Beiträge von Arcosh

    Vielleicht tut Letzteres zu sehr weh, deshalb muss man das Großereignis bei den Frauen ausblenden, um nicht ständig an diese Pleite erinnert zu werden? :saufen:


    Nur weil die Damen ihre drei Auftaktspiele gewonnen und dabei heute den ersten ernsthaften Gegner besiegt haben soll hier eine Euphoriewelle ausbrechen? Ließ einfach mal nach wie vor zwei Jahren der Auftaktsieg gegen Norwegen gefeiert wurde ... und dann sprechen wir uns nach dem Achtelfinale wieder.

    Alles richtig, David G., nur müsste im Umkehrschluss daraus folgern, dass der Traner und seine Mannschaft die Zeit und Kraftreserven nutzen um bestmöglich vorbereitet in die "machbaren" Spiele zu gehen. Davon war bislang jedoch nicht viel zu sehen. Der derzeitige Tabellenstand resultiert nicht daraus, dass die Mannschaft in den Vier-Punkte-Spielen aufgetrumpft hätte, sondern aus zwei unerwarteten Siegen in Melsungen und Göppingen.

    Wobei der Basketball auch einer schwierigen Zukunft entgegen steuert. Dirk Nowitzkis Karriere niegt sich dem Ende zu und ein Nachfolger als deutscher Basketball-Superstar ist nicht in Sicht. Die Basketball-Nationalmannschaft schlägt sich ähnlich erfolgreich wie aktuell die deutschen Handballer, hat aber im Gegensatz zum DHB-Team noch weniger Perspektiven dies kurzfristig zu verbessern, weil einfach das Spielermaterial auf höchstem Niveau fehlt. Zudem liegen die Einschaltquoten im deutschen Free-TV deutlich hinter denen des Handballs und wirklich Zuschauer zieht nur der Name Bayern München, die aber auf internationalem Level dennoch nur zweitklassig sind. Der einzig echte Pluspunkt des Basketballs im Vergleich zum Handball ist ie Altersstruktur der Zuschauer. Mit Basketball werden mehr junge Menschen erreicht als mit Handball. Das liegt zum Einen daran, dass Basketball als Freizeitsport (in Parks und auf Schulhöfen hängen überall Körbe und zur Not kann man sich auch alleine mit dem Körbewerfen beschäftigen) wesentlich verbreiteter ist als Handball, der eigentlich nur in Vereinen gespielt wird. Zum Anderen fallen für die BBL ein paar Krümel ab vom perfekt durchgestylten und vermarkteten NBA-Zirkus in den USA. Andererseits könnte der Handball bei den Werbepartnern punkte, die eher auf die "Best ager" ausgerichtet sind.

    Durch die Brille des Handballfans betrachtet finde ich es jedenfalls erstaunlich, dass die Vereine der BBL trotz geringerer TV-Reichweite, deutlich geringerer sportlicher Bedeutung der Liga im internationalen Vergleich und noch weniger nationalen Talenten beim Vergleich der Vereinsetats auf Augenhöhe mit der HBL liegen. Man fragt sich wirklich wo das Geld herkommt. Vereinzelt wird es sicherlich Mäzene geben ähnlich wie im Handball. Oder bringt das Sponsoring in den Vereinsnahmen derartige Unsummen ein?


    Weil dies so ist, MUSS oder besser gesagt MÜSSTE es eine Einzelfallprüfung geben. Die Eisenacher Halle ist nicht schlecht (noch 1997 nach dem Umbau wurde sie als "Schmuckkästchen" bezeichnet), sie passt aber nicht in "das Raster der HBL".


    Der neue DHB-Präsident unterstützt den Vorschlag der Einzelfallprüfung und längerer Fristen für die Aufsteiger

    Mein Einwand ist, dass diese Fristen das Problem nur ein wenig verschieben, aber nicht lösen. Für die Aufsteiger, die leider nur ein Jahr im Oberhaus mitspielen und direkt wieder absteigen, wäre eine Ausnahmeregelung für die Saison nach dem Aufstieg sicherlich ein Mittel um Gelder eher in den Kader als in Umbauarbeiten an der Halle zu investieren. Aber was passiert, wenn ein Aufsteiger (überraschend) doch den Klassenerhalt schafft? Der ThSV Eisenach beispielsweise darf sich nach den Erfolgen gegen Balingen und Minden weiter Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen. Würde man die Halle aber zur nächsten Saison Hallenstandard-konform umbauen wollen, so müssten eigentlich jetzt schon die Vorarbeiten/Planungen begonnen haben. Gibt es seitens des ThSV im Moment konkrete Bestrebungen? Oder wartet man den Ausgang der Saison ab um dann eventuell wieder vor demselben Problem zu stehen wie diesen Sommer?

    Es ist nicht ungewöhnlich, dass Unternehmen alle zwei, drei Jahre ihre Marketing-Strategien übderdenken und die Bereiche in denen sie werben verändern, um neue Impulse zu generieren. Selbst die beste Werbung oder der prominenteste Platz auf dem Trikot nutzen sich in ihrer Wirkung irgendwann ab. Wenn Unternehmen dennoch über Jahrzehnte einem Verein als Sponsor treu bleiben, dann ist das entweder mit einer persönlichen Verbundenheit des Unternehmens bzw. der Entscheider zu diesem Verein/der Region zu erklären oder in seltenen Fällen steckt dahinter der Gedanke den prominenten Werbeplatz nicht für mögliche Konkurrenten frei zu geben.


    Die HBL als nationaler Player kann da entspannter rangehen, weil die Präsenz da ist. Die könnten 100% Imagewerbung fahren, weil sich diese auch für die Werbepartner rechnet und wenn er dann geht, sich immer ein neuer finden wird. Bei den Vereinen ist es nicht so.


    Ganz so einfach würde ich das nicht sehen. Sicherlich bietet die HBL einem Unternehmen mit überregionalen Interessen mehr als ein einzelner, eher lokal beachteter Verein, aber ein Selbstläufer ist die Vermarktung dennoch nicht. SIehe zum Beispiel das DHB Final Four (selbstbetitelt als "weltbestes Klubhandballevent"), das derzeit ohne Sponsor ist.

    Was für eine Woche für Dunkerque. Zuerst der lang ersehnte Erfolg in der Champions-League und heute ein 25:21 (13:11) Heimsieg gegen Paris Saint Germain, mit dem sie die Tabellenführung von den punktgleichen Hauptstädtern übernehmen. :respekt:

    Wenn Bob Hanning da mal nicht von einer Todes- oder zumindest Hammergruppe tönen wird. Constanta ist ein unangenehmer Gegner, aber Chambery nur noch ein Schatten vergangener Champions-League-Jahre. Dem Finalturnier in eigener Halle sollte nicht viel im Wege stehen.

    Gruppe C erscheint relativ ausgeglichen zu sein, was dazu führen könnte, dass hier nur der Gruppensieger fürs Viertel- Drittelfinale qualifiziert.

    Der eigentliche Skandal ist doch schon, dass in einem Spiel mit mazedonischer Beteiligung Schiris aus Aserbaidschan eingesetzt werden


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    Natürlich heizt es die Spekulationen an, wenn der Vorsitzende der Schiedsrichter-Kommission der EHF Mazedonier ist. Aber wo ist die Verbindung zu Aserbaidschan? Wann sollen Gespanne aus weniger handballaffinen Verbänden die Möglichkeit bekommen auf internationalem Parkett Erfahrung zu sammeln, wenn nicht in den ersten Runden des Europapokals.Das Hinspiel wurde beispielsweise von zwei letten geleitet.

    Wer sich sein eigenes Bild vom Spiel machen will, kann übrigens das komplette Spiel auf Youtube ansehen, denn ein dreiminütiger Zusammenschnitt birgt immer die Gefahr die Sicht zu verzerren. Ich gebe zu, dass mich diese Geschichte nun auch nicht so sehr interessiert, als dass ich mir 80 Minuten eines mittelklassigen Handballspiels aus der Konserve ansehen würde und habe mich daher auf die Schlussviertelstunde beschränkt. Wie weiter oben geschrieben, hätten vor allem die #4 aber wohl auch #44 auf Seiten der Mazedonier das Ende des Spiels nicht auf dem Feld erleben dürfen. In der Endphase des Spiels kann ich aber keine maßgebliche Einflussnahme durch die Schiedsrichter erkennen. Mehrere Angriffe der Gastgeber wurden abgepfiffen obwohl durchaus Fouls der Dänen im Spiel waren und der Arm zum Zeichen des passiven Spiels ging auch recht schnell hoch.

    Beim Artikel auf Handball-World.com missfällt mir, dass die zitierte Kritik von Trainer Rasmussen in mhreren punkten faktisch falsch bzw. bewusst missverständlich formuliert ist und somit die wahren Begebenheiten verzerrt. Vielleicht sind die Aussagen unter dem ersten Eindruck des Ausscheidens getätigt worden, aber diese Übertreibungen seitens des Dänen dienen nicht gerade dazu seine Standpunkt zu festigen

    Zitat

    Und der frühere Coach der SG Flensburg-Handewitt rechnet vor: "Nachdem ich das Video betrachtet habe muss man festhalten, dass man mindestens zehn rote Karten - acht davon für Schläge ins Gesicht von Henrik Hansen - hätte verteilen müssen." Attacken hätte es zudem auch gegen Rune Ohm und Mads Lind gegeben.


    Falsch, es mag (sehr sehr großzügig gezählt) zehn rotwürdige Aktionen gegeben haben - aber nur von zwei Spielern und somit hätte es maximal zwei Disqualifikationen gegeben.

    Zitat

    "Das Spiel wurde zur Farce mit dem absoluten Highlight drei Minuten vor Schluss, als Henrik Hansen im Gegenstoß von einem von der Bank kommenden Spieler attackiert wurde, vier-fünf Meter auf dem Boden rutschte und den Ball verlor. Die Schiedsrichter haben erneut interessiert zugesehen, waren nicht in der Lage etwas zu entscheiden und die Mazedonier haben die Partie entschieden", so Rasmussen. "Das war die Zeit, in der unsere 3:2:1-Abwehr sie gestoppt hatte und wir die Chance hatten zu verkürzen", so der Trainer weiter: "Mit zweieinhalb Minuten Restspielzeit und einer Überzahl aufgrund der Roten Karte, die die angemessene Strafe gewesen wäre, wäre das Spiel wohl gekippt. Das passte aber wohl den Schiedsrichtern nicht in ihren Plan und so wurden wir Zeugen von etwas, das man nur noch als absurdes Theather bezeichnen kann", so der dänische Coach.


    Diese Aussage ist in vielerlei Hinsicht falsch. Das besagte Foul im erweiterten Gegenstoß ereignet sich nicht drei, sondern zwei Minuten vor Ende (zu erkennen daran, dass kurz zuvor Strumicas Trainer seine letzte Auszeit nimmt, die im Spielprotokoll bei 57:28 vermerkt ist) und beim Spielstand von 30:24 für die Gastgeber. Nur zur Erinnerung: Aarhus hatte das Hinspiel nur mit 29:26 gewonnen und hätte daher nur mit maximal zwei Toren verlieren dürfen um in die Gruppenphase einzuziehen. Es stimmt, dass die offensive Abwehr zu Ballgewinnen geführt hatte und die Dänen Tor um Tor aufholten, aber noch vier Tore in den verbleibenden zwe Minuten aufzuholen wäre doch sehr ambitioniert gewesen. Zumal ich in dieser Szene zwar ein Foul erkenne, aber keine Zwei-Minuten-Strafe oder gar eine Rote Karte wie sie Rasmussen fordert.


    Insgesamt war das in meinen Augen sicherlich ein Handball-Europapokalspiel mit den oft anzutreffenden Heimschiedsrichtern, aber kein Skandalspiel das nenneswert aus der Menge heraussticht oder über das man noch Monate lang sprechen wird.

    Im Wesentlichen sind es zwei Spieler im Mittelblock der Mazedonier (#4 und #44) die durch überharte und gezielte Attacken gegen Brust, Hals und Kopf der Gegenspieler auffallen und die sicherlich mit Roten Karten hätten bestraft werden müssen. Besonders bei #4 verwundert mich wofür er seine beiden Zeitstrafen erhalten hat, wenn die gezeigten Szenen tatsächlich ungeahndet geblieben sein sollen. Bei den Fouls der übrigen Spieler wäre sicherlich die ein oder andere Zeitstrafe auch möglich gewesen, aber zumindest erwecken sie nicht den Eindruck vorsätzlich den Gegner attackieren zu wollen.

    Jedenfalls entwickelt sich inzwischen eine kleine Schlamschlacht mit gegenseitigen Vorwürfen bezüglich der Unterbringung und Verpflegung der jeweiligen Gastmannschaft. Weder Aarhus noch Strumica scheinen zufrieden gewesen sein.

    Ein vergleichbarer Zusammenschnitt diente heute schon als Zeichen für die fortschreitende Korruption im Handball. Der einzige Unterschied ist, dass bei Spielen in der deutsschen Bundesliga den Schiedsrichtern "nur" mangelnder Schutz der Spieler vorgeworfen wird, während bei Schiedsrichtern aus Aserbaidschan im Europapokal dieselben Spielgeschehnisse (zugegebenermaßen gehäuft in einem einzigen Spiel) als Beweis für Korruption gewertet werden.

    Die musikalische Hinterlegeung des Videos sowie das Fehlen der Schiedsrichterentscheidungen nach den gezeigten Szenen, verdeutlichen meiner Ansicht nach, dass es der HSG Saarlouis in erster Linie nicht darum geht auf den subjektiv empfundenen Missstand hinzuweisen, sondern darum in Zukunft die Entscheidungen der Schiedsrichter zu den eigenen Gunsten zu beeinflusssen.

    Im Prinzip eine nette Idee, aber leider nicht zu Ende gedacht. So wurden in erster Linie die Stammblatt-Besitzer verärgert und vermutlich noch keine einzige Rückrundendauerkarte verkauft.

    Letzte Saison wurde auch schon versucht eine Rückrunden-Dauerkarte unters Volk zu bringen. Das scheiterte aber weitestgehend daran, dass nach der WM-Pause nur noch sieben Heimspiel anstanden und fast allesamt gegen Gegner waren, die nicht unbedingt zu den Zuschauermagneten zählen (Göppingen, Balingen, Melsungen, Wetzlar, Hannover, Lemgo, Neuhausen). Dementsprechend groß war die Nachfrage.

    Arcosh Was sind "marktübliche Preise" Wie will man einen marktüblichen Preis für Sponsoring ermitteln. Neben dem üblichen Trikotschriftzug, welcher den Bekanntheitsgrad des eigenen Unternehmens verbrieitet kauft ein Sponsor sich letztlich in eine Gemeinschaft von Businesskollegen ein die sich ein Hobby teilen. Nach der Definition gibt es im Sport aber keinen Mäzenfreien Verein. Ich bleibe dabei, ein Mäzen in der aktuellen Debatte muss jemand sein, durch dessen Ausscheiden Bundesliga nicht mehr zu stemmen ist. Da sehe ich in der Buli nur die von mir genannten gelisteten Vereine. Minden wurde auch noch genannt.


    Die von Dir genannten Vereine sind die bei denen eine Einzelperson als vermeintlicher Mäzen im Fokus steht und daher öffentlich stärker wahrgenommen wird. Sicherlich ist der Grat zwischen Sponsoring und Alimentierung schmal und es gibt eine gewisse Grauzone, aber für mich fängt Mäzenatentum z.B. dort an wo Sponsoren bzw. private Geldgeber ungeplant während der laufenden Saison zusätziche Mittel für Spielerverpflichtungen oder zum Stopfen von Etatlöchern bereitsstellen. Mit dieser Definition kommen wir der von Schmedt genannten Zahl schon näher.

    Es muss nicht immer ein einzelner Mäzen sein, der den Verein bzw. die Profimannschaft alimentiert. Oft genügt ein Blick in die Aufsichtsräte der Vereine, wer mit privatem Geld den ortsansäßigen Handballverein unterstützt oder mit seinem Unternehmen Sponsoring jenseits marktüblicher Preise und wirtschaftlicher Sinnhaftigkeit betreibt.

    Rhein-Neckar Löwen - VfL Gummersbach
    SC Magdeburg - GWD Minden
    TBV Lemgo - HBW Balingen-Weilstetten
    TuS Nettelstedt-Lübbecke - Bergischer HC 06
    TV Emsdetten - HSV Hamburg
    Frisch Auf Göppingen - HSG Wetzlar
    SG Flensburg-Handewitt - ThSV Eisenach
    Füchse Berlin - THW Kiel
    TSV Hannover-Burgdorf - MT Melsungen


    Ich tue dir den Gefallen: Womit?


    Das sollte gar kein Erhaschen einer Nachfrage sein. Ich dachte Hassan Moustafas Statement im Rahmen der WM-Vergabe sei hinreichend bekannt.

    Zitat

    "Der deutsche Handball ist wie ein Thermometer für den Welthandball", sagte der 69-Jährige dem SID.


    Wenn es in Deutschland bergauf geht, dann werden irgendwann auch die andern Nationen nachfolgen ...

    Glückwunsch an Berlin und Bob Hanning. Ob dies hilft die Rezession im europäischen Handball in den Griff zu bekommen wage ich zu bezweifeln. Oder sollte der Pharao am Ende Recht haben?

    Hehe... zumindest gibt's in diesem Jahr doch kein Viertelfinale mit nur drei Spielen mehr, oder !?


    In diesem Punkt sind die Regeln unverändert zum Vorjahr. Bei einem neutralen Ausrichter gibt es ganz klassisch vier Viertelfinalspiele zwischen den Gruppensiegern und Gruppenzweiten. Sollte jedoch der Ausrichter gleichzeitig unter den besten sieben Mannschaften der Gruppenphase (Gruppensieger + drei beste Gruppenzweite) sein, dann ist er direkt für das Endrundenturnier gesetzt, die übrigen sechs Mannschaften spielen drei Viertelfinals aus und der schlechteste Gruppenzweite schaut in die Röhre. Neu ist allerdings, dass für das Ranking der Gruppenzweiten diese Saison alle Spiele der Gruppenphase herangezogen werden und nicht mehr die Spiele gegen die Gruppenletzten gestrichen werden - was letzte Saison zu einigen Rechenspielen und Verwirrungen führte.