Beiträge von Arcosh

    @Rentner:
    EPO ist zunächst ein körpereigener Stoff (Erythropoetin), der u.a. für die Bildung roter Blutkörperchen verantwortlich ist. Die Einnahme von "nicht-körpereigenem EPO" ist Doping, aber bei der Therapie mit Xenon wird lediglich die körpereigene Bildung von EPO angeregt. Es ist im Prinzip genau derselbe Effekt wie beim Höhentraining. Beim Höhentraining führt der geringere Sauerstoffgehalt der Atemluft zu einer vermehrten Bildung roter Blutkörperchen. Bei Einatmen von Xenon-Gas wird ebenso der Sauerstoffgehalt der Luft verringert (eben weill er zum Teil durch Xenon ersetzt wird). Auf den ersten Blick scheint dieses Xenon-Therapie die Risiken bzw. Nachteile des Höhentrainings zu eliminieren, jedoch auf Kosten eines wohl sehr teuren Verfahrens, da die Gewinnung von reinem Xenon kostspielig ist.

    Solange also keine weitere (leistungssteigernde) Reaktion des Edelgases im Körper nachgewiesen wird, sehe ich die Grenze zum Doping hier noch nicht überschritten.

    (2) Die Teilnahme am F4 in HH wäre mal wirklich eine nette Abwechslung mit weiter Außenwirkung und ist nun wirklich nicht ein Ding der Unmöglichleit, eher eine Frage der Kraft und Konzentration. Würde statt Lemgo Bad Schwartau kommen, dann wäre es auch nicht leichter, kämen am Mittwoch die RNL oder SGF, dann würde die Formel lauten: FüchseDHB-Spiel = tschüssikowskyCeauscecu

    (3) Der BuLi Platz FÜNF muss verteidigt werden; weiter nach oben ist Phantasiamagoria!


    Gerade weil es in der Bundesliga derzeit auf Platz 5 hinauszulaufen scheint, sollten die Füchse Berlin dem DHB-Pokal hohe Priorität widmen. Schließlich wird in Hamburg auch ein Teilnehmer am EHF-Pokal für die kommende Saison ausgespielt. Nach dem Ausscheiden des THW Kiel und des HSV Hamburg sowie aufgrund der unklaren Situation ob die Bundesliga kommendes Jahr mit zwei oder drei Mannschaften in der Champions-League vertreten sein wird, erschient es gut möglich, dass einer der DHB-Pokalfinalisten diesen Europapokalplatz in Anspruch nehmen wird.

    Nicht dass am Ende der Sieger eines Halbfinales zwischen z.B. Lemgo und Melsungen nächste Saison im Europapokal spielt, während die Füchse Berlin als Tabellenfünfter in die Röhre schauen.

    @FEH:
    Der Gedanke wurde bereits geäußert ...

    Zitat

    [...]
    ehf-euro.com: Do you think we need changes for future EHF EURO events?
    Jean Brihault: Yes. We have to take our success into account and make the event even broader, to involve more countries, to involve a larger number of spectators. I mean, we have had to refuse tickets here for the final weekend. We must find a way.

    ehf-euro.com: Do I hear you advocating for an increased number of participating teams at the final round?
    Jean Brihault: Provided we find the right formula, yes, this would be necessary. Also the level in the averaged ranged countries is increasing, so we must go in this direction, yes for sure.
    [...]

    Quelle: EHF/EM 2014

    Der BHC benötigt drei Punkte aus den Spielen gegen Minden und in Balingen, denn der Restspielplan der Bergischen hat es in sich. Gelingt gegen die ausswärts schwachen Mindener kein Sieg droht das letzte Fünkchen Hoffnung zu verglimmen und ein weiterer Trainerwechsel in der HBL käme nicht überraschend. (Und sei es nur, weil der Verein alles veruchen muss, um die aktuelle Abwärtsspirale zu durchbrechen)

    @Paul Jonas
    Ich sehe das etwas anders und befürworte den direkten Vergleich. Im Prinzip ist schon vor Saisonbeginn klar, welche Teams miteinander in derselben Tabellenregion konkurrieren und diese direkten Duelle werden entsprechend hochmotiviert und mit bester Vorbereitung geführt, weil es die sogenannten Vier-Punkte-Spiele sind. Ob aber das Spiel des Champions-League-Teilnehmers beim chancenlosen Aufsteiger mit +5 oder +20 gewonnen wird, hängt in erster Linie von der aktuellen Motivation ab, d.h. u.a. ob man in einer englischen Woche Kräfte sparen will oder Spieler schont, weil nächste Woche das K.O.-Spiel in der Champions-League ansteht. Im Prinzip zwingt dieser Modus die Topteams dazu auch gegen sportlich unterlegene Gegner bis zum Ende durchzuziehen um einen hohen Sieg zu erzielen, anstatt beispielsweise ab der 40. Minute der zweiten Garde und vorallem den Nachwuchsspielern die dringend benötigten Spielanteile zu geben und "nur" mit vier, fünf Toren Vorsprung zu gewinnen.

    Gerade im Abstiegskampf ist Punktgleichheit keine Seltenheit und dann soll der Torhunger der Topteams in einzelnen Spielen über Abstieg oder Klassenerhalt entscheiden? Nicht zu vergessen das Saisonfinale 2009/10 als der THW Kiel am letzten Spieltag dem TV Großwallstadt die passende Niederlage auf Bestellung lieferte und damit die Vergabe der Europapokalplätze entschied, ohne dass die Füchse Berlin noch hätten reagieren können.

    Rhein-Neckar Löwen - TSV Hannover-Burgdorf
    TBV Lemgo - SC Magdeburg
    TuS N-Lübbecke - ThSV Eisenach
    TV Emsdetten - Frisch Auf Göppingen
    Bergischer HC 06 - GWD Minden
    MT Melsungen - THW Kiel
    Füchse Berlin - SG Flensburg-Handewitt
    HSV Hamburg - HBW Balingen-Weilstetten
    HSG Wetzlar - VfL Gummersbach

    [...] Ich hatte nach dem Sieg gegen den BHC ehrlich gesagt ein wenig mehr erwartet. [...]


    Wie lassen sich aus einem denkbar knappen Ein-Tor-Sieg beim Team mit der derzeit längsten Niederlagenserie (u.a. aufgrund eines verworfenen Siebenmeters des Gegners in den Schlusssekunden) realistische Hoffnungen auf ein gutes Abschneiden beim souveränen Tabellenführer ableiten?
    ?(

    @Paul Jonas
    Zwei Achtergruppen mit den besten Mannschaften Europas, aus denen nur drei oder vier die K.O.-Phase erreichen würden eine Menge Spannung versprechen. In diesem Punkt kann ich die Ansicht der europäischen Topklubs durchaus nachvollziehen. Die Frage ist welches Selbstverständnis die EHF von ihren Aufgaben hat. Ist das Ziel der heutigen EHF noch die Förderung des Handballs in ganz Europa oder aber sieht sie sich nur noch als Ausrichter/Organisator von Premium-Events.

    Nein, in den vergangenen Jahren war immer der direkte Vergleich das erste Kriterium bei Punktgleichheit! Während der laufenden Runde wird die Tabelle der EHF immer nach der Tordifferenz und nicht unter Berücksichtigung der direkten Vergleiche berechnet. Das ist sinnvoll, weil vor Abschluss der Spielphase noch gar nicht absehbar ist welche direkten Vergleiche am Ende relevant sein könnten oder die direkten Vergleiche noch gar nicht komplett gespielt worden sind.

    Pick Szeged ist auf dem besten Weg ins Viertelfinale. Der ungarische Tabellenführer hat in der schweren Gruppe C nach drei Spieltagen drei Siege auf dem Konto und die Auswärtsspiele in Presov und Kristianstad bereits erfolgreich gemeistert. :respekt:

    Nach Abschluss der Gruppenspiele zählt bei Punktgleichheit zunächt der direkte Vergleich, d.h. Hamburg genügt ein Punkt zum Gruppensieg und Aalborg ist bereits fürs Achtelfinale qualifiziert, benötigt aber ebenso noch einen Punkt um Platz 3 zu erreichen, weil im Dreiervergleich mit Velenje und Logrono die Slowenen vor den Dänen lägen.

    Zitat

    After completion of the Group Phase if three or more teams have scored the same number of points:
    a) number of points in matches of all teams directly involved;
    b) goal difference in matches of all teams directly involved;
    c) higher number of plus goals in matches of all teams directly involved;
    d) goal difference in all matches of the group;
    e) higher number of plus goals in all matches of the group


    Derzeit haben Aalborg, Velenje und Logrono jeweils 8 Punkte auf dem Konto und die Tabelle des direkten Dreiervergleichs sähe wie folgt aus:

    1. Velenje ..... 4:4 Punkte ... 117:115 ... +2
    2. Aalborg ..... 4:4 Punkte ... 104:102 ... +2
    3. Logrono .... 4:4 Punkte ... 111:115 ... -4

    Bauwerk steht im Stadtdgebiet von Weißensee?
    Bauwerk steht südöstlich der B86?

    Zugang zu einem Tunnel?
    Zugang zu einem unterirdischen Areal?
    Dies ist der einzige Zugang?

    Privatbesitz?
    Öffentlich zugänglich?

    -> siehe Reform der Champions-League

    Achtergruppen (d.h. 14 Spieltage) mit anschließendem Viertelfinale würden bereits zwei zusätzliche Spieltage bedeuten. Wenn dann noch zusätzlich Termine fürs Achtelfinale reserviert werden müssten, würde der Rahmenspielplan unglaublich eng und die HBL-Spielpläne durch zwangsläufige Spielverlegungen immer weiter verzerrt. (Einzige Lösung wäre es in deinem Vorschlag Achtel- und Viertelfinale nicht in Hin- und Rückspiel, sondern als einzelnes Spiel zu entscheiden.)

    Die Idee der Leistungsgruppen ist lediglich für die Topteams in der "1. Liga der Champions-League" interessant. Sie versprechen sich davon höhere Zuschauerzahlen und vielleicht noch ein Steigerungspotential bei der Vermarktung, doch ich sehe es als enormen Rückschritt, wenn weitere Nationen quasi von der "echten" Champions-League ausgeschlossen werden.