Hier ging es wohl eher um die Senderechte Bundesliga und da hat Sport1 irgendwas mit mit dem DHB/HBL ausgehandelt
Ich wollte nur aufzeigen, dass so eine Streaming-Plattfom wie sie die EHF in Kooperation mit laola1.tv bietet zwar sehr schön ist, aber jemand die Inhalte dafür produzieren und bezahlen muss. Anstatt sichere Gelder aus einem TV-Vertrag zu erhalten müssten die Vereine in Vorlage treten, ihre Spiele selber produzieren und hoffen über Kundenabos einer (eigenen) Streaming-Plattform bzw. durch zusätzliche Gelder der eigenen Sponsoren die vom Streaming profitieren diese Kosten zu refinanzieren. Aber kurzfristig ist die HBL sowieso noch vertraglich an Sport1 gebunden.
Auf Internationaler Basis hat zur Zeit Eurosport die Senderechte von der EHF gekauft
Alles andere sind Zweitrechte
Bezüglich der Champions-League-Rechte gibt es meines Wissens noch keinen Vertragsabschluss mit Eurosport für die bevorstehende Spielzeit.
Mein Wunschdenken wäre ein Sportkanal von den Öffentlich/Rechtlichen und da würde ich sogar freiwillig ein paar Euronen bezahlen aber das wird wohl leider nie passieren 
Das Problem ist die vor Jahren begonnene Entwicklung zur Fußball-Monokultur im deutschen Fernsehen. Man kann Sport1 nicht einmal einen Vorwurf machen. SIe stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand, die Einschaltquoten beim Handball sind rückläufig und zuletzt gab es immer wieder Überschneidungen mit parallelen Handball-Champions-League-Spielen auf Eurosport. Die Rechte an der Fußball-Regionalliga versprechen - so traurig das auch ist - eine besseres Verhältnis zwischen Kosten und Zuschauerzahlen als der Handball. Zugpferd dieser Entwicklung waren in meinen Augen die Öffentlich-Rechtlichen Sender, die aus Sportschau und Sportreportage fast reine Fußball-Sendungen gemacht haben und überdies enorme Gelder für Fußballrechte ausgeben, die entweder für Deutschland eigentlich uninteressant sind (Confederations Cup in Brasilien - den es wahrscheinlich günstig zur WM dazugab) oder - noch schlimmer - die sonst auch einer der privaten Sender gekauft hätte (z.B. UEFA Champions-League). EDIT: Siehe auch die gestrige Pressemitteilung des MDR wonach 70% des Sportrechteetats der ARD in Fußball fließen.
Auf der anderen Seite hat es der Bundesliga-Handball nicht geschafft aus dem gewachsenen Zuschauerinteresse nach dem WM-Erfolg 2007 eine ausreichend große Zuschauer-Basis zu generieren, die regelmäßig bei Handball-Übertragungen einschaltet. Gründe hierfür kommen viele in Frage (Skandale rund um den Handball, sportliches Abschneiden der Nationalmannschaft, etc.) und auch Sport1 sehe ich zumindest teilweise in der Verantwortung weil sie mit ihrer Fokussierung auf Kiel, Hamburg & Berlin zu sehr auf die kurzfristige Quote geachtet haben, anstatt die Attraktivität der gesamten HBL zu transportieren und auch kleine Erfolgsgeschichten wie beispielsweise Hannover-Burgdorf oder die HSG Wetzlar dem Zuschauer näher zu bringen. Es kann doch niemanden überraschen, dass nach der x-ten Übertragung des THW Kiel in der das Spiel gefühlt nach 40 Minuten entschieden ist das Zuschauer-Interesse abebbt - besonders wenn dieselben Vereine auch noch dutzende Male pro Saison von Eurosport in der Champions-League live übertragen werden.
Jetzt ist die HBL gefordert. Anstatt von medienwirksamen Endspielen in Stadien zu träumen muss der erreichte Status quo gesichert werden! (Verglichen mit anderen Sportaten jammert der Handball auf sehr hohem Niveau!)