Beiträge von Arcosh

    Arcosh: An Gustavsson hatte ich auch schon gedacht. Ist zwar fraglich, ob er direkt zu alter Stärke zurück findet, aber ein gewisses Risiko muss man manchmal eingehen. Der wurde in spanischen Foren zur nächsten Saison mal mit Atletico Madrid in Verbindung gebracht, allerdings scheint das vom Tisch zu sein. Auch in Verbindung mit Silkeborg meine ich von ihm schon gelesen zu haben.


    Ich bin zuversichtlich, dass Gustavsson (einen positiven Heilungsverlauf vorausgesetzt) bei einem Topclub unterkommt. Madrid dürfte mit Magnus Dahl aber erstmal bestens versorgt sein.

    und welcher gute torwart sollte "sofort" verfügbar sein???


    Du erwartest nicht ernsthaft, dass hier jemand die Vetragsdaten und möglichen Ablöseforderungen für alle Torhüter europäischer Vereine vorliegen hat, oder? Wer als mittelfristige Zielsetzung bzw. eigenen Anspruch den Europapokal bzw. die Champions-League anvisiert, der sollte sich auch dementsprechend bei Topvereinen (sprich CL-Teilnehmer oder zumindest Europapokal-Teilnehmer) umsehen. Marinovic hat in meinen Augen solides Bundesliga-Format, aber mehr auch nicht. (Da würde ich persönlich beispielsweise eher Björgvin Gustavsson eine Chance geben.)


    Aus dem Artikel: "Zu diesem Urteil kam Uwe Stemberg von der Spielaufsicht nach Ansicht eines Videos im Anschluss an das Spiel. Müller droht eine Spielsperre. "
    Huch, Videobeweis in der HBL? Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine Sperre Bestand hätte. Da drohen wochenlange Einspruchs-Verfahren und schlimmstenfalls Spielwiederholungen. Oder haben die Schiedsrichter im Anschluss an das Spiel (ohne Sichtung der Videoaufzeichnung) eine entsprechenden Bericht im Spielprotokoll vermerkt?

    Heimlich still und leise wird ein neues Sport-Großereignis aus der Taufe gehoben. Wird der Terminplan der Handballer nun noch weiter aufgeblasen oder werden die European Games die Austragung einer separaten Handball-EM obsolet machen und/oder diverser Qualifikations-Turniere für WM und Olympiische Spele ersetzen?


    Asien- und PanAmerika- und Panafrikanische Spiele gibt es bereits seit Mitte des letzten Jahrhunderts. Für die unzähligen Sportarten im Schatten des Fußballs bieten European Games die Chance anstelle wenig beachteter Europameisterschaften ihren Kontinentalmeister bei einem medialen Großevent zu ermitteln. In meinen Augen ein guter Schritt (sofern es sich wirklich zum Ersatz von Europameisterschafts-Turnieren entwickelt.)


    Baku ist natürlich diskutabel und wirkt wie die kleine Schwester von Katar, die das Glück hatte, dass die Scheichs auf der falschen Kontinantalplatte driften.

    Auf jeden Fall kann man das lange vorgebrachte Argument, des schweren Auftaktprogramms, inzwischen in die Tonne kloppen, denn 5 Punkte aus 15 Spielen ist und bleibt zu wenig. Wenn dann noch im nächsten Spiel gegen nettelstedt nicht gepunktet wird, wovon ich ausgehe, ist normalerweise bis zum 22. Spieltag nichts mehr zu holen. Und steht man am 22. ST weiter mit 5 Punkten da, dann ist's vermutlich schon vorbei, wenn auch nicht mathematisch.


    Natürlich wäre es zu einfach das sportliche Abschneiden nur auf den Spieplan zu reduzieren. Aber der Vergleich zwischen Minden und Großwallstadt zeigt meiner Meinung nach durchaus dessen Einfluss auf. GWD Minden im ersten Saisondrittel mit Heimspielen gegen Neuhausen, Essen und Balingen. Mit dem Auftrieb aus den Pflichtsiegen gegen Neuhausen und Essen und dem Gefühl in der 1. Bundesliga angekommen zu sein, weil man auf einem Mittelfeldplatz steht, gelingt dann im Anschluss der Punktgewinn in Göppingen und der Derbysieg gegen Nettelstedt. Den Rest der Hinrunde wird man voraussichtlich ohne weitere Punktgewinne bleiben, aber das wiegt nicht so schwer, weil man oberhalb der Abstiegsränge steht. Der TVG hingegen stand (erwartungsgemäß) von Anfang an im Tabellenkeller. Von Spiel zu Spiel wächst der Druck und dann verliert man ein Heimspiel gegen Göppingen eben mit einem Tor.

    Der Mannschaft des VfL sah man von Beginn an an, dass sie wusste, dass sie nicht gewinnen kann. Der SCM wurde zu unzähligen Gegenstößen geradezu eingeladen.

    Ein wenig hatte man das Gefühl die Mannschaft habe das Spiel im Kopf bereits vor dem Anpfiff abgehakt. Klar war der VfL heute Außenseiter gegen Den SC Magdeburg und manchmal ist es besser sich auf die Spiele zu konzentrieren in denen man punkten kann. Aber so desolat darf man sich in eigener Halle nicht präsentieren.

    Borko ohne Parade ausgewechselt (waren auch viele Gegenstöße dabei). Bei Rezar war schon allein die Körpersprache eine ganz andere, für mich ist er die Nummer 1 in unserem Gespann.

    Wenn ich es richtig mitbekommen habe, hat sich Borko selber ausgewechselt.

    Gott sei Dank gab es wieder ein dickes Hallenmagazin, so dass ich mir mitunter so die Zeit vertreiben konnte.

    Hast du alle Fehler in Gummis Suchbild entdeckt? :lol:


    Es kursieren keine Namen momentan. Es kursierte ja nicht mal eine Ahnung, dass man an einem Norweger dran war. Die Anforderungen, die der Spieler aber mitbringen soll, sind ohnehin nicht sehr gut zu füllen: Es muss ein Shooter sein, stark in der Abwehr und sollte sofort sich integrieren können und sollte natürlich fast kostenlos zu bekommen sein. Da beim VfL nur Helden arbeiten, könnte ein neuer Spieler ein überalteter Altstar sein, der lange verletzt war. Ist er nicht übergewichtig, hat man schon die halbe Miete.


    Als die Rede von einem skandinavischen Spieler war, kam mir Logi Geirsson in den Sinn. Hätte ganz gut zu den Problemstellen beim VfL Gummersbach gepasst.

    @Hereticus:
    Der Modus ist eindeutig geregelt. Siehe EHF Cup Regulations.(2.8.2 + 2.8.3 sowie 4.3)
    (Etwas unglücklich ist die Formulierung mit den sieben Viertelfinalisten, bei denen der Ausrichter noch mitgezählt wird. Da gibt es gewisse Unsauberkeiten wenn von "In addition the best three 2nd ranked teams" die Rede ist, denn das würde bedeuten, dass in diesem Falle Nantes nicht der schlechteste Gruppenzweite sein dürfte)

    Anaitasuna kommt so langsam aus dem Tabellenkeller raus, das Team aus Nordspanien fährt den dritten Sieg in Folge ein. Eng bleibt es unten für Puerto Sagunto, Vigo, Palma del Rio und Cangas, aber auch Valladolid muss noch mit einem Auge nach unten schielen


    Drei Niederlagen später hat sich das eine schielende Auge in zwei weitaugerissene verwandelt. Nach Niederlagen bei den direkten Konkurrenten in Vigo (23:25) und Sagunto (23:30) ist Valladolid Tabellenletzter mit fünf Punkten aus zwölf Partien. Gegen BM Puerto Sagunto lag Valladolid bereits zur Halbzeit aussichtslos mit 9:17 zurück.

    Marketingschachzug hin oder her, aber Istanbul scheitert an der Hürde, dass der Ausrichter nur dann fürs Finalturnier gesetzt ist, wenn er sich fürs Viertelfinale qualifiziert - sprich Platz 1 oder 2 in der Gruppe belegt. Da bräuchten die Türken schon enormes Losglück und eine Gruppe im Stile Istanbul/Bacau/Eskilstuna/Maribor. Ohne Teilnahme von Besiktas wäre eine Finalturnier in Istanbul wohl zum Scheitern veruteilt - und gerade bei der ersten Austragung wird die EHF auf Nummer Sicher gehen.

    Aufgrund der Austragung des CL Final Four in Köln gehe ich davon aus, dass die EHF gerne einen nicht-deutschen Ausrichter hätte.

    Noch ein kleiner Einwurf von mir. In den USA haben wir geschlossene Ligen und die Mannschaften werden strategisch da platziert, wo es wirtschaftlich am meisten Sinn macht. Berlin ist auch ein wirtschaftlich attraktives Gebiet und die Füchse haben es innerhalb kurzer Zeit zu einer enormen Entwicklung gebracht (waren die Füchse nicht sogar die Reinickendörfer Füchse oder so?). Wäre es nicht sinnvoller für die eher kleinen Städte in der Liga in größere Städte zu ziehen und sich auch danach umzubennen? Klar würden einige Fans meutern, wenn FA Göppingen plötzlich FA Stuttgart heißt, aber sind hier die Chancen sich effektiv zu vermarkten und so mehr Geld einzunehmen nicht um einiges höher. Nur ein kleiner Denkanstoss, ich weiß auch, dass als die Gummersbacher in Köln gespielt hat einige Zuschauerplätze frei geblieben sind, aber die haben sich auch nicht zum VfL Köln umbenannt und somit kaum das Kölner Interesse auf sich gezogen. Oder ist Handball in den großen Medienstädten wie München oder Köln gar nicht vermarktbar?


    Wozu deine wiederkehrenden Vergleiche mit dem US-Sport? Dem Profisport in Europa und den US-amerikanischen Profiligen (NBA, NFL, MLB, NHL) liegen völlig gegensätzliche Ausgangssituationen zu Grunde. In Europa ist der Profisport nur die Spitze eines offenen Systems bei dem im Prinzip jeder Verein aus der Kreisklasse bis in die 1. Bundesliga aufsteigen kann. Die Profimannschaften sind Teil eines Vereins mit Nachwuchsmannschaften und Breitensport-Angeboten. In den US-Profiligen gibt es Unternehmen ohne vereinsbezogenen Unterbau. Die Liga offeriert das Produkt Profisport. Sie verkauft Lizenzen am interessierte Standorte, vermarktet die gesamte Liga und die Spieler werden munter zwischen den Vereinen verschoben. Natürlich ist diese Liga darauf bedacht mit vielerlei Ausgleichsmechanismen für weitgehende Chancengleichheit zu sorgen, damit die Lizenznehmer weiterhin Jahr für Jahr Geld an die Liga abführen um dabei zu bleiben. Dass dieses System keineswegs das Nonplusultra ist sieht man daran, dass zahlreiche Franchises verschuldet sind bzw. von den Millionen-Investitionen ihrer Besitzer leben und der Status der Spieler als gewerkschaftlich organisierte Angestellte führt immer wieder zu langwierigen Tarifverhandlungen und schlimmstenfalls Lockouts.


    Im Handball ist es einfach so, dass Geld Tore wirft. Die Frage ist nur wie man dafür sorgen kann, dass der wirtschaftliche Abstand innerhalb der Liga kleiner wird? Und auch insgesamt gesehen, gibt es im Handball meiner Meinung nach großes Steigerungspotential nach oben, gerade im finanziellen Bereich. Ich würde gerne herausfinden, ob das durch einen Änderung des Ligensystems zumindest theoretisch möglich wäre.


    In allen Sportarten erzielt Geld Tore, Körbe etc. Bei Sportarten mit vielen Torerfolgen macht sich dies einfach stärker bemerkbar, als beispielsweis im Fußball wo eine defensive, destruktive Spielweise und ein glückliches Tor dem Außenseiter zum unerwarteten Sieg verhelfen können.

    Ein Punkt bei dem ich dir allerdings Recht gebe, ist dass der Handball im wirtschaftlichen Bereich überraschend schlecht dasteht. Die Spitzenteams der BBL und DEL haben gleichwertige Etats zu den Topverienen der HBL - trotz interantional zweit- bis drittklassiger Ligen und wesentlich geringerer TV-Präsenz. (Europäische Basketball-Topvereine haben Etats von denen der THW Kiel nur träumen kann.) Einerseits spielen dabei sicherlich die allgegenwärtigen Mäzene eine Rolle, aber ich würde auch nicht ausschließen wollen, dass die Zuschauer-Struktur beim Basketball und Eishockey einigen potentiellen Sponsoren besser erscheint als im Handball.

    Bei diesem Teilnehmerfeld muss man lange suchen um einen Verein mit ausreichender Halle und Wirtschaftskraft fürs Finalturnier zu finden. Blieben eigentlich nur Kopenhagen und Mannheim, aber Thorsten Storm wartet ja angeblich noch auf den Anruf der EHF. :lol: (Oder glaubt jemand ernsthaft an die Bewerbung eines neutralen Hallenbetreibers?)

    Füchse Berlin - HSV Hamburg
    HBW Balingen-Weilstetten - TV Großwallstadt
    TuSEM Essen - Rhein-Neckar Löwen
    TV 1893 Neuhausen - TBV Lemgo
    TuS Nettelstedt-Lübbecke - HSG Wetzlar
    VfL Gummersbach - SC Magdeburg
    Frisch Auf Göppingen - TSV Hannover-Burgdorf
    GWD Minden - SG Flensburg-Handewitt
    THW Kiel - MT Melsungen

    Ich bin der Ansicht, dass Deutschland aufgrund seiner Einwohnerzahl bzw. Anzahl aktiver Handballer und Wirtschaftskraft eine 18er Liga im Herrenhandball bestreiten können sollte. Andererseits ist der von Hereticus erwähnte Modus (12er Liga mit anschließender Meister-/Abstiegsrunde) auch in meinen Augen ein sehr guter Kompromiss aus Spannung und Berücksichtigung der Leistungen der gesamten Spielzeit. Wäre da nur nicht die geringe Ligengröße .... Es bestünde die Gefahr, dass Profihandball noch mehr zum norddeutschen Sport wird und die süddeutschen Standorte von der Landkarte verschwinden. (Quasi ein Spiegelbild des Eishockey)

    [...] Vor allem bei 14 oder gar weniger Mannschaften wären die Aufsteiger für mich nur Kanonenfutter, weil dann ja auch fast die Hälte der Liga im Europapokal spielen würde und dadurch zusätzlich wirtschaftliche Vorteile besitzen. Das ist der Spannung dann ja auch nicht wirklich zuträglich.


    Aber nur die CL-Teilnehmer haben wirtschaftliche Vorteile aus der Europapokalteilnahme - und selbst die oft erst nach Überstehen der Gruppenphase.

    [...] Der Erstligamodus würde durch die in der Summe viel mehr interessanten Spiele in erstens das Interesse (-> TV) und zweitens auch die Einnahmen (-> TV, Zuschauerinteresse) erhöhen und dazu vermutlich auch sportlich viel spannender werden als bisher. [...]


    Gesteigerte Einnahmen aus TV und Zuschauerzuspruch bei einer spannenderen 12er-Liga? Beim TV-Vertrag erwarte ich eher einen Abwärtstrend - völlig unabhängig von der Ligaform oder -größe. Sport1 spart an allen Ecken und Enden, die Zahl der übertragenen Spiele wurde bereits massiv reduziert und ein alternativer Sender für einen preistreibenden Rechtepoker ist nicht in Sicht. Bei den Top14 Vereinen der Bundesliga sind der Zuschauerzuspruch und die Hallenauslastung recht gut. Da ist nur noch wenig Luft nach oben.

    Die Interpretation der Bilanz-Kurzfassung im Bundesanzeiger hat wirklich etwas von Kaffeesatzleserei. Wer sich eine Zeit lang intensiv mit dem VfL Gummersbach beschäftigt, der bekommt einen guten Eindruck der aktuellen Situation. Ich persönlich halte nichts davon Aussagen aus persönlichen Gesprächen in Foren breitzutreten, aber zwischen den Zeilen und manchmal auch explizit konnte man in der Handballecke schon einiges dazu lesen.


    @Zuschauerzuspruch:
    Die Auslastung der Eugen-Hass-Halle ist vollkommen in Ordnung. Dass die Halle selten ausverkauft ist liegt meiner Meinung nach u.a. daran, dass die Stehplätze sehr unattraktiv sind und seit dieser Saison durch den Umbau der Tribünen weitere Plätze deutlich sichtbehindert sind. Ob der Standort Gummersbach das Potential für zuverlässig 3000+ Zuschauer bei VfL-Heimspielen hat ist die große Unbekannte. Die Absage des Kölnarena-Spiels mag wirtschaftlich die richtige Entscheidung gewesen sein. Aber geichzeitig zeigt Frank Flattens Aussage, dass der VfL Gummersbach sich auf die Gummersbacher Zuschauer fokussieren wolle, dass sich der Verein in einer Einbahnstraße befindet. Strömen die oberbergischen Zuschauer ab Sommer nicht in Massen in die neue Arena, dann ist der Erstligahandball in Gummersbach tot und Expansionsversuche ins Umland nicht mehr umsetzbar.


    Wenn es zuvor eine Anzeige gegeben hätte ohne Geldangebot ok...die gabs aber nicht, es wurde sofort Geld geboten! Zudem darf man selbstverständlich eine Vereinstätigkeit entlohnen...nur wundert es mich eben wenn das ausgerechnet ein Verein tut, der sowieso leere Kassen hat...


    Die Resonanz auf die Stellenausschreibung mit Geldgebot war jedenfalls sehr hoch.

    Aber mal ne andere Frage: Wenn es wirklich so schlecht mit der Zuschauerresonanz aussieht wie Du sie beschreibst und die aktuelle Halle quasi kaum befüllt werden kann...warum baut man dann eine neue Halle mit 4.100 Plätzen...woher sollen denn die Zuschauer dann kommen?


    Die Frage darf man nicht stellen. Wenn die neue Halle steht wird alles gut ... :rolleyes: