Beiträge von Arcosh

    Selbst wenn Thomas Hitzelsberger mit seinem öffentlichen Coming out das Ziel verfolgt die Diskussion über Homosexualität unter aktiven Profisportlern voranzubringen, glaube ich nicht, dass dies irgendetwas bewirken wird. In weiten Teilen der deutschen Gesellschaft ist Homosexualität längst akzeptiert und toleriert. Natürlich gibt es gelegentlich derbe Sprüche unter der Gürtellinie, aber in meinen Augen auch nicht mehr oder weniger als bezüglich anderen Minderheiten in unserer Gesellschaft.

    Der Fußballsport ist eine der letzten Hürden auf dem Weg zur Akzeptanz der Homosexualität, weil dort stets die Männlichkeit betont wird und zudem die Medienwelt jede Nebensächlichkeit gierig aufgreift und zu Schlagzeilen verarbeitet. Aber wie sollte Thomas Hitzelsberger mit seinerm Interview diese Hürde durchbrechen können. Er selbst hatte nicht den Mut zu seiner aktiven Zeit seine Homosexualität publik zu machen und nun nach dem Ende der Karriere ist dieser Schritt wesentlich einfacher. Er steht nicht mehr unter ständiger Beobachtung der Öffentlichkeit. Ebenso gut hätte er einfach mit seinem Lebenspartner Händchen haltend durch München laufen können. Ein paar Leute hätten ihn erkannt, vielelicht irgenjemand ein Foto gemacht, aber den meisten (Qualitäts-)Medien wäre dies wahrscheinlich nicht einmal eine Meldung wert gewesen ... und so sollte es eigentlich auch sein.

    Bosnien-Herzegowina löst als erste Mannschaft das Ticket für die Play-Off-Spiele. Nach fünf Siegen aus fünf Spielen stehen sie als Sieger der mit Lettland und Portugal durchaus gut besetzten Gruppe fest. Mit einem Bein in der nächsten Runde steht auch Rumänien. Nur eine Niederlage mit mindestens acht Toren Differenz beim abschließenden Spiel am Samstag in der Slowakei könnte sie noch stoppen.

    Traditionell finden in den ersten Tagen des neuen Jahres in Europa zahlreiche Nationalmannschaftsturniere zur Vorbereitung statt. Ein kleiner Überblick über die Ergebnisse:


    Yellow Cup (Schweiz, 27.-29.12.2013)
    Schweiz - Weißrussland 31:25 (15:17)
    Russland – Ägypten 31:31 (13:12)

    Ägypten – Weißrussland 26:29 (9:11)
    Schweiz - Russland 31:35 (16:19)

    Schweiz - Ägypten 27:28 (13:14)
    Weißrussland – Russland 30:29 (18:14)

    Die Russen beenden das Turnier zwar auf Platz 2, aber im Hinblick auf die EM-Gegner sind die Resultate gegen die "Kleinen" enttäuschend.
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    Provident Cup (Ungarn, 03.-05.01.2014)
    Ungarn - Tschechien 28:29 (13:15)
    Polen - Weißrussland 28:29

    Ungarn - Weißrussland 31:28 (17:11)
    Tschechien - Polen 23:31

    Ungarn - Polen 23:30 (12-15)
    Tschechien - Weißrussland 32:30

    Ähnlich wie die deutsche Mannschaft sind die Polen mit einer unerwarteten Niederlage gestartet um sich dann mit zwei deutlichen Siegen doch noch den Turniersieg zu sichern.
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    Torneo Internacional de Espana (Spanien, 03.-05.01.2014)
    Brasilien - Schweden 31:29
    Spanien - Ägypten 32:23

    Schweden - Ägypten 23:21
    Spanien - Brasilien 39:28

    Brasilien - Ägypten 22:22
    Spanien - Schweden 28:22

    Ein eindrucksvoller Turniersieg des Weltmeisters, während ich von den Ergebnissen der Schweden enttäuscht bin.
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    Golden league (Frankreich, 04.-07.01.2013)
    Frankreich - Katar 29:23
    Dänemark - Norwegen 34:22 (13:15) (Beeindruckende zweite Halbzeit der Dänen)

    Norwegen - Katar 27:34 (Norwegen hat einige Stammspieler geschont)
    Frankreich - Dänemark 28:29

    Frankreich - Norwegen 29:28 (13:14)
    Dänemark - Katar 23:23

    Ein lange ausgeglichenes Spiel gegen Frankreich, der deutliche Sieg gegen Norwegen und ein Unentscheiden gegen Dänemark lassen aufhorschen. Ich bin gespannt, ob Katar bei den Asienmeisterschaften Ende des Monats in Bahrain diese Leistungen bestätigen kann. Da die übrigen asiatischen Nationen in ihrer Entwicklung eher stagnieren, traue ich Katar nach der knappen Finalniederlage 2012 diesmal den Titel zu.

    Um das ganze nochmal zusammenzufassen (und das ist auch mein letztes Wort dazu):
    1. Für meine Statistik Datei, die gerne jeder per Mail anfordern kann, habe ich alle Würfe von Links Außen aus dem inzwischen funktionierenden Liveticker, der bei jedem Spieler einen Fehlwurf und ein Tor richtig wiedergibt, genommen. Gensheimer hat eine Quote von 58%, Allendorf von 66%.

    Gibt es irgendeinen Beleg dafür, dass die Fehlwürfe bei allen Spielen vollständig und nach gleichen Grundsätzen erfasst werden?


    2. Gegenstöße habe ich deshalb weggelassen, weil sie das Gesamtbild verzerren würden, denn im Endeffekt hat nicht jeder Spieler die gleichen Gegenstoßchancen über eine ganze Saison gesehen. Jeder Linksaußen dagegen hat im Schnitt die gleichen Chancen von Linksaußen.


    Der freie Lauf auf den gegnerischen Torwart ist in keinster Weise vergleichbar, aber die Würfe von Linksaußen sind es unabhängig von Mitspielern, taktischer Ausrichtung im Angriff, etc.? Ernsthaft? ERNSTHAFT?

    Der Grund weshalb ich neben der Wurfeffektivität von Linksaußen noch weitere Aspekte wie den Gegenstoß immer wieder aufgreife ist, dass für die Nomminierung zur Nationalmanschaft das Gesamtbild des Spielers zählt ... und das ist nunmal mehr als die Torausbeute im Positionsangriff.


    :schrei: End of the discussion.


    Zum Glück entscheidest nicht du, wann eine Diskussion beendet ist.

    Was? Ich habe von Anfang an (auch im Statistiken-ausfindig-machen-Thread) geschrieben, dass Gegenstöße keine Rolle spielen. Dass jeder im Gegenstoß eine ähnliche Quote hat, ist doch klar. Also bitte. Und da wäre die Sample wahrscheinlich auch nicht groß genug. Allendorfs 7m Quote ist auch besser als Gensheimers. Und weise mir bitte mal nach, dass Gensheimer eine bessere Abwehr hat als Allendorf. Da bin ich gespannt.

    Außerdem sagst du, dass es anfangs um 7m-Versuche ging, und dann sagst du, dass Gensheimer ja vielleicht der bessere 7m-Werfer ist. HÄ???

    Und zum Zweiten: Lese bitte einen oder zwei Beiträge weiter oben von mir. Dort habe ich geschrieben, dass es AUSSCHLIESSLICH um Außenspieler geht. Bitte lese meine Beiträge zuerst, bevor du etwas schreibst.


    Langsam wird es mir zu blöd gegen eine Wand zu reden. Du wirfst mir fälschlicherweise vor ich würde deine Beiträge nicht lesen, gehst aber selber nicht mit einer Silbe auf meine Argumentation ein. :nein:

    Ich habe NIE behauptet, Gensheimer können besser Siebenmeter werfen oder Abwehrspielen als Allendorf! Vielmehr habe ich betont, dass ich beide Spieler gar nicht abschließend beurteilen kann, weil ich sie dafür zu selten live erlebt habe und ein paar statistische Zahlen dafür meiner Meinung nach nicht ausreichen.

    Bei Gegenstößen mag die Quote ähnlich sein (wobei ich hier ähnliche Schwankungen um +/- 5 Prozent erwarte wie bei den Siebenmeter, wo das für dich der Unterschied zwischen "Weltklasse" und "nicht geiegnet für die Nationalmannschaft" ist), aber dort spielt eben die Quantität eine gewichtige Rolle. Wenn Gensheimer aufgrund seiner Physis und Antizipation im Spiel z.B. zehn Gegenstoß läuft und dabei neuen Tore erzielt (Die Zahlen sind ausgedacht und vollkommen beliebig!), dann bringt er einen Vorteil mit gegenüber einem anderen Außen der im selben Spiel nur 5 Gegenstöße gelaufen wäre - selbst wenn er die allesamt verwandelt hätte. Wenn dir in Bezug auf Tempogegenstöße die Stichprobengröße zu gering ist, dann müssen wir auch nicht mehr über statistische Schwankungen bei der Effektivität von der Siebenmeterlinie reden, denn da ist die Stichprobengröße eher noch geringer!

    Mein Beispiel mit Barna Putics sollte dir nur verdeutlichen, dass es abseits der reinen Zahlen und Statistiken noch weitere Faktoren gibt, die die Effektivität eines Spielers beeinflussen, sich aber nicht aus dem HBL-Ticker ablesen lassen.

    RELATIVE ZAHL VOR ABSOLUTE ZAHL, SOLANGE DIE ANZAHL DER VERSUCHE GROSS GENUG IST.


    Auch das kann man so nicht stehen lassen!

    Am Beispiel von Barna Putics beim VfL Gummersbach erläutert:
    Barna Putics ist über weite Strecken der laufenden Saison objektiv der beste Rückraumspieler in Reihen des VfL Gummersbach gewesen. Da sich seine Mitspieler auf Rückraum Mitte und Rückraum Rechts gerne mal hinter ihm verstecken anstatt selber Akzente zu setzen, ist er oftmals gezwungen bei drohendem passiven Spiel schlechte Wurfsituationen zu nehmen bzw. hat daunter zu leiden, dass sich die gegnerische Abwehr auf ihn konzentriert. Das führt zu einer Reihe von Fehlwürfen und seine Torquote reicht in deinen Augen wahrscheinlich kaum für Bundesliga-Niveau. Dennoch ist er der Leistungsträger und einer der Erfolgsgaranten beim VfL Gummersbach.

    Einen Spieler zu beurteilen heißt mehr als bloß seine Wurfquote zu bestimmen.

    Es geht doch nicht um irgendwelche Auffassungsgaben, sondern rein um die Wurfquote und da lasse ich den Gegenstoß raus, weil ich nur die Wurfquote von LA beleuchten will.


    Um die Eignung eines Spielers für die Nationalmannschaft zu beurteilen ist der Positionsangriff aber nur ein einzelnes Puzzleteil der Gesamtleistung! Selbst wenn Michael Allendorf im Positionsangriff bessere Werte aufweisen würde, sagt das noch lange nichts über die Gesamtleistung inklusive Tempogegenstoßspiel, Siebenmetern, Abwehrarbeit, Spielverständnis, Zusammenspiel mit den Mitspielern, etc. aus.

    Ausgangspunkt deiner Kritik an Uwe Gensheimer war seine in deinen Augen zu schlechte Quote von der Siebenmeterlinie und dann wirfst du Statstiken hinterher, bei denen sich erst auf Nachfrage herausstellt, dass sie nur einen Teil des Spiels abbilden und z.B. Siebenmeter oder Gegenstöße komplett unbeachtet lassen.

    @Acrosh: Dein Vorwurf ist also, dass es möglich ist, dass ich Äpfel mit Birnen vergleiche. Ich glaube aber, dass deine Annahme nicht ganz stimmt, denn erstens habe ich Tempogegenstöße komplett aus meiner Wertung rausgelassen und zweitens habe ich bei beiden sonst alle Wurfchancen erfasst.

    Wenn du bewusst den Tempogegenstoß aus deiner persönlichen Statistik heruasgenommen haben solltest, dann manipulierst du damit die Auswertung! Der Tempogegenstoß ist ein wichtiger Bestandteil des modernen Handballs. Wenn du den Gegenstoß als in meinen Augen essenzielle Aufgabe der Außen einfach außen vorlässt, wird die Diskussion über die Leistung eines Spielers und seine Eignung für die Nationalmannschaft zur Farce. Gensheimers Schnelligkeit und Auffassungsgabe kommen ihm gerade im Gegenstoß zu Gute.

    @SGW-Fan:
    Bei der Beurteilung eines Außen müsste beachtet werden wieviele Torchancen aus dem Positionsangriff resultieren, wieviele durch Einlaufen am Kreis, wieviele aus Tempogegenstößen, etc. Das beeinflusst die Trefferquote sehr stark. Bei Gegenstößen darf man Quoten > 80% erwarten, während im Positionsangriff von Außen 50% schon vernünftig sind. Das wiederum hängt auch von den mannschaftlichen Spielanlagen ab. Wenn ein Außen einen Halben neben sich hat der regelmäßig mit Druck auf die Lücke zwischen 1 und 2 stößt und dann zum Außen ablegt so ergeben sich ganz andere Wurfsituationen und Winkel als wenn der Außen sich Würfe selber erarbeiten muss. Das alles gibt deine simple Liveticker-Auswertung nicht her. (Auf den systematischen Fehler durch unterschiedliche Eingaben der Scouts wurde bereits hingewiesen.)

    Ich habe zu wenige Spiele von den Rhein-Neckar-Löwen und insbesondere der MT Melsungen gesehen um Uwe Gensheimer und Michael Allendorf unter all diesen Gesichtspunkten einzuschätzen, sehe aber derzeit keinen Grund in der Nationalmannschaft eine Diskusion um die Besetzung dieser Position zu führen.

    Die Sache mit Frankreich in die Gruppe C. Dazu meine Meinung: Es sollte vielleicht der Spielort für die deutsche Nationalmannschaft sein, liegt auf Jütland. Ist ohne kostenintensiv Fähre / Brücke von Deutschland aus schnell zu erreichen? Möglicherweise volle Hallen! Leider ist Deutschland, als Dänemarks Nachbarland, nicht dabei.


    Die Entscheidung fiel nachdem die EM-Teilnehmer feststanden. Man hätte den Platz also einfach offenlassen können - wenn die Dänen nicht bis zum möglichen Halbfinale einem Aufeinandertreffen mit den Franzosen aus dem Weg gehen wollten.

    Während Deutschland mit freundlicher Unterstützung der EHF Privatturniere veranstaltet, müssen andere Nationen zur WM-Qualifikation antreten. Nachdem die Schweiz im ersten Pflichtspiel unter Rolf Brack ein Unentschieden beim Tabellenführer Ukraine erreicht hatte, verloren sie heute das Heimspiel gegen denselben Gegner knapp mit 31:32 und haben damit keine Chance mehr die Playoff-Spiele zu erreichen.

    Faszinierend ist die Ausgangslage in Gruppe 4. Nach vier von sechs Spieltagen haben Israel, Griechenland, Belgien und die Niederlande jeweils 4:4 Punkte. In allen Spielen gab es nur Heimsiege!

    Sieht den schwedischen Spielort wirklich jemand kritisch?


    Sicherlich spricht aus organisatorischer Sicht einiges dafür Spielorte der Mannschaften aus Nachbarländern entsprechend verkehrsgünstig zu wählen. Aus sportlicher Sicht ist es aber sehr zweifelhaft, dass der Gastgeber vor der Auslosung drei (!) mögliche Gegner in andere Gruppen platzieren und so den Turnierverlauf maßgeblich zu den eigenen Gunsten beeinflussen kann. Jedenfalls kann ich keine organisatorischen Gründe dafür entdecken, dass Frankreich vorab in Gruppe C gesetzt wurde. Diese Einflussnahme (analog zur Wahlmöglichkeit der Gruppe für den Gastgeber bei Weltmeisterschaften) ist in meinen Augen einer der enscheidenden Faktoren für das regelmäßig überdurchschnittliche Abschneiden der Veranstalter. Das mag ganz toll für die Atmosphäre im Land sein (wir hatten schließich auch unser Wintermärchen) und vielleicht dem Handball im Gastgeberland einen kleinen Anschub verpassen, aber der sportliche Wettbewerb wird abgewertet.

    Gruppe A (in Herning)
    Dänemark
    Österreich
    Mazedonien
    Tschechien


    Spielplan:
    Sonntag, 12.01.2014
    18:00 Uhr: Tschechien - Österreich
    20:30 Uhr: Mazedonien - Dänemark

    Dienstag, 14.01.2014
    18:15 Uhr: Mazedonien - Tschechien
    20:00 Uhr: Dänemark - Österreich

    Donnerstag, 16.01.2014
    18:15 Uhr: Mazedonien - Österreich
    20:30 Uhr: Dänemark - Tschechien


    Gastgeber und Titelverteidiger Dänemark ist in dieser Gruppe Favorit und sollte mit weißer Weste in die Hauptrunde einziehen. Spannend wird dahinter der Kampf um die Plätze. Ich persönlich traue den Mazedoniern fern der Heimat nicht viel zu. Dafür sprechen die Ergebnisse bei der WM in Serbien und in der EM-Qualifikation, wo sie u.a. auswärts nur in der Schweiz punkten konnten und in Portugal mit sieben Toren verloren haben. Für Österreich und Tschechien ist direkt das Auftaktspiel richtungsweisend. Dort zählt welche Mannschat die optimale Vorbereitung auf das Turnier hatte. Allerdings traue ich beiden Mannschaft nicht den Sprung ins Halbfinale zu. Dazu ist die Gruppe B zu stark besetzt.


    Mein Tipp:
    1. Dänemark
    2. Österreich
    3. Tschechien
    4. Mazedonien

    Gruppe B (in Aalborg)
    Spanien
    Island
    Ungarn
    Norwegen


    Spielplan:
    Sonntag, 12.01.2014
    16:00 Uhr: Island - Norwegen
    18:15 Uhr: Ungarn - Spanien

    Dienstag, 14.01.2014
    18:00 Uhr: Ungarn - Island
    20:15 Uhr: Spanien - Norwegen

    Donnerstag, 16.01.2014
    18:00 Uhr: Spanien - Island
    20:15 Uhr: Ungarn - Norwegen


    Weltmeister Spanien und die Isländer sollten in Gruppe B den Gruppensieg unter sich ausmachen. Dieser Zweikampf in der Gruppe ist bereits wichtig für den angestrebten Halbfinaleinzig, denn in der Hauptrunde wartet mit Dänemark ein harter Brocken. Gegen die Außenseiter Ungarn und Norwegen dürfen keine Punkte liegen gelassen werden und dann wartet am dritten Vorrundenspieltag eines der ersten Topspiele dieser EM. Ich denke, dass die Isländer Spanien schlagen können, befürchte aber, dass sie sich einmal mehr in den anderen beiden Spielen einen Fehltritt leisten und daher nicht mit der maximalen Punktzahl in die Hauptrunde einziehen werden. Ob die Hauptrundengruppe I mit Ungarn oder Norwegen komplettiert wird hat eher statistischen Wert.


    Mein Tipp:
    1. Island
    2. Spanien
    3. Norwegen
    4. Ungarn

    Gruppe C (in Arhus)
    Frankreich
    Serbien
    Russland
    Polen


    Spielplan:
    Montag, 13.01.2014
    18:00 Uhr: Polen - Serbien
    20:15 Uhr: Frankreich - Russland

    Mittwoch, 15.01.2014
    18:00 Uhr: Serbbien - Russland
    20:15 Uhr: Polen - Frankreich

    Freitag, 17.01.2014
    18:00 Uhr: Polen - Russland
    20:15 Uhr: Serbien - Frankreich


    Gruppe C könnte als Krisengruppe bezeichnet werden. Frankreich steht nach dem Hauptrunden-Aus 2012 und dem K.O. im Viertelfinale der WM 2013 unter Erfolgsdruck. Die neue Generation muss endlich Leistungen und Erfolge abliefern. Ähnlich ist die Situation in Polen. Zwar sind dort die Erwartungen ein wenig niedriger als bei den erfolgsverwöhnten Franzosen, aber der Vize-Weltmeister von 2007 und WM-Dritte 2009 schielt regelmäßg in Richtung Halbfinale, konnte diesen Ambitionen in den letzten Jahren nicht gerecht werden. Bei der EM 2012 war in der Hauptrunde Schluss, bei der WM 2013 im Viertelfinale und die Olympischen Spiele 2012 fanden ohne polnische Beteiligung statt. Der Dritte im Bunde ist Altmeister Russland, die seit Jahren mehr oder weniger erfolglos auf internationaler Bühne mitspielen. Ich persönlich habe die Hoffnung, dass der finanzielle Zusammenbruch des russischen Vereinshandballs weitere Spieler zu ausländischen Vereinen führen und somit frischen Wind in das eingefahrene, lange Zeit isolierte russische System bringen wird. Die EM in Dänemark kommt dafür aber noch zu früh und es droht das Aus in der Vorrunde. Schon die Qualifikation gelang nur über den Umweg des besten Gruppendritten. Einer der russischen Gegner in der Qualifikation war Serbien, die bei der EM 2012 im eigenen Land für Furore sorgten und m Finale nur knapp gegen Dänemark unterlagen. Allerdings müssen die Serben erst noch beweisen, dass die auf fremden Boden ähnliche Leistungen abrufen können. Ich erwarte, dass die Franzosen die Gruppe C gewinnen und dahinter sehr enge Spiele zwischen Polen, Russland und Serbien über die weiteren Platzierungen entscheiden werden.


    Mein Tipp:
    1. Frankreich
    2. Polen
    3. Serbien
    4. Russland

    Gruppe D (in Kopenhagen)
    Schweden
    Kroatien
    Montenegro
    Weißrussland


    Spielplan:
    Montag, 13.01.2014
    18:00 Uhr: Weißrussland - Kroatien
    20:15 Uhr: Schweden - Montenegro

    Mittwoch, 15.01.2014
    18:00 Uhr: Kroatien - Montenegro
    20:15 Uhr: Weißrussland - Schweden

    Freitag, 17.01.2014
    18:00 Uhr: Kroatien - Schweden
    20:15 Uhr: Weißrussland - Montenegro


    Schweden und Kroatien spielen um den Gruppensieg, während Montenegro und Weißrussland den dritten Platz als Punktelieferant in der Hauptrunde ausspielen. Montenegro dürfte den deutschen Fans noch als Sargnagel der EM-Hoffnungen in schlechter Erinnerung sein, während Weißrussland in der Qualifikation immerhin Slowenien (EM 2012: 4. Platz, WM 2013: 6. Platz) aus dem Weg geräumt hat und dabei u.a. einen 29:23-Heimsieg gegen Island errungen hat.


    Mein Tipp:
    1. Schweden
    2. Kroatien
    3. Weißrussland
    4. Montenegro