Beiträge von Arcosh

    Auch Paul Drux wird in den nächsten Jahren den Anschluss an die deutsche Leistungsspitze finden. Vielleicht gibt es ja mittelfristig doch Hoffnung für unseren Rückraum.Nachwuchs.


    Lass den Jungen erstmal in der HBL dauerhaft Fuß fassen, bevor mit ihm in der Nationalmannschaft geplant wird. :hi:

    Ich frage mich auch, ob die Organisation so glücklich ist. Zwei verschiedene Spielorte sind für ein Turnier mit vier Mannschaften schon mal nicht so richtig klasse, wenn man das Ereignis als Ganzes vermarkten will. Warum wird es nicht in einer Stadt als großes Sportereignis aufgezogen? Muss ja nicht gleich die Hamburger O2-World sein. Aber kann man das nicht an einem richtigen Handball-Standort richtig aufziehen und eine schöne Halle wie bspw. (ins Blaue hinein gesprochen) Magdeburg, Leipzig, Wetzlar voll bekommen? Ich glaube auch nicht, dass ein Fest vor der Halle die Menschen abhalten sollte, in die Halle zu gehen. Wir wissen alle, wie solche Feste aussehen. Auf so ein Begründungsniveu sollten wir uns nicht begeben. Bundesligafußball nebenan wäre jetzt für den gemeinen Handballfan, der den Eindruck hat, auch etwas geboten zu bekommen, nicht das Problem (auch wenn es von der Vermarktungstaktik her wegen der Proportionen eher unglücklich aussieht). Aber eben diese Erwartung, etwas geboten zu bekommen (nennt es ruhig Event) besteht beim potenziellen Publikum schon. Und hier ist der DHB auch gefragt. So kommt alles ja eher als vernachlässigungswertes Trainingskeplänkel daher, und da darf man sich nicht wundern, dass es die Leute nicht in Scharen in die Hallen treibt.


    Das ganze Turnier an einem Standort? Sehe ich komplett anders. Der sportliche Wert dieses Turnier ist minimal und daher der Anreiz für die Zuschauer unedingt alle drei Tage live in der Halle zu verfolgen eher gering. Das Zugpferd dieser Veranstaltung ist es die deutschen Nationalspieler live spielen zu sehen und daher hätte ich beispielsweise die drei Spieltage an drei unterschiedlichen Orten austragen lassen - gerne auch an Standorten ohne regelmäßigen Erstliga-Handball. Zum Beispiel Bremen, Schwerin und dann den Finaltag in Hamburg. Wer würde teure Eintrittskarten kaufen um sich an drei aufeinanderfolgenden Tagen in einer Stadt dieselben vier Mannschaften bei Freundschaftspielen anzuschauen?

    Mir geht es vor allem um die Einleitung:

    Aus meiner Sicht ein Seitenhieb gegen den THW, da man es so verstehen kann/soll/muss, dass er nicht eingesetzt würde, obwohl er seine Leistung es rechtfertigen würde, da eben der Kontext seiner Verletzung nicht erwähnt wird. Die Frage ist für mich nur, ob dies indirekt die Meinung Heubergers darstellen soll, oder ob es nur der Standpunkt des Autors ist.


    Ausgerechnet die Einleitung eines Artikels fasst du als indirekte Rede des Bundestrainers auf? 8o (Noch dazu wenn sich im weiteren Artikel keinerlei Hinweise darauf finden, dass Heuberger dies so gesagt hat). Wer unbedingt Kritik an Heuberger finden will, der liest wohl zwischen den Zeilen das was ihm passt.


    Einfache Antwort: Momentan ja ;)
    Genau dazu haben sich die Verbände entschieden.


    Der Videobeweis ändert im Grunde nichts an der Tatsachenentscheidung. Früher hat sich der Schiedsrichter nur mit seinen Linienrichtern (neusprech: Schiedsrichter-Assistenten) bzw. Linesman im Eishockey verständigt. Nun wird im Eishockey noch die Meinung des Videoschiedsrichters hinzugezogen, der auf Basis der Kamerabilder eine Tatsachenentscheidung trifft.

    Ich glaube nicht, dass die genannten Hallen wirkliche Alternativen sind. Es soll ja eine Veranstaltungshalle für die Region Bergisches Land forciert werden, eben damit die Leute nicht nach Düsseldorf oder Köln fahren müssen. Jörg Föste redet da von ca. 1 Mio. Menschen (Solingen, Wuppertal, Remscheid plus die umliegenden Käffer wie Sprockhövel, Haan, Velbert etc.). Ich denke dass dies auch ein realistischer Radius ist.


    Es stellt sich aber umgekehrt die Frage, ob Künstler, die eine 5000-6000 Zuschauer-Halle im Bergischen Land füllen würden, überhaupt dorthin kämen und ob auch Publikum aus Düsseldorf, Köln und dem Ruhrgebiet den umgekehrten Weg nach Solingen oder Wuppertal antreten würde. Ich wage zu behaupten, dass ein Konzert zu dem ein Künstler 5000 Zuschauer nach Solingen lockt ebenso gut über 10.000 Zuschauer in die König-Pilsener-Arena oder Kölnarena ziehen würde. Ebenso wie bei der Schwalbe-Arena in Gummersbach sollte man sich bei der Planung einer Halle in Solingen/Wuppertal auf regionale Veranstaltungen neben den Handballspielen konzentrieren und nicht auf internationale Events hoffen. Dafür wiederum ist eine Halle mit 5000 Plätzen recht groß dimensioniert.


    BergischerLoewe spricht zurecht die bestehende Lücke zwischen den genannten Hallen mit 3000 - 4000 Plätzen und den großen Multifunktionsarenen in der Region (König-Pilsener-Arena, Westfalenhalle, Kölnarena, etc.) mit Kapazitäten ab 12.000 Zuschauern aufwärts an. Allerdings gibt es in den großen Hallen durchaus Varianten für kleinere Events. So wird die Kölnarena teilweise mit geschlossenem Oberrang (Kapazität dann ca. 9.000 Zuschauer) genutzt oder bei Konzerten auch mit einem Aufbau bei dem die Bühne in der Mitte der Halle platziert und nur die Hälfte der Zuschauerränge genutzt wird.

    Es ist begrüßenswert, dass der BHC sich für eine neue Halle stark macht und das aktuelle Zuschauerinteresse bei den Heimspielen gibt ihnen Recht. Aber es muss gut kalkuliert werden wie groß die neue Arena wirklich sein muss, damit am Ende nicht die Baukosten durch die Decke gehen. Die geschätzten 300.000€ Mehreinnahmen im Jahr müssen in Relation gesetzt werden zu den Investitionskosten, die auf den BHC zukommen. Entscheidend wird sein, welche öffentlichen und privatwirtschaftlichen Mittel für dieses Projekt zur Verfügung stehen.


    @Handballer2105
    Der Vergleich mit der SAP-Arena in Mannheim hinkt gewaltig. Mannheim ist eines der Zentren der Region und hat bei Veranstaltungen entsprechenden Zulauf aus dem Umland. Solingen/Wuppertal liegen hingegen im Schatten anderer Metropolen. Es sind nur 25 km bis Düsseldorf und rund 50 Kilometer nach Köln, Oberhausen oder Essen - allesamt Städte mit kulturellem Angebot und diversen Veranstaltungshallen. Um eine 5000 Zuschauer fassende Halle wirtschaftlich rentabel zu betreiben braucht es mehr als bloß ~20 Handballspiele im Jahr. Die SAP-Arena hat durchs Eishockey ein zweites Heimteam mit umfangreicher Auslastung (26 Heimspiele + Playoffs) und diverse Konzerte renommierter Künstler, weil es eben keine weitere vergleichbare Veranstaltungshalle in der Region um Mannheim gibt. Dies ist am Standort Solingen/Wuppertal nicht gegeben.