Ich finde es nicht verkehrt, dass die Freiberger auf einen schnellen Tempohandball und offensive Abwehrformation setzen. Wieso sollte man nicht etwas Neues probieren? Zudem wäre die Mannschaft aufgrund ihrer sichtbaren körperlichen Unterlegenheit mit einer 6-0-Abwehr wohl kaum so erfolgreich. Was ich aber nicht nachviollziehen kann ist, dass in Spielberichten der HSG diese Spielweweise immerzu als der bessere Handball stilisiert wird. Die Abwehr lebt davon technische Fehler beim Gegner zu forcieren, der diese offensive Spielweise nicht gewohnt ist. In der Zuordnung und dem Zweikampfverhalten im 1-gegen-1 fand ich die Freiberger Abwehr in Stassfurt eher schwach und ich halte den starken Torwart für den Grund, dass die Dachse so lange in Führung lagen.
Von den im Freiberger Spielbericht monierten Punkten kann ich nur die Kritik am zu emotionalen Wischer teilen. Die Vorwürfe zu angeblichen Tempoverschleppungen durch Liegenbleiben ohne Gegnerberührung oder gar die frei erfundene Schilderung des Fouls das zum letzten Siebenmeter führte sind durch das Video widerlegt.