Beiträge von Arcosh

    Mir ist der Siebenmeter von Finn Lemke beim Sparkassen Handballcup aufgefallen (siehe Youtube-Video via Handball-World.com).

    Der Ball geht per Aufsetzer an die Latte und springt von dort aus nach oben weg. Im Jubel der Melsunger Spieler geht unter, dass Torwart Mickael Appelgren beim Versuch den mit Spin herunterfallenden Ball anzunehmen ihn ins eigene Tor befördert. Meiner Meinung nach hätte das Tor zählen müssen! An der Reaktion des Torwartes sieht man, dass er im ersten Moment selber befürchtet einen peinlichen Fehler begangen zu haben, aber zu seinem Glück hatten sich beide Schiedsrichter bereits auf dem Weg zur Mittellinie begeben und nicht das Resultat des Wurfes abgewartet.

    Eure Meinungen?

    @ex ddr ler
    Das Urteil des Bundesgerichts ist auf dhb.de für jeden einsehbar.

    Ich kann verstehen, dass einzelnen Vereinen die Einteilung nicht gefällt bzw. sie Verbesserungsbedarf sehen. Aber wenn ich die Ausdrucksweise im offenen Brief und hier im Forum betrachte, dann dürften sie sich eigentlich nicht wundern, dass es kein großes Entgegenkommen seitens des DHB/der Staffeleinteiler gegeben hat.


    P.S.: Der Hinweis auf kartellrechtliche Monopolisten wird wohl zur Mode. :/:

    Spiegel online will erfahren haben, dass die Entscheidung auf Dagur Sigurdsson gefallen ist. Demnach wird er seinen Vertrag in Berlin bis 2015 erfüllen und so lange in Doppelfunktion die DHB-Auswahl und die Füchse trainieren.

    Zitat

    Das Rätsel, warum die Bundestrainersuche sich so dehnt, ist handballpolitisch zu erklären. Bob Hanning, der neben seinem DHB-Amt auch Manager der Füchse Berlin ist, will unbedingt den Eindruck vermeiden, er wolle den DHB mit Sigurdsson "berlinerisieren". Hannings Forderung, alle deutschen Vorrundenspiele bei der Heim-WM 2019 müssten in Berlin stattfinden, war auf heftige Kritik im Verband gestoßen. Deswegen verhandelt der Funktionär nun so lange, bis die Bundesliga und auch die Landesfürsten die Lösung Sigurdsson als logisch empfinden.

    @TCLIP:
    Wir kommen hier wohl auf keinen gemeinsamen Nenner mehr.

    Ich werte es nicht als "unterschlagen" wenn ich den Link zum kompletten Interview angebe und es so jedem ermögliche sich ein Bild davon zu machen ob ich Inhalte verfälscht oder unvollständig widergebe. Dem gegenüber steht dein ursprünglicher Post zum Interview in der LZ aus dem du inhaltlich einen Halbsatz direkt zitierst ohne den größeren Zusammenhang anzugeben und mit persönlichem Kommentar als Einschub ("einstimmig" bezieht sich übrigens nicht auf sein Demoktratieverständnis sondern den konkreten einstimmigen Beschluss des IHF Councils)) und in dem du unterstellst er habe bereits seit langem von diesen Vorwürfen gewusst und versuche dies zu verschleiern.

    Falls du Michael Kraus persönlich kennst, kannst du ja sicherlich einschätzen ob Bernard Bauers Einschätzungen in der von dir monierten 5. Antwort zutreffend sind oder nicht. ("liebenswerten, sympathischen Chaot", etc.)

    Das mit dem Vergleich hast du wohl nicht verstanden. Ich habe mit meinen Beiträgen in keinster Weise Ulrich Strombach verteidigt. Du hast mir das lediglich aufgrund meines Lieblingsvereins unterstellt und behauptet ich hätte allein deshalb gegen deine Sichtweise argumentiert.

    @TCLIP:
    Du hast heute Morgen geschrieben ein Interview mit Bernard Bauer zeige "auf welch hohem Ross die immer noch sitzen" und dass sie eines PR-Beraters bedürfen. Daraufhin habe ich auf das oben verlinkte aktuelle Interview verwiesen, an dem ich nichts zu beanstanden finde. Man kann sagen, dass es falsch und/oder verharmlosend ist Michael Kraus' Melde- und Kontrollversäumnisse als Dummheit zu bezeichnen, aber vorher kritisiert er Michael Kraus eindeutig ("Rückfälle, was bei einem Nationalspieler nicht sein sollte") und betont, dass die Komplexität des Meldesystems keine Entschuldigung sein könne. ("Aber man muss auch bedenken, dass unzählige Sportler kontrolliert werden, die damit zurechtkommen. Dieses Regelwerk gilt, das weiß jeder.") Du darfst gerne anhand anderer Textpassagen, die ich unterschlagen haben soll, belegen worüber ich bitteschön mit meiner Verlinkung gestolpert sein soll.

    Während ich Bob Hannings Äußerungen in den letzten Wochen mehrfach als PR-Desaster ansehe, finde ich Bernard Bauers Aussagen bislang seinem Amt und seiner Funktion angemessen und sehe darin keinen Imageschaden für den DHB oder den Handball.


    P.S.: Die Behauptung mein Widerspruch zu deiner Darstellung sei lediglich durch die Erwähnung des Namens Strombach getrieben ist schlichtweg dumm. Oder soll ich dir jetzt im Gegenzug die Objektivität in diesem Fall aberkennen, weil Michael Kraus irgendwann einmal in Lemgo gepielt hat? Es ist wirklich seltsam warum immer wieder mit Verweis auf den angegebenen Lieblingsverein Usern abgesprochen wird zu gewissen Themen eine eigene Meinung äußern zu können.

    @TCLIP:
    Ich habe das Interview bewusst verlinkt, damit es jeder selber nachlesen und sich seine Meinung bilden kann, anstatt nur Halbsätze und Teilzitate hier zu posten und dann anderen vorzuwerfen etwas zu unterschlagen. Allerdings scheint die online verfügbare Version gekürzt zu sein, da darin keine Aussagen zu Island oder einem mehrheitlichen IHF-Beschluss enthalten sind. Ohne diese Aussagen im originalen Wortlaut zu kennen, werde ich sie nicht beurteilen.


    P.S.: Gibt es Belege wann das dritte Melde- und Kontrollversäumnis von Michael Kraus aktenkundig wurde bzw. wann der DHB darüber in Kenntnis gesetzt worden ist? Dieser Vorgang sollte zwingend untersucht werden, aber bislang habe ich keinerlei Aussagen dazu gefunden was zwischen dem 07. März und dem 21. Juli 2014 abgelaufen ist.

    @TCLIP:
    Ich weiß nicht welches Interview du meinst, aber in diesem Gespräch mit der Westdeutschen Zeitung sehe ich in Bernard Bauers Aussagen die nötige kritische Distanz zu den Themen. Während Bob Hanning medienwirksam fordert "mit Augenmaß zu entscheiden" und Michael Kraus' Fehlverhalten zu relativieren versucht ("Wir nehmen ihn, wie er ist, seine Schusseligkeit gehört eben zu ihm.") stellt Bernard Bauer klar, dass sich Michael Kraus wie alle anderen Sportler an die Regeln halten muss und hält sich bei der Beurteilung raus. ("Es steht mir nicht an, über das Strafmaß zu spekulieren, denn die Entscheidung obliegt allein der unabhängigen Anti-Doping-Kommission.") Auch bezüglich der Wild card enthalten Bernard Bauers Worte die nötige selbstkritische Haltung ("Unsere Mannschaft muss froh sein, dass sie überhaupt dabei ist.")

    Das ursprüngliche Urteil in erster Instanz erging bereits am 22.11.2013 und ein Einspruch wurde im Januar 2014 abgewiesen. Auch damals berichtete die EHF, die in der Regel alle Entscheidungen des Court of Handball veröffentlicht.

    Zitat

    The Appellant mainly argued that the IHF system of education compensation violated European Union law, compared the current system with the issue in the Bosman case and underlined that the Icelandic Handball Federation was not competent to demand education compensation for the club KA Akureyri.


    Ich hätte erwartet, dass gerade ein Verein wie der TV Emsdetten die Ausbildungsvergütung anerkennen und sogar unterstützen müsste.

    Gelebter Anti-Doping-Kampf im deutschen Handball. :wall: DHB-Vize Bob Hannings erste Reaktion ist es zu betonen, dass Michael Kraus nach seiner Sperre die Rückkehr in die Nationalmannschaft offenstehe und Gerd Hofele versteigt sich in Relativierungen. Es ist nachvollziehbar, dass er jeglichen Verknüpfung mit einem positiven Dopingbefund sofort ausschließen will und die bekannten Fakten geben auch keinen Anlass derartiges zu vermuten, aber was soll die süffisante Kritik am NADA-System?

    Zitat

    "Beim dritten Fall kann ich es explizit ausschließen. Am 5. März war unser Spiel in Kiel. Am darauffolgenden Morgen sind die Kontrolleure morgens um 6 Uhr bei ihm zu Hause vor der Tür gestanden, um ihn zu testen", schilderte er. "Er ist am selben Morgen von Hamburg aus erst zurückgeflogen. Die hätten auch nach Kiel fahren können, wäre ja eigentlich logisch gewesen", erklärte er. "Der Mimi hatte vergessen, den Termin einzutragen, und dann standen sie beim ihm zu Hause. Man entzieht sich ja keiner Kontrolle, indem man ein Fernsehspiel absolviert."


    Allein die Verniedlichung "der Mimi hatte vergessen" ... Nein, der 30jährige Nationalspieler Michael Kraus ist erneut seiner Meldepflicht nicht nachgekommen. Punkt.

    Die Schilderung klingt als sei Michael Kraus nicht mit dem Rest der Mannschaft direkt nach dem Spiel nach Göppingen zurückgefahren, sondern erst am nächsten Tag alleine zurückgereist. Die Kontrolle war nicht am Tag des Spiels, sondern am Folgetag und da im Handball gerade die Regenerationsprozesse eine wichtige Rolle für die Leistungsfähigkeit spielen, halte ich den Morgen nach einem Spiel für einen durchaus geeigneten Zeitpunkt für eine unangemeldete Dopingkontrolle. Zudem sind die Trainingskontrollen unabhängig von den Wettkampfkontrollen wie sie beispielsweise im Rahmen des Bundesligaspiels in Kiel hätten genommen werden können.

    Zitat

    "Klar sowas darf nicht passieren. Aber, ob er jetzt am 25. Dezember die Liste abgibt oder am 1. Januar, da ändert sich ja nichts", sagte Hofele. "Wenn ein Individualsportler nicht bei der Kontrolle erscheint, hat er vielleicht was genommen, was meinetwegen zwölf Stunden später nicht nachweisbar ist."


    ... und die Lizenzierungsunterlagen können ruhig erst am 8. März eingereicht werden, da ändert sich ja nichts. Eine interesante Sichtweise des HBL-Vizepräsident Finanzen. Die Darstellung des Individualsportlers als typischem Doper während beim Mannschaftssport das ja sowieso nichts bringe ist der Gipfel der im Handball gelebten Betriebsblindheit oder Verklärung.


    Von den 11 Meldepflichtverstöße beim Deutschen Handballbund im Jahr 2013 gehen also zwei auf das Konto von Michael Kraus und trotzdem verbringt er im März die Nacht in Kiel/Hamburg ohne wenigstens kurz per Smartphone den entsprechenden ADAMS-Eintrag zu editieren. Es gibt zahlreiche Geschichten von Sportlern die unverschuldet den dritten Verstoß angelastet bekommen haben und für mindestens ein Jahr gesperrt worden sind. Da habe ich kein Mitleid mit einem Dreißigjährigen der den Ernst und Sinn des Anti-Doping-Codes nicht zu begreifen scheint.

    @Feivel@RedXPaintball:
    Im Handball werden lediglich die Nationalspieler in den Nationalen Testpool (NTP) einsortiert und unterliegen der detaillierten Meldepflicht. Für alle übrigen Bundesligaspieler ist "der jeweilige Mannschaftsbetreuer verpflichtet, wöchentliche Meldungen über die Mannschaftsaktivitäten [...] per Email an die Dopingkontrollabteilung der NADA zu senden." (siehe NADA Standards für Meldepflichten). Sprich die reine Berufsausübung eines Profihandballers ist dadurch nicht eingeschränkt.

    Ich sehe die Schuld da eher bei der NADA, denn 1. ist das schlimmer als die normal Überwachung in der BRD und 2. glaube ich, dass das jedem mal passieren würde.
    Stellt euch mal vor, ihr bekommt einen Anruf von eurer Mutter, die euch zum Kaffee einlädt. Würdet ihr dann tatsächlich absagen, nur weil ihr angegeben habt, dass ihr zuhause seid?
    Wohl eher nicht!


    Mal kann es passieren, aber dreimal innerhalb von achtzehn Monaten darf es einem Profi eben nicht passieren! Der erste und zweite verpasste Test sind eine Verwarnung und spätestens dann sollte der Profisportler wissen, dass die Meldepflicht wichtig ist und davon seine Karriere, die Ausübung seines Berufes, abhängt. Dies ist keineswegs die Schuld der NADA oder wird "nur in Deutschland kontrolliert"(@Jot72). Tausende Sportler weltweit müssen das Anti-Doping Administrations & Management System (ADAMS) nutzen und nur sehr wenige fallen dabei wegen drei Kontrollversäumnissen binnen 18 Monaten auf.


    Ein paar Zahlen aus dem NADA-Jahresbericht 2013
    - Trainingskontrollen im Handball: 145
    - Wettkampfkontrollen im Handball (HBL und HBF): 104
    - Meldepflichtverstöße im Deutschen Handballbund: 11

    Gibt es einen deutschen Sportler, dem das auch schon passiert ist?


    Deutsche Sportler habe ich auf die Schnelle nicht gefunden, aber ein paar internationale Beispiele für Sperren aufgrund verpasster Doping-Kontrollen:

    Die Beispiele zeigen, dass die Verbände selbst bei verpassten Tests die nicht auf Mutwilligkeit oder Schlampigkeit der Sportler zurückzuführen sind, keine Gnade walten gelassen haben. Angesichts der Kreativität bei der rückdatierten Sechs-Monate-Sperre für Martin Galia 2009 bin ich gespannt wie die Anti-Doping-Kommission des DHB in diesem Fall urteilen wird. Michale Kraus' Verstoß gegen den NADA-Code wird dem Image des Handballsports nicht schaden - aber ein falsches Urteil des DHB könnte es.

    @FEH:
    Zunächst einmal muss man hinter zahlreichen Schuldzuweisungen und Veröffentlichungen der letzten Tage in erster Linie Propaganda vermuten - und zwar von beiden Seiten. Aus der Ferne ist die Echtheit der genannten Indizien (Facebook/Twitter-Meldungen, abgehörte Telefonate, Satellitenbilder, ...) schlicht nicht überprüfbar. Auch sich ständig widersprechende Meldungen sind u.a. darauf zurückzuführen, dass das Absturzgebiet eine Bürgerkriegszone ohne vernünftgie Befehls- und Informationsstruktur ist. Dass der erste Verdacht auf die Separatisten fiel, dürfte damit zu begründen sein, dass das Flugzeug über dem Gebiet der Separatisten abgestürzt ist, dass die westlichen Medien primär der Linie der westlichen Politik folgen und dass es einfach die naheliegendste Variante ist. (Ockhams Rasiermesser)

    Letztendlich verbleiben wohl nur die Flugschreiber als verlässliche Informationsquelle. Die Schilderungen der Russen und Amerikaner zum Ablauf unterschieden sich in einigen entscheidenden Punkten über die die Daten der Black box (und eventuell die Trümmerteile) Aufschluss geben könnten.


    Edit: So würde sich alles zu einem runden Bild zusammenfügen:
    Spiegel.de: Rebellenführer bestätigt Besitz von BUK-Raketen