Beiträge von Arcosh

    Gruppe C
    Frankreich
    Schweden
    Algerien
    Tschechien
    Ägypten
    Island


    Spielplan:
    Freitag, 16. Januar 2015
    17:00 Uhr: Algerien - Ägypten
    19:00 Uhr: Frankreich - Tschechien
    19:00 Uhr: Schweden - Island

    Sonntag, 18. Januar 2015
    17:00 Uhr: Island - Algerien
    19:00 Uhr: Tschechien - Schweden
    19:00 Uhr: Ägypten - Frankreich

    Dienstag, 20. Januar 2015
    17:00 Uhr: Tschechien - Ägypten
    19:00 Uhr: Schweden - Algerien
    19:00 Uhr: Frankreich - Island

    Donnerstag, 22. Januar 2015
    17:00 Uhr: Schweden - Ägypten
    19:00 Uhr: Island - Tschechien
    19:00 Uhr: Algerien - Frankreich

    Samstag, 24. Januar 2015
    17:00 Uhr: Ägypten - Island
    19:00 Uhr: Algerien - Tschechien
    19:00 Uhr: Frankreich - Schweden


    Nach der verpassten WM 2013 ist Schweden wieder im Aufwind. Platz 7 bei der EM 2014 hat das Handballland im Norden versöhnlich gestimmt - nicht zuletzt weil im letzten Spiel der Sieg gegen sich schonende Franzosen gelang. Die Grande Nation hat ihrerseits bewiesen, dass Platz 11 bei der EM 2012 und Platz 6 bei der WM 2013 noch nicht das Ende der erfolgreichsten Handballnation des neuen Jahrhunderts waren und sich mit dem EM-Titel 2014 eindrucksvoll zurückgemeldet. In Katar sind sie wieder einer der Titelfavoriten.

    Island darf sich analog zu Deutschland nach verpasster sportlicher Qualifikation über die Teilnahme durch die Hintertür freuen. Gleich am ersten Spieltag teht gegen Schweden ein richtungsweisendes Spiel für die Platzierung in Gruppe C und den weiteren Turnierverlauf auf dem Programm.

    Das afrikanische Duell zwischen Ägypten und Kontinentalmeister Algerien wird wohl nur über Platz 5 und 6 in der Gruppe entscheiden.


    Mein Tipp
    1. Frankreich
    2. Schweden
    3. Island
    4. Tschechien
    5. Algerien
    6. Ägypten

    Gruppe D
    Dänemark
    Polen
    Russland
    Argentinien
    Saudi-Arabien
    Deutschland


    Spielplan:
    Freitag, 16. Januar 2015
    13:00 Uhr: Russland - Saudi-Arabien
    17:00 Uhr: Polen - Deutschland
    19:00 Uhr: Dänemark - Argentinien

    Sonntag, 18. Januar 2015
    17:00 Uhr: Deutschland - Russland
    17:00 Uhr: Argentinien - Polen
    19:00 Uhr: Saudi-Arabien - Dänemark

    Dienstag, 20. Januar 2015
    17:00 Uhr: Polen - Russland
    17:00 Uhr: Argentinien - Saudi-Arabien
    19:00 Uhr: Dänemark - Deutschland

    Donnerstag, 22. Januar 2015
    17:00 Uhr: Deutschland - Argentinien
    17:00 Uhr: Polen - Saudi-Arabien
    19:00 Uhr: Russland - Dänemark

    Samstag, 24. Januar 2015
    17:00 Uhr: Saudi-Arabien - Deutschland
    17:00 Uhr: Russland - Argentinien
    19:00 Uhr: Dänemark - Polen


    Für Dänemarks goldene Generation ist es der nächste Anlauf den interkontinentalen Titel zu erringen. Im Gegensatz zu den Spaniern, Kroaten und Franzosen werden sie schon in der Gruppenphase richtig gefordert.

    Dass Polen und Deutschland bei EM- und WM-Turnieren aufeinandertreffen ist fast schon zur Gewohnheit geworden. Nach den WM-Playoffs und der Wildcard ist das Duell diesmal noch brisanter. Für Deutschland geht es in Katar um den Versuch eines Neuanfangs und die Olympia-Qualifikation. Dazu sollten sie wenigstens Russland, Argentinien und Saudi-Arabien hinter sich lassen. Großer Verlierer der IHF-Poisse ist Südamrikameister Argentinien, deren Chancen aufs Achtelfinale deutlich gesunken sind.


    Mein Tipp
    1. Dänemark
    2. Polen
    3. Deutschland
    4. Russland
    5. Argentinien
    6. Saudi-Arabien

    Aber was nützt der DEL ein bekannter Name wie die Düsseldorfer EG, wenn sie seit nunmehr drei Jahren nur noch vor sich hindümpelt?

    Ohne Auf- und Abstieg hätten wir in der HBL heute wahrscheinlich immer noch Namen wie TuSEM Essen oder TV Großwallstadt - aber es wären nur noch die Namen von Vereinen die ein Schatten ihrer selbst sind. Stattdessen bringen die Füchse Berlin, Hannover-Burgdorf oder eben der Bergische HC neuen, frischen Wind. Einer Liga ohne Auf- und Abstieg droht der Stillstand. Auf- und Abstieg sind für die Vereine der unteren Tabellenhälfte eine der wichtigens Antriebskräfte besser und professioneller zu werden - sowohl auf dem Feld als auch in den eigenen Vereinsstrukturen und dem Umfeld. Der Abstieg kann auch als Chance verstanden werden. Es gibt Beispiele wie die GWD Minden, die Rhein-Neckar Löwen oder den Bergischen HC die den Abstieg genutzt haben um ihre vorhandenen Defizite auszumerzen und beim nächsten Anlauf stärker zurückzukommen als zuvor.

    Ja, es werden GEZ-Gelder in den Öffentlich-Rechtlichen Sendeanstalten verschwendet. Aber das was ich auf den diversen TV- und Radio-Kanälen an qualitativ hochwertigem Sendungen und Vielfalt geboten bekomme ist mir die 17,28€ im Monat mehr wert, als die Kabelgebühren für RTL, ProSieben & Co oder die 40€ für Sky - die mir im Jahre 2014 einen Standard wie HD immer noch als besonderes Extra gegen zusätzliche Gebühren verkaufen wollen. Es gibt berechtigte Kritik an den Öffentlich-Rechtlichen, aber das Zerrbild das die Privaten mit ihrem Schwall an billig produzierten Scripted-Reality-Fomaten und Pseudo-Verbraucher-Sendungen jenseits jeglicher journalistischer Standards rund um die Uhr erzeugen halte ich für gesellschaftlich wesentlich bedenklicher als wenn die ARD Tagesschau versehentlich auf ein manipuliertes Video aus einem Krisengebiet o.ä. reinfällt. Aber da werden sofort die Rufe vom Propaganda-Fernsehen laut. Wann hat das Privatfernsehen zuletzt den Mut gezeigt etwas "Neues" und qualitativ hochwertiges zu produzieren. Der einzige Wandel den es in den letzten zehn Jahren bei RTL & Co gegeben hat, war, dass die Laiendarsteller von den gescripteten Talk-Shows über die gescripteten Gerichtsshows zu den gescripteten "Mitten im Leben"-Formaten gewandert sind. Sky mag ein qualitativ hochwertigeres Fernsehangebot bieten als ProSieben & Co, ist aber bislang nur eine Abspielplattform. Das Programm besteht fast auschließlich aus eingekauften TV-Formaten. Welche Filme, Serien oder Dokumentationen produziert Sky Deutschland denn selber? ARD/ZDF hingegen produzieren auch Formate abseits des Mainstreams die international Beachtung finden. Wegen all dem bin ich froh, dass es das Öffentlich-Rechtliche Fernsehen in Deutschland gibt und bin gerne bereit dafür GEZ-Gebühren zu bezahlen.


    @capitano19:
    Dass die Übertragungen von Olympia bei ARD/ZDF "immer schlechter" werden liegt nicht an den Öffentlich-Rechtlichen Sendeanstalten, sondern dem fortwährenden Lobbyismus der Privaten Sender - ebenso wie die kaum nachvollziehbaren Einschränkungen der Onlinepräsemz und Mediatheken von ARD und ZDF. Anstatt selber Qualitätsfernsehen zu produzieren bemühen sich RTL & Co die Vielfalt der Öffentlich-Rechtlichen einzuzwängen so gut es geht. Man kann sich über Werbung bei ARD/ZDF beschweren, aber wie stehst du dann zu Werbung bei einem Full-Pay-TV-Angebot wie Sky?


    Um den Bogen zum Handball zu schlagen: Die Handball-Übertragungen bei ARD und ZDF waren qualitativ immer einwandfrei, boten dem Zuschauer (sowohl alteingesessenen Handball-Fans als auch Neulingen vor dem TV-Gerät) eine ausgewogene Berichterstattung inklusive Vor- und Nachberichten, Einblicken in die Mannschaft und die Geschehnisse vor Ort. Das vom Hostbroadcaster produzierte Weltbild wurde von einer eigenen Regie vor Ort durch selber produzierte Kameraperspektiven mit Fokussierung auf die deutsche Mannschaft, Traier etc. ergänzt und aufgewertet. Ich bin gespannt wie und ob die Sky-Übertragungen das noch toppen können sollen.

    Würde ein WM Finale mit deutscher Beteiligung eigentlich in die Kategorie "Nationales Sportereignis" fallen, das somit laut Rundfunkstaatsvertrag im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gezeigt werden muss? Was passiert dann?


    Gibt es einen solchen Passus in Deutschland überhaupt? In Frankreich ist festgeschrieben welche Sportereignisse auch im Free-TV zu sehen sein müssen, aber ich meine in Deutschland gäbe es eine solche Regelung nicht. (Sonst hätte es z.B. nicht das Gezerre ums Wimbledon-Finale 2013 gegeben)

    Ich will ehrlich sein. Ich ziehe jeden ruckligen Videostream einer reinen Radioübertragungen vor. Der Radiokommentar mag im Fußball funktionieren, weil bei der handvoll spieltentscheidender Szenen (Tore, aussichtsreiche Standardsituation, etc.) ausreichend Zeit bleibt diese detailliert zu schildern und zwischendurch noch auf taktische Ausrichtungen einzugehen. Beim Handball ist das für mich persönlich höchstens eine Notlösung, wenn es keine andere Live-Berichterstattung vom Spiel gibt.

    Naja, ohne einen deutschen übertragenden Sender hätte es für mich und andere Fans die Möglichkeit gegeben ALLE Spiele online im Livestream (z.B. auf der offiziellen Website) zu sehen, aber das dürfte nun mit Geoblocking für Deutschland versehen werden. Somit heißt das für mich persönlich, dass ich 38 Spiele weniger sehen kann - bzw. Umwege und Qualitätseinbußen in Kauf nehmen muss um sie sehen zu können. Was bleibt sind Vorrundenspiel a la Slowenien gegen Chile, die eher uninteressant sind. Außerdem bin ich gespannt ob der angekündigte "frei empfangbare Live-Stream auf sky.de" eine Registrierung voraussetzen wird.

    Für die mediale Aufmerksamkeit des deutschen Handballs außerhalb der kleinen Handball-Familie (zu der ich einfach mal die Handballecke hinzuzähle) ist die Präsenz im TV und die Verfügbarkeit für ca. 1 bis 2 Mio. Sky-Kunden mit Sport-Paket ganz nett - zuzüglich Zweitverwertung bei SkyNews etc. Ich bin gespannt ob die deutschen Spiele bzw. Endspiele die 500.000 Zuschauer-Marke knacken werden.

    @Paul Jonas:
    Es geht mir um deine Behauptung Katar nehme aktiv Einfluss auf die Zusammensetzung des WM-Turniers. Wie gesagt, bei der Nachnomminierung Saudi-Arabiens habe ich auch Zweifel welche Strippen da im Hintergrund gezogen wurden oder ob das halbwegs sauber ablief. (Wollte Südkorea überhaupt nachrücken?) Aber die vorausgegangene Absage der Teilnahme ging aktiv von Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten aus. Wie du richtig sagst waren die Gründe dafür die komplexen politisch-religiösen Strukturen auf der arabischen Halbinsel. Aber die WM-Absage der beiden Nachbarn war lediglich eine Randerscheinung der außenpolitischen Spannungen und ich kann nicht erkennen, dass Katar diese Absage in irgendeiner Form forciert hätte. Ebenso ist die Wild card für Deutschland in meinen Augen allein auf dem Mist der IHF gewachsen. Die IHF brauchte Deutschland als wichtigen TV-und Werbemarkt. Für den Imagegewinn und die Selbstdarstellung Katars durch sportliche Großereigisse ist die Teilnahme Deutschlands eher irrelevant.

    Als mit der letzten Aktion des Spiels der Pass auf den freien Jesper Nielsen am Kreis kam sah ich einen der beiden hochverdienten Punkte bereits als verloren, doch Carsten Lichtlein wurde mit einem genialen Moment zum umjubelten Helden der ausverkauften Schwalbe Arena. Es sind diese Momente die unseren Sport so fantatstisch machen!

    Berlin ist diese Saison "nur noch" eine Mittelfeldmannschaft und hat ebenso gespielt. Beim VfL Gummersbach passte 45 Minuten lang fast alles. Die Mannschaft erspielte sich ihr Torerfolge und hatte den nötigen Biss in der Abwehr. Zusammen mit dem Heimspiel gegen den SCM war das die beste Mannschaftsleitung die ich diese Saison in der Schwalbe Arena gesehen habe. Nicht gefallen hat mir, dass zu früh der Vorsprung nur noch verwaltet wurde, anstatt einfach weiter Vollgas zu geben und Tore zu werfen. Ich bin mir unsicher was passiert wäre, wenn die Füchse Berlin ihren Versuch in der Schlussviertelstunde das Spiel mit einer 4-2-Abwehr noch zu drehen nicht durch teilweise unnötige Zeitstrafen selber zunichte gemacht hätten.


    P.S.: Ich bleibe dabei. Silvio Heinevetter hat weder zu seiner Magdeburger noch zu seiner Berliner Zeit je ein gutes Spiel in Gummersbach abgeliefert (Man möge mich gerne eines Besseren belehren) und es ist mir unverständlich wieso Dagur Sigurdsson nicht einmal versucht hat ob Petr Stochl an diesem Tag die bessere Wahl gewesen wäre.

    P.P.S.: Ich persönlich hätte auch Carsten Lichtlein in den letzten zehn Minuten ausgewechselt, aber er war im entscheidenden Moment zur Stelle und somit war die Entscheidung des Trainers wohl goldrichtig.

    In den letzten Beiträgen u.a. von Paul Jonas und Baden68 ist mir einiges zu stark verkürzt und damit irreführend widergegeben. Der im von Baden68 genannten Spiegel-Online-Artikel verlinkte und zitierte Auszug aus dem Reglement für IHF-Wettbewerbe ist leider nicht zutreffend. Im Falle Australiens ging es nicht um das Nichtantreten einer qualifizierten Mannschaft, sondern die Qualifikation selbst wurde verneint. Daher ist Punkt 2.8 des Reglements irrelevant. Hinzu kommt, dass das von Spiegel-Online verlinkte Dokument mit Stand 01.01.2014 zum Zeitpunkt der Entscheidung nach offizieller Darstellung der IHF gar nicht mehr gültig war. Am 16.07.2014 veröffentlichte die IHF eine Stellungnahme, wonach das Reglement für IHF Wettbewerbe bereits zum 30.05.2014 geändert aber noch nicht publiziert gewesen sei. Das konnte der Autor des Spiegel-Online-Artikels am 11.07.2014 selbstverständlich noch nicht wissen. Die neuere Fassung des Reglement für IHF-Wettbewerbe enthält unter Punkt 2.3 der WM-Regularien tatsächlich den Passus zum Ausschluss Australiens aufgrund mangelndem Leistungsniveaus und der Nachnomminierung einer anderen Nation per Entscheidung des IHF-Rates auf Basis diverser weicher Faktoren ... andere würden es Willkür nennen ;) . Zudem wurde in der aktualisierten Fassung auch Punkt 2.8 überarbeitet und das Nachrückverfahren über die Kontinentalverbände zugunsten einer individuellen Entscheidung des Exekutivkomitee der IHF abgeändert.

    Damit kommen wir auf Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate zu sprechen. Beide Staaten haben schriftlich der IHF ihr Nichtantreten gemeldet und somit ihr Startrecht aufgegeben. (Sie wollten dies zwar wenige Tage später rückgängig machen, doch dieses Ansinnen wurde von der IHF nicht berücksichtigt) In diesem Fall greift Punkt 2.8 des neuen IHF-Reglements und das IHF Council hat entschieden die beiden frei gewordenen Plätze an die Kontinentalverbände von Asien und Europa zu vergeben. Die konkrete Nomminierung der Nachrücker oblag also allein den Kontinentalverbänden. Die EHF hatte bereits am 16.06.2014 bei der Nomminierung der 12 europäischen WM-Teilnehmer auf Basis der europäischen Qualifikationswettberwebe Island als ersten möglichen Nachrücker benannt. Zu den Entscheidungskriterien der AHF für Saudi-Arabien und damit gegen das bei der Asienmeisterschaft besser platzierte Südkorea ist mir bislang nicts bekannt.

    @Paul Jonas
    Du wirst doch wohl kaum den Kataris vorwerfen wollen außenpolitische Spannungen mit den Nachbarstaaten initialisiert zu haben, bloß um den Boykott eines so unbedeutenden Ereignisses wie einer Handball-WM zu forcieren und dort eine befreundete Nation wie Saudi-Arabien zu platzieren? Das halte ich für sehr weit hergeholt und eigentlich schon jenseits der Grenze zur Verschwörungstheorie. Bei der Nommineirung von Saudi-Arabien als AHF-Nachrücker ließe sich evtl. ein Einfluss Katars vermuten, aber die ursächliche Absage von Bahrain und VAE, die die Nachnomminierungen überhaupt erst ermöglicht hat, liegt meiner Meinung nach außerhalb des Verantwortungs- und Einflussbereiches des Gastgebers.


    Zur Klarstellung:
    Ich zweifle keine Sekunde daran, dass all diese nachträglichen Reglement-Änderungen oder die Nichtberücksichtigung des Wunsches von Bahrain oder VAE doch wieder an der WM in Katar teilzunehmen das Resultat von allerlei - um es nett auszudrücken - Mauscheleien ist und das neue IHF-Reglement führt die sportliche Qualifikation ad absurdum, weil die IHF nach Gutdünken Nationen ein- oder ausladen kann. Aber ofiziell ist seitens der IHF alles regelkonform abgelaufen. Moral und Ethik spielen doch ja längst keine Rolle mehr in der Sportpolitik. :nein:

    Europa?
    Nordeuropa?
    Mitteleuropa?
    Deutschland?

    Öffentlich zugängig?
    Kostet Eintritt?
    Teil einer größeren Anlage (Vergnügungspark, Filmstudio, o.ä.)?

    Gebäude entstammt einer fiktiven Geschichte (Roman, TV-Serie, Comic, etc.)
    Museum?

    Man kann Spiele verlieren, aber da ich dieses Spiel live miterlebt habe muss ich den "das ist kein Beinbruch"-Parolen entschieden entgegentreten. Ein so blutleeres und strukturloses Angriffsspiel sollte nicht einfach als Ausrutscher abgetan werden. Der VfL Gummersbach wurde in der zweiten Halbzeit von einer beherzt spielenden, aber spielerisch arg limitierten Mannschaft aus Friesenheim deklassiert. Das Endergebnis mag knapp erscheinen, aber über weite Strecken der zweiten Halbzeit war das Spiel des VfL hilf- und mittellos. Nur drei magere Tore zwischen der 30. und 47. Minute - und zwar nicht, weil der gut haltende Kevin Klier unüberwindbar gewesen wäre, sondern weil es in der Regel erst gar nicht bis zum Torwurf kam. Gestandene Bundesligaprofis wie Christoph Schindler oder Mark Bult und Jung-Nationalspieler wie Andreas Schröder und Julius Kühn verweigerten förmlich den Weg zum Tor zu suchen und beschränten sich stattdessen auf das Weiterpassen des Balles oder selten erfolgreiche Kreisanspiele. Symptomatisch beispielsweise Mark Bults Passversuch auf Raul Santos bei drohendem Zeitspiel der ungelogen zwei Meter über Santos' Kopf und geradewegs ins Foyer der Halle flog. Es brauchte erst einen Rookie wie Simon Ernst um seinen Mitspielern zu zeigen wie simpel mit Wille und Einsatz der Weg durch die gegnerische Abwehr inklusive erfolgreichem Torabschluss möglich gewesen wäre.

    In Anbetracht der schwachen Leistung beider VfL-Schlussleute in der ersten Halbzeit sind 26 Gegentore ein passables Ergebnis. Die Angriffsleistung aber war schlicht indiskutabel und im Hinblick auf das Füchse-Spiel hoffe ich, dass die richtigen Schlüsse gezogen werden.


    P.S.: Glückwunsch zum verdienten Sieg nach Friesenheim und liebe Grüße an den sympathischen Fan im Eulen-Kostüm! :bier:

    Da


    Das reine "Eventpublikum" hält sich bei diesen Vereinen sicher in Grenzen, der überwiegende Teil der Besucher in den Hallen ist gut informiert. Und dies auch wenn sie nicht jeden Tag in der Handballecke lesen, der H$V ist und war mit negativen Schlagzeilen in den Medien seit längerem präsent genug.

    Ich denke in den Augen derer die sich überhaupt in irgend einer Form für Handball 1. Bundesliga interessieren, hat das Image des H$V zumindes seit dem Lizenzierungstheater schon deutlich gelitten....und der Name Rudolph hat keinen guten Ruf!

    Wäre aber in der Tat mal interessant hierzu eine repräsentative Umfrage zu starten um entsprechend belastbare Informationen zu bekommen...


    Der Unterschied zwischen 2500 und 3000 Zuschauern in der Rothenbach-Halle (beliebiges Beispiel) ist aber gerade das Eventpublikum. Diejenigen die nur zwei-, dreimal im Jahr zum Handball gehen und sich dafür die Derbys oder namhafte Gegner aussuchen. Deshalb liegt der HSV Hamburg weiterhin auf den vorderen Plätzen bei den Zuschauerzahlen in fremder Halle. Diejenigen die hier mitlesen und diskutieren dürften zum Großteil Dauerkartenbesitzer sein (sofern sie nicht im Exil leben oder im Falle von Kielern noch nicht das Erbe der Stammblatt-Tante antreten konnten ;) ) und somit ohnehin unabhängig vom Gegner in die Halle pilgern.


    Trainingsspiele, um eine Mannschaft für die Zukunft aufzubauen...


    Realistisch-ambitioniertes Ziel sollte die Qualifikation für die Olympia-Qualifikationsturniere sein - sprich Platz 7 (Wahrscheinlich genügt auch Platz 8, also das Ereichen des Viertelfinales)

    Welcher durchschnittliche Handball-Zuschauer in Wetzlar, Gummersbach oder Balingen liest denn täglich in der Handballecke oder gar MoPo und Abendblatt um all die Geschichten um den HSV im Detail mitzubekommen. Dieses Forum ist eine kleine Insel auf der sich Handball-Freaks treffen, aber nicht repräsentativ für die Zuschauer in den Hallen. Da locken Namen wie Pascal Hens und Johannes Bitter, denn die dürften immer noch zu den zehn bekanntesten deutschen Handballern gehören. (Wahrscheinlich sogar Top5 mit Heinevetter, Kraus, Gensheimer)

    Keine Angst MIchael Müller ist seinem Ruf gerecht geworden - nur bei dem wundert es mich längst nicht mehr. Sahen wohl die Schiedsrichter auch so, denn sonst würden sie ihn nicht mehrfach ungestraft in den Wurfarm greifen lassen oder zusehen wie er Christoph Schindler ins Kreuz springen und ihm mit drohend erhobener Hand entgegen stürmt. Das ganz normale Müller-Repertoire eben. :hi:

    @Wiesbandener: Ist eventuell noch nicht ganz klar geworden: Allendorf hat die Schwalbe-Arena zur "Schwalben"-Arena gemacht. Er ist mehrfach im Gummersbacher Strafraum über die eigenen Füße gefallen und hat sich theatralisch auf dem Boden gewunden. Und der VFL-Spieler, der zufällig in Richtung seines anklagend ausgestreckten Zeigefingers stand, wurde prompt von der Platte geschickt.


    Das waren noch die harmloseren Aktionen. Los ging es in der ersten Hälfte als Allendorf deutlich nach dem Pfiff noch durchzieht und Puhle den Ball unbedrängt ins Gesicht wirft - ohne Bestrafung. In der zweite Hälfte meinte er dann auch noch die komplette Gummersbacher Fantribüne mit einer "Finger an den Mund"-Geste gegen sich aufbringen zu müssen - wofür die Schiedsrichter nur eine lockere Nationalspieler-Ermahnung übrig hatten. Michael Roth wird schon gewusst haben weshalb er ihn in den Schlussminuten aus der Schusslinie genommen und auf die Bank gesetzt hat.