Beiträge von Arcosh

    Leider einen der dicksten Brocken aus Lostopf 3 erwischt. Dürfte auf ein Duell mit den Ösis hinauslaufen und die DHB-Auswahl wird konzentriert zu Werke gehen müssen.

    Dank der Gruppen 2 und 5 stehen die Chancen gut für anreisende Fans aus Polens Nachbarländern.

    Wenn ich "Militärkapelle spielt die Nationalhymne" lese, weiß ich weshalb ich das EHF Final4 vorziehe. Für vergleichbaren Ticketpreis (individuelle Reisekosten seien vernachlässigt) bekomme ich als neutraler Fan vier Spiele (statt drei), die Tophandballer Europas und Mannschaften die ich nicht wöchentlich in der HBL sehen kann, Treffen mit Fans aus ganz Europa und das wesentlich professionellere Rahmenprogramm (Live-Acts, Lichtshow, Hallensprecher, etc.). Die Dichte an prominenten Gesichtern aus der Handball-Szene ist bei beiden Veranstaltungen vergleichbar.

    Rutland prison camps in Rutland, MA

    Zitat

    From 1903 to 1933, the rural west side of the town of Rutland, Massachusetts was the home to around 100 prisoners suffering from tuberculosis. These prisoners were transferred to the Rutland Prison Camp Hospital from their cells in neighboring prisons to participate in a revolutionary rehabilitation experiment. Taking cues from the first public tuberculosis sanatorium in the nation, nearby Rutland State Sanatorium, prisoners were prescribed a regimen of hard work, healthy diet and fresh air in the hopes that their health would improve through the duration of their sentences.

    Tja die Betonung liegt auf "hatte"...und falls die "Randsportarten" für den Fussball geopfert worden sein sollten, so hat das wenig gebracht, man kannn froh sein wenn die Fortuna sich auf Dauer in Liga 2 hält, ein weiterer Abstieg in den nächsten Jahren ist für mich aber wahrscheinlicher


    Bei dir klingt es so als ob eine höhere Instanz entschieden hätte oder diese Prozesse zentral planbar seien. (Fortuna Düsseldorf sehe ich übrigens nicht akut gefährdet. )

    Wenn wir von großzügigen Mäzenen absehen, müssen Profivereine möglichst viele Zuschauer erreichen um darüber für Sponsoren interessant zu werden. Kaum ein Zuschauer hat aber die Zeit und das Geld sich aktiv für mehr als eine Sportmannschaft eine Dauerkarte zu kaufen. Ein Fußballverein - selbst wenn es nur ein Zweitligist ist - bindet so viele Fans bzw. Zuschauer wie die drei anderen Vereine im Handball, Basketball und Eishockey zusammen brauchen würden. Das ist kein spezielles Problem der Stadt Düsseldorf. In Köln sind Handball und Basketball daran gescheitert, dass es neben den Traditionsvereinen im Fußball und Eishockey keinen Platz mehr gab - die Kölner Haie standen zwischenzeitlich selber vor dem finanziellen Aus. Nun hat der Longericher SC die Chance zum Aufstieg in die 3. Liga und im Basketball wurde ein neuer (konservativerer) Anlauf gestartet einen Verein zu etablieren, aber man muss abwarten wie sich beides entwickeln wird.

    Ähnliches lässt sich in Hamburg beobachten, bei Betrachtung der Zuschauerzahlen-Entwicklung beim Eishockey und Handball unter Berücksichtigung der sporlichen Erfolge der Vereine selber aber auch des Hamburger SV und FC St. Pauli. Nun soll dort auch noch ein BBL-Verein entstehen ...

    Auf Sport1 komplett live übertragen meinst du?

    Das würde mich echt mal interessieren, welches Spiel das gewesen sein soll?

    Weiß da jemand was Genaueres?


    HBL.tv (lang ist es her) hat 2007 das letzte Zweitliga-Heimspiel der Füchse Berlin live übertragen.

    Sport1 hat 2010 anlässlich eines DHB-Pokalspiels beim Kretzschmar-Klub DHfK Leipzig die Kameras aufgebaut und das Spiel gegen die Füchse Berlin live im Fernsehen ausgestrahlt.

    @Roter Teufel:
    Welche ~500.000-Einwohner-Stadt in Deutschland hatte gleichzeitig Erstligisten im Handball, Basketball und Eishockey zu bieten? Dazu auch noch die erfolgreiche Tischtennis-Mannschaft von Borussia Düsseldorf. Im Kampf um die begrenzte Anzahl an Gelgebern (der in einer Fußballstadt noch ungleich schwerer ist) mussten dabei zwangsläufig Vereine auf der Strecke blieben. Selbst in größeren Städten geht das selten gut. Ärgerlicherweise konnten von den Vertretern aller drei Randsportarten (Handball, Basketball, Eishockey) keiner als Sieger hervorgehen.

    Im Übrigen gehört diese Regel eh abgeschafft und durch 7m für den anwerfenden Verein ersetzt. Die Sperre nützt dem benachteiligten Verein nichts mehr bzw. kann durch den Einsatz eines Nachwuchsspielers (s. THW-SCM) ausgehebelt werden.


    Jein, denn dazu musst du vorher im letzten Angriff erstmal den jungen Nachwuchsspieler auf die Platte schicken, wenn du mit der ersten Sieben agieren willst, um das vielleicht entscheidende Tor zu erzielen.

    Aber du hast natürlich Recht, dass die Sperre dem eigentlich benachteiligten Verein nichts nützt - ja sogar schaden könnte, falls die Sperre unglücklicherweise für ein darauffolgendes Spiel gegen einen direkten Konkurrenten gilt.

    Denkmal erinnert an eine Person?
    Denkmal erinnert an ein historisches Ereignis?
    Denkmal erinnert an eine technische Errungenschaft?


    P.S.: Beim nächsten Mal ein Foto vom Gänseblümchen, das vorm Bundeskanzleramt blüht ... ;)

    Hättest Du die Begründung der HBL richtig gelesen dann würdest du merken dass keine Regel gebrochen sondern nur korrekt ausgelegt wurde..
    Aber letztlich ist das Dein Problem


    Hier das Urteil des DHB-Bundessportgerichts (apropos richtig lesen ;) ).

    Das Sportgericht wertet, die Entscheidung der Schiedsrichter als nicht regelkonform (und hebelt mit diesem Trick die Tatsachenentscheidung aus), obwohl es den Schiedrichtern gar keinen Regelverstoß nachweisen kann. Ich bin geneigt laut zu lachen bei der Kreativität mit der das Urteil zurecht gebogen wurde:

    Zitat

    [...]Der Spieler Gedeon Guardiola hat zwar in der letzten Spielminute, genau vier Sekunden vor dem Spielende, einen gegnerischen Spieler umklammert, um die Schiedsrichter auf seinen von diesen zunächst unbemerkt verletzt im Torraum der gegnerischen Mannschaft liegenden Mitspieler und Bruder hinzuweisen und für dessen sofortige Behandlung zu sorgen. Er hatte also nicht zum Ziel, ein Tor des Gegners zu verhindern. Er hat durch sein Verhalten auch der gegnerischen Mannschaft nicht die Chance genommen, in eine Torwurfsituation zu kommen oder eine klare Torgelegenheit zu erreichen, denn zunächst hätte der Anpfiff in der Spielfeldmitte erfolgen müssen. Hinzu kommt, dass, wie der Schiedsrichter bemerkt, der Ball in "normalem Tempo“ und nicht in Art einer „schnellen Mitte“ in die Spielfeldmitte zu einem Mitspieler gespielt wor den ist.


    Das erinnert erschreckend an die Lex Stefansson im Champions-League-Halbfinale 2008. Regel 8:10c spricht explizit von Vergehen während der Ball in der letzten Minute nicht im Spiel ist und das Sportgericht argumentiert, es habe kein Vergehen im Sinne der Regel gegeben, eben weil der Ball noch nicht wieder im Spiel gewesen sei? Ernsthaft? ERNSTHAFT? :wall: Wahrscheinlich weil sie wussten auf welch dünnem Eis sie sich mit ihrer Rechtsbeugung bewegen wird dann auch noch der regeltechnisch überhaupt nicht definierte Begriff der "Schnellen Mitte" bemüht und die detailierte Beschreibung der Schiedsrichter im Spielbericht ("Der Torhüter spielte den Ball im normalen Tempo Richtung Spielfeldmitte zu einem Mitspieler. ") gegen die Unparteiischen ausgelegt.


    Zitat

    Die HBL teilt in ihrer Stellungnahme vom 28.03.2014 die Ansicht des Einspruchsführers, wonach ein Verhalten nach Regel 8:10 c IHF die Wertung als besonders grob unsportlich im Grunde nur dann rechtfertigt, wenn der gegnerischen Mannschaft durch ein solches Verhalten die Möglichkeit genommen wird, das Spiel zu gewinnen oder noch
    unentschieden zu gestalten. Regel 8: 10 c IHF unterscheide hier dem Wortlaut nach aber nicht zwischen "engen" Spielständen und bereits in der letzten Minute endgültig geklärten Spielausgängen. Ob Regel 8:10 c IHF hier einschränkend auszulegen sei, mag die 2. Kammer des Bundessportgerichtes entscheiden.


    Das DHB-Bundessportgericht ergänzt also eigenmächtig die IHF-Regeln nach eigenen Maßstäben? Da kann man froh sein, dass es im Zuständigkeitsbereich der HBL keine Wettbewerbe im Hin- und Rückspielmodus der Europapokalwettbewerbe gibt. Insgeheim wünsche ich mir, dass die Meisterschaft oder CL-Platzierung am Ende wegen eines Tores in der Tordifferenz entschieden wird. ;)


    P.S.: @Roter Teufel: Ich warte immer noch auf den Link wo du bei deiner Recherche im SIS gelesen haben willst, dass die Schiedsrichter das Hausrecht hätten ....

    Dieses Urteil ist nicht "lächerlich" sondern es zeugt von grossem Sachverstand der HBL

    Dass Gardiola bei einem Spielstand von + 12 hier nicht die "schnelle Mitte " unterbinden wollte dürfte jedem der einigermassen Sachverstand hat klar sein

    im übrigen hast Du wohl die Begründung auch nicht richtig gelesen, die Emsdettener spielten überhaupt keine "schnelle Mitte"

    sogesehen wäre eine Sperre völlg unsinnig gewesen

    Mal abgesehen davon, dass in Regel 8:10c gar keine Rede von "Schneller Mitte" ist, sondern lediglich davon dass die Wurfausführung des Gegners verzögert oder behindert wird; Was ist denn deine Definition von schneller Mitte?

    Ich zitiere die Augenzeugen-Beschreibung aus dem Thread zum Spiel:

    [...]TV-Spieler steht am Anwurf, Guardiola klammert ihn schon, als er den Ball bekommt und bevor angepfiffen werden kann. Es lag noch ein verletzter Mitspieler im 6-Meter-Raum des TVE.


    Der Ball wurde also in Richtung des an der Mittellinie zum Anwurf bereit stehenden Spielers gepasst. Damit ist offensichtlich, dass der TVE den Anwurf ausführen wollte.

    Sogesehen wäre eine Sperre zwingend gewesen!


    [...]....aber vielleicht was Guardiola gar nicht bewusst dass nur noch 4 Sekunden zu spielen waren?


    Inwiefern sollte dies für die Strafe/Sperre relevant sein? Selbst wenn noch dreißig Sekunden zu spielen gewesen wäre, obliegt es den Schiedsrichtern das Spiel wegen einer Verletzung zu unterbrechen und nicht dem Mitspieler.

    Hereticus, Arcosh und alle anderen Verfechter des direkten Vergleichs bei Punktgleichheit:

    Angenommenes Szenario: Die RNL gewinnen das Spiel mit zwei Toren und danach halten sich beide Mannschaften schadlos bis Saisonende, wobei die RNL dabei ihr besseres Torverhältnis halten/ausbauen.

    Frage: Würdet Ihr dann die bestehende Regel immer noch für unfair erachten? :hi:


    Zunächst einmal habe ich die bestehende Regel glaube ich nie als "unfair" bezeichnet. (Man möge mich korrigieren falls doch). Ich bin aber weiterhin der Meinung, dass es sinnvoller ist den direkten Vergleich bei Punktgleichheit entscheiden zu lassen. Der THW Kiel und die Rhein-Neckar Löwen wüssten genau worum es am 16.04.2014 geht. Stattdessen ist im Falle eines Sieges der Löwen zu befürchten, dass anschließend beide Mannschaften sich von einem Spiel zum anderen mit +10-Tore-Ergebnissen durch die Liga ballern. (Etwas plakativ ausgedrückt ;) )

    Zitat

    Das Bundessportgericht bewertete die Aktion des Weltmeisters Guardiola als Hinweis zur Spielunterbrechung durch die Schiedsrichter, die nicht zum Ziel hatte, ein Tor des Gegners zu verhindern. Zudem habe Gedeon Guardiola durch sein Verhalten auch der gegnerischen Mannschaft nicht die Chance genommen, in eine Torwurfsituation zu kommen oder eine klare Torgelegenheit zu erreichen, denn zunächst hätte der Anpfiff in der Spielfeldmitte erfolgen müssen. Hinzu komme, wie der Schiedsrichter bemerkt, dass der Ball in „normalem Tempo“ und nicht in einer Art „schnellen Mitte“ in die Spielmitte zu einem Mitspieler gespielt worden sei.


    Und da heißt es immer die EHF würde lächerliche Urteile sprechen. :nein:

    Also muss in Zukunft nach dem letzten Torwurf lediglich ein Spieler "verletzt" liegenbleiben, um die Unterbindung der schnellen Mitte zu legitimieren? Ein weiterer Schritt in Richtung der ohnehin sichtbaren Zunahme sich fallen lassender oder liegen bleibender Spielern zwecks Schinden eines Freiwurfes oder Unterbrechung eines Gegenstoßes.

    Wow, nachdem die Hamburger im Hinspiel den Toptorjäger und erfahrensten Spieler des Gegners "ausgeschaltet" hatten, hätte ich nicht mit einem solchen Debakel gerechnet. Gleichzeitig sollte man anerkennen, dass sich Vardar Skopje sehr gut entwickelt hat. Kein Vergleich zum weitesgehend chancenlosen Außenseiter der letzten Jahre im EHF-Pokal und Pokal der Pokalsieger. Sie haben es geschafft binnen kurzer Zeit eine funktionierende Mannschaft zusammenzustellen. Dabei profitierten sie natürlich vom finanziellen Spielraum und der gleichzeitigen Krise in Russland und Spanien, die ein großes Angebot an guten Spielern auf dem Transfermarkt gespült haben, aber dass es dennoch keineswegs ein Selbstläufer ist zeigen andere Mäzen-geführte Vereine in Europa. Ob es bereits diese Saison fürs Final4 in Köln reichen wird hängt maßgeblich von der Auslosung ab (Metalurg und Flensburg wären Vardars Kragenweite), aber mit den im Raum stehenden Zugängen für die Zukunft entsteht eine richtig gute Mannschaft.