ausgleich für Lemgo gewesen und der VfL Gummersbach hat postwendend mit dem 25:27 bewiesen, dass sie wussten wie die TBV-Abwehr in der Schlussphase zu knacken war.

    @Beuger:
    Die Vereine werden heute von der HBL über das Ergebnis informiert. Dann werden die meisten Vereine selber ihr Ergebnis vermelden und wahrscheinlich am frühen Nachmittag erfolgt eine Pressemitteilung seitens der HBL (wenn alle Vereine informiert worden sind)

    Was für ein herrlicher Sieg. Volle Haus, Führungswechsel, kämpferische Abwehrreihen und am Ende wird ausgerechnet Mark Bult zum Leader in der Crunch time. Das Lemgoer Angriffspiel lebte über weiter Strecken schlicht von der körperlichen Größe (Pekeler/Lemke), und der hohen Dynamik angeführt von Timm Schneider. Hendrik Pekeler war nicht in den Griff zu bekommen - zumal er in der zweiten Halbzeit immer wieder das Mismatch gegen den anderthalb Köpfe kleineren Raul Santos suchte, der ihn einfach nicht verteidigen konnte. Mit der 4:2-Deckung vermochte der VfL Gummersbach es aber die Halben über weite Strecken auf 10 bis 11 Metern zu halten und bei den Lemgoer Kreuzbewegungen klappte das Übergeben/Übernehmen und gegenseitige Aushelfen perfekt.

    Hätte der VfL zu Beginn der zweiten Halbzeit beim Stand von 16:18 eine der zahlreichen Chancen genutzt um auf drei oder gar vier Tore wegzuziehen, hätten sie den Widerstand der Gastgeber brechen können. Stattdessen bedurfte es einer Kraftleistung und eines 5:1-Laufs in den letzten zehn Minuten um die Punkte mitzunehmen. :klatschen::klatschen:

    Der VfL hat 5x mit ein oder zwei Tor verloren, 2x dabei unglücklich. Das sind mindestens 6, fast 8 Punkte aus Spielen gegen Abstiegskandidaten die man ins Ziel hätte bringen können, dann würde der VfL dicke im Rennen um die Europapokalplätze stecken, ohne dennoch eine spielerisch vollkommen andere Saison abgeliefert zu haben.

    ;):hi:

    Die fehlende Motivation bzw. geänderte Zielsetzung für die Rückrunde habe ich an anderer Stelle ebenfalls moniert. Aber unterm Strich ist bei mir das Saisonglas zu zwei Dritteln voll ... und der Pegel steigt, wenn der VfL Gummersbach am Sonntag zwei Punkte holt und die Stellung als #1 in NRW festigt. :D

    HSG Wetzlar - Rhein-Neckar Löwen
    TuS N-Lübbecke - Bergischer HC 06
    TSG Friesenheim - SC Magdeburg
    TBV Lemgo - VfL Gummersbach
    TSV Hannover-Burgdorf - SG Flensburg-Handewitt
    Füchse Berlin - SG BBM Bietigheim
    TuS N-Lübbecke - HBW Balingen-Weilstetten
    HSV Hamburg - GWD Minden
    THW Kiel - Frisch Auf Göppingen
    MT Melsungen - HC Erlangen

    Beim Erlanger Restprogramm wären durchaus noch 6 Punkte drin (Friesenheim (H), Bietigheim (A), Berlin (H)) ... und dann möglicherweise ein Endspiel am letzten Spieltag in Nettelstedt.

    Der HSV Hamburg dürfte zum ersten Mal seit acht Jahren und überhaupt erst zum dritten Mal seit dem Umzug nach Hamburg die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb verpassen ... sofern sie nicht doch noch den EHF-Pokal gewinnen.

    @capitano19:
    "Die CL ist etwas anderes als ein EHF-Pokal-Finale" Einerseits hat die Champions-League natürlich einen viel höheren Stellenwert als der EHF-Pokal, aber für Pick Szeged war es die erste Teilnahme an einem europäischen Finalturnier in der Vereinsgeschichte und die Chance auf den ersten Titelgewinn seit acht Jahren. Da ist es mir als Fan vollkommen egal ob auf dem Siegepokal EHF Cup oder EHF Champions-League eingraviert ist. (und Berlin soll fast so touristisch reizvoll sein wie die Rheinmetropole ;) ) Daher glaube ich nicht an 1000+ Fanpotential aus Szeged.

    Mit derselben Begründung könnte ich auch erwidern, dass Veszprems erste Teilnahme am Champions-League Final4 ein höheres Faninteresse hervorruft als die zweite oder dritte Teilnahme es möglicherweise werden - vorausgesetzt die Aussage von Csaba Hajnal trifft tatsächlich zu.

    @capitano19:
    Auf welcher Grundlage kommst du auf solche Zahlen? Szeged und Veszprem haben gemeinsam überhaupt nur Platz für gut 8000 Zuschauer bei ihren Heimspielen (ca. 5000 in der Veszprem Arena und ca. 3000 in Városi Sportcsarnok). Wie viele Fans aus Szeged waren bei der Endrunde des EHF Pokal 2014 in Berlin? Wie viele z.B. beim diesjährigen Champions-League-Achtelfinale in Mannheim? Die Ungarn gehören sicher zu den reisefreudigeren Fans in Europa, aber mit 4000 pro Vereine halte ich persönlich deine Einschätzung um fast eine Größenordnung daneben.

    Was machst du wenn Barcelona oder Paris das Final in Köln Four erreichen? Barcelona kam Jahr für Jahr mit weniger als 500 Anhängern in die Kölnarena (obwohl die die kamen zu den sympathischsten Handball-Fans gehören, die ich kennengelernt habe), beim Blick auf die Pariser Fankultur dürfte trotz kurzer Anreise auch dort das Vereinskontingent nur schwerlich ausgereizt werden. Die Rhein-Neckar Löwen spielen ein Heimspiel im Champions-League-Achtelfinale vor gerade einmal 3300 Zuschauern. ... die Liste ließe sich noch lange fortführen.

    Ein wenig provokativ sage ich: Nächstes Jahr in der 1. Bundesliga zu spielen wäre für Friesenheim die beste Möglichkeit frühzeitig dem Abstiegskampf in der 2. Bundesliga zu entgehen. So wie es sich derzeit darstellt wäre der Friesenheimer Kader für die nächste Saison nicht nur in der ersten Bundesliga abgeschlagen, sondern auch eine Liga tiefer könnten sie schnell in den Tabellenkeller abrutschen und wären nicht der erste Verein dem es so ergeht.

    Jeweils 4000 Tickets wären völlig überdimensioniert, weil der Großteil der Vereine gar nicht über eine so große, reisefreudige Fanbasis verfügt. Es hat schon seinen Grund wehalb die Vereinskontingente vor ein paar Jahren merklich reduziert wurden.

    Sollte Szeged tatsächlich er Einzug ins Final Four gelingen, dann dürften bei Ebay die Karten günstig zu bekommen sein. ;)

    45 Minuten lang konnte der VfL Gummersbach das Spiel offen halten, ehe in der Schlussviertelstunde die viel zu hohe Niederlage ihren Lauf nahm. Der Grund dafür lag in meinen Augen darin, dass der VfL Gummersbach zuvor mehrfach die Chance zum Ausgleich fahrlässig liegen gelassen hat, der für den Glauben an Punkte und die zusätzliche Motivation von der Tribüne Gold wert gewesen wäre.


    Ahmed Elahmar macht zwar eine Menge Wirbel im Angriff und sein Pass im Sitzen an den Kreis war ein Highlight, aber wenn er mal auf Schiedsrichter treffen sollte, die bis vier oder fünf zählen können, wäre keines seiner Tore gegeben worden. :nein: