Zitat
Original von Blueboy
Der Hintergrund dieses Kriteriums ist ganz einfach. Welche Gefahren ergeben sich aus einem Doppelpfiff?
- Ihr raubt eurem Partner die Autorotät, in dem ihr in seinen Bereich eingreift.
- Ihr raubt ihm ggf. den Mut in kniffeligen Situationen zu entscheiden (Sonst pfeift immer mein Partner, warum nur dieses mal nicht?)
- Ihr habt den Supergau und entscheidet gegensätzlich.
- ...
Entschuldige bitte, aber das ist genau der Knackpunkt. Ein Doppelpfiff mit gegensätzlicher Spielfortsetzung ist ärgerlich, sorgt für Unmut bei Spielern und Zuschauern und führt möglicherweise zu Abzügen in der Beobachtung, aber es ist ganz sicher nicht "der Supergau". Es ist weitaus schlimmer aus übertriebener Angst vor dem Doppelpfiff ein klares und erkanntes Foulspiel nicht zu ahnden.
Ich habe Verständnis dafür, dass ambitionierte Gespanne versuchen möglichst gute Bewertungen zu erhalten. Aber man sollte den Schiedsrichter-Gespannen die richtigen Kriterien lehren. Ein gut harmonierendes Gespann sollte eine funktionierende Aufgabenteilung haben, aber die hier von einigen Usern beschreibene Haltung "Lieber einmal zu wenig pfeifen, als eventuell meinem Gespannpartner in seinen Bereich hineinzupfeifen" ist der falsche Weg. Auch das Argument, dass man damit dem Partner die Autorität raube kann ich nicht akzeptieren. Die Spieler haben im Spiel andere Sorgen als darauf zu achten, ob der "richtige" Schiedsrichter die Entscheidung getroffen hat und von den Zuschauern haben sowieso die wenigsten Ahnung von der Aufgabenteilung. Das im Ausgangspost beschriebene Verhalten ("Feldschiedsrichter deutet durch Mimik und Gestik zwar an, dass er es gesehen hat, reagiert aber weiter nicht.") ist weit schädlicher für die Autorität der Schiedsirchter als ein vermeintlicher Doppelpfiff.