Beiträge von Arcosh

    Balingen ist gut in die Saison gestartet, aber die Tabellenposition ist nicht aussagekräftig. Mit Ausnahme der Überraschung gegen den THW Kiel sind die anderen Saisonergebnis bislang im Rahmen des Erwartbaren geblieben. Gewohnt heimstark gegen das untere Mittelfeld (Minden, Nettelstedt, Hamburg), absolut chancenlos beim oberen Mittelfeld (Melsungen und Berlin). Der souveräne Auftritt in Bietigheim war ein Schritt Richtung Klassenerhalt, aber HBW wird gegen die beiden anderen Aufsteiger noch punkten müssen, da anschließend bis zum Jahresende eine Punktedürre zu erwarten ist.

    Sagen wir mal so: Wenn aus den zwei Zuschauern mit GfK-Messgerät die gestern das Flensburg-Spiel gesehen haben und dem zusätzlichen Pärchen das beim Kiel-Spiel eingeschaltet hat auf Zuschauerzahlen von 10.000 bzw. 20.000 hochrechnet, dann ist Hanfballguckers methodischer Fehler bei seiner Hochrechnung fast schon vernachlässigbar. ;)

    Juvet Landskapshotell bei Trollstigen, Norwegen?

    Zitat

    Das Hotel wurde durch eine Zusammenarbeit zwischen den Norwegischen Landschaftsrouten und dem Besitzer, Knut Slinning, errichtet. Aufgrund der besonderen Architektur und Lage hat das Hotel bereits mehrere Preise gewonnen. Es ist ebenfalls Thema in mehreren internationalen Design- und Architekturmagazinen gewesen. Architekt: Jensen und Skodvin.

    Ich finde auch die Verteilung über ganz Europa große Klasse. Die ganzen Warnungen vor schwindenden Ressourcen wie Erdöl waren also nur Panikmache, man kann also weiterhin bedenkenlos Kerosin in die Luft pusten, Klimaschutz ist da wohl auch mit bedacht. Hoffentlich bricht dann kein isländischer Vulkan aus, der den Luftverkehr lahmlegt.


    Bei allen berechtigten Kritikpunkten an einer EM in drei Ländern finde ich dieses Umweltargument volllkommen unsinnig. Nicht nur, dass der Transport einer handvoll Mannschaften während der EM verschwindend gering ist im Vergleich zum weltweiten (notwendigen) Flugverkehr oder auch den Reisedistanzen im Verlauf der EM-Qualifikationsspiele. Vielmehr ist die Reisedistanz zwischen den Spielorten Wien und Malmö kürzer als zwischen Malmö und Trondheim (oder einem denkbaren zusätzlichen Spielort in Nordschweden als Ersatz für die österreichischen Spielorte). Soll ein Sportevent wie die Handball-EM zukünftig nur noch in dichten Ballungsräumen stattfinden mit kurzen Wegen zwischen den Spielorten? Da müssten bei den anstehenden Sportereignissen in Katar dein Herz aufgehen. Räumlich kompakter als in diesem Emirat lässt es sich kaum umsetzen.

    Alingsas HK - FC Barcelona 28:38
    Tolle Stimmung in Schweden obwohl die junge Mannschaft chancenlos war. Die Spanier hingegen haben sich nicht nur mit den gewöhnungsbedürftigen Trikots wenig Freunde im hohen Norden gemacht. Insbesondere Nikola Karabatic und Siarhei Rutenka fielen durch unnötige Nicklichkeiten auf und der Weißrusse kassierte eine absolut berechtigte Disqualifikation für einen Ellbogencheck fern abseits des Spielgeschehens kurz vor Ende des Spiels. Hier bin ich auf das Strafmaß gespannt.


    Das mag gut sein, dem will ich auch gar nicht widersprechen. Aber der Anzahl Strafwürfe, die Hannover hatte, kann man sich nun wirklich nicht beschweren, wenn sie zwei nicht bekommen hat. Und über das ganze Spiel hinweg gesehen, haben die Schiedsrichter heute einfach keine gute Leistung gezeigt!


    Wenn eine Mannschaft bereits viele berechtigte Siebenmeter zugesprochen bekommen hat, dann darf/soll sie sich nicht beschweren wenn weitere berechtigte Strafwürfe verwehrt werden? :lol::lol:

    Glückwunsch nach Erlangen!

    Beim VfL ist es leider ein altbekanntes Problem der letzten Jahre. Die Mannschaft fährt Lob für gute - aber punktlose - Leistungen gegen Topmannschaften ein, aber in den wichtigeren Spielen gegen direkte Konkurrenten kann sie zu oft nicht an diese Leistungen anknüpfen, spielt verkrampft und lässt unnötig Punkte liegen. Ich weiß nicht, ob die Anreize und Motivationen falsch gesetzt werden, aber diese Diskrepanz über Jahre hinweg ist auffallend. Man lobhudelt sich gerne, dass man nah dran sei an den Europapokal-Teilnehmern zu denen man gerne wieder gehören würde, aber die Punkte gegen Top5- oder Top10-Mannschaften der letzten Jahre kann man an einer Hand abzählen. Während der Bergische HC die Rhein-Neckar Löwen niederzwingt und HBW Balingen-Weilstetten den THW Kiel, ist man in Gummersbach zufrieden 50 Minuten lang mitgehalten und eine "tolle Truppe" zu haben. Die Wahrheit ist aber, dass der Blick weiterhin eher nach unten als nach oben gehen muss und Spiele gegen die Aufsteiger die wahre Herausforderung sind.

    Eine Niederlage beim HC Erlangen ist ärgerlich und muss ein Weckruf sein, die nächsten Spiele gegen Magdeburg, den Bergischen HC und Minden besser anzugehen.

    Ene Entlastung der Spieler und Lösung des Problems wäre der oft verspottete 20-Mann-Gelenkbus-Kader mit zwei Torhütern und einer Dreifachbesetzung auf allen Feldpositionen, die dann von Spiel zu Spiel rotiert werden kann. Fraglich ist ob dabei sportliche und wirtschaftliche Interessen bzw. Beschränkungen unter einen Hut zu bringen sind.

    Ernsthaft Gedanken sollte man sich allerdings machen, ob es wirklich notwendig ist in der Champions-League immer auf Sieg zu spielen. In der HBL ist zweifelsohne jeder Punkt wichtig im Kampf um die Meisterschaft und man kann es sich selbst gegen Mannschaften aus dem unteren Mittelfeld selten erlauben mit der zweiten Garde zu spielen. Aber in der Champions-League-Gruppenphase wäre es vollkommen ausreichend die fünf Heimspiel zu gewinnen und bei den Auswärtsspielen die Topspieler zu Hause zu lassen. Während die Mannschaft nach Brest, Zagreb oder Skopje reist würden beispielsweise Filip Jicha und ein oder zwei weitere Leistungsträger in Deutschland bleiben und könnten zwei bis drei Tage regenerieren. Der THW Kiel würde dann vielleicht nur zwei oder drei der fünf Auswärtsspiele gewinnen, aber das würde immer noch locker für den zweiten Platz in der Gruppe genügen.

    @Brooks:
    Ich will das gar nicht speziell Gislason vorwerfen, aber freie Gelenkkörper sind eine typische Verletzung bei Überbelastung. Der Spieler kann sich damit noch recht lange durchquälen bis schließlich seine Leistungsfähigkeit soweit gesunken ist, dass eine OP unumgänglich wird. Beim VfL Gummersbach war ähnliches mit Adrian Pfahl zu erleben. Er war im Abstiegskampf überlebenswichtig für den VfL. Also hat er mit freien Gelenkkörpern weitergespielt, auf die Zähne gebissen, ab und an zwei Wochen zur Regeneration bekommen und musste sich die Kritik der Zuschauer wegen seiner schwächeren Spiele anhören. Die fälligen OPs sind erst nach seinem Wechsel zum HSV Hamburg endlich erfolgt.

    Ob es bei Filip Jicha Druck seitens des Trainers/Vereins gab oder es sein eigener (falscher) Ehrgeiz war, will ich gar nicht beurteilen. Aber fest steht wohl, dass die Belastung eines Nationalspielers beim THW Kiel mit Bundesliga Champions-League und Spielen im Nationaltrikot enorm ist. Hinzu kommt, dass das Spiel des THW in den letzten Jahren stark auf den Rückraum ausgelegt war und weniger in der Breite unter Einbeziehung der Außen. Bei Rückraumspielern wie Filip Jicha die von ihrer Physis leben und keinem Zweikampf aus dem Weg gehen kann diese Belastung auf Dauer fast nicht gut gehen. Aron Palmarsson spürt bereits mit Mitte 20, dass sein Körper diesen Belastungen nicht gewachsen ist.

    Ich habe Veszprem erstmalig diese Saison gesehen und nach den souveränen Ergebnissen aus der SEHA-Liga war ich in der ersten Halbzeit von der schlechten Abwehrleistung der Ungarn überrascht. Gegen Medvedi haben aber nach der Pause zehn starke Minuten mit aggressiver 5:1-Deckung gereicht um von 17:19 auf 20:28 davon zu ziehen und das Spiel zu entscheiden.

    Kai Pahl/allesaussersport.de hat sich in seinem heutigen Blogeintrag recht ausführlich mit dem Thema "Handball Champions-League bei Sky" beschäftigt. Als Nicht-Handballfan blickt er auf die Motivation und Bedeutung dieses Deals für Sky und den Handball. -> LINK

    hab eben mal das tagesprogramm geschaut...einige spiele werden heute bei lemon.tv übertragen!


    @HE-Moderatoren
    In diesem Zusammenhang sollten sich vielleicht die Moderatoren kurz dazu äußern inwiefern die Verbreitung von grauen Links hier geduldet wird. Nach aktueller Einschätzung der Juristen ist das reine Ansehen illegal verbreiteter Streams von Anbietern ohne die entsprechenden Rechte für den User strafrechtlich unbedenklich, solange keine spezielle Streaming-Software dazu installiert wird mit der das Signal parallel an andere User verbreitet wird und keine vollständige Kopie des Materials auf dem PC abgelegt wird. Dennoch ist das alles eine gefährliche Grauzone und die Frage ob in der Handballecke die Namen oder Links (entweder zu Anbietern bzw. direkt zu den Spielen) so gerne gesehen sind.

    @Brooks:
    Was soll an der Aussage mutig sein? Vielleicht ein wenig plakativ und provokant fomuliert, aber im Grunde genommen halte ich sie für zutreffend.

    Schon zu Beginn seiner Zeit beim THW Kiel hat Nikola Karabatic in einem Interview/Home story deutlich gemacht, dass er eine klare Vorstellung von seiner Karriere als Handballer hat. Er hat damals sinngemäß gesagt, dass er nicht bis Ende 30 Handballspielen wolle sondern vorher finanziell ausgesorgt haben will, um seinen Körper nicht bis zum bitteren Ende schinden zu müssen. Als der THW Kiel 2007 mit dem Minikader das Triple gewann, war Nikola Karabatic derjenige der Spiele für den THW entscheiden konnte. Der Preis dafür war, dass sich 2007 und 2008 die Verletzungen bei Nikola Karabatic gehäuft haben. Seine sehr physische Spielweise hinterließ Spuren - auch weil Regenerationspausen fehlten - und es war absehbar, dass er auf diesem Niveau beim THW Kiel keine drei weiteren Jahre bis zum ursprünglichen Vertragsende 2012 hätte weiterspielen können. Da kam das Angebot aus Montpellier gerade Recht, das ihm wahrscheinlich mehr Geld aber auf jeden Fall weniger Belastung in der LNH versprach und zudem eine Rückkehr in die Heimat. Zumal er mit dem THW Kiel bereits alle Titel gewonnen hatte und somit einem neuen Projekt nichts im Wege stand.

    In den letzten beiden Jahren war es Filip Jicha der beim THW Kiel durch seine Physis immer wieder Spiele entschieden hat und selbst dann noch gespielt hat, wenn der Körper ihm längst das Erreichen der eigenen Grenzen signalisierte. Die aktuelle Verletzung hat er wochenlang mit sich herumgeschleppt und sich erst jetzt behandeln lassen als sich die Verletztensituation beim THW Kiel ein wenig entspannt hat.

    Aber da es in Tschechien auf absehbare Zeit kein aufstrebendes Handball-Projekt gibt, werden die Kieler Fans sicherlich noch ein paar weiter Jahre seine Tore bejubeln können. :hi: