Auf der IHF-Homepage findet sich inzwischen das überarbeitete Reglement für IHF-Wettbewerbe (Rückdatiert auf den 30.05.2014)
Der Punkt 2.3 wurde nun angepasst:
Zitat
Um an IHF-Weltmeisterschaften teilzunehmen, ist ein gewisses Leistungsniveau der qualifizierten Mannschaft erforderlich. Ist die Wettbewerbsfähigkeit der qualifizierten Mannschaft bedenklich und der Unterschied im Leistungsniveau zwischen dem betroffenen Land und den anderen für die WM qualifizierten Mannschaften zu hoch, behält sich der IHF-Rat das Recht vor, diesen Platz einem Land zuzusprechen, das die entsprechenden Anforderungen an die Wettbewerbsfähigkeit erfüllt, um das Produkt „IHF-Weltmeisterschaft“ zu festigen und zu schützen. In solchen Fällen ist eine gründliche Untersuchung aller Aspekte erforderlich, die sowohl von den jeweiligen IHF-Kommissionen (VOK, TMK) als auch von Medien- und Marketing-Experten durchgeführt wird, um den Einfluss auf die Medienpräsenz und die Marketingmöglichkeiten zu erdeutlichen. Die aktuelle Leistung wird, genau wie das IHF-Ranking und die Leistung bei früheren IHF-Veranstaltungen, bei der Bewertung des Leistungsniveaus der jeweiligen Mannschaft ebenso berücksichtigt. Aus diesem Grund werden die IHF-Organe am Ende der jeweiligen Weltmeisterschaft Leistungsberichte von allen teilnehmenden Mannschaften erstellen.
Wer einem solchen Reglement zustimmt muss jeglichen Bezug zum Sport verloren haben.
Die IHF versucht nicht einmal mehr zu verschleiern, dass sie die Vermarktung ihres "Produktes" über den sportlichen Wettbewerb stellt. Sie formuliert diese Regelung auch noch so weichgespült, dass im Endeffekt jede beliebige Mannschaft ein- oder ausgeladen werden kann. Da fehlt nur noch im nächsten Schritt die Abschaffung der sportlichen Qualifikation zugunsten einer Auswahl der Mannschaften durch die Medien- und Marketing-Experten. Muss in Zukunft beispielsweise Chile trotz sportlicher Qualfikation um die Telnahme zittern, falls plötzlich zwei wichtige europäische TV-Märkte die sportliche Qualifikation verpassen? Die IHF-Regularien legen nicht einmal fest wann eine solche Entscheidung getroffen werden muss. Verbände und oder die Spieler investieren Zeit und Geld in die Vorbereitung und Durchführung der Qualifikationsturniere und Weltmeisterschaften und sind schlussendlich der Gnade des IHF Councils ausgeliefert.
Es ist an der Zeit die Mitglieder des IHF-Councils (inklusive Manfred Prause) mit dieser Farce zu konfrontieren! Die Anzahl der Qualifikationsplätze wird bereits auf Basis der sportlichen Leistungsfähigkeit der Kontinentalverbände vergeben und sicherlich könnte man über eine Abschaffung des festen Startplatzes für den Kontinentalverband Ozeanien zugunsten eines geteilten Startplatzes mit einem anderen Verband diskutieren, aber die nun gewählte "Lösung" sollte von den Nationalverbänden nicht kommentarlos hingenommen werden!