Beiträge von Arcosh

    @fischhuber:
    So langsam zweifle ich an deiner Lesekompetenz. Ich habe Coburg nicht die Tauglichkeit als Standort im Profihandball abgesprochen, sondern angezweifelt, dass sich an diesem Standort (oder vergleichbaren) mittelfristig ein nationaler oder gar internationaler Titelkandidat entwickeln kann und wird. Der HSC Coburg 2000 mag in der Stadt eine große Aufmerksamkeit bekommen und das Coburger Tageblatt regelmäßig über den Verein berichten, aber ich spreche von der bundesweiten Bedeutung des Handballsports.


    Ich weiß nicht, ob du meine Kernaussage nicht verstehen kannst oder willst. Deinen beleidigenden Ton kannst du dir jedenfalls sparen! Warum dieser aggressive Schnappreflex?

    Aber ich wiederhole es gerne noch einmal für dich:
    Zu keiner Zeit habe ich irgendwo geschrieben, dass Vereine aus kleineren Städten nichts in der 1. oder 2. Bundesliga verloren hätten. Ich sage lediglich, dass ich es begrüße, wenn sich hochklassig spielende Handballvereine in den Großstädten etablieren, denn ich erfreue mich daran in Deutschland den besten Vereinshandball auf sportlich höchstem Niveau sehen zu können. Dauerhaft wird es allein mit den Coburgs, Balingens oder Mindens dieser Welt kaum gelingen gegen Sportarten wie Basketball oder Eishockey im Wettbewerb um Sponsorengelder und TV-Zeiten zu bestehen, ebenso wie im Wettbewerb um Topspieler und internationale Erfolge gegenüber den großen europäischen Handballvereinen. Aus diesem Grund bedauere ich das vorläufige Aus für den Profihandball in Hamburg. Wie gesagt haben Vereine wie Berlin, Mannheim oder Hamburg eine wichtige Rolle bei der Professionalisierung unserer Lieblingssportart in den letzten zehn Jahren gespielt. Die großen Arenen haben neue Sponsoren- und Zuschauergruppen angesprochen und für den Handball interessiert. Wer meint der HSV Handball habe in all den Jahren die 02 World bloß mit Eventzuschauern gefüllt oder in Mannheim säßen ion der SAP-Arena nur desinteressierte Freikartenbesitzer verkennt die Entwicklung dieser vereine. Mit einem Tospspiel zwischen den Rhein-Neckar Löwen und de HSV Hamburg erreicht man über Zuschauer in der Halle und Medienberichterstattung im Fernsehen sowie lokalen und überregionalen Zeitungen wahrscheinlich mehr Personen als Coburg in der gesamten Saison. Das soll in keinster Weise bedeuten, dass in Coburg keine gute Arbeit geleistet werden würde, aber ich sehe bei Vereinen mit provinzielleren Strukturen einfach eine natürliche Grenze gegeben. Deshalb haben sich Vereine wie die SG Kronau-Östringen, MT Melsungen oder TSV Burgdorf zurecht in Richtung der größeren Städte orientiert. In Einzelfällen gibt es Regionen mit guter wirtschaflicher Struktur die auf die Unterstützung ortsansäßiger Konzerne setzen können, aber das ist die absolute Ausnahme.

    @fischhuber:
    Es mag stimmen, dass in Coburg der Handball tief verwurzelt ist, dort solide gearbeitet wird und für die dortigen Ansprüche die 2. Bundesliga und 2600 Zuschauer ein Erfolg sind. Aber ist dieser Standort geeignet eines schönen Tages eine Profimannschaft mit >5 Mio. € Jahresetat auf nationalem und internationalen Spitzenniveau hervorzubringen? Traditionelle Dorfvereine gehören zur Geschichte des Handballs dazu und haben ihre Daseinsberechtigung, aber die Liga braucht auch die international bekannten Leuchttürme, die um Titel mitspielen können. Wie hätte sich die Bundesliga ohne die Standorte Hamburg, Mannheim oder Berlin in den letzten zehn Jahren entwickelt? Wäre das wirtschaftliche Wachstum möglich gewesen? Könnten wir dutzende internationale Topspieler in den deutschen Hallen erleben?

    Ich ziehe meine Aussage zurück: Die HBL ist doch nicht auf den HSV Hamburg angewiesen um Boulevard-Schlagzeilen zu produzieren. ;)

    Herzlichen Glückwunsch an Thorsten Storm zum cleveren Rentenvertrag. Im Rückblick auf den Kieler Geschäftsführerverschleiß der letzten Jahre, wäre ein Verbleib Storms bis 2020 bemerkenswert. Man kann bloß hoffen, dass diese Entscheidung nicht nur auf eine Torhüterverpflichtung abzielt. Aus der Übergangssaison 2013/14 werden plötzlich zwei oder drei. Nach Aussage des Aufsichtsrates vor drei Monaten, will der THW Kiel seine Bilanz nicht mehr durch Ablösezahlungen belasten, aber ein Jahr mit Interimsgeschäftsführer scheint mir auch nicht erstrebenswert. Es bleibt interessant ...
    [Blockierte Grafik: http://www.sherv.net/cm/emoticons/eating/popcorn.gif]

    @f0x:
    -> Veszprem hat - sofern sich der wirtschaftliche Rahmen als beständig erweist - ebensogute Chancen um internationale Titel zu spielen wie der THW Kiel
    -> Die Handballinfrastruktur in Veszprem ist professionel und bietet eine moderne Arena.
    -> Positiv verrückte Fans die ihre Mannschaft lieben gibt es in Veszprem ... wie man u.a. am Wochenende in Köln erleben konnte.
    -> In der SEHA-Liga, in der Vezprem ab kommender Saiosn mitspielen wird, trifft er auf zahlreichen osteuropäischen Spitzenmannschaften die erfolgreich in der Champions-League und im EHF-Pokal sind.

    Wieso sollte er in Ungarn keine Ära prägen können, z.B. als Teil der erfolgreichsten Veszprem-Mannschaft aller Zeiten die endlich den ersehnten Champions-League-Sieg nach Ungarn bringt?

    Im direkten Vergleich bliebe da bloß der Trainer ... aber in diesem Punkt ist die Gerüchteküche in Kiel derzeit am heißlaufen nach den jüngsten personellen Entscheidungen.


    Und wie sollte das bitte nachhaltig geändert werden. Vereinen wie Wetzlar, Balingen, Melsungen oder Friesenheim die Lizenz zwangsentziehen und sie an künstliche Produkte oder Fußballtraditionsvereine in Metropolen verschachern. Das kann wohl auch nicht der Weg sein. Dann lieber weiter wie seither...............


    Es geht doch gar nicht darum Dorfvereine aus der Bundesliga mit Zwang zu entfernen oder mit aller Gewalt Vereine in den Metropolen zu etablieren.

    Sieh den Beitrag von chruschtschow als nüchterne Bestandsaufnahme. Obwohl die HBL und zahlreiche Vereine sich eine Professionalisierung der Strukturen und bessere Vermarktung des Produktes Handball auf die Fahnen schreiben und sich regelmäßig selber zur Mannschaftssportart Nr. 2 erklären, zeigen die nüchternen Zahlen, dass die 1. Bundesliga als sportlich weltbeste Handballliga mit den internationalen Topspielern wirtschaftlich z.B. in Bezug auf Zuschauerzahlen und Saisonetats/Umsätze gerade einmal gleichauf ist mit den international drittklassigen deutschen Basketball- und Eishockeyligen BBL und DEL. Global gesehen ist der Stellenwert des Handballs ein Witz. Die Zuschauerstruktur in den Hallen spiegelt den provinziellen Charakter der Sportart wider. Der Handball funktioniert augenscheinlich dort, wo er mangels Alternativen der Einäugige unter den Blinden ist. Basketball schafft es ein wesentlich jüngeres Publikum anzusprechen - und das liegt meiner Meinung nach nicht allein an der Sportart selber sondern an der globalen Vermarktung und dem transportierten Image. Bringen internationale Sportartikelhersteller Handball-Kollektionen raus? Spielen Jugendliche nachmittags auf der Straße oder bei Jugendtreffs Handball? Die AOK als neuer Trikotsponsor der Nationalmannschaft vertrahlt auch nicht gerade einen hippen Flair.

    Die Feststelllung, dass dem Handball ein konservativer Provinzmief anhängt sollte nicht als Vorwurf an ebendiese kleineren Vereine verstanden werden, sondern als mahnende Feststellung an diejenigen der meinen, der Handball sei Mannschaftssportart Nr. 2 in Deutschland und habe z.B. umfassende Liveübertragungen im Free-TV verdient.

    Due weisst, dass die Handball-WM in Deutschland im Jahre 2007 nahezu einen Sommermärchen ausgelöst wurde, weil die Spiele der deutsche Nationalmannschaft im FreeTV gezeigt wurde. Und das auf RTL ;)


    Zum Einen war die Handball-WM im Januar/Februar 2007 eher ein Wintermärchen und zum Anderen lief damals kein einziges Spiel auf RTL. RTL sicherte sich erst nach dem medialen Erfolg der Heim-WM mit großartigen Eischaltquoten bei ARD und ZDF die Übertragungsrechte für die Handball-WM 2009 in Kroatien. Nach Platz 5 für die DHB-Auswahl war das Interesse von RTL - trotz Einschaltquoten über dem Senderschnitt - ebenso schnell wieder verflogen.

    Ich plädiere übrigens, dass ServusTV zusammen mit der the sportsman media group die Marke "Laola1" ins TV bringt und einem FreeTV-Sender aufbaut.


    ... oder einfach einen bestehenden Free-TV-Sender übernimmt.

    Mitte Mai hat Constantin Media (Mutterkonzern hinter Sport1) überraschend den fertig ausverhandelten Vertrag mit Sky über einen Einstieg bei Plazamedia (die zahlreiche Sendungen für Sport1 und Sky produzieren) inklusive Sperrminorität an Sport1 einseitig aufgekündigt. (LINK) Da Constantin Media mit der Sportsparte durchgehend Verluste einfährt sind sie dringend auf frisches Kapital angewiesen und der Vertragsbruch mit Sky wird als Zeichen gewertet, dass ein anderer Geldgeber bereitsteht - u.a. fiel der Name Dietrich Mateschitz. Übrigens plant The sportsman media group die kompletten Rechte an der BBL zu übernehmen, die Spiele über laola1.tv zu vermarkten und im Free-TV an Sport1 zu sublizenzieren. Auch dies kann als Indiz für eine engere Verzahnung zwischen Sport1 und dem Red-Bull-Imperium gewertet werden.


    Derweil hat letzte Woche Discovery Communications die Übernahme von Eurosport abgeschlossen (LINK). Der US-Medienkonzern hat seine Beteiligung an Eurosport von 20% auf 51% ausgebaut.


    Der Markt für Sportfernsehen in Deutschland (einem der ganz wenigen europäischen Länder mit Free-TV-Sportsendern) ist aktuell stark im Wandel und es ist schwer abzusehen wohin der Weg führen wird - auch in Bezug auf Handball-Übertragungen.

    Und ich bin auch für den aktuellen CL Sieger als Gegner der RNL am Tag des Handballs ;)!


    Flensburg dürfte nicht zur Verfügung stehen. Parallel zum Tag des Handballs ist für den 06./07.09.2014 im Rahmenspielplan die Champions-League-Qualifikation angesetzt (weswegen man sich angesichts der Platzierungen von Hamburg und den Rhein-Neckar-Löwen ohnehin über die Terminwahl wundern kann) und direkt im Anschluss wird der Champions-League-Sieger in der Wüste erwartet.

    @foerdefuchs:
    Die Meldung der Europapokalteilnehmer an die EHF obliegt der HBL. Wenn ich mich recht erinnere musste TuSEM Essen nach dem Abstieg aufgrund der Insolvenz 2005 ebenfalls auf den sportlich erreichten Europapokalplatz als Titelverteidiger im EHF-Pokal verzichten.


    Sie sind nun aber auf Platz 18 gesetzt. Also nix EHF-Pokal. Dieser wäre sowieso fuer einen Drittligisten ein finanzielles Desaster.


    Wieso sollte der HSV Hamburg auf Platz 18 gesetzt werden? Auf den sportlichen Ausgang der aktuellen Saison hat die Lizenzverweigerung für die kommende Spielzeit keinen Einfluss.

    Athens Lunatic Asylum?

    Dort soll 1978 eine Patientin in einem verlassenen Gebäudeteil vestorben sein und ihr Körperabdruck auf dem Boden ist seitdem dort zu sehen und der Legende nach lässt er sich nicht mehr entfernen. Durch diese Geschichte wurde es zu einem bekannten Geisterhaus.

    Eine komplette Best-of-Serie (auch beim Finale) in der Playoff-Runde wäre besser. Zumal sollten die Vereine noch aus der Liga heraustreten, damit es keine Überbelastung der Spieler gibt.


    Stellt sich die Frage wer das bezahlen soll. Die Mehrheit der Sponsoren im Handball sind derzeit national oder teilweise nur regional agierende Unternehmen, die wenig davon haben, wenn die Mannschaft mit ihrem Logo auf der Brust in Skopje oder Paris aufläuft. Die SEHA-Liga beispielsweise funktioniert wirtschaftlich erst seit dem Einstieg von Gaszprom als Ligasponsor, der die gestiegenen Kosten der Vereine auffängt.

    Ein Austritt aus den nationalen Ligen wäre zudem für alle Beteiligten sehr gewagt, denn der Weg zurück wäre nur schwer möglich. Sollte die Liga nach zwei oder drei Jahren nicht funktionieren, dann würde die HBL wohl kaum spontan die Zahl der Absteiger erhöhen um den verlorenen Schafen ein Plätzchen in der Bundesliga freizuräumen.