Beiträge von Arcosh

    Aktuell steht die HSG auf Platz 10 in der Tabelle und der HSV auf Platz 11 - beide Mannschaften sind punktgleich - die HSG hat das bessere Torverhältnis.
    Dem Sieger winkt der Sprung auf Platz 7!


    In meiner Tabelle hat der HSV Hamburg das bessere Torverhältnis, steht aber hinter der HSG weil sie bereits eine Niederlage mehr haben. Für die Hamburger kann der Sprung daher maximal auf Platz 9 gehen.

    Rhein-Neckar Löwen - Bergischer HC 06
    Füchse Berlin - GWD Minden
    MT Melsungen - THW Kiel
    HBW Balingen-Weilstetten - TSV Hannover-Burgdorf
    HSG Wetzlar - HSV Hamburg
    HC Erlangen - Frisch Auf Göppingen
    TuS N-Lübbecke - TSV Hannover-Burgdorf
    SC Magdeburg - VfL Gummersbach
    SG BBM Bietigheim - TBV Lemgo
    TSG Friesenheim - SG Flensburg-Handewitt

    Zum Beginn des neuen Jahres direkt ein sehr interessanter Spieltag für das breite Mittelfeld der Liga. Hannover muss innerhalb weniger Tage zwei richtungsweisende Auswärtsspiele bestreiten. Die Recken werden noch einmal oben angreifen wollen, während Balingen und Nettelstedt unebdingt Punkte in eigener Halle für den Klassenerhalt benötigen. In Bietigheim muss der TBV Lemgo zeigen ob der Aufwärtstrend nach dem trainerwechsel Substanz hat oder nur ein kurzzeitiger Effekt war.

    @Borah:
    Grundsätzlich finde ich die Regelung im Fußball nicht schlecht, allerdings sollte man den ersten Einsatz in der Herren-Nationalmannschaft als Kriterium überdenken. Vor einigen Jahren gehörte zur normalen Nationalmannschaftskarriere eines talentierten Fußballers noch die U21-Nationalmannschaft und erst mit Anfang 20 der Sprung zu den Herrren. Heute sind 18jährige Debütanten der Herren-Nationalmannschaft keine Besonderheit mehr und das finde ich persönlich zu früh um eine endgültige Festlegung des Spielers zu fordern.

    Ich persönlich wäre dafür einen einmaligen Nationalmannschaftswechsel bis zum 23. (oder 25.) Lebensjahr zuzulassen, sofern er den Lebensumständen des Spielers entspricht. Das heißt er oder seine Eltern sind in dem Land geboren für das der Spieler zukünftig auflaufen will oder er lebt seit mindestens 2 (oder 3) Jahren ununterbrochen in diesem Land. Zusätzlich sollte die geltende dreijährige Länderspielpause als Voraussetzung beibehalten werden. So wäre sichergestellt, dass junge Spieler mit Migrationshintergrund die Zeit und Möglichkeit haben sich ihrer Heimat bewusst zu werden. Gleichzeitig wären die Hürden hoch genug, dass ein Wechsel nicht leichtfertig gemacht würde und Konstrukte wie die katarische Nationalmannschaft wären ausgeschlossen.

    Die Frage ob ein 19Jähriger seine Staatsbürgerschaft aufgeben will um dem schnellen Geld eines wohlhabenden Landes nachzulaufen ist aber doch die absolute Ausnahme und nicht die Regel. Selbst Katar hat nur Spieler "überzeugt" bekommen, die sich im Spätherbst ihrer Spielerkarriere befinden und/oder mit ihren Heimatländern nie zu einer WM gekommen wären. Wesentlich häufiger sind heutzutage die zahlreichen Spieler mit Migrationshintergrund im Europa ohne sichtbare Grenzen.

    Auch hier wurde u.a. argumentiert, dass die Spieler das Trikot der Nationalmannschaft mit einem gewissen Stolz für ihr Land tragen sollten. Doch wieviel Stolz kann ein Spieler für ein Heimatland aufbringen, in dem zwar seine familiären Wurzeln liegen und dessen Kultur und Sprache er im Elternhaus beigebracht bekommen hat aber das er nur aus Familienurlauben kennt? Wieviel Nationalstolz kann er umgekehrt für das Land haben in dem er zwar aufgewachsen ist und den Großteil seines bisherigen Lebens verbracht hat, aber das er wohlmöglich in wenigen Monaten schon verlasssen könnte, wenn er ein attraktives Angebot eines ausländischen Vereines bekommen würde.

    Nehmen wir einen Spieler wie Petar Djordjic. Geboren in Serbien (bzw. damals noch Jugoslawien) hat er den Großteil seiner Jugend in Deutschland verbracht. Wenn im Alter von 18 oder 19 Jahren die Nationalverbände wegen Einsätzen für die Herren-Nationalmannschaft anfragen, soll er entscheiden welcher Nationalität er sich verbunden fühlt. Aber was ist wenn er mit knapp 20 Jahren von Wetzlar nach Barcelona (statt nach Flensburg) gewechselt wäre, dort eine Frau kennengelernt und eine Familie gegründet hätte. Wo wäre dann seine Heimat der er sich verbunden fühlt? Die Nation seiner Eltern, die seiner Jugend oder die seiner familiären Zukunft und seiner Kinder?

    Quellen für diese Gerüchte finden sich u.a. bei Handball planet oder diversen (süd)osteuropäischen Medienportalen. Da es aber sehr mühsam ist sich mit dem Google Translator durch diverse fremdsprachige Artikel zu lesen bzw. diese überhaupt erst zu finden, finde ich die Hinweise eines offensichtlich nicht-deutschsprachigen Users sehr hilfreich. Mit Spam hat das (im Gegensatz zu manch semi-witzigem Einzeiler) nichts zu tun.

    Wer mehr zu einzelnen Gerüchten erfahren will wird anhand der Infos von Gerila_THW und mit Hilfe von Google schon die Quellen finden und kann sich dann ein Bild darüber machen ob diese Wechsel wahrscheinlich oder bloß Gedankenspiele sind. Meine persönliche Erfahrung ist, dass bei Handball-planet.com und den balkanischen Medienportalen die Gerüchte etwas schneller sprießen als hierzulande in den Zeitungen.

    Wenn ich 10 Sekunden vor Schluss den Ausgleich schaffe dann darf da kein Gegntor mehr fallen...6:0 Deckung in so einer Situation ist natürlich Quatsch...und zur Not "opfert" sich einer und verhindert die schnelle Mitte und kriegt dann halt Rot und die Zeit läuft runter


    Schöne Theorie ... aber Verhindern der schnellen Mitte ist vollkommen Quatsch, weil Erlangen eine Auszeit genommen, den siebten Feldspieler eingewechselt und in Ruhe den letzten Angriff geplant hat. Zumal beim regelwidrigen Verhindern der Schnellen Mitte ohnehin die Zeit angehalten werden würde um die föällige Disqualifikation auszusprechen ... da laufen keine 10 Sekunden einfach runter.

    Jeder ist frei sich selbst dazu zu äußern, steht doch außer Frage. Es geht nur darum, dass ich nicht damit hausieren gehen werde. Es sind ja nun auch schon so ausreichend Informationen an die Öffentlichkeit gedrungen, u.a. durch diesen Artikel. Der ist mir aber wieder nur in eine Richtung geschrieben. Wie auch immer, vor allem der DHB wird in diesem Zusammenhang ja kritisiert. Dementsprechend sollte der gute Autor vielleicht in Dortmund mal auf den Zahn fühlen. Ich finde übrigens dieses "ich habe von Kollegen aus Doha dies und jenes gehört" deutlich schwieriger, als eingeladen zu werden. Soll er die Namen doch mal nennen... So viel zum Thema Transperenz. Ich habe aber generell den Eindruck, dass diese Thematik im Prinzip nur in Deutschland so richtig hochgekocht wird, vielleicht noch in ein, zwei Ländern in Skandinavien. Das war es dann aber auch.

    Meiner Meinung nach sind (im Vorfeld) nicht genug Informationen nach außen gedrungen. Erst durch Jens Weinreichs Artikel ist die Problematik überhaupt offen angesprochen worden und auch hier wurde es bzgl. Kreis ab erst durch die direkten Nachfragen offenbart. Meinetwegen soll jeder Journalist für sich selber entscheiden ob er meint dieses Angebot annehmen zu wollen/müssen und du brauchst deshalb kein schlechtes Gewissen zu haben, aber dann sollte man bitte auch dazu stehen und das im Rahmen seiner Berichterstattung publik machen, damit ich als der Leser/Zuhörer das einordnen kann.

    Du schreibst, dass du schon seit den 90ern als Handball-Journalist tätig bist und willst dann ernsthaft behaupten "Ich dachte nicht, dass es wirklich von Relevanz war bzw. ich hätte das nie vermutet"? Die Unabhängigkeit der Berichterstauttung ist eines der Grundprinzipien des Journalismus. Dass dies in der Praxis nicht immer so leicht umsetzbar ist, steht außer Frage, aber tue doch bitte nicht so als ob dich der Unmut darüber wundert. Wozu sonst hätte es die stille Übereinkunft von Euch Journalisten vor Ort gegeben "nicht alles öffentlich machen zu wollen"?


    Aber: Viel zu kritisieren gab es eben auch nicht. Nur zwei Punkte sind massiv zu kritisieren, mögliche (und mehr weiß man eben nicht!!!) Bestechung, also fällt der Punkt weg, und die Sache mit den ungültigen Tickets. Das ist eine Sauerei. Das wurde auch thematisiert. Sonst habe ich vor Ort keine Pannen erlebt. Oder soll man den Organisatoren nun noch vorwerfen, dass zur Rush Hour in Doha eben viel Verkehr herrscht?

    Ein stark diskutiertes sportliches Thema war beispielsweise die Zusammenstellung der katarischen Mannschaft, Einbürgerungen und die IHF-Regeln zum Nationalitätswechsel. Du selbst vertrittst hier in der Handballecke eine sehr starke Meinung dazu. Das hat dich aber offensichtlich nicht veranlasst dieses (für die Ausrichter eher unangenehme) Thema mit deinen Gesprächspartnern zu diskutieren. Dabei wäre es sicherlich für die Zuhörer interessant was die Spieler selber davon halten oder beispielsweise Bernhard Bauer und Bob Hanning, die du mehrfach am Mikro hattest und die diejnigen wären die in der IHF Regeländerungen in Gang bringen könnten - sofern sie daran interessiert sind.

    Edit:
    Selbst als Patrick Groetzki das Thema zaghaft anspricht (in Folge 22, "Ich finde einfach, dass Frankreich ein würdigerer Weltmeister wär' ") beendest du es direkt mit einem kurzen "Lassen wir das mal so stehen". Keine Nachfragen.


    @Beuger
    Es ist also okay, dass sich Journalisten nach Doha einladen lassen. Aber wenn spanische Handballfans - Privatleute, die sich den Trip zur WM nicht leisten können - ein vergleichbares Angebot der Ausrichter annehmen, dann bezeichnest du sie als Jubelperser und verurteilst diese Praxis. Das kann ich nicht nachvollziehen ...

    Sitzt man mit den Kollegen beim Gentleman Jack in der Hotellobby und scherzt: "Ach komm, wir sagen einfach alle nichts, dann kommt auch niemand auf den Gedanken unsere Integrität in Frage zu stellen. Wir berichten vom sportlichen Geschehen, lassen den Rest links liegen und freuen uns beim nächsten Mal wieder eingeladen zu werden. Die Leser/Zuhörer in Deutschland wollen sowieso nur die positiven Stimmen nach dem Spiel hören. Über organisatorische Probleme oder Pannen vor Ort können wir irgendwann später berichten ... obwohl im Nachhinein lässt sich da eh nichts mehr recherchieren ... und ab Montag interessiert es doch sowieso niemanden mehr. ... Prost, Kollegen."?