Die Bilanz seit dem Amtsantritt von Ilic ist einfach grauenhaft.
Im Prinzip ist die HSG Wetzlar seit dem Ende der Ära Kai Wandschneider im Sinkflug. Die Hessen hatten sich über viele Jahre im Mittelfeld der HBL mit ausgeglichener oder leicht positiver Punktdifferenz bewegt. In der Saison 2022/23 folgte der Absturz auf Platz 16 mit 17:51 Punkten und seitdem gab es diverse Trainer, aber die HSG blieb im unteren Tabellenende hängen und kämpfte stets gegen den Abstieg.
Die Bilanz von Momir Ilic ließt sich nicht gut, aber ganz so fatal ist sie auch nicht. Die "Pflichtpunkte" aus dem Heimspiel gegen Minden hat die HSG souverän geholt. Gegen die übrigen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf (Leipzig, BHC, Stuttgart) hatte Wetzlar nur Auswärtsspiele und aus diesen sind 2:4-Punkten auch okay. Der Punktgewinn zum Auftakt gegen Flensburg war ein echter Bonuspunkt. Wetzlar empfängt noch sechs der acht Mannschaften in der unteren Tabellenhälfte in der Buderus Arena und hat somit ausreichend Gelegenheit zu punkten. Problematisch ist aber sicherlich die Serie von neun verlorenen Spielen in Folge, die die Psyche der Spieler zwangsläufig belasten wird. Ich persönlich denke, dass man bzgl. Momir Ilic noch die Heimspiele gegen Hannover (10.12.) und Eisenach (21.12) abwartet. Holt die Mannschaft aus diesen beiden Spielen keine Punkte, dann wird Wetzlar im Winter handeln müssen.
Es könnte zielführender sein, bei Sponsoren Geld für einen besseren Torhüter einzusammeln, der die Mannshaft nach der EM-Pause verstärkt.