Beiträge von Arcosh

    Okay, Herr Elwardt spricht wohl gerne in Mikrofone ohne vorher nachzudenken, aber seit wann gibt sich Alfred Gislason so kleingeistig? Dass die Beiden von der Leistung ihres THW Kiel beeindruckt sind, liegt in der Natur der Sache. Aber ich vage zu bezweifeln, dass sie sich intensiv mit den anderen nominierten Mannschaften auseinandergesetzt haben um deren Leistungen bzw. deren Berechtigung für diese Auszeichnung bewerten zu können.

    P.S.: Vielleicht ist der fünfte Platz des THW Kiel nicht nur dem Olympiajahr geschuldet, sondern auch der Tatsache, dass die stimmberechtigten Journalisten im Jahr 2012 beim Thema THW Kiel nicht nur über Leistungen auf dem Platz zu berichten hatten.


    Da fragt man sich schon, was eine Handballmannschaft leisten muss, um unter die Top-3 zu kommen, oder zumindest den Fußballmeister hinter sich zu lassen.


    Zum Beispiel Weltmeister werden (2007 & 1978) oder das Quadrupel (VfL Gummersbach, 1983) bzw. internationale Double (TV Großwallstadt, 1979) in einem Nicht-Olympiajahr erreichen. :D


    Im Zweifel ist es eine Sperre wegen erwiesener Blödheit. Es trifft auf jeden Fall nicht den falschen.


    Hilf mir kurz auf de Sprünge: Wie lange ist Thierry Omeyer nach seinem Jubellauf beim CL-Finale quer durch die gegnerische Mannschaft inklusive beidhändiger Becker-Faust damals gesperrt worden?

    :hi:

    TuS N-Lübbecke - SG Flensburg-Handewitt
    TV 1893 Neuhausen - VfL Gummersbach
    Füchse Berlin - TSV Hannover-Burgdorf
    TuSEM Essen - TBV Lemgo
    GWD Minden - HSG Wetzlar
    Frisch Auf Göppingen - SC Magdeburg
    HSV Hamburg - MT Melsungen
    THW Kiel - TV Großwallstadt
    HBW Balingen-Weilstetten - Rhein-Neckar Löwen

    Als Faustformel gilt: 70% des Etats sind Personalkosten.

    Das Ganze darf aber höchstens als loser Richtwert gesehen werden, da es keine klaren RIchtlinien gibt, welche Einnahmen und Ausgaben in den Etat miteinfließen. Es gibt zwischen den Vereinen u.a. sehr große Unterschiede bezüglich der Ausgaben für Hallenmiete, Reisekosten (Europapokal, CL), etc.

    Arcosh: An Gustavsson hatte ich auch schon gedacht. Ist zwar fraglich, ob er direkt zu alter Stärke zurück findet, aber ein gewisses Risiko muss man manchmal eingehen. Der wurde in spanischen Foren zur nächsten Saison mal mit Atletico Madrid in Verbindung gebracht, allerdings scheint das vom Tisch zu sein. Auch in Verbindung mit Silkeborg meine ich von ihm schon gelesen zu haben.


    Ich bin zuversichtlich, dass Gustavsson (einen positiven Heilungsverlauf vorausgesetzt) bei einem Topclub unterkommt. Madrid dürfte mit Magnus Dahl aber erstmal bestens versorgt sein.

    und welcher gute torwart sollte "sofort" verfügbar sein???


    Du erwartest nicht ernsthaft, dass hier jemand die Vetragsdaten und möglichen Ablöseforderungen für alle Torhüter europäischer Vereine vorliegen hat, oder? Wer als mittelfristige Zielsetzung bzw. eigenen Anspruch den Europapokal bzw. die Champions-League anvisiert, der sollte sich auch dementsprechend bei Topvereinen (sprich CL-Teilnehmer oder zumindest Europapokal-Teilnehmer) umsehen. Marinovic hat in meinen Augen solides Bundesliga-Format, aber mehr auch nicht. (Da würde ich persönlich beispielsweise eher Björgvin Gustavsson eine Chance geben.)


    Aus dem Artikel: "Zu diesem Urteil kam Uwe Stemberg von der Spielaufsicht nach Ansicht eines Videos im Anschluss an das Spiel. Müller droht eine Spielsperre. "
    Huch, Videobeweis in der HBL? Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine Sperre Bestand hätte. Da drohen wochenlange Einspruchs-Verfahren und schlimmstenfalls Spielwiederholungen. Oder haben die Schiedsrichter im Anschluss an das Spiel (ohne Sichtung der Videoaufzeichnung) eine entsprechenden Bericht im Spielprotokoll vermerkt?

    Heimlich still und leise wird ein neues Sport-Großereignis aus der Taufe gehoben. Wird der Terminplan der Handballer nun noch weiter aufgeblasen oder werden die European Games die Austragung einer separaten Handball-EM obsolet machen und/oder diverser Qualifikations-Turniere für WM und Olympiische Spele ersetzen?


    Asien- und PanAmerika- und Panafrikanische Spiele gibt es bereits seit Mitte des letzten Jahrhunderts. Für die unzähligen Sportarten im Schatten des Fußballs bieten European Games die Chance anstelle wenig beachteter Europameisterschaften ihren Kontinentalmeister bei einem medialen Großevent zu ermitteln. In meinen Augen ein guter Schritt (sofern es sich wirklich zum Ersatz von Europameisterschafts-Turnieren entwickelt.)


    Baku ist natürlich diskutabel und wirkt wie die kleine Schwester von Katar, die das Glück hatte, dass die Scheichs auf der falschen Kontinantalplatte driften.

    Auf jeden Fall kann man das lange vorgebrachte Argument, des schweren Auftaktprogramms, inzwischen in die Tonne kloppen, denn 5 Punkte aus 15 Spielen ist und bleibt zu wenig. Wenn dann noch im nächsten Spiel gegen nettelstedt nicht gepunktet wird, wovon ich ausgehe, ist normalerweise bis zum 22. Spieltag nichts mehr zu holen. Und steht man am 22. ST weiter mit 5 Punkten da, dann ist's vermutlich schon vorbei, wenn auch nicht mathematisch.


    Natürlich wäre es zu einfach das sportliche Abschneiden nur auf den Spieplan zu reduzieren. Aber der Vergleich zwischen Minden und Großwallstadt zeigt meiner Meinung nach durchaus dessen Einfluss auf. GWD Minden im ersten Saisondrittel mit Heimspielen gegen Neuhausen, Essen und Balingen. Mit dem Auftrieb aus den Pflichtsiegen gegen Neuhausen und Essen und dem Gefühl in der 1. Bundesliga angekommen zu sein, weil man auf einem Mittelfeldplatz steht, gelingt dann im Anschluss der Punktgewinn in Göppingen und der Derbysieg gegen Nettelstedt. Den Rest der Hinrunde wird man voraussichtlich ohne weitere Punktgewinne bleiben, aber das wiegt nicht so schwer, weil man oberhalb der Abstiegsränge steht. Der TVG hingegen stand (erwartungsgemäß) von Anfang an im Tabellenkeller. Von Spiel zu Spiel wächst der Druck und dann verliert man ein Heimspiel gegen Göppingen eben mit einem Tor.

    Der Mannschaft des VfL sah man von Beginn an an, dass sie wusste, dass sie nicht gewinnen kann. Der SCM wurde zu unzähligen Gegenstößen geradezu eingeladen.

    Ein wenig hatte man das Gefühl die Mannschaft habe das Spiel im Kopf bereits vor dem Anpfiff abgehakt. Klar war der VfL heute Außenseiter gegen Den SC Magdeburg und manchmal ist es besser sich auf die Spiele zu konzentrieren in denen man punkten kann. Aber so desolat darf man sich in eigener Halle nicht präsentieren.

    Borko ohne Parade ausgewechselt (waren auch viele Gegenstöße dabei). Bei Rezar war schon allein die Körpersprache eine ganz andere, für mich ist er die Nummer 1 in unserem Gespann.

    Wenn ich es richtig mitbekommen habe, hat sich Borko selber ausgewechselt.

    Gott sei Dank gab es wieder ein dickes Hallenmagazin, so dass ich mir mitunter so die Zeit vertreiben konnte.

    Hast du alle Fehler in Gummis Suchbild entdeckt? :lol:


    Es kursieren keine Namen momentan. Es kursierte ja nicht mal eine Ahnung, dass man an einem Norweger dran war. Die Anforderungen, die der Spieler aber mitbringen soll, sind ohnehin nicht sehr gut zu füllen: Es muss ein Shooter sein, stark in der Abwehr und sollte sofort sich integrieren können und sollte natürlich fast kostenlos zu bekommen sein. Da beim VfL nur Helden arbeiten, könnte ein neuer Spieler ein überalteter Altstar sein, der lange verletzt war. Ist er nicht übergewichtig, hat man schon die halbe Miete.


    Als die Rede von einem skandinavischen Spieler war, kam mir Logi Geirsson in den Sinn. Hätte ganz gut zu den Problemstellen beim VfL Gummersbach gepasst.

    @Hereticus:
    Der Modus ist eindeutig geregelt. Siehe EHF Cup Regulations.(2.8.2 + 2.8.3 sowie 4.3)
    (Etwas unglücklich ist die Formulierung mit den sieben Viertelfinalisten, bei denen der Ausrichter noch mitgezählt wird. Da gibt es gewisse Unsauberkeiten wenn von "In addition the best three 2nd ranked teams" die Rede ist, denn das würde bedeuten, dass in diesem Falle Nantes nicht der schlechteste Gruppenzweite sein dürfte)

    Anaitasuna kommt so langsam aus dem Tabellenkeller raus, das Team aus Nordspanien fährt den dritten Sieg in Folge ein. Eng bleibt es unten für Puerto Sagunto, Vigo, Palma del Rio und Cangas, aber auch Valladolid muss noch mit einem Auge nach unten schielen


    Drei Niederlagen später hat sich das eine schielende Auge in zwei weitaugerissene verwandelt. Nach Niederlagen bei den direkten Konkurrenten in Vigo (23:25) und Sagunto (23:30) ist Valladolid Tabellenletzter mit fünf Punkten aus zwölf Partien. Gegen BM Puerto Sagunto lag Valladolid bereits zur Halbzeit aussichtslos mit 9:17 zurück.

    Marketingschachzug hin oder her, aber Istanbul scheitert an der Hürde, dass der Ausrichter nur dann fürs Finalturnier gesetzt ist, wenn er sich fürs Viertelfinale qualifiziert - sprich Platz 1 oder 2 in der Gruppe belegt. Da bräuchten die Türken schon enormes Losglück und eine Gruppe im Stile Istanbul/Bacau/Eskilstuna/Maribor. Ohne Teilnahme von Besiktas wäre eine Finalturnier in Istanbul wohl zum Scheitern veruteilt - und gerade bei der ersten Austragung wird die EHF auf Nummer Sicher gehen.

    Aufgrund der Austragung des CL Final Four in Köln gehe ich davon aus, dass die EHF gerne einen nicht-deutschen Ausrichter hätte.

    Noch ein kleiner Einwurf von mir. In den USA haben wir geschlossene Ligen und die Mannschaften werden strategisch da platziert, wo es wirtschaftlich am meisten Sinn macht. Berlin ist auch ein wirtschaftlich attraktives Gebiet und die Füchse haben es innerhalb kurzer Zeit zu einer enormen Entwicklung gebracht (waren die Füchse nicht sogar die Reinickendörfer Füchse oder so?). Wäre es nicht sinnvoller für die eher kleinen Städte in der Liga in größere Städte zu ziehen und sich auch danach umzubennen? Klar würden einige Fans meutern, wenn FA Göppingen plötzlich FA Stuttgart heißt, aber sind hier die Chancen sich effektiv zu vermarkten und so mehr Geld einzunehmen nicht um einiges höher. Nur ein kleiner Denkanstoss, ich weiß auch, dass als die Gummersbacher in Köln gespielt hat einige Zuschauerplätze frei geblieben sind, aber die haben sich auch nicht zum VfL Köln umbenannt und somit kaum das Kölner Interesse auf sich gezogen. Oder ist Handball in den großen Medienstädten wie München oder Köln gar nicht vermarktbar?


    Wozu deine wiederkehrenden Vergleiche mit dem US-Sport? Dem Profisport in Europa und den US-amerikanischen Profiligen (NBA, NFL, MLB, NHL) liegen völlig gegensätzliche Ausgangssituationen zu Grunde. In Europa ist der Profisport nur die Spitze eines offenen Systems bei dem im Prinzip jeder Verein aus der Kreisklasse bis in die 1. Bundesliga aufsteigen kann. Die Profimannschaften sind Teil eines Vereins mit Nachwuchsmannschaften und Breitensport-Angeboten. In den US-Profiligen gibt es Unternehmen ohne vereinsbezogenen Unterbau. Die Liga offeriert das Produkt Profisport. Sie verkauft Lizenzen am interessierte Standorte, vermarktet die gesamte Liga und die Spieler werden munter zwischen den Vereinen verschoben. Natürlich ist diese Liga darauf bedacht mit vielerlei Ausgleichsmechanismen für weitgehende Chancengleichheit zu sorgen, damit die Lizenznehmer weiterhin Jahr für Jahr Geld an die Liga abführen um dabei zu bleiben. Dass dieses System keineswegs das Nonplusultra ist sieht man daran, dass zahlreiche Franchises verschuldet sind bzw. von den Millionen-Investitionen ihrer Besitzer leben und der Status der Spieler als gewerkschaftlich organisierte Angestellte führt immer wieder zu langwierigen Tarifverhandlungen und schlimmstenfalls Lockouts.


    Im Handball ist es einfach so, dass Geld Tore wirft. Die Frage ist nur wie man dafür sorgen kann, dass der wirtschaftliche Abstand innerhalb der Liga kleiner wird? Und auch insgesamt gesehen, gibt es im Handball meiner Meinung nach großes Steigerungspotential nach oben, gerade im finanziellen Bereich. Ich würde gerne herausfinden, ob das durch einen Änderung des Ligensystems zumindest theoretisch möglich wäre.


    In allen Sportarten erzielt Geld Tore, Körbe etc. Bei Sportarten mit vielen Torerfolgen macht sich dies einfach stärker bemerkbar, als beispielsweis im Fußball wo eine defensive, destruktive Spielweise und ein glückliches Tor dem Außenseiter zum unerwarteten Sieg verhelfen können.

    Ein Punkt bei dem ich dir allerdings Recht gebe, ist dass der Handball im wirtschaftlichen Bereich überraschend schlecht dasteht. Die Spitzenteams der BBL und DEL haben gleichwertige Etats zu den Topverienen der HBL - trotz interantional zweit- bis drittklassiger Ligen und wesentlich geringerer TV-Präsenz. (Europäische Basketball-Topvereine haben Etats von denen der THW Kiel nur träumen kann.) Einerseits spielen dabei sicherlich die allgegenwärtigen Mäzene eine Rolle, aber ich würde auch nicht ausschließen wollen, dass die Zuschauer-Struktur beim Basketball und Eishockey einigen potentiellen Sponsoren besser erscheint als im Handball.

    Bei diesem Teilnehmerfeld muss man lange suchen um einen Verein mit ausreichender Halle und Wirtschaftskraft fürs Finalturnier zu finden. Blieben eigentlich nur Kopenhagen und Mannheim, aber Thorsten Storm wartet ja angeblich noch auf den Anruf der EHF. :lol: (Oder glaubt jemand ernsthaft an die Bewerbung eines neutralen Hallenbetreibers?)