Beiträge von Arcosh

    Die Halbwertzeiten dieser revolutionären Vorstöße werden immer kürzer. Vor wenigen Wochen war es noch Konsenz, dass die Lösung nur in einem Miteinander zwischen HBL und Nationalmannschaft liegen könne und man mit Doppelspieltagen der Nationalmannschaft mehr Zeit für Lehrgänge freiräumen wolle. Denn ein EM- oder WM-Erfolg live in der ARD vor 10+x Millionen Zuschauern bringt dem Handball in Deutschland ein Vielfaches eines aufgebauschten Meisterschaftsfinales, das optimistisch betrachtet eine knappe Million Zuschauer auf Sport1 verfolgen.

    Nun ist die Rede von einer 18er-Liga plus Playoffs. Wie soll dies umgesetzt werden ohne zusätzliche Spieltage? Etwa 40 Bundesligaspiele, 6 Pokalrunden, 16 Champions-League-Spiele und dazu noch Späße wie Supercup, Allstar-Game, Super Globe, Wildcard-Turnier, ...


    Ganz zu schweigen davon, dass Playoff aufgrund der zusätzlichen Heimspiele für die Topclubs die Schere zwischen Arm und Reich in der Bundesliga noch weiter aufklappen lassen würden ...


    Glaubt der Rost wirklich, dass das Spiel der Woche den Doppelpass ablöst oder will er bis 11 Uhr durch sein? ;)


    In meiner naiv-romantischen Verblendung dachte ich es ginge in erster Linie darum einen sportlichen Wettbewerb zur Ermittlung des deutschen Handballmeisters duchzuführen und die Fernsehübertragungen seinen ein netter Bonus. Jetzt erkenne ich, dass es in erster Linie darum geht Spielmodus und Anwurfzeiten dahingehend zu optmieren, dass ein Nischensender bereit ist ein paar Spiele einer Hand voll Mannschaften zu übertragen. :wall: Das ganze bringt dann zwei Millionen Euro pro Saison (sofern Bohamnn und Konsorten bei den Nachverhandlungen mit Sport1 nicht noch weiter einknicken) was nach Abzug des Anteils für die HBL und einer Abgabe an die Zweitligisten deutlich unter 100.000 € pro Verein macht. Da setzt der THW Kiel ein Vielfaches davon bei einem einzigen Spiel in der Ostseehalle um. Die Sponsoren sind natürlich an einer größtmöglichen medialen Verbreitung ihres Logos auf den Trikots und Banden interessiert, aber ob da ein bedeutungsloses Hauptrundenspiel Sonntagmorgen um halb acht wirklich Türen öffnet ... ?

    Bezüglich EInschaltquoten:
    In der HBL sind die Einschaltquoten bei Sport1 rückläufig. In der Saison 2010/11 hatten durchschnittlich ~300.000 Zuschauer eingeschaltet, 2011/12 und 2012/13 waren es knapp über 200.000 Zuschauer im Schnitt.

    Letzte Saison hat Sport1 testweise am Montagabend die Regionalliga live übertragen (wenn die 2. Bundesliga pausierte)
    RW Oberhausen - Fortuna Köln: 340.000 Zuschauer
    RW Oberhausen - Schalke 04: 190.000 Zuschauer
    Sportfreunde Lotte - Fortuna Köln: 220.000 Zuschauer
    (jeweils Durchschnittswerte)


    Die Quoten sind auf vergleichbarem Niveau und wie Hereticus schrieb bietet die Regionalliga reichlich attraktive Paarungen - nicht zuletzt durch fünf Staffeln mit entsprechend vielen Partien zur Auswahl.

    Der THW Kiel auf der Suche nach neuen Einnahmequellen?

    Zitat

    [...]
    Playoff-Spiele denkbar
    Doch nachdem in erster Linie Branchenprimus THW Kiel wochenlang gegen eine mögliche Reform der Meisterschaft Sturm gelaufen war, hört man plötzlich ganz neue Töne von der Förde. "Wir müssen einen Modus finden, der sportlich reizvoll und für Medien interessant ist", sagte THW-Manager Klaus Elwardt. Zwar bezeichnete er ein separates Endspiel erneut als "Blödsinn", doch Playoff-Spiele - auch in einem Fußballstadion - könne er sich inzwischen gut vorstellen. [...]

    Quelle: Sport1.de

    500.000 werden schon hin und wieder überschritten, aber selten. Und, so ungern es manche lesen, am Ehesten mit THW-Spielen. SCM und HSV sind auch noch Quotenbringer - und da spielt es leider keine Rolle wie spannend das Spiel sein wird. Eine langweilige Partie THW - Essen zieht mehr Zuschauer als ein spannendes Spiel Lübbecke - Minden.


    Das liegt zum Einen daran, dass Vereine wie Kiel oder Magdeburg sowie deren Starspieler aufgrund ihrer Erfolge bundesweit bekannt sind. Würde Sport1 allerdings regelmäßig (sagen wir mindestens vier bis fünfmal pro Saison) Spiele von Minden, Balingen & Co zeigen und sich während der Übertragung auch tatsächlich auf diese Vereine konzentrieren und die Geschichten rund um den Verein sowie die Spieler präsentieren, dann wüsste in zwei, drei Jahren auch jeder Handballzuschauer mt diesen Vereinen etwas anzufangen. Das erfordert jedoch einen längeren Atem und Geduld anstatt Mittwochsmorgens als erstes auf die Quoten vom Vorabend zu schauen und Experten die während des Spiels lieber über ihren Verein oder die neuesten Gerüchte aus Kiel und Hamburg sprechen.

    Hier ging es wohl eher um die Senderechte Bundesliga und da hat Sport1 irgendwas mit mit dem DHB/HBL ausgehandelt

    Ich wollte nur aufzeigen, dass so eine Streaming-Plattfom wie sie die EHF in Kooperation mit laola1.tv bietet zwar sehr schön ist, aber jemand die Inhalte dafür produzieren und bezahlen muss. Anstatt sichere Gelder aus einem TV-Vertrag zu erhalten müssten die Vereine in Vorlage treten, ihre Spiele selber produzieren und hoffen über Kundenabos einer (eigenen) Streaming-Plattform bzw. durch zusätzliche Gelder der eigenen Sponsoren die vom Streaming profitieren diese Kosten zu refinanzieren. Aber kurzfristig ist die HBL sowieso noch vertraglich an Sport1 gebunden.


    Auf Internationaler Basis hat zur Zeit Eurosport die Senderechte von der EHF gekauft

    Alles andere sind Zweitrechte

    Bezüglich der Champions-League-Rechte gibt es meines Wissens noch keinen Vertragsabschluss mit Eurosport für die bevorstehende Spielzeit.


    Mein Wunschdenken wäre ein Sportkanal von den Öffentlich/Rechtlichen und da würde ich sogar freiwillig ein paar Euronen bezahlen aber das wird wohl leider nie passieren :hi:

    Das Problem ist die vor Jahren begonnene Entwicklung zur Fußball-Monokultur im deutschen Fernsehen. Man kann Sport1 nicht einmal einen Vorwurf machen. SIe stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand, die Einschaltquoten beim Handball sind rückläufig und zuletzt gab es immer wieder Überschneidungen mit parallelen Handball-Champions-League-Spielen auf Eurosport. Die Rechte an der Fußball-Regionalliga versprechen - so traurig das auch ist - eine besseres Verhältnis zwischen Kosten und Zuschauerzahlen als der Handball. Zugpferd dieser Entwicklung waren in meinen Augen die Öffentlich-Rechtlichen Sender, die aus Sportschau und Sportreportage fast reine Fußball-Sendungen gemacht haben und überdies enorme Gelder für Fußballrechte ausgeben, die entweder für Deutschland eigentlich uninteressant sind (Confederations Cup in Brasilien - den es wahrscheinlich günstig zur WM dazugab) oder - noch schlimmer - die sonst auch einer der privaten Sender gekauft hätte (z.B. UEFA Champions-League). EDIT: Siehe auch die gestrige Pressemitteilung des MDR wonach 70% des Sportrechteetats der ARD in Fußball fließen.

    Auf der anderen Seite hat es der Bundesliga-Handball nicht geschafft aus dem gewachsenen Zuschauerinteresse nach dem WM-Erfolg 2007 eine ausreichend große Zuschauer-Basis zu generieren, die regelmäßig bei Handball-Übertragungen einschaltet. Gründe hierfür kommen viele in Frage (Skandale rund um den Handball, sportliches Abschneiden der Nationalmannschaft, etc.) und auch Sport1 sehe ich zumindest teilweise in der Verantwortung weil sie mit ihrer Fokussierung auf Kiel, Hamburg & Berlin zu sehr auf die kurzfristige Quote geachtet haben, anstatt die Attraktivität der gesamten HBL zu transportieren und auch kleine Erfolgsgeschichten wie beispielsweise Hannover-Burgdorf oder die HSG Wetzlar dem Zuschauer näher zu bringen. Es kann doch niemanden überraschen, dass nach der x-ten Übertragung des THW Kiel in der das Spiel gefühlt nach 40 Minuten entschieden ist das Zuschauer-Interesse abebbt - besonders wenn dieselben Vereine auch noch dutzende Male pro Saison von Eurosport in der Champions-League live übertragen werden.

    Jetzt ist die HBL gefordert. Anstatt von medienwirksamen Endspielen in Stadien zu träumen muss der erreichte Status quo gesichert werden! (Verglichen mit anderen Sportaten jammert der Handball auf sehr hohem Niveau!)

    ]Die Spiele der ehf werden doch von den Fernsehanstalten aufgenommen und dann als Livestream in den nicht zu der Fernsehanstalt gehörenden Länder freigegeben. Also ohne Fernsehsender auch keine ehf Livestreams.


    Die EHF verlangt von allen Vereinen die Produktion eines TV-Signals bei ihren Heimspielen. Falls sich kein übertragender Sender findet müssen die Vereine selbst die Kosten tragen - Dies könnte für die deutschen Champions-League-Teilnahmer durchaus ein Thema werden und ist für Eurosport ein gewisses Ass im Ärmel.

    In Skopje kommen und gehen die Spieler schneller als zu den besten Kasi'schen Kontinuitätszeiten. ;)

    Diesmal ist es Serbiens Nationaltorhüter Darko Stanic, der seine Koffer packen will, obwohl er letzten Sommer noch den Wechsel nach Göppingen platzen ließ weil er unbedingt bei Metalurg bleiben wollte. Man darf gespannt sein, wer ihn unter Vertrag nehmen wird.

    P.S.: Pavel Atman hat kein gutes Händchen bei der Vereinswahl. Da würde als nächster Schritt der VfL Gummersbach passen ... :lol:

    Ich finde es Unsinn zu glauben das monatliche Salär für Christian Zeitz sei in Veszprem wesentlich höher als nach diversen Vetragsverlängerungen in Kiel. (Auch wenn es einfach fällt dies als einzig plausible Erklärung für den Abgang eines Publikumslieblings heranzuziehen.) Zum Einen sprechen die Rahmenbedingungen mit einem Drei-Jahres-Vertrag für das Angebot aus Ungarn. Aber warum sollte er nicht auch sportlich eine neue Herausforderung suchen? Christian Zeitz hat von deutschen Meisterschaften über Pokalsiege und die Champions-League bis hin zu EM- und WM-Gold so ziemlich alles gewonnen. Da kann man ruhig mal neue Herausforderungen suchen. In Kiel formiert sich nach dem großen Umbruch eine neue Mannschaft und wenn Christian Zeitz diesen Neuaufbau nicht mitgehen will, dann ist diesen Sommer der ideale Zeitpunkt zum Wechsel - eigentlich für beide Seiten. (Es sind genug gute Rückraumspieler auf dem Markt bzw. man könnte den vorzeitigen Duvnjak-Wechsel forcieren.)

    Nachdenklich stimmt lediglich die Art der Verkündung: Eine Pressekonferenz in Veszprem inklusive Bild mit Vereinsschal und dem Statement, dasss man sich bereits nach einer geeigneten Immobilie am Balaton umsehe, während an der Ostsee niemand über die Vertragsunterzeichnung informiert war. Das mag entweder Ausdruck von Christian Zeitz' bekanntem Fingerspitzengefühl sein oder ein Zeichen dafür, dass die gute Kieler Luft intern getrübt sein könnte.

    sicher ist es für maier sinnvoll spielpraxis zu haben...was passiert aber wenn sich wieder einer der torleute verletzt? darf dann svensson wieder ran??

    verletzungen kommen im (profi) handball immer vor, die hat jede mannschaft mal mehr mal weniger...sogesehen wird es sicher auch bei den RNL nächste saison wieder verletzungen geben, das ist normal...es ist natürlich zu hoffen dass nicht ganz so gravierende verletzungen dabei sind wie letzte saison...aber auch im tporwart bereich muss man immer damit rechnen dass einer der keeper zumindest mal ein paar wochen ausfällt


    Spielspezifische Verletzungen sind bei Torhütern wesentlich seltener als bei Feldspielern. Bei Goran Stojanovics mag aufgrund seiner Rückenprobleme ein gewisses Ausfallrisiko bestehen, aber kritisch würde es erst wenn sich Landin auch noch zur selben Zeit verletzen würde. Dieses minimale Risiko rechtfertigt es nicht einem jungen Nachwuchstorhüter die Chance auf Spielpraxis und Weiterentwicklung zu verbauen, damit er eine weitere Saison auf der Tribüne sitzt. Falls tatsächlich der worst case bei den Rhein-Neckar-Löwen eintreten sollte, dann gibt es ausreichend Alternativen in Form von Tomas Svensson, Nachwuchstorhütern oder einer ganzen Reihe Torhüter im Ruhestand die sich für ein paar Wochen reaktivieren lassen.

    In Mannheim und Flensburg knallen gerade die Sektkorken. Flensburg hat eine lösbare Aufgabe zugelost bekommen und als Bonbon die Reisen zu den Nachbarn nach Dänemark und evtl. Schweden (allerdings auch den deutschen Wild card Teilnehmer) Für Mannheim stehen weitere Reisen an, aber dafür haben sie die schwächsten möglichen Gegner aus den Lostöpfen 2 und 3 erhalten.

    Kiel hat eine schwere, aber für die Fans attraktive Gruppe erwischt. Ich bin gespannt ob die neue Mannschaft des THW bereits im Herbst soweit zusammengewachsen sein wird um die Gruppe gewinnen zu können. In Gruppe C freue ich mich auf die Duelle zwischen Barcelona und Paris.

    Fakt ist, dass Bob Hanning deutsche Nationalspieler wie Silvio Heinevetter und Sven-Sören Christophersen benötigt um das "Wir setzen auf deutschen Nachwuchs"-Image weiterhin verkaufen zu können. Zwar sind die beiden genannten nicht dem Berliner Nachwuchs entsprungen, aber sie stehen singemäß dafür, dass die Füchse Berlin vom Nachwuchs bis zur ersten Sieben der Bundesliga-Mannschaft auf deutsche Spieler setzen. Mit einer ersten Sieben aus Kroaten, Spaniern und Russen lässt sich dieses Konzept nicht mehr verkaufen.

    Kopf einer realen Person? :D
    Der griechischen Geschichte? :nein:
    Der römischen Geschichte? :)
    In einem Garten zu einem Gebäude? :)(Gehört zu einem Gebäude.)
    In einem öffentlichen Park? :D  (Wobei Park ein wenig übertrieben ist. Es ist eher ein begrünter Platz.)
    Nördlich von Kassel? :nein:
    Östlich von Kassel? :nein:

    Für die Teilnahme am Final4 muss es massiv Punkte geben. Nachdem Chehovskie Medvedi in der Saison 2009/10 im Fnal Four stand rückte der russische Meister plötzlich vor auf Platz 3 der Setzliste für die folgende Saison und nebenbei gab es dank der Punkte im Nationenranking sogar noch einen zweiten Champions-League-Teilnehmer für Russland. Alborg wird dementsprechend von der Final-Four-Teilnahme von AG Kopenhagen profitieren - und davon, dass letzte Saison (während des dänischen Durchhängers) keine andere Nation nenneswert punkten konnte bzw. die Abstände der Polen und Mazedonier zu Lostopf 1 einfach noch zu groß waren.