Beiträge von Arcosh

    Metalurg Skopje dürfte in den vergangenen Jahren genug Punkte in der Champions-League geholt haben um dem mazedonischen Meister einen direkten Startplatz in der Gruppenphase zu sichern. Daher war der "Abstieg" der Schweden nur folgerichtig. (Das ausgerechnet Vardar von den Leistungen Metalurgs profitiert wird in Skopje sicherlich für "Gesprächstoff" sorgen ;) )

    HK Drott (SWE), der eigentliche Nachrücker für Medwedi als gesetztes Team für die Gruppenphase, ist immerhin alleine in Topf 1 für die Qualifikation gesetzt.


    Ja, aber warum mit Drott gegen Esch ein direktes Duell um einen Startplatz und dazu drei Vierer-Turniere, anstatt zwei Vierer und zwei Dreier-Turniere zu veranstalten? Erschließt sich mir irgendwie nicht. Oder will die EHF die Schweden besänftigen, weil sie bei der Bewerbung fürs Wild-card-Turnier leer ausgegagen waren.

    Ich habe ja auch gar nichts dagegen, wenn die BuLi immer den 4. schicken darf. Sie ist nunmal eine der, wenn nicht die stärkste Liga Europas, also warum keine bis zu vier Starter. Dann soll man aber auch konsequent sein und in einer Konstellation wie dieser die Berliner in die Röhre gucken lassen, eben WEIL der Titelverteidiger laut Statuten ins WC-Turnier kommt. Im Fußball ist es doch auch genauso eindeutig. Wäre Bayern in dieser Saison nur 8. geworden, wären sie trotzdem direkt für die CL qualifiziert, genauso wie der 1. und 2. der Liga. Der 3. hätte statt dem 4. in die Quali gemusst und der 4. wäre halt direkt in die Europa-League gegangen. Ist zwar auch unfair gegenüber dem besser platzierten in der Liga, aber zumindest klar geregelt. Und hier erzählt die EHF letzte Woche, daß sich neben Hamburg 8 weitere Mannschaften für drei Plätze beworben haben, um dann eine Woche später einen neuen Modus ausbaldowert zu haben. Ohne Worte...


    Genau den geschilderten Fall gab es vergangene Saison in der Premier League. Übertragen auf die HBL hätte dies übrigens bedeutet, dass der HSV Handball anstelle der Rhein-Neckar Löwen in die Champions-League eingezogen wäre.

    Gruppe A: (Herning)
    Dänemark
    Tschechien
    Mazedonien
    Österreich

    Gruppe B : (Aalborg)
    Spanien
    Island
    Ungarn
    Norwegen

    Gruppe C: (Aarhus)
    Serbien
    Frankreich
    Polen
    Russland

    Gruppe D: (Bröndby)
    Kroatien
    Schweden
    Weißrussland
    Montenegro


    Für Gastgeber Dänemark hätte es kaum besser kommen können. Am reizvollsten ist in meinen Augen Gruppe C.

    Lostopf 1:
    THW Kiel (GER 1)
    FC Barcelona (ESP 1)
    Aalborg Hanbdall (DEN 1)
    MKB Veszprém KC (HUN 1)

    Lostpopf 2:
    KS Vive Targi Kielce (POL 1)
    HC Croatia Osiguranje Zagreb (CRO 1)
    PSG Handball (FRA 1)
    RK Gorenje Velenje (SLO 1)

    Lostopf 3:
    SG Flensburg-Handewitt (GER 2)
    BM Atlético Madrid (ESP 2)
    St. Petersburg HC (RUS 1)
    HC Vardar Skopje – PRO (MKD 1)

    Lostopf 4:
    KIF Kolding København (DEN 2)
    Wacker Thun (SUI 1)
    Rhein-Neckar-Löwen (GER 3)
    Naturhouse La Rioja (ESP 3)

    Lostopf 5:
    Dunkerque HB Grand Littoral (FRA 2)
    Celje Pivovarna Laško (SLO 2)
    2 Qualifikanten

    Lostopf 6:
    2 Qualifikanten
    Gewinner Wild card Tunier
    Gewinner deutsches Wild-card-Playoff
    ______________________________________________

    MKB Veszprem wird für die starken Leistungen der vergangenen Saison belohnt und rückt in der Champions-League-Setzliste von Platz 6 vor in den ersten Lostopf. Dass der dänische Meister in Lostopf 1 verbleibt dürfte nach der schwachen CL-Saison von Bjerringbro-Silkeborg in erster Linie daran liegen, dass die direkten Verfolger aus Russland, Frankreich oder Kroatien auch nicht nennenswert punkten konnten. Einen großen Satz macht der polnische Meister Kielce. Letztes Jahr noch an Rang 11 gesetzt finden sie sich nun in Lostopf 2 wieder. Wieviel eine Final4 Teilnahme bei der Erstellung dieses Rankigs ausmacht konnte man schon 2010 bei Chekhovskie Medvedi sehen. Apropos: Der russische Meister taucht nicht unter den Teilnehmern für die Saison 2013/14 auf, was die Gerüchte um einen drohenden Kollaps der russischen Bären weiter befeuern dürfte.

    Mir erschließt sich nicht weshalb die EHF die vier Qualifikanten auf zwei Lostöpfe verteilt anstatt z.B. alle Qualifikanten in Lostopf 6 und die beiden Wild-card-Gewinner in Lostopf 5 zu platzieren. Mit der aktuellen Setzliste sind erneut sehr ungleiche Gruppenverteilungen möglich. :/:

    Was für eine Farce. Dann soll die EHF der HBL doch direkt einen vierten Champions-League-Platz zuteilen. :nein:

    Die EHF schlägt zudem zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum Einen wird bei der Gruppenauslosung der deutsche Wild-card-Gewinner als deutsche Mannschaft markiert werden und somit ein Aufeinandertreffen deutscher Mannschaften in der Gruppenphase verhindert. Zum Anderen löst die EHF mit dieser Hin- und Rückspiel-Lösung das Problem, dass der ursprünglich angesetzte Termin für die Qualifikationsstuniere sich mit dem Super Globe der IHF überschneidet.

    Anderes Thema:
    Kann man DAS noch Auslosung nennen oder ist es nicht näher an einer Setzliste, wenn Dänemark die ungeliebten Teams aus Lostopf 2 in die anderen Turnierhälfte verschieben kann. Aus Sicht des Organisators mag es noch nachvollziehbar sein Teams aus Nachbarländern (mit zu erwarten höherem Fanaufkommen) auf verschiednene Spielorte zu verteilen, aber womit bitteschön wird das im Falle von Frankreich gerechtfertigt?

    Das Spielerkarussel nimmt fahrt auf, da wieder einmal Vereine mit finanziellen Problemen kämpfen. Bei Chekhovskie Medwedi stehen die Zeichen auf Ausverkauf und der slowenische Topklub RK Cimos Koper verschwindet von der Handball-Landkarte. Der Verein konnte mit den Spielern keine Übereinkunft über einen Gehaltsverzicht in Höhe von 25% erzielen und muss daher den Betrieb wohl einstellen. :/:

    Derweil rüstet sich RK Vardar Skopje für die bevorstehende Champions-League-Teilnahme. Alem Toskic (31, RK Celje) sowie Timur Dibirov, Danil Shiskarev und Michail Chipurin (alle Checkhovskie Medwedi) werden Vardar verstärken. Für etwas jüngeres Blut könnte Hamburgs Stefan Terzic sorgen, der kurz vor einer Vertragsunterzeichnung stehen soll. Ermöglicht wird dies durch das Engagement des russischen Milliardärs Sergei Samsonenko, der seit 2012 bei den Fußballlern von ZRK Vardar investiert und inzwischen auch bei den Handballern aktiv ist.

    Erst dein letzter Satz beantwortet meine Frage ansatzweise. Anstelle von z.b. zwei oder drei deutschen Vereinen, die in Runde drei einsteigen, würden also Vereine aus anderen Ländern dort einsteigen, die die EHF festlegt. Und die ansonsten womöglich schon eine Runde früher rangemusst hätten...


    Du darfst nicht vergessen, dass nur der Sieger des Wild-card-Turniers in die Gruppenphase der Champions-League aufrückt, während die anderen drei Mannschaften zurück in den EHF-Pokal gehen. Somit wird effektiv nur ein Platz frei werden. (Sofern nicht der HSV Handball als Titelverteidiger von der EHF per zusätzlicher Wild card direkt für die Gruppenphase gesetzt wird.)

    Die Regelungen der EHF mögen in einigen Punkten unklar bzw. unsauber formuliert sein, aber mehr als ein kleines mediales Echo kann sich Herr Seipp von seiner Aussage eigentlich nicht versprechen. So unklar, dass sich die HSG vorsorglich eine Europakarte zulegen müsste sind die Regelung nun auch wieder nicht.

    @hb-fan96
    Für die Wertung der besten Gruppendritten zählen nur die vier Spiele gegen den Gruppensieger und Gruppenzweiten.

    Im Falle einer Niederlage wäre Österreich Gruppendritter, aber aufgrund der drei Punkte aus den Spielen gegen Serbien wären sie in dieser speziellen Wertung der beste Gruppendritte aller Qualifikationsgruppen.

    Die Russen hätten im Falle einer Niederlage heute nur die zwei Zähler aus ihrem Hinrundensieg gegen Österreich auf der Haben-Seite und hatten vor dem heutigen Spiel ein Torverhältnis von +5 vorzuweisen. Deutschland als nächstbester Gruppendritter kommt auf 2 Punkte und -3 Tore.

    Slowenien - Weißrussland 33:35
    Weißrussland fährt zur EM und der WM-Vierte ist raus. Gleichzeitig hat auch Österreich das Ticket nach Dänemark in der Tasche und den Russen genügt eine Niederlage mit weniger als acht Toren für den Platz als bester Gruppendritter.