Beiträge von Arcosh

    Hättest Du die Begründung der HBL richtig gelesen dann würdest du merken dass keine Regel gebrochen sondern nur korrekt ausgelegt wurde..
    Aber letztlich ist das Dein Problem


    Hier das Urteil des DHB-Bundessportgerichts (apropos richtig lesen ;) ).

    Das Sportgericht wertet, die Entscheidung der Schiedsrichter als nicht regelkonform (und hebelt mit diesem Trick die Tatsachenentscheidung aus), obwohl es den Schiedrichtern gar keinen Regelverstoß nachweisen kann. Ich bin geneigt laut zu lachen bei der Kreativität mit der das Urteil zurecht gebogen wurde:

    Zitat

    [...]Der Spieler Gedeon Guardiola hat zwar in der letzten Spielminute, genau vier Sekunden vor dem Spielende, einen gegnerischen Spieler umklammert, um die Schiedsrichter auf seinen von diesen zunächst unbemerkt verletzt im Torraum der gegnerischen Mannschaft liegenden Mitspieler und Bruder hinzuweisen und für dessen sofortige Behandlung zu sorgen. Er hatte also nicht zum Ziel, ein Tor des Gegners zu verhindern. Er hat durch sein Verhalten auch der gegnerischen Mannschaft nicht die Chance genommen, in eine Torwurfsituation zu kommen oder eine klare Torgelegenheit zu erreichen, denn zunächst hätte der Anpfiff in der Spielfeldmitte erfolgen müssen. Hinzu kommt, dass, wie der Schiedsrichter bemerkt, der Ball in "normalem Tempo“ und nicht in Art einer „schnellen Mitte“ in die Spielfeldmitte zu einem Mitspieler gespielt wor den ist.


    Das erinnert erschreckend an die Lex Stefansson im Champions-League-Halbfinale 2008. Regel 8:10c spricht explizit von Vergehen während der Ball in der letzten Minute nicht im Spiel ist und das Sportgericht argumentiert, es habe kein Vergehen im Sinne der Regel gegeben, eben weil der Ball noch nicht wieder im Spiel gewesen sei? Ernsthaft? ERNSTHAFT? :wall: Wahrscheinlich weil sie wussten auf welch dünnem Eis sie sich mit ihrer Rechtsbeugung bewegen wird dann auch noch der regeltechnisch überhaupt nicht definierte Begriff der "Schnellen Mitte" bemüht und die detailierte Beschreibung der Schiedsrichter im Spielbericht ("Der Torhüter spielte den Ball im normalen Tempo Richtung Spielfeldmitte zu einem Mitspieler. ") gegen die Unparteiischen ausgelegt.


    Zitat

    Die HBL teilt in ihrer Stellungnahme vom 28.03.2014 die Ansicht des Einspruchsführers, wonach ein Verhalten nach Regel 8:10 c IHF die Wertung als besonders grob unsportlich im Grunde nur dann rechtfertigt, wenn der gegnerischen Mannschaft durch ein solches Verhalten die Möglichkeit genommen wird, das Spiel zu gewinnen oder noch
    unentschieden zu gestalten. Regel 8: 10 c IHF unterscheide hier dem Wortlaut nach aber nicht zwischen "engen" Spielständen und bereits in der letzten Minute endgültig geklärten Spielausgängen. Ob Regel 8:10 c IHF hier einschränkend auszulegen sei, mag die 2. Kammer des Bundessportgerichtes entscheiden.


    Das DHB-Bundessportgericht ergänzt also eigenmächtig die IHF-Regeln nach eigenen Maßstäben? Da kann man froh sein, dass es im Zuständigkeitsbereich der HBL keine Wettbewerbe im Hin- und Rückspielmodus der Europapokalwettbewerbe gibt. Insgeheim wünsche ich mir, dass die Meisterschaft oder CL-Platzierung am Ende wegen eines Tores in der Tordifferenz entschieden wird. ;)


    P.S.: @Roter Teufel: Ich warte immer noch auf den Link wo du bei deiner Recherche im SIS gelesen haben willst, dass die Schiedsrichter das Hausrecht hätten ....

    Dieses Urteil ist nicht "lächerlich" sondern es zeugt von grossem Sachverstand der HBL

    Dass Gardiola bei einem Spielstand von + 12 hier nicht die "schnelle Mitte " unterbinden wollte dürfte jedem der einigermassen Sachverstand hat klar sein

    im übrigen hast Du wohl die Begründung auch nicht richtig gelesen, die Emsdettener spielten überhaupt keine "schnelle Mitte"

    sogesehen wäre eine Sperre völlg unsinnig gewesen

    Mal abgesehen davon, dass in Regel 8:10c gar keine Rede von "Schneller Mitte" ist, sondern lediglich davon dass die Wurfausführung des Gegners verzögert oder behindert wird; Was ist denn deine Definition von schneller Mitte?

    Ich zitiere die Augenzeugen-Beschreibung aus dem Thread zum Spiel:

    [...]TV-Spieler steht am Anwurf, Guardiola klammert ihn schon, als er den Ball bekommt und bevor angepfiffen werden kann. Es lag noch ein verletzter Mitspieler im 6-Meter-Raum des TVE.


    Der Ball wurde also in Richtung des an der Mittellinie zum Anwurf bereit stehenden Spielers gepasst. Damit ist offensichtlich, dass der TVE den Anwurf ausführen wollte.

    Sogesehen wäre eine Sperre zwingend gewesen!


    [...]....aber vielleicht was Guardiola gar nicht bewusst dass nur noch 4 Sekunden zu spielen waren?


    Inwiefern sollte dies für die Strafe/Sperre relevant sein? Selbst wenn noch dreißig Sekunden zu spielen gewesen wäre, obliegt es den Schiedsrichtern das Spiel wegen einer Verletzung zu unterbrechen und nicht dem Mitspieler.

    Hereticus, Arcosh und alle anderen Verfechter des direkten Vergleichs bei Punktgleichheit:

    Angenommenes Szenario: Die RNL gewinnen das Spiel mit zwei Toren und danach halten sich beide Mannschaften schadlos bis Saisonende, wobei die RNL dabei ihr besseres Torverhältnis halten/ausbauen.

    Frage: Würdet Ihr dann die bestehende Regel immer noch für unfair erachten? :hi:


    Zunächst einmal habe ich die bestehende Regel glaube ich nie als "unfair" bezeichnet. (Man möge mich korrigieren falls doch). Ich bin aber weiterhin der Meinung, dass es sinnvoller ist den direkten Vergleich bei Punktgleichheit entscheiden zu lassen. Der THW Kiel und die Rhein-Neckar Löwen wüssten genau worum es am 16.04.2014 geht. Stattdessen ist im Falle eines Sieges der Löwen zu befürchten, dass anschließend beide Mannschaften sich von einem Spiel zum anderen mit +10-Tore-Ergebnissen durch die Liga ballern. (Etwas plakativ ausgedrückt ;) )

    Zitat

    Das Bundessportgericht bewertete die Aktion des Weltmeisters Guardiola als Hinweis zur Spielunterbrechung durch die Schiedsrichter, die nicht zum Ziel hatte, ein Tor des Gegners zu verhindern. Zudem habe Gedeon Guardiola durch sein Verhalten auch der gegnerischen Mannschaft nicht die Chance genommen, in eine Torwurfsituation zu kommen oder eine klare Torgelegenheit zu erreichen, denn zunächst hätte der Anpfiff in der Spielfeldmitte erfolgen müssen. Hinzu komme, wie der Schiedsrichter bemerkt, dass der Ball in „normalem Tempo“ und nicht in einer Art „schnellen Mitte“ in die Spielmitte zu einem Mitspieler gespielt worden sei.


    Und da heißt es immer die EHF würde lächerliche Urteile sprechen. :nein:

    Also muss in Zukunft nach dem letzten Torwurf lediglich ein Spieler "verletzt" liegenbleiben, um die Unterbindung der schnellen Mitte zu legitimieren? Ein weiterer Schritt in Richtung der ohnehin sichtbaren Zunahme sich fallen lassender oder liegen bleibender Spielern zwecks Schinden eines Freiwurfes oder Unterbrechung eines Gegenstoßes.

    Wow, nachdem die Hamburger im Hinspiel den Toptorjäger und erfahrensten Spieler des Gegners "ausgeschaltet" hatten, hätte ich nicht mit einem solchen Debakel gerechnet. Gleichzeitig sollte man anerkennen, dass sich Vardar Skopje sehr gut entwickelt hat. Kein Vergleich zum weitesgehend chancenlosen Außenseiter der letzten Jahre im EHF-Pokal und Pokal der Pokalsieger. Sie haben es geschafft binnen kurzer Zeit eine funktionierende Mannschaft zusammenzustellen. Dabei profitierten sie natürlich vom finanziellen Spielraum und der gleichzeitigen Krise in Russland und Spanien, die ein großes Angebot an guten Spielern auf dem Transfermarkt gespült haben, aber dass es dennoch keineswegs ein Selbstläufer ist zeigen andere Mäzen-geführte Vereine in Europa. Ob es bereits diese Saison fürs Final4 in Köln reichen wird hängt maßgeblich von der Auslosung ab (Metalurg und Flensburg wären Vardars Kragenweite), aber mit den im Raum stehenden Zugängen für die Zukunft entsteht eine richtig gute Mannschaft.

    In GM gab es gestern auch einige Aktionen der Balinger, wo man Zeitstrafen als durchaus angebracht empfinden musste. Aber z.Z. habe ich den Eindruck, dass die Schiris lieber mal mehr durchgehen lassen als sich unbeliebt machen wollen.


    Man kann aber nicht gerade behaupten, dass sich das Schiedsrichtergespann gestern in Gummersbach sonderlich beliebt gmacht hätte - trotz der eher niedrigen Erwartungshaltung beim Blick auf die Ansetzung der Unparteiischen.

    Heute Mittag ist in Constanta die Entscheidung über den letzten offenen Platz im Viertelfinale gefallen. Die Gastgeber haben Chambery Savoie HB 29:25 (15:14) bezwungen und sich den zweiten Platz in Gruppe D gesichert.

    Viertelfinale:
    Lostopf 1 (Gruppensieger):
    Lugi HF (SWE)
    Montpellier HB (FRA)
    Pick Szeged (HUN)

    Lostopf 2 (Gruppenzweite):
    Sporting CP (POR)
    HBC Nantes (FRA)
    HCM Constanta (ROU)

    Finalturnier:
    Füchse Berlin (GER)


    Im Viertelfinale können Mannschaften aus derselben Gruppe nicht erneut aufeinander treffen. Daher sind die Paarungen Montpellier HB - Sporting CP und Pick Szeged - HBC Nantes ausgeschossen.

    In den letzten Minuten war es kein schönes Spiel mehr, aber diese Disqualifikation zu nehmen war genau die richtige Entscheidung. HBW kam so erst gar nicht mehr in die Nähe einer guten Wurfgelegenheit. Hätte der VfL Gummersbach seine Chancen effektiver genutzt und nicht mehrfach frei am Tor vorbei geworfen, hätte es dieser Dramatik in den Schlussminuten überhaupt nicht bedurft.


    Gefallen hat mir, dass die VfL-Abwehr gegen den zusätzlichen HBW-Feldspieler sehr kompakt stand und gut verschoben hat.
    Frage an die HBW-Fans: Wieso wird der zusätzliche Feldspieler bei 7-gegen-6 gebracht, aber als beide Mannschaften um einen Spieler reduziert waren wechselte der Trainer beim 5-gegen-5 den Torwart nicht aus, obwohl sich da im Überzahlspiel leichter Räume generieren lassen würden.


    Und das findest Du verwundernswert? Konnte man Gislasons Aussage über Fleiß mit Goodwill als Missverständnis und mit Hasskappe auf Kiel als Arroganz auffassen konnte, hätte man bei dieser Aussage früher die Diagnose "schwere Schwachsinnigkeit" gestellt.

    Oder gehst Du mit den Aussagen d'accord?


    Mein Punkt ist, dass ich die Aussage überhaupt nicht kenne. Aus der dpa-Meldung geht nur hervor, dass Andreas Rudolph irgendwann zwischen gestern Abend und heute Vormittag das Wort "Unsportlichkeit" benutzt hat und dies im Zusammenhang mit den eingesetzten jungen Spielern gefallen sein soll. Ist es eine Unsportlichkeit gegenüber dem gastgebenden HSV Hamburg, gegenüber den zahlenden Zuschauern, gegenüber der Konkurrenz im Meisterschaftsrennen (Stichwort: Wettbewerbsverzerrung), gegenüber den jungen Spielern die evtl. verheizt werden, ...

    Weißt du mehr?


    verstehe ich Dich richtig, dass Du anhand der absolvierten Spiele und der dabei erzielten Punkte einschließlich Tabellenplatz einen qualitativen Vergleich zwischen den Vereinen verschiedener Ligen vornimmst? Na das wäre ja mal ein interessanter Ansatz...gilt das auch für andere Sportarten. Wird also der Tabellenzweite Fußball Regionalliga Nordost ähnlich "gefordert" wie der zweite in der zweiten damen Basketball Bundesliag Süd?


    In erster Linie wollte ich der landläufigen Meinung widersprechen, dass in der HBL selbst die Top-Mannschaften in jedem Spiel an ihre Grenzen gehen müssten, während es in ausländischen Ligen nur eine Hand voll ernsthafter Spiele gebe. Die Rhein-Neckar Löwen haben diese Saison allein in der Meisterschaft 11 von 28 Spielen mit mindestens 10 Toren Vorsprung gewonnen. Pokalspiele und Champions-League-Gruppenphase waren meist auch einseitige Partien, sodass man die Spiele in denen die Rhein-Neckar Löwen wirklich gefordert wurden und an ihre Grenzen gehen mussten wohl an zwei Händen abzählen kann. Nenneswert weniger "wichtige Spiele" würde Niklas Landin in Paris wohl auch nicht haben.

    Es spricht ja durchaus für die sportliche Qualität der Rhein-Neckar-Löwen, dass sie sowohl national als auch international derart dominant spielen können.

    Paris spielt finanziell in einer anderen Liga und wenn Landin nur noch ein paar wichtige Spiele pro Saison haben möchte - bitteschön.


    Paris: Tabellenplatz 2, 30:8 Punkte (davon 18:0 in eigener Halle), +57 Tore (davon +40 in eigener Halle)
    Rhein-Neckar-Löwen: Tabellenplatz 2, 47:9 Punkte (davon 28:0 in eigener Halle), +57 Tore (davon +128 in eigener Halle)

    Stimmt, in Mannheim wird man ganz anders gefordert als in der LNH. ;)

    Genau - Gudmi hat einfach mal gezuckt, dieser hinterhältige Provokateur - genau wie beim Spiel selbst, als er zweideutige Gesten in Richtung des armen Talant gemacht hat ... :pillepalle: :wall:

    Sag mal echt - geht's noch ????

    Also wer nach diesem "Schlagabtausch" keine Strafe verhängt, sondern nur das unflätige Verhalten in der PK bestraft, der kann aus meiner Sicht nicht objektiv sein!
    Es hätte eigentlich nur noch gefehlt, dass Gudmi eine Strafe bekommen hätte, dafür das er den armen Talant bei der PK nicht hat ausreden lassen ... :mad:


    Das Zucken muss nicht zwingend die Reaktion auf einen Schlag sein, sondern kann auch durch die Erwartung ebendieses ausgelöst werden (Guckst du ;) ) Ferner könnte es auch nur eine unerwartete Berührung (kein Schlag!) gewesen sein, die Gudmundur Gudmundsson zusammenzucken ließ.