Emir Kurtagics Kommentar nach dem Spiel fasst es gut zusammen. Es war kein hochklassiges Spiel, aber der VfL Gummersbach hat verdient gewonnen.
Als nach knapp fünf Minuten Aljosa Rezar auf der Tribüne Platz nehmen musste, sanken meine Hoffnungen auf den zweiten Auswärtssieg auf ein Minimum. Vjenceslav Somic machte genau da weiter, wo er letztes Jahr aufgehört hatte - Bälle aus dem Netz holen. Zum Glück hat die Abwehr diesen Rückschlag wett gemacht und im Angriff traf der VfL regelmäßig. Wie bereits im Hinspiel konnte sich Martin Galia nur ganz selten im TVG-Tor auszeichnen. Er tauchte meist früh in die Ecken ab und der VfL-Rückraum guckte ihn ein ums andere Mal mit verzögerten Würfen aus oder erwischte ihn mit verdeckten Schlag- und Hüftwürfen. Leider wurde die Chance zu einer kleinen Halbzeitführung in den Schlussminuten des ersten Durchgangs vergeben. Emir Kurtagic nahm beim Stand von 16:14 zweieinhalb Minuten vor der Halbzeitsirene eine Auszeit, doch es folgten zwei technische Fehler im Angriff, die den Hausherren den Ausgleich ermöglichten.
In der zweiten Hälfte blieb das Spiel lange offen. Allen Unterzahlminuten zum Trotz behauptete der VfL seine knappe Führung und konnte sogar in doppelter Unterzahl Tore erzielen. Vjenceslav Somic taute ein wenig auf und parierte u.a. zwei Siebenmeter. Igor Anics Tor zum 27:31 in der 56. Minute war die Vorentscheidung. Auch weitere Zeitstrafen konnten den VfL Gummersbach nicht mehr davon abhalten den verdienten Auswärtssieg festzuhalten!
Damit wir uns nicht falsch verstehen. Die sieben Zeitstrafen sowie die Disqualifikation waren allesamt vertretbar, aber wäre mit demselben Maß auf der Gegenseite gemessen worden, dann hätte auch der TVG ein paar Zeitstrafen erhalten müssen.