Beiträge von Arcosh

    @David G.
    Herr H.P. Krämer durfte in der Halbzeitpause in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebsstiftung für die Aktion "Handball hilft!" das Wort ergreifen, die Kieler in den siebten Himmel loben und in Erinnerungen an die tolle Zeit mit Daniel Narcisse und Alfred Gislasson beim VfL schwelgen, und so weiter und so fort ....

    Der VfL war in den letzten 2 Jahren mal beliebt? Erst Wiencek, dann die gefühlte 10. beinahe Pleite, dann die nächsten Lizenzprobleme, dann Gorr...alles unter Geerken und Timmerbeil...


    Wobei der Ursprung der Lizenzprobleme weit vor Geerken und Timmerbeil liegt ...
    (z.B. bei dem Herrn der am Samstag in Kiel dem THW förmlich die Schuhe geküsst hat ...)

    Kalifornien? :D

    Einwohnerzahl der Stadt:
    <50.000? :D

    Hotel? :nein:
    Haus mit mehreren Privatwohnungen? :nein:
    Wohnheim? :nein:
    Krankenhaus? :D
    Youth Hostel? :nein:

    Firma unterhält mehrere Einrichtungen in den USA? :nein:
    ... in Europa? :nein:
    ... in Deutschland? :nein:

    Nachdem sich jede Lokalzeitung zwischen Gießen und Solingen ([1], [2], [3], [4], [5], [6] ...) dem "größten Skandal im Handball" (Andreas Lex) gewidmet hat und die Mannschaft des TV Hüttenberg einen offenen Brief verfasst hat, möchte ich auch meine Sicht der Dinge darlegen. Dabei möchte ich zwischen den sportlichen, wirtschaftlichen und menschlichen Aspekten dieses Falls unterscheiden.

    In erster Stelle steht der sportliche Aspekt. Nachdem im Herbst 2011 die Trennung von Sead Hasanefendic nach drei überaus erfolgreichen Jahren zum Ende der Saison 2011/12 beschlossen war, verpflichtete der VfL Gummersbach mit Jan Gorr einen jungen, aufstrebenden Trainer, der beim TV Hüttenberg eine junge Mannschaft in die 1. Bundesliga geführt hat. In Gummersbach sollte Jan Gorr die lang erhoffte Einbindung junger Spieler aus der vereinseigenen Akademie in die Profimannschaft vollziehen. Für diese Aufgabe schien er der richtige Trainer zu sein und diese Verpflichtung wurde von vielen gelobt. Gleichzeitig erzeugte der frühzeitig feststehende Abschied von Sead Hasanefendic in Zeiten der sportlichen Talfahrt zusätzlichen Druck auf den Trainer. Es war eines der Mosaiksteinchen, das zu seiner Beurlaubung führte und den vormaligen Co-Trainer Emir Kurtagic zum Trainer beförderte. Was folgte war ein beispielloser Wandel innerhalb der Mannschaft und eine selbst von kühnsten Optimisten nicht für möglich gehaltene Rückrunden-Bilanz des VfL Gummersbach, der im Dezember noch als fast sicherer Absteiger galt.

    Diese unerwartete Entwicklung stellte den Verein vor ein Dilemma, denn nur zu gerne wollte man die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Emir Kurtagic fortsetzen. Als Notlösung sollte Emir Kurtagic den freien Posten des Akademieleiters übernehmen und so dem VfL Gummersbach erhalten bleiben. Doch wer sich mit dem VfL Gummersbach ein wenig beschäftigt, der weiß, dass hinter den Kulissen starke Persönlichkeiten am Werk sind und ihren Willen geltend machen. Emir Kurtagic hat sich durch die phantastische Rückrunde und die nicht zuletzt durch die langjährige Verbindung der Familie Kurtagic zum VfL Gummersbach im Verein einen ähnlichen Status erarbeitet wie zuvor Sead Hasanefendic. Wichtige Personen im Aufsichtsrat und unter den Geldgebern wollen Emir behalten und haben dies durchgesetzt (Das ist zumindest meine Sicht der Dinge). Nicht zu unterschätzen dürfte in dieser Situation auch das Votum der Mannschaft gewesen sein. Nach der Entscheidung für Emir Kurtagic war zu vernehmen, dass die Spieler diesen Schritt begrüßen. Da nicht zuletzt das am Ende zerüttete Verhältnis zwischen Sead Hasanefendic und der Mannschaft zum schlechten Abschneiden in der Hinrunde der zurückliegenden Saison geführt hatte, mag die Vereinsführung derzeit das Verhältnis zwischen Trainer und Spielern besonders sensibel betrachten. Hier hatte man auf der einen Seite Emir Kurtagic, der von der Mannschaft respektiert und für seinen Führungsstil gelobt wird, und auf der anderen Seite die große Unbekannte Jan Gorr, der zwar in Hüttenberg einen tadellosen Ruf genießt aber bislang noch nicht mit einer Mannschaft um erfahrene Nationalspieler konfrontiert wurde.

    Damit kommen wir zum wirtschaftlichen Aspekt. In Medien, Fanforen und im offenen Brief des TV Hüttenberg, wird die HBL aufgefordert das Vorgehen des VfL Gummersbach scharf zu kontrollieren, weil nach der unter Bedingungen erteilten Lizenz nun scheinbar direkt wieder Geld für einen zweiten Trainer verbrannt wurde. Wie bereits geschrieben gehe ich davon aus das die Trainerentscheidung durch Personen im Aufsichtsrat und im Umfeld des Vereins getroffen wurde, die die daraus resultierenden Kosten begleichen werden. Darüber hinaus ist die Aufregung eigentlich unnötig, weil die HBL dem VfL Gummersbach eine Pflicht zur regelmäßigen Berichterstattung auferlegt hat.

    Schlussendlich bleibt der menschliche Aspekt. Jan Gorr hat sich zu einem Zeitpunkt für den VfL Gummersbach entschieden als der große Traditionsverein sich in einer tiefen Krise befand und die sportliche Zukunft ebensowenig absehbar war wie die wirtschaftliche Entwicklung. Andererseits bot sich dem aufstrebenden Trainer (überspitzt formuliert) die Chance zum Sprung vom kleinen Dorfverein in die große Handballwelt die sich so schnell vielleicht nicht wieder ergeben hätte. Das Verhalten des VfL Gummersbach gegenüber Jan Gorr lässt sich auf menschlicher Ebene nicht schönreden. Einen Monat vor dem geplanten Amtsantritt wird ihm mitgeteilt, dass er in Gummersbach als Trainer der Bundesligamannschaft nicht mehr gebraucht wird. Noch dazu scheint die Entscheidung für Emir Kurtagic (und damit gegen Jan Gorr) sehr kurzfristig getroffen worden zu sein. Es ist offen inwiefern dabei das angebliche Interesse anderer Bundesligisten an Emir Kurtagic eine Rolle gespielt hat. Jan Gorr hätte es verdient gehabt, dass man ihn in die Überlegungen mit einbezieht und nicht einfach vor vollendete Tatsachen setzt. Ich kann seine Verägerung ebenso verstehen wie die kritischen Stimmen aus dem Umfeld von Mannschaft und Fans des TV Hüttenberg. Zurecht wurde angemerkt, dass sich der VfL Gummersbach im Zusammenhang mit dem Wechsel von Patrick Wiencek zum THW Kiel auf ein sehr hohes moralisches Ross gesetzt hat von dem die handelnden Personen spätestens jetzt heruntergefallen sind.


    Ob die Entscheidung für Emir Kurtagic als Trainer richtig war wird die Zukunft zeigen.


    Jan Gorr muss erst mal gar nix. Der VfL muss und zwar pünktlich zahlen und daran ändert sich auch nix, solange Jan Gorr sich (arbeitsrechtlich) nichts zu schulden kommen lässt. Ob er eine anderweitige adäquate Tätigkeit im Verein ausüben müsste kommt wohl auf die Regelungen im Vertrag an und falls da stehen sollte, dass er Cheftrainer der Ersten Mannschaft ist, dann muss er wohl nix anderes machen.
    Und ob er dann ein anderes Angebot reizvoll findet, und wie groß sein INteresse daran ist und wie groß das Interesse des Vereins ist ihn von der payroll zu bekommen steht auf einem ganz anderen Blatt. UNd nur danach wird sich dann das Verhältnis der Abfindung im Vergleich zur Restlaufzeit ermitteln. Tja, das kann blöd laufen für den VfL...


    Habe ich irgendwann, irgendwo Gegenteiliges behauptet? ?(

    @Alter Sack:
    Ganz so einfach ist das zum Glück nicht. Solange Jan Gorr beim VfL Gummersbach unter Vetrag steht müsste ihm der Verein zunächst die Genehmigung erteilen eine andere Stelle anzunehmen und wenn er dies zu einem Gehalt unter den marktüblichen Konditionen machen würde, dann dürfte es arbeitsrechtlich schwierig werden den vollen Differenzbetrag einzuklagen.

    In den Hamburger Medien wird heute geschrieben, dass der HSV auch Renato Vugrinec einen neuen Vertrag für die Zeit bis Oscar Carlen wieder fit ist angeboten hat. Allerdings soll er wohl ein Vertragsangebot aus Magdeburg vorliegen haben.


    ... und heute soll Renato Vugrinec endgültig aussortiert sein und Henning Fritz steht auf der Wunschliste des Trainer. (Sagt die MoPo)

    Die Bilanz der HSV-Trainer 2011/12:
    Per Carlen: 18 Spiele ... 28:8 Punkte -> beurlaubt
    Jens Häusler: 5 Spiele ... 7:3 Punkte -> zum Co-Trainer degradiert
    Martin Schwalb: 10 Spiele ... 14:6 Punkte -> selbsternannter Wunschtrainer für die kommende Spielzeit

    wenn man dann noch sieht welche Niederlagen in die Schwalb'sche Amtszeit fallen ...

    Das Final4 war erneut ein Highlight das kaum Wünsche offen ließ. Beeindruckt war ich von der Vielzahl dänischer Fans die Köln bevölkerten, während die Berliner Fan-Präsenz eher überschaubar war. In und um die Halle wurde viel geboten. Fans aus ganz Europa mit denen man sich nett unterhalten konnte, die übliche Handball-Prominenz und vier Handballspiele vor stimmungsvoller Kulisse. Die Halbfinals am Samstag waren spannend bis zur letzten Minute, während am Sonntag die Ergebnisse leider deutlicher ausfielen.

    Allerdings gefiel mir persönlich das Rahmenprogramm 2011 mit toller Akrobatik-Show vor der Pokalübergabe wesentlich besser als der diesjährige Auftritt von Europe mit schlechtem Sound.

    Die Jagd auf Spieler ist freigegeben. :nein:

    Sperre gegen Klein aufgehoben

    Im Grunde genommen kann die Disqualifikation mit Bericht für den Profibereich aus den Handballregeln gestrichen werden. Die meisten Schiedsrichter vermeiden es viel zu oft fällige Disqualifikationen auszusprechen und wenn es dann nach einem unfassbar rüden Foul wie dem von Dominik Klein doch einmal passiert, dann fallen ihnen die Sportgerichtsbarkeiten mit schöner Regelmäßigkeit in den Rücken. :wall:

    Gegen Ende zwei abgepfiffene Tore gegen Kopenhagen und auf spanischer Seite alles o.k.? Die Zuschauer, die meisten ja in diesem Spiel neutral, pfiffen die Madrider am Schluß gnadenlos aus, die hatten wohl dann doch eher den Eindruck, dass Kopenhagen verpfiffen wurde. :wall:


    Ob Gudjon Valur Sigurdsson den Ball geführt hat konnte ich in der Halle nicht erkennen, aber das Stürmerfoul von Olafur Stefannson war vertretbar. Die Niederlage der Dänen war unglück lich, aber Atletico Madrid war in der Schlussphase einfach cleverer.

    Von überwiegend neutralen Zuschauern würde ich nicht sprechen. Die Kopenhagner sind mit einem großen Fanaufgebot angereist und bei den THW-Fans dürfte u.a. angesichts der Bald-Zebras Gudjon Valur Sigurdsson und Rene Toft Hansen sowie des in Kiel besonders beliebten Chema Rodriguez überwiegend den Nachbarn aus Dänbemark die Sympathien gehört haben.