Beiträge von Arcosh


    Ja das ist der Witz. Diese Auflage scheint mir so, als wäre es eine Bestrafung. Die HBL hat sich doch längst von den Interessen ihrer Mitglieder verabschiedet. Man sah es daran, wie die Sache mit den Play-off-Spielen von den Mitgliedern "angenommen" wurde. Genauer gesagt sie ist sang- und klanglos durchgefallen.


    Die Hallenstandards wurden von den Mitgliedern -sprich den Vereinen - der HBL mehrheitlich beschlossen - ebenso wie die Spielmodusänderung abgelehnt wurde. Bei den Hallenstandards geht es einerseits darum Anforderungen für eine TV-Übertragung zu erfüllen, aber auch darum sicherzustellen, dass die sportlichen Aufsteiger über ein hinreichendes Umfeld verfügen um in der Liga konkurrenzfähig zu sein.

    TBV Lemgo - SG Flensburg-Handewitt
    THW Kiel - GWD Minden
    HSV Hamburg - Frisch Auf Göppingen
    TuS N-Lübbecke - TSV Hannover-Burgdorf
    TV Emsdetten - SC Magdeburg
    Bergischer HC 06 - HBW Balingen-Weilstetten
    Füchse Berlin - Rhein-Neckar Löwen
    HSG Wetzlar - MT Melsungen
    VfL Gummersbach - ThSV Eisenach

    Immer diese Andeutungen, in den nächsten Tagen werde ich die heimische Presse sehr genau lesen, falls sich da noch was zusammenbraut. So was lädt ja geradezu zum Spekulieren ein ;)


    Ich will Dennis Krause wahrlich nichts Böses und werde deshalb keine Details auspacken. Vielleicht nutzt er den Wechsel nach Wetzlar für einen Neuanfang, denn viele weitere Möglichkeiten wird er nicht mehr bekommen. Nur darf man Krauses einseitige Darstelllung frei von jeder Selbstkritik oder Einsicht in diesem Interview so nicht stehen lassen! (Zumal die Art und Weise dieser Abrechnung eher nicht auf ein Umdenken bei ihm schließen lässt.)

    Klarer Punktverlust für den VfL Gummersbach, der in den letzten Minuten wie das Kaninchen vor der Schlange agierte. Die Einstellung war wesentlich besser als in den beiden vorherigen Heimspielen, aber am Ende wurde das Spiel erneut verkrampft und ideenlos. Nach wie vor hat die Mannschaft keine Antwort auf eine 5-1-Deckung parat. Es war von Anfang an ein torarmes Spiel. Nach dem Treffer zur 8:7-Führung für den VfL kam Hombrados ins HSG-Tor und leitet so die erste kleine Wende zur 9:11-Halbzeitführung für Wetzlar ein. Beim Stande von 19:17 hatte der VfL Gummersbach mehrfach die Chance die Führung auf drei oder gar vier Tore auszubauen, aber sowohl Florian von Gruchalla im Gegenstoß als auch Raul Santos aus gutem Winkel von Linksaußen vergaben. Damit wäre das Spiel wohl im Sack gewesen. Carsten Lichtlein hielt die Hoffnung der Gummersbacher auf einen Sieg lange am Leben, aber da Wetzlar immerhin zwei Tore in den letzten zehn Minuten gelangen kamen sie noch zum Ausgleich.

    Ärgerlich, dass der Ball beim vermeintlichen 7:7 der HSG wohl eher nicht vollständig hinter der Linie war und dass Deutschlands bestes Schiedsrichtergespann zwar eine gute Leistung zeigte, aber nicht den Mut aufbrachte die fällige Disualifikation gegen Adrian Harmandic auszusprechen, obwohl im ersten Moment bereits der Griff an die Gesäßtasche ging. :/: Aufgrund der Vielzahl vergebener Chancen und der schlechten Wurfauswahl und -qualität in den letzten zehn Minuten muss man die Ursachen für den Punktverlust jedoch bei sich selber suchen.

    Schwacher Auftritt von Paris. Derzeit läuft es nicht rund, u.a. weil Mikkel Hansen weit von seiner Bestform entfernt ist. Metalurgs behäbiges Spiel hat mich allerdings auch nicht überzeugt. Immerhin verspricht der Ausgang der Gruppe lange offen zu bleiben.

    Anderes Thema:
    Heute um 18 Uhr auf ehftv.com sicherlich empfehlenswert die Partie Metalurg Skopje - Paris. Mal sehen, ob es dort wieder so einen Hexenkessel geben wird, wie bei Vardar gegen Barcelona. Dann wird auch Metalurg eine Chance haben.


    Bislang stimmungsvoll, aber noch keine Hexenkessel. Der Versuch jeden Tempogegenstoß von Paris mit einer Trillerpfeife auf der Tribüne zu stören erinnert eher an einen Kindergarten. :wall:

    Ich finde es faszinierend wie sich der VfL Gummersbach mit jeder Aussage und Pressemitteilung immer tiefer hineinreitet. Am Anfang war es "nur" ein unglücklicher Kommentar von Frank Flatten auf der Pressekonferenz, den man mit einem "Ja, die Leistung und Einstellung in den letzten beiden Heimspiele entsprach nicht unseren Ansprüchen, aber die Mannschaft braucht weiterhin die Unterstützung der Zuschauer" hätte ausbügeln können. Stattdessen schiebt man eine Pressemitteilung nach in der erneut die angeblich überzogene Erwartungshaltung des Publikums angeprangert und die teils detailierte und begründete Kritik ins Lächerliche gezogen wird ("Hätte man in Lemgo und Kiel mit etwas Glück gepunktet, würden die aktuell schärfsten Kritiker über Champions League sprechen.") Schlussendlich müssen sogar die alten Granden dem Geschäftsführer Rückendeckung geben.

    aber ich finde solche Statements wie " Wir machen das Wettrüsten nicht mit" dann eben nicht passend...soll man doch ruhig zugeben dass man sich die bestmöglichen Spieler angeln will....ist ja nix verwerfliches


    Wettrüsten meint nicht , dass man die besten Spieler verpflichtet, sondern dass man dafür horrende Summen ausgibt, wie es manch aufstrebende Vereine zwangsläufig machen müssen um kurzfristig eine schlagfertige Mannschaft zusammenszustellen. Beim THW Kiel sind alle Neuverpflichtungen ablösefrei und werden voraussichtlich abgehende Spieler ersetzen. Wettrüsten sieht für mich anders aus. Der THW hat bereits eine erstklassige Mannschaft zusammen und arbeitet lediglich daran diesen Status aufrecht zu erhalten - und selbst den sehe ich momentan nicht gegeben wenn ich den THW Kiel von 2012 mit der voraussichtlichen Mannschaft 2014 vergleiche. Auf nationaler Ebene gibt es für den THW Kiel ohnehin keinen Grund "aufzurüsten". Lediglich im Vergleich der europäischen Spitzenmannschaften sehe ich wachsende Konkurrenz für die Zebras.

    Die Zeitstrafe gegen Allendorf ist unstrittig, aber in einer solchen Situation dürften die Schiedsrichter ruhig den gastgebenden Verein auffordern diesen Zuschauer der Halle zu verweisen.


    Kiel bleibt weiterhin ohne Verlustpunkt. Der Spielplan gewährt ihnen eine lange Einspielphase bevor die echten Prüfsteine auf den THW warten. So lange kann nur spekuliert werden, ob der THW Kiel in der aktuellen Verfassung und allein mit der individuellen Stärke von Filip Jicha und Marko Vujin geggen Berlin, Flensburg oder die Rhein-Neckar Löwen besthen könnte.

    THW Kiel - MT Melsungen
    TSV Hannover-Burgdorf - Rhein-Neckar Löwen
    ThSV Eisenach - TuS Nettelstedt-Lübbecke
    Frisch Auf Göppingen - TV Emsdetten
    HBW Balingen-Weilstetten - HSV Hamburg
    SG Flensburg-Handewitt - Füchse Berlin
    SC Magdeburg- TBV Lemgo
    VfL Gummersbach - HSG Wetzlar
    GWD Minden - Bergischer HC 06

    Und man hört im Video sehr wohl den Pfiff und es sind bestimmt 3m bei Beginn des Pfiffes, 5m beim Ende des Pfiffes und noch mehr bei der Ausführung des Anwurfes. Was zählt denn...? ;) Also Groetzki ist schon echt schnell, hat bei Pfiffbeginn schon die halbe Wernesgrüner-Flasche passiert.


    Es zählt beim Anwurf der Pfiff und im Zweifelsfall der Beginn ebendieses - wenn du es auf Zehntelsekunden herunter brechen willst.


    Aber wie oben schon geschrieben:
    Schau dir an wo der Schiedsrichter beim Anwurf steht und erklär mir wie er gleichzeitig Guardiola beim Anwurf in der Mitte und Patrick Groetzki ganz außen (also rechts neben sich) im Blick haben soll. Der Schiedsrichter kann nur abpfeifen was er auch zweifelsfrei gesehen hat. Deshalb sind die Freiwurfausführung Ende der ersten Halbzeit und der letzte Anwurf eben nicht einfach so zu vergleichen.

    Man sollte sich immer die Perspektive der Schiedsrichter verdeutlichen, bevor man ihnen einen massiven Fehler unterstellt. Von der erhöhten Position der Kamera bzw. des Zuschauers aus, lässt sich macnche Situation anders beurteilen. Nach dem Torerfolg des SCM muss der Feldschiedsrichter in Richtung Grundlinie der Spielhälfte des SCM spurten und das Spielgeschehen rund um den Anwurf spielt sich derweil in seinem Rücken ab. Der vormalige Torschiedsrichter befand sich auf der rechten Angriffsseite der Rhein-Neckar-Löwen also dort wo Patrick Groetzki lief. Mit Blick in Richtung des Anwurfkreises in der Mitte hätte er zwar wunderbar einen zu früh startenden Uwe Gensheimer auf Linksaußen im Blick gehabt, aber der Rechtsaußen bewegt sich in diesem Moment in seinem Augenwinkel am Rande des Sehfeldes. Hier gleichzeitig zu beurteilen, wann der Spieler zum Anwurf bereit am Mittelkreis steht, den Anpfiff auszuführen und im Augenwinkel die Position des Rechtsaußen zu erfassen geht an die Grenzen des Menschen möglichen - wenn nicht sogar darüber hinaus. Erst Recht nach sechszig Minuten körperlicher Anstrengung und in der Hektik der Endphase, wo der Schiedsrichter ein besonderes Augenmerk auf den Anwurf haben muss, weil z.B. ein Foulspiel seitens des SCM zu erwarten gewesen wäre. Zur Verdeutlichung: Wir reden hier darüber, dass Groetzi eventuell eine halbe bis eine Sekunde zu früh über die Linie sprintet. (Was nebenbei bemerkt auch kein entscheidender Vorsprung war, weil die SCM-Abwehr bereits wieder komplett in der eigenen Hälfte stand und nach dem erfolgreichen Ausgleichstor noch zwei Sekunden auf der Spieluhr übrig waren.) Die ganzen Erzählungen von 10 bis 15 Metern sind nach Ansicht aller Bilder maßlos übertrieben.


    Hier hätte nur ein zusätzlicher Schiedsrichter helfen können die gesamte Situation zu überblicken.

    Nachtrag: In den allermeisten Fällen, so auch wieder in beiden genannten am WE, wird zu Gunsten der grossen bzw. etablierten Vereine entschieden. Spätestens daa kommt nun wirklich Geschmäckle rein. Den beim BHC aus Fankreisen zu hörenden Verschwörungsgedanken mag ich nicht komplett unterschreiben, aber auffällig ist es eben schon.


    Es mag so aussehen, als seien oft die "kleinen Vereine" benachteiligt, aber dies lässt sich außer durch bewusste oder unbewusste Einflussnahme der Schiedsrichter ebensogut dadurch erklären, dass die besseren Spieler es verstehen sich auf die Linie der Schiedsrichter einzustellen, während die schlechteren Spieler dies nicht schaffen und so öfters Foulspiel oder Zeitstrafen gegen sich gepfiffen bekommen. Auch bei den kleineren Vereinen gibt es einzelne herausragende Spieler die dies verstehen und umsetzen können - es sind nur auf einfach weniger als bei Kiel, Berlin & Co.

    Die Gruenen konnten ihr Steuerkonzept nicht unter die Leute bringen, dazu kamen dann die dunklen Schatten der Vergangenheit und der Veggi-Day.
    Das Volk hält lange still, aber wenn man ihnen ans Essen geht, wird´s kritisch.
    Das ist sogar psychologisch ergruended. Wenn jemand die Ernährungsweise kritisiert, wird das vom Kritisierten unbewusst als Beleidigung seiner Mutter aufgefasst. Und das geht bekanntermassen gar nicht.


    Also ein Sieg der BILD, die das Monate alte Thema rechtzeitig zu Beginn der heißen Wahlkampfphase rausgekramt und aufgebauscht haben ... und alle Medien sind reflexartig darauf angesprungen.

    Da zeigt sich weshalb es Volksentscheide auf Bundesebene weiterhin nicht geben sollte.

    Ich denke, die Schiedsrichter werden nicht schlechter, sondern der Sport immer schneller und die Spieler professioneller. Die Schiedsrichter können bei dieser Entwicklung nicht Schritt halten und das führt zu gefühlt schlechteren Leistungen der Unparteiischen. Das ist aber kein exklusives Problem des Handballs, sondern quer durch die Sportwelt zu beobachten. Das menschliche Wahrnehmungsvermögen stößt an seine Grenzen und andere Sportarten versuchen dies durch eine Erhöhung der Anzahl an Schiedsrichtern oder technische Hilfsmittel zu kompensieren.

    Der SCM kann froh ein, dass die Rhein-Neckar Löwen erneut ein Fehlerfestival abgeliefert haben und Guardiola das leere Tor nicht trifft. Sonst hätte es gar keine Diskussion über den letzten Angriff geben müssen, bei dem die Magdeburger Abwehr im verfrühten Siegesjubel gemeinschaftlich gepennt hat.