@Rentner:
EPO ist zunächst ein körpereigener Stoff (Erythropoetin), der u.a. für die Bildung roter Blutkörperchen verantwortlich ist. Die Einnahme von "nicht-körpereigenem EPO" ist Doping, aber bei der Therapie mit Xenon wird lediglich die körpereigene Bildung von EPO angeregt. Es ist im Prinzip genau derselbe Effekt wie beim Höhentraining. Beim Höhentraining führt der geringere Sauerstoffgehalt der Atemluft zu einer vermehrten Bildung roter Blutkörperchen. Bei Einatmen von Xenon-Gas wird ebenso der Sauerstoffgehalt der Luft verringert (eben weill er zum Teil durch Xenon ersetzt wird). Auf den ersten Blick scheint dieses Xenon-Therapie die Risiken bzw. Nachteile des Höhentrainings zu eliminieren, jedoch auf Kosten eines wohl sehr teuren Verfahrens, da die Gewinnung von reinem Xenon kostspielig ist.
Solange also keine weitere (leistungssteigernde) Reaktion des Edelgases im Körper nachgewiesen wird, sehe ich die Grenze zum Doping hier noch nicht überschritten.