@aha!
Die IHF sieht in ihren "Reglement für IHF-Wettbewerbe" einen festen Startplatz für einen Vertreter Ozeaniens vor, die Qualifikation in Neuseeland lief unter Kenntnis der IHF, der Weltverband hat in Pressemitteilungen diese Qualifikation anerkannt (siehe z.B. hier) und bei anderen IHF-Wettbewerben (Beach Handball Weltmeisterschaft, Super globe sowie vorangegangene Hallenhandball-Weltmeisterschaften) war der Status des OCHF nie ein ein Ausschlusskriterium. Zudem müssen die Qualifikationskriterien für einen Wettbewerb vor Beginn der Qualifikation feststehen und dürfen nicht einseitig im Nachhinein abgeändert werden.
Ich befürchte, dass die Entscheidung des IHF Councils - so fadenscheinig sie auch ist - sportrechtlich sogar abgesichert ist und ich habe grundsätzlich nichts gegen eine Monetarisierung des Profisports. Aber wenn die Interessen der Kommerzialisierung vor den sportlichen Wettbewerb rücken, dann verliert der sportliche Wettbewerb für mich den Reiz. Die Angst um die Zugehörigkeit zu den olympischen Spielen halte ich für vorgeschoben, denn nach den Spielen in London stand Handball nicht einmal auf der Liste der Sportarten über deren Streichung das IOC diskutiert hat. Die Kritik des IOC am Handball richtet sich zudem nicht gegen mangelnde Zuschauerzahlen, sondern vielmehr die mangelnde weltweite Verbreitung des Sports auf professionellem Level. Dem wird die IHF aber garantiert nicht entgegenwirken können in dem kleine Verbände immer weiter vom Wettbewerb ausgeschlossen werden. (Aber wenn der IHF-Präsident zur Wiederwahl steht, dürfen all die Südsee-Atolle ohne ein einziges Handballtor brav ihre Stimme abgeben.)