Klarer Punktverlust für den VfL Gummersbach, der in den letzten Minuten wie das Kaninchen vor der Schlange agierte. Die Einstellung war wesentlich besser als in den beiden vorherigen Heimspielen, aber am Ende wurde das Spiel erneut verkrampft und ideenlos. Nach wie vor hat die Mannschaft keine Antwort auf eine 5-1-Deckung parat. Es war von Anfang an ein torarmes Spiel. Nach dem Treffer zur 8:7-Führung für den VfL kam Hombrados ins HSG-Tor und leitet so die erste kleine Wende zur 9:11-Halbzeitführung für Wetzlar ein. Beim Stande von 19:17 hatte der VfL Gummersbach mehrfach die Chance die Führung auf drei oder gar vier Tore auszubauen, aber sowohl Florian von Gruchalla im Gegenstoß als auch Raul Santos aus gutem Winkel von Linksaußen vergaben. Damit wäre das Spiel wohl im Sack gewesen. Carsten Lichtlein hielt die Hoffnung der Gummersbacher auf einen Sieg lange am Leben, aber da Wetzlar immerhin zwei Tore in den letzten zehn Minuten gelangen kamen sie noch zum Ausgleich.
Ärgerlich, dass der Ball beim vermeintlichen 7:7 der HSG wohl eher nicht vollständig hinter der Linie war und dass Deutschlands bestes Schiedsrichtergespann zwar eine gute Leistung zeigte, aber nicht den Mut aufbrachte die fällige Disualifikation gegen Adrian Harmandic auszusprechen, obwohl im ersten Moment bereits der Griff an die Gesäßtasche ging.
Aufgrund der Vielzahl vergebener Chancen und der schlechten Wurfauswahl und -qualität in den letzten zehn Minuten muss man die Ursachen für den Punktverlust jedoch bei sich selber suchen.