Beiträge von Arcosh

    Ich glaube nicht, dass die genannten Hallen wirkliche Alternativen sind. Es soll ja eine Veranstaltungshalle für die Region Bergisches Land forciert werden, eben damit die Leute nicht nach Düsseldorf oder Köln fahren müssen. Jörg Föste redet da von ca. 1 Mio. Menschen (Solingen, Wuppertal, Remscheid plus die umliegenden Käffer wie Sprockhövel, Haan, Velbert etc.). Ich denke dass dies auch ein realistischer Radius ist.


    Es stellt sich aber umgekehrt die Frage, ob Künstler, die eine 5000-6000 Zuschauer-Halle im Bergischen Land füllen würden, überhaupt dorthin kämen und ob auch Publikum aus Düsseldorf, Köln und dem Ruhrgebiet den umgekehrten Weg nach Solingen oder Wuppertal antreten würde. Ich wage zu behaupten, dass ein Konzert zu dem ein Künstler 5000 Zuschauer nach Solingen lockt ebenso gut über 10.000 Zuschauer in die König-Pilsener-Arena oder Kölnarena ziehen würde. Ebenso wie bei der Schwalbe-Arena in Gummersbach sollte man sich bei der Planung einer Halle in Solingen/Wuppertal auf regionale Veranstaltungen neben den Handballspielen konzentrieren und nicht auf internationale Events hoffen. Dafür wiederum ist eine Halle mit 5000 Plätzen recht groß dimensioniert.


    BergischerLoewe spricht zurecht die bestehende Lücke zwischen den genannten Hallen mit 3000 - 4000 Plätzen und den großen Multifunktionsarenen in der Region (König-Pilsener-Arena, Westfalenhalle, Kölnarena, etc.) mit Kapazitäten ab 12.000 Zuschauern aufwärts an. Allerdings gibt es in den großen Hallen durchaus Varianten für kleinere Events. So wird die Kölnarena teilweise mit geschlossenem Oberrang (Kapazität dann ca. 9.000 Zuschauer) genutzt oder bei Konzerten auch mit einem Aufbau bei dem die Bühne in der Mitte der Halle platziert und nur die Hälfte der Zuschauerränge genutzt wird.

    Es ist begrüßenswert, dass der BHC sich für eine neue Halle stark macht und das aktuelle Zuschauerinteresse bei den Heimspielen gibt ihnen Recht. Aber es muss gut kalkuliert werden wie groß die neue Arena wirklich sein muss, damit am Ende nicht die Baukosten durch die Decke gehen. Die geschätzten 300.000€ Mehreinnahmen im Jahr müssen in Relation gesetzt werden zu den Investitionskosten, die auf den BHC zukommen. Entscheidend wird sein, welche öffentlichen und privatwirtschaftlichen Mittel für dieses Projekt zur Verfügung stehen.


    @Handballer2105
    Der Vergleich mit der SAP-Arena in Mannheim hinkt gewaltig. Mannheim ist eines der Zentren der Region und hat bei Veranstaltungen entsprechenden Zulauf aus dem Umland. Solingen/Wuppertal liegen hingegen im Schatten anderer Metropolen. Es sind nur 25 km bis Düsseldorf und rund 50 Kilometer nach Köln, Oberhausen oder Essen - allesamt Städte mit kulturellem Angebot und diversen Veranstaltungshallen. Um eine 5000 Zuschauer fassende Halle wirtschaftlich rentabel zu betreiben braucht es mehr als bloß ~20 Handballspiele im Jahr. Die SAP-Arena hat durchs Eishockey ein zweites Heimteam mit umfangreicher Auslastung (26 Heimspiele + Playoffs) und diverse Konzerte renommierter Künstler, weil es eben keine weitere vergleichbare Veranstaltungshalle in der Region um Mannheim gibt. Dies ist am Standort Solingen/Wuppertal nicht gegeben.

    Europa? :D

    Eingang führt in
    Katakomben? :nein:
    Weinkeller? :nein:
    Verlies? :nein:
    U-Bahn-System? :nein:

    Eingänge waren früher unvergittert und frei zugänglich? ?(
    (Ob die Gitter erst später angebracht wurden weiß ich leider nicht.)

    Schon mal nen Bundesliga-Spiel gesehen, wo ganz genau auf die Ausführung der Schnellen Mitte geachtet oder die Einhaltung der Schritte-Regel wird und bei JEDEM Verstoß abgepfiffen wird?

    Das wäre gar nicht durchführbar - also wird bewusst eine Grauzone des "Übersehens" geschaffen.


    Meiner Meinung nach verwechselst du hier Ursache und Wirkung. Handballprofis sind durchaus in der Lage die Schritte-Regel oder die korrekte Position beim Anwurf einzuhalten. Sie verstehen es aber auch den ihnen duch die Schiedsrichter gewährten Freiraum zu ihren Vorteilen zu nutzen. Würden die Schiedsrichter rigoroser vermeintliche Schritttfehler, abgestandenen Würfe von Außen u.ä. abpfeifen, dann würde es nur wenige Wochen dauern bis die Spieler sich an die neue Linie angepasst hätten.

    Diese Grauzone resultiert in meinen Augen vor allem daraus, dass zwei Augenpaare nicht ausreichen um 12 Feldspieler in allen Spielsituationen vollständig im Blick zu haben. Die Schiedsrichter müssen zwangsläufig gewisse Abläufe nur nebenbei wahrnehmen und im Zweifel technische Fehler ungeahndet lassen.

    Generell muss ich aber auch mal fragen ob sich irgendjemand mit dem Lizenzierungsverfahren der Liga auskennt...wenn die im September solche Probleme haben, verstoßen die doch gegen Auflagen. Ohne das böse zu meinen wundert mich das die Liga da nicht aktiv wird. Das kann nicht regulär sein.


    Da die Gehälter ordnungsgemäß bezahlt wurden, gibt es wohl keinen Grund seitens der HBL aktiv zu werden. Für die Lizenzierung ist doch egal ob die Gehälter nun durch Einnahmen aus Sponsoring, Eintrittskarten oder vom Mäzen bezahlt werden. Entscheidend ist nur, dass alle Rechnungen bezahlt werden. (Ohne Frage sind Mannschaften die von nur einem Geldgeber - egal ob Mäzen oder Großsponsor - abhängig sind für die HBL ein gefährliches Konstrukt.)