Beiträge von Arcosh

    Hast du denn einen Vorschlag, wer dieser Torwart sein könnte?

    Konkrete Vorschläge habe ich nicht. Ich sehe nur, dass bei der HSG Wetzlar der Weggang von Till Klimpke und die Verletzung von Bart Ravensbergen auf dieser wichtigen Position eine Lücke gerissen haben. Der nachverpflichtete Ersatz Karim Hendawy kommt laut HBL-Statistik bislang nur auf 25 Paraden in 11 Spielen (21,55%). Da aber auch Anadin Suljakovic nur unwesentlich bessere Quoten erreicht, hat Wetzlar meiner Meinung nach das schwächste Torhütergespann aller HBL-Vereine.


    Gleichzeitig ist es natürlich schwierig noch einen Torhüter zu verpflichten, der der HSG Wetzlar sofort helfen kann, wenn bereits vier Torwarte im Kader stehen.

    HolgerMD

    Die Medien verbreiten das Zitat in Nicolej Krickau in direktem Kontext zu einer Aussage von Bob Hanning und in diesem Kontext wird klar, dass es um die Qualität der sich anbietenden Spieler geht und nicht um die finanziellen Möglichkeiten der Füchse Berlin.

    Zitat

    Die Füchse sind mittlerweile eine attraktive Adresse im Welthandball geworden. "Die Angebote von Topspielern häufen sich gerade bei uns. Wir haben dieses Thema in dieser Form so noch nie erlebt", sagte Hanning. "Wir könnten ein Real Madrid werden, wenn wir wollten", ergänzte Trainer Nicolej Krickau. Finanziell wäre das aber nicht zu stemmen und auch nicht erwünscht. Denn die Integration eigener Talente soll weiter fortgeführt werden. "Unsere DNA steht über allem", so Hanning.

    mit einer Nacht Abstand freue ich mich über einen Punkt, den ich bei der aktuellen Besetzung echt nicht erwartet habe. Dem BHC ging leider in HZ2 mal kurz die Luft aus, sonst wären es auch verdiente zwei Punkte geworden.

    Ihr dürft Euch berechtigterweise freuen. Das war eine gute und vor allem bis zum Ende konzentrierte Leistung des Bergischen HC. Fünf Punkte aus den letzten vier Spielen sind ein großer Schritt dahin, dass wir auch nächste Saison diese Derbys erleben werden.

    Die Entscheidung auf passives Spiel finde ich regelkonform.


    Die anschließende Siebenmeter-Entscheidung ist schwieriger.


    Regel 8:10

    Zitat

    Bei folgenden Vergehen (c, d) wird der nicht fehlbaren Mannschaft ein 7-m-Wurf zugesprochen:
    c. Wenn der Ball in den letzten 30 Sekunden nicht im Spiel ist und ein Spieler oder Offizieller die Wurfausführung des Gegners verzögert oder behindert und damit der gegnerischen Mannschaft die Chance genommen wird, in eine Torwurfsituation zu kommen oder eine klare Torgelegenheit zu erreichen, ist der fehlbare Spieler / Offizielle zu disqualifizieren und der nicht fehlbaren Mannschaft ein 7-m-Wurf zuzusprechen. Dies gilt bei jeglicher Art der Wurfverhinderung (z. B. Vergehen mit begrenztem körperlichen Einsatz, Störung der Wurfausführung wie: Pass abfangen, stören der Ballannahme, Ball nicht freigeben).

    Die Verzögerung und Behinderung der Wurfausführung sollten unstrittig sein. Aber die Regel beinhaltet explizit, dass der gegnerischen Mannschaft dadurch ein Nachteil entstehen muss. Da der Freiwurf trotz Behinderung bei der Mitspielerin ankam, ist diese Benachteiligung fragwürdig. Hinzukommt, dass die Schiedsrichterin das Spiel bereits unmittelbar nach Ausführung des Freiwurfes unterbricht und gar nicht mehr abwartet, ob der Ball bei der Mitspielerin ankommt.

    Zur Schiridiskussion möchte ich aus meiner Sicht noch zwei klare rote Karten einwerfen, beide gegen die #14 des VfL :
    Griff in den Wurfarm mit nach hinten drücken, einige Minuten danach Einhängen mit Körpergewicht in den Wurfarm...
    Aber dafür dann eine Phase, wo jede Abwehraktion des BHC einen Siebenmeter nach sich zog.
    Ich fand die Pfeifferei sehr einseitig.

    Es gab auf beiden Seiten grobe Fehlenscheidungen und die Zeitstrafen folgten überhaupt keiner Linie. Miro Schluroff wird in der zehnten Spielminute zunächst von Gerdas Babarskas mit einem Griff von hinten in die Wurfschulter gestoppt und wenig später in der 17. Spielminute ist es erneut Gerdas Babarskas der in Miro Schluroffs Wurfbewegung hinein einen Schritt nach vorne macht und ihn mit dem nach vorne gestreckten Arm so attackiert, dass Miro Schluroff komplett die Körperkontrolle verliert. In beiden Fällen blieb jeglicher Pfiff der Schiedsrichter aus. Danach stand Miro Schluroff bei 0/3 Torwürfen und wusste, dass es gestern seitens der Unparteiischen keinerlei Schutz seiner Gesundheit geben würde.


    Umgekehrt war die Zeitstrafen in der 25. Minute wegen Fußspiels gegen Gerdas Babarskas einfach falsch.


    Wenn eine Mannschaft derart körperorientiert Auftritt wie der BHC und die Unzulänglichkeiten der Schiedsrichter auf Kosten der Gesundheit der Gegenspieler ausnutzt, dann ist es nicht überraschend, dass auch der VfL Gummersbach sich irgendwann dieser Linie anpasst und zupackt. Ich habe überhaupt nichts gegen harte Abwehrarbeit, aber wer hinten austeilt, sollte nicht jammern, wenn er vorne auch einstecken muss.


    Der Fehler war zu Lasten des BHC. Zeigen sie Zeitspiel an (zwei Pässe), spielt der BHC keine drei, sondern eine andere Variante und versucht den Abschluss zu nehmen. Das war so nicht der Fall. Wobei die von dir aufgeführte Sicht hochinteressant ist. So sieht man es wohl als involvierter Fan der anderen Mannschaft. Neutral jedoch sehe ich es komplett gegenteilig.

    Das fälschliche Aufheben des passiven Vorwanrzeichens gegen eine Mannschaft ist also ein Nachteil für diese?

    Ich bin für keinen, aber in der 50. Min riesiger Bock von einem der Schiris "Pro VfL". Nach Foulspiel zeigt der Feldschiri kein Zeitspiel mehr an, aber es wird dann schnell Zeitspiel angepfiffen.


    Sorry, geht gar nicht!

    Der Fehler der Schiedsrichter war zu Lasten des VfL Gummersbach! Die Gummersbacher wurden dadurch benachteiligt, dass das passive Vorwarnzeichen gegen den BHC vergessen wurde. Der BHC hätte nach Wiederanpfiff nur noch zwei Pässe gehabt. Durch den Regelfehler der Schiedsrichter durfte der BHC noch drei Pässe spielen, bevor regelkonform der Schrittfehler von Tomas Babak abgepfiffen wurde.

    Ein Kampf- und Krampfspiel mit zwei heillos überforderten Schiedsrichtern Hellbusch/Jansen. Bei den Pfiffen gegen und ausgebliebenen Pfiffen für Miro Schluroff könnte man meinen, dass er mal einem der Schiedsrichter die Freundin ausgespannt habe. In der Gesamtbetrachtung war es aber wohl schlicht Überforderung der Unparteiischen.


    Der Bergische HC hat sich das Unentschieden redlich erkämpft. Die Leistung vom VfL Gummersbach war nicht gut genug, um den Aufsteiger in eigener Halle zu besiegen, obwohl sie in den Schlussminuten mehrfach den Sieg in eigener Hand hatten. Sowohl den Tempogegenstoß von Lukas Blohme zur möglichen Zwei-Tore-Führung als auch die fünfzehn Sekunden für den letzten Angriff (mit der Möglichkeit sogar noch eine Auszeit zu nehmen), muss eine Mannschaft vom Format und mit den Ansprüchen des VfL Gummersbach besser lösen.

    Die Bilanz seit dem Amtsantritt von Ilic ist einfach grauenhaft.

    Im Prinzip ist die HSG Wetzlar seit dem Ende der Ära Kai Wandschneider im Sinkflug. Die Hessen hatten sich über viele Jahre im Mittelfeld der HBL mit ausgeglichener oder leicht positiver Punktdifferenz bewegt. In der Saison 2022/23 folgte der Absturz auf Platz 16 mit 17:51 Punkten und seitdem gab es diverse Trainer, aber die HSG blieb im unteren Tabellenende hängen und kämpfte stets gegen den Abstieg.


    Die Bilanz von Momir Ilic ließt sich nicht gut, aber ganz so fatal ist sie auch nicht. Die "Pflichtpunkte" aus dem Heimspiel gegen Minden hat die HSG souverän geholt. Gegen die übrigen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf (Leipzig, BHC, Stuttgart) hatte Wetzlar nur Auswärtsspiele und aus diesen sind 2:4-Punkten auch okay. Der Punktgewinn zum Auftakt gegen Flensburg war ein echter Bonuspunkt. Wetzlar empfängt noch sechs der acht Mannschaften in der unteren Tabellenhälfte in der Buderus Arena und hat somit ausreichend Gelegenheit zu punkten. Problematisch ist aber sicherlich die Serie von neun verlorenen Spielen in Folge, die die Psyche der Spieler zwangsläufig belasten wird. Ich persönlich denke, dass man bzgl. Momir Ilic noch die Heimspiele gegen Hannover (10.12.) und Eisenach (21.12) abwartet. Holt die Mannschaft aus diesen beiden Spielen keine Punkte, dann wird Wetzlar im Winter handeln müssen.


    Es könnte zielführender sein, bei Sponsoren Geld für einen besseren Torhüter einzusammeln, der die Mannshaft nach der EM-Pause verstärkt.

    Was sagst du über den Pfiff gegen Sutton kurz vor Schluss?

    Ich kann da kein Signal der Schiedsrichter erkennen, vermute aber, dass sie das passive Spiel abpfeifen als sich Tim Suton auf der Stelle dreht.

    Und zu der glasklaren Schwalbe?

    Der Kontakt ist da und der Freiwurf damit meiner Meinung nach in Ordnung. Mehr war es aber auch nicht. Der geschauspielerte Gesichtstreffer hätte sanktioniert werden können, hätte aber keinerlei Rolle gespielt.

    Glaubst Du wirklich, man könnte dem Welthandball helfen, wenn man die HBL "kurz hält"?

    Ja, weil man anderen Nationen auch den Raum geben muss, in den sie sich hineinentwickeln können. Beim Thema EHF Champions-League betrachten wir erstmal "nur" die Entwicklung des europäischen Handballs. In Ungarn hat sich Pick Szeged zu einem echten Gegenpol für Veszprem entwickelt, in Polen kann Plock inzwischen auf Augenhöhe mit Kielce agieren, in Dänemark ist gerade einiges im Gange und Portugal hat seit einigen Jahren wettbewerbsfähige Mannschaften. Ich stimme Alf zu, dass vier deutsche Champions-League-Teilnehmer mit großer Wahrscheinlichkeit Jahr für Jahr vier Plätze in der Hauptrunde der besten 12 Mannschaften einnehmen würden. Dadurch würden zwangsläufig zwei andere Mannschaften vom Kaliber Plock, Szeged, Nantes oder Lissabon rausrutschen. Für diese Mannschaften ist aber die Champions-League die treibende Kraft bei Gesprächen mit Sponsoren, der Verpflichtung von (ausländischen) Spielern, etc.

    Zitat

    Das Problem ist mir sehr wohl bewusst und wurde hier auch schon reichlich diskutiert. Wenn man mehr Kohle hätte, die man an die (vor allem kleineren) Vereine ausschütten könnte, wäre es vielleicht einfacher, aber die EHF hortet das Geld lieber. Mal sehen, was nach der Wahl passiert...

    EHF-Präsident Michael Wiederer wurde erst im September diesen Jahres für vier weitere Jahre im Amt bestätigt. Es steht noch die Präsidentschaftswahl der IHF aus, aber die wird auf den europäischen Vereinshandball keinen direkten Einfluss haben.

    Da bin ich komplett bei dir. Das wäre das Erste, was ich bei ner Reform der CL angehen würde. Keine Ausnahmeregelung, aber ein garantiertes Startrecht aufgrund des Titelgewinns.

    Und der Sieger EL bekommt einen Startplatz...

    ... und am Ende spielen fünf HBL-Vereine in der EHF Champions-League?


    Das aktuelle Konzept der europäischen Wettbewerbe ist, dass die Qualifikation ausschließlich auf Ergebnissen in den nationalen Wettbewerben (Liga und gegebenenfalls Pokalwettbewerb) basiert. Ich fände auf jeden Fall eine Deckelung der maximalen Teilnehmer pro Nation in der EHF Champions-League wichtig, um die langfristige Entwicklung des europäischen Handballs über das kurzfristige Leistungsniveau zu stellen.