Beiträge von Arcosh

    RK Vardar Skopje - Rhein-Neckar Löwen 28:25 (13:13)
    Zweite deutliche Auswärtsniederlage mit Ergebniskorrektur in den Schlussminuten für die Rhein-Neckar Löwen. Beim 28:20 war das Spiel bereits zugunsten der Gastgeber entschieden. Gut gefallen haben mir die Schiedsrichter, die sehr ausgeglichen gepfiffen ahben, was in dieser Atmosphäre leider nicht vielen Gespannen gelingt.

    Derweil holt Veszprem den nächsten Sieg - wenn auch knapp mit 30:29 gegen Montpellier.

    Glückwunsch an den Bergischen HC zum verdienten Sieg. Die Mannschaft war gut auf den VfL eingestellt und die Gummersbacher haben keine Lösungen gegen die offensive Abwehr gefunden.

    Ein Handball-Gipfel war es leider nicht. Das Spiel lebte von Einzelaktionen und den Gewaltwürfen der beiden Spielmacher Viktor Szilagyi und Christoph Schindler. Herausgespielte Tore waren auf beiden Seiten rar, das Überzahlspiel beider Mannschaften erschreckend und alle vier Torhüter über weite Strecken des Spiels kein Faktor. Als VfL-Fan trauere ich natürlich den zahlreichen vergebenen Chancen nach. Kaum ein Spieler hat seine Bestleistung abrufen können. Ich will die Niederlage keinesfalls an Raul Santos festmachen, aber mit zwei verworfenen Siebenmetern, Fehlwürfen aus gutem Winkel und schlechter Wurfauswahl in Überzahl war sein Auftritt leider symptomatisch für das VfL-Spiel. Dazu hat er in der Schlussviertelstunde in der Abwehr zu viel spekuliert und Arnor Gunnarsson dadurch gute Wurfchancen geschenkt, die dieser gerne angenommen hat.

    Wie tobi_m so treffend schrieb, sollte man Geduld mit der jungen VfL-Mannschaft haben. Die Punktebilanz ist bislang im Soll - auch wenn die Spiele eine Berg- und Talfahrt sind.


    PS: Beim Stand von 28:26, Ballbesitz und nur noch 23 Sekunden auf der Uhr eine Auszeit zu nehmen um sich einmal im Leben von knapp 7000 Zuschauern feiern zu lassen halte ich für eine kleingeistige Unsportlichkeit. :nein:

    Der Spielbericht ist harter Tobak und wird sicherlich ein Nachspiel haben. Falls die Schilderungen vom Autor und HSG-Manager Jörg Kalinke zureffend und belegbar sein sollten, dann wäre das Verhalten der Straßfurter nicht zu tolerieren. Sollte es aber ein weiterer maßlos übertriebener Freiberger Spielbericht nach einer Niederlage sein, so ist der Verband gefordert dem Grenzen zu setzen.

    Der Einwand ist insofern unsinnig, daß ich nicht weiß, ob Richardson eine GfK-Box hat oder nicht. Und solange ich es nicht weiß, hat statistisch betrachtet eine Person weniger bzw. mehr geguckt, nämlich "Wahrscheinlichkeit, daß er eine GfK-Box hat" mal "Repräsentanz einer GfK-Box". Wir haben es gewissermaßen mit Schrödingers GfK-Box zu tun. :hi::lol:


    Die qualitative Ungewissheit über den Zustand ist treffend wiedergegeben - auch wenn ich den Besitz einer GfK-Box nicht mit dem Giftgas-Tod eines süßen Kätzchens gleichsetzen würde. ;) Quantitativ sehe ich den entscheidenden Unterschied darin, dass die statistische Wahrscheinlichkeit für eine GfK-Box bei Richardson sehr gering ist (< 0,02 %). Würde ich bei diesen Wahrscheinlichkeiten immer den Fall des theoretisch möglichen in Betracht ziehen, dann könnte ich ebensogut jeden Samstagabend einen "Glückwunsch zum Lotto-Jackpot"-Thread eröfnnen, denn bei knapp 15.000 HE-Mitgliedern dürfte die Wahrscheinlichkeit ähnlich hoch sein, dass die sechs Richtigen plus Zusatzzahl aus unseren Reihen kommen. :hi:

    Sind Jörg Föste die gute Kölner Luft und unsere herrliche Arena zu Kopf gestiegen oder gab es im Bergischen eine Fortbildung in Marketing-Blabla? Aus etwa 6200 verkauften Plätzen wird "schon fast 7.000 Tickets sind im Vorverkauf an den Mann gebracht worden" und was ist dieses ominöse "Bergische Städte-Dreieck" aus dem morgen "etwa 4.000 Zuschauer kommen" sollen? Meint er damit Solingen-Wuppertal-Gummersbach? ;) Die "nur jeweils 25 Kilometer von Köln" lassen sich auch höchstens zwischen den äußersten Stadtgrenzen von Solingen-Aufderhöhe und Köln-Flittard realisieren. Na hoffentlich sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen besser durchgerechnet und die BHC-Mannschaft verbreitet auf dem Feld weniger heiße Luft - soll ja schließlich kein langweilige Kantersieg des VfL werden. :P


    Weil das Spiel entschieden war und Drux noch in anderen Spielen gebraucht wird. Die wirklich entscheidende Frage ist doch, warum schaust Du noch die zweite Halbzeit, wenn es sowieso entschieden ist? Wenn man konsequent abschaltet, wenn ein Spiel einseitig wird, bringt Sport1 vielleicht irgendwann nur noch Spiele, bei denen sich das Einschalten lohnt.


    Sofern Richardson keine GfK-Box im Wohnzimmer stehen hat ist es vollkommen unerheblich ob und welche Spiel er sich anschaut.

    Zudem braucht es im Moment eine sehr gute Glaskugel um zwei, drei Wochen im Voraus zu wissen, welche Spiele sich lohnen werden. Die Paarung Meister gegen Pokalsieger verspricht auf dem Papier jedenfalls Aussicht auf solide Einschaltquoten und Alternativen drängen sich an diesem Spieltag eher nicht auf.

    Der zusätzliche Feldspieler in Unterzahl erinnert an Hamburger Verhältnisse als Schwalb das Leibchen des Grauens seinen Spielern am Ende förmlich aufzwingen musste. Wird das in Berlin überhaupt trainiert? Ich kann verstehen, wenn man in Unterzahl den Bank nahen Außen oder Halben mit dem Leibchen aufs Spielfeld schickt um die gegnerische Abwehr in die Breite zu ziehen und Räume für die übrigen Spieler zu eröffnen. Aber wie kommt man auf die Idee den Leibchenträger als Spielmacher einzusetzen oder gar an den Kreis auflösen zu lassen? Ist das die Taktik des hochgelobten Trainers den unbedingt alle als Bundestrainer haben wollten? :nein:

    Aber das bestätigt ja im Grunde das was ich gesagt habe. Eurosport nimmt das was es kriegen kann und nicht das es was haben will, weil fast alles zu teuer für den Sender ist.


    Dem würde ich nur zustimmen, sofern sich die Aussage auf Eurosport Deutschland bezieht. Eurosport selber verfügt mit TF1 bzw. jetzt Discovery über einen starken Rückhalt und kann sich durchaus gefragtere Senderechte leisten. Handball war für Eurosport "teuer", weil sie die deutschen Heimspiele selber produzieren mussten und die Senderechte ausschließlich in Deutschland nutzen konnten. Die Rechnung sieht natürlich ganz anders aus, wenn sie Sportrechte für den Großteil ihrer Sender in 54 Ländern und auf 20 Sprachen nutzen können.

    Meshkov Brest - THW Kiel 24:25 (11:11)
    Ein weiteres Fehlwurf-Festival des THW Kiel, der mit dieser Leistung in der Offensive auf gar keinen Fall zufrieden sein kann. Wer weiß wie die Partie ausgegangen wäre, hätte Brest nicht den Wechselfehler in der 50. Minute begangen der zur doppelten Unterzahl und dem Führungswechsel zugunsten des THW Kiel führte und so die Euphoriewelle der Gastgeber unterbrach.

    Korrigiert mich, falls ich mich irren sollte, aber Sky hat bislang für keine Sportart (abseits der Fußball-Bundesliga) eigene Pakete angeboten. Das gibt es nicht für die Formel 1, nicht für US-Sport, nicht für Golf und gab es auch nicht für die DEL. Das Kozept ist es nicht den Fans von Randsportarten Pakete nach ihren persönlichen Vorlieben zu schnüren, sondern den Sky-Kunden Sportarten übergreifend die Leuchtturm-Wettbewerbe qualitativ hochwertig zu präsentieren. Die Handball-Fans haben in den letzten Jahren davon profitiert, dass sich keine großen Rechteagenturen oder Sendergruppen für diesen Wettbewerb interessiert haben und es deshalb sehr viele Spiele frei empfangbar zu sehen gab. Nun hat Sky Gekd auf den Tisch gelegt um sein eigenes Portfolio auszubauen. Diese Investition und die Produktionskosten lassen sich aber nicht mit Ich-will-nur-Handball-sehen-und-zahle-dafür-10-Euro-im-Monat-Paketen refinanzieren.

    Gruppe C: Chekhovskie Medvedi - RK Celje 30:35
    RK Celje holt bei Chekhovskie Medvedi die ersten beiden Punkte. Nach der Heimniederlage gegen Vardar Skopje und der deutlichen Niederlage in Montpellier scheint das Achtelfinale für die Slowenen im Moment aber weit entfernt zu sein. Die Russen auf der anderen Seite sind zwar nach einjähriger Abstinenz mangels ernsthafter Konkurrenz im eigenen Land wieder zurück in der Champions-League, doch mit dieser Mannschaft wird es schwer werden in der starken Gruppe zu punkten. Zumal das geringe Zuschauerinteresse und das Fehlen eines Trikotsponsors wenig Hoffnung auf eine Rückkehr zu alter Stärke machen. Heute konnten sie das Spiel immerhin 50 Minuten lang offen gestalten und lagen zweitweise in Führung.

    Ich rechne mit knapp 500 VfL-Fans und 1500-2000 echten BHC-Anhängern in der Halle. Der überwiegende Teil der Zuschauer wird eher neutral Bundesliga-Handball sehen wollen. Somit liegt es an beiden Mannschaften sich in den ersten Minuten des Spiels die Sympathien der Zuschauer zu erarbeiten und die Halle hinter sich zu bringen. Der BHC hat den Vorteil des Gastgebers (Rahmenprogramm, Hallensprecher, etc.) auf seiner Seite, aber ein paar schöne Spielzüge oder spektakuläre Tore können schnell die Stimmung umschwenken lassen. Ich hoffe auf ein spannendes Spiel, das die Zuschauer mitreißen kann.


    Schade, daß für den Kölner der gesamte Lebensraum östlich seiner Stadtgrenzen schlicht nicht existiert. Ich kenne solche Jecken, die Gummersbach auf der Landkarte nicht lokalisieren können, geschweige dort schon einmal gewesen sind. Mit Solingen oder Wuppertal können sie ebenfalls kaum etwas anfangen, ordnen diese Städte bereits in das unbeliebte Ruhrgebiet ein, mit dem der Kölsche nun gar nichts zu tun haben will.


    Die Beobachtung ist sicherlich nicht ganz falsch ... aber ich möchte dagegenhalten: Was bietet Gummersbach dem Kölner, dass er unbedingt einmal dort gewesen sein sollte?

    Das Bergische Land hat viele wunderbare Ecken und schöne Orte für Wochenendausflüge und Wanderungen im Grünen. Aber zähl mir doch bitte auf was im speziellen Gummersbach als Ausflugsziel besuchenswert macht (für einen Nicht-Handballer). Städtebaulich wirkt Gummersbach wie eine Bausünde der 50er und 60er Jahre die ich in Köln zur Genüge sehen kann. Keine Spur vom Charme typisch bergischer Architektur, einladende Außengastronomie sucht man im Stadtzentrum vergeblich und echte Sehenswürdigkeiten oder kulturelle Angebote für Tagestouristen drängen sich auch nicht unbedingt auf.

    Ach Teufelchen, die Wahl war keineswegs heute, sondern bereits am Tag des WM-Finales und Lionel Messi wurde (ebenso wie Manuel Neuer) noch im Stadion die Trophäe überreicht. Heute war lediglich Thomas Müller beim Sponsor in Herzogenaurach um sich von den Hoeneß Freunden medienwirksam seine silbernen Staubfänger übereichen zu lassen. Sorry, da lach ich mich kaputt!

    Das war heute einer dieser Big points, deren Ausbleiben in den letzten Jahren ich nach dem Erlangen-Spiel hier noch moniert hatte.

    Das Spiel lebte von der Spannung, die über so manchen technischen Fehler hinweg sehen ließ. 60 Minuten lang konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Raul Santos hatte in den Schlussminuten zweimal die Gelegenheit per Gegenstoß alles klar zu machen, doch vergab beide Chancen. So gipfelte die Dramatik in Magdeburgs letztem Angriff. Die ganze Halle rechnete mit einem Abschluss über den einmal mehr herausragenden Robert Weber, Emir Kurtagic sprach am Ende der Auszeit noch auf dem Feld auf Raul Santos ein damit er diesmal gegen dessen Landsmann keine einfache Wurfchance zulassen möge, doch der SCM versuchte es stattdessen über die schon zuvor erfolglosen Linksaußen und scheiterte erneut am Carsten Lichtlein. :Hail:

    Neben Carsten Lichtlein stach beim VfL besonders der linke Rückraum hervor. Andreas Schröder mit zehn Toren (und dazu noch zweimal Pech mit Würfen an den Innenpfosten) und auch Julius Kühn mit gutem Spiel in den wenigen Minuten auf der Platte. :respekt:

    Rhein-Neckar Löwen - TSV Hannover-Burgdorf
    SC Magdeburg - HSV Hamburg
    Füchse Berlin - THW Kiel
    TuS Nettelstedt-Lübbecke - MT Melsungen
    HC Erlangen - TBV Lemgo
    TSV Hannover-Burgdorf - HBW Balingen-Weilstetten
    Frisch Auf Göppingen - GWD Minden
    SG BBM Bietigheim - SG Flensburg-Handewitt
    VfL Gummersbach - Bergischer HC 06 - VfL Gummersbach
    TSG Friesenheim - HSG Wetzlar

    Ich möch zo Foß noh'm Derby jon :P

    Das 19. Saisonheimspiel für den VfL Gummersbach und endlich wieder Bundesliga-Handball vor der Haustür. Beide Mannschaften können mit ihrem Siasonstart zufrieden sein und frei aufspielen. Dennoch geht es um wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten und ich bin zuversichtlich, dass der VfL Gummersbach punkten wird.

    Der Bergische HC hat in der Organisation bislang gute Arbeit geleistet. 30 Handball-Vereine von Aachen bis ins Bergische Land haben die Vereinsangebote des BHC genutzt und aktuell sind noch etwa 2600 Karten verfügbar. Der Bergische Handball-Gipfel darf also auf eine adäquate Atmosphäre in der Halle hoffen.

    Dem Vernehmen nach soll es bloß um die laufende Saison gehen, weil er ab Sommer in Veszprem unterschrieben haben soll. Da er für die CL-Gruppenphase nicht mehr bei einem anderen Verein spielberechtigt wäre, schränkt dies den Kreis der Vereine ein - sofern er nicht ein paar schnelle Euros in der Wüste machen will.