Beiträge von Arcosh

    Ich habe mir das Sonderheft heute Nachmittag gekauft und bin ein wenig enttäuscht. Als ich erfuhr, dass die Sportbild ein eigenes 100-seitiges Vorschau-Heft auf den Markt bringt und direkt mit einer Auflage von 80.000 Exemplaren an den Start geht (das ist fast das Doppelte der Auflage des Handballwoche-Sonderheftes), hatte ich erwartet, dass sie zumindest versuchen würden auch inhaltlich neue Maßstäbe zu setzen. Mein Fazit nach dem ersten Durchblättern: Herausgekommen ist meiner Meinung nach nicht viel mehr als optisch aufgehübschte Standard-Informationen zu den einzelnen Vereinen. Stellenweise mehr Schein als Sein. Das Heft ist solide gemacht, aber eben nicht mehr.

    Jedem der 18 Erstligisten werden vier Seiten gewidmet.
    [Blockierte Grafik: http://img40.imageshack.us/img40/5966/sportbildsonderheft.th.jpg]
    (Quelle: Axelspinger-mediapilot.de)

    • Auf Seite 1 prangt in der oberen Hälfte das Mannschaftsfoto. Die untere Hälfte beinhaltet die redaktionellen Texte zum Verein, die mir gut gefallen, da sie die aktuelle Situation der Vereine, personelle Veränderungen und Ambitionen für die kommende Saison kompakt und informativ vermitteln. :bigok:
    • Seite 2 besteht aus einer Reihe von Statistiken und Standard-Informationen rund um den Verein: Erfolge, Daten zur Halle, Kartenpreise, Kontaktdaten und eine Fieberkurve mit den Endplatzierungen der letzten zehn Jahre. Anstelle der klassischen Hallenfotos hat sich die Sportbild dafür entschieden ein Satelliten-Bild der Halle und ihrer Umgebung (ala Google Earth) zu verwenden. Darüber hinaus gibt es ein kurzes 3-Fragen-Interview mit dem jeweiligen Vereinstrainer und den "Wunderlich-Tipp" bei dem das Bild von Erhard Wunderlich mit dem jeweiligen Vereinslogo mehr Platz in Anspruch nimmt als seine aus zwei bis drei Sätzen bestehende Prognose. :/:
    • Auf Seite 3 werden die Spieler einzeln vorgestellt - jeweils mit Porträtfoto und den üblichen Daten wie Nationalität, Position, Alter, Anzahl der Bundesliga- und Länderspiele sowie erzielte Tore, etc.
    • Seite 4 befasst sich abschließend mit einem ausgewählten Spieler. Neben einem großformatigen Foto des Spielers bleibt aber leider nur noch Platz für einen einspaltigen Text. Darunter ist noch einmal großflächig der komplette Spielplan mit Terminen der Hin- und Rückrunde abgedruckt, obwohl auf der ersten Seite des Sonderheftes bereits eine Übersicht mit allen Spieltagen der Saison 2010/11 zu finden ist und erfahrungsgemäß Terminangaben für die Rückrunde oder selbst das Ende der Hinrunde eine sehr kurze Halbwertzeit haben.

    Die journalistische Arbeit beschränkt sich pro Verein auf fünf halbseitige Spalten. Stellenweise hat man den Eindruck die einzelnen Statistiken wurden künstlich aufgebläht um die Seiten zu füllen. Was sich in der Sportbild über drei Seiten erstreckt, fasst beispielsweise das Handball-Magazin ohne nennenswerten Informationsverlust auf einer einzigen Seiten zusammen. (Andererseits können z.B. die Einzelporträts der Spieler für Handball-Neulinge oder Gelegenheits-Zuschauer hilfreich sein.) Auch der Kasten mit den sportlichen Erfolgen der Vereine hat immer dieselbe Größe - egal ob sich darin die zahlreichen Titel des THW Kiel tummeln oder nur zwei Aufstiege wie z.B. bei Friesenheim und Ahlen-Hamm. Bei manchen Vereinen wurden zudem Vize-Meisterschaften und Finalteilnahmen zum "Auffüllen" hinzugezogen.


    Der Vorteil für SportbIld besteht darin, dass die Hefte auch in kleineren Kiosken an prominenter Stelle neben den Sonderheften der Fußball-Bundesliga ausliegen, während die Handballwoche und das Handball Magazin meist nur in gutsortierten Buchhandlungen oder an Bahnhöfen zu finden sind.

    Die FIFA beruft sich dabei auf Artikel 52a des FIFA Disziplinarkodex:

    Zitat

    Artikel 52: Unkorrektes Verhalten einer Mannschaft

    Gegen Verbände und Klubs können Disziplinarmassnahmen verhängt werden, wenn sich die Mannschaft unkorrekt verhält. Insbesondere:

    a) kann eine Geldstrafe ausgesprochen werden, wenn der Schiedsrichter mindestens fünf Personen derselben Mannschaft in einem Spiel disziplinarisch sanktioniert (Verwarnung oder Feldverweis);

    b) kann eine Geldstrafe von mindestens CHF 10 000 ausgesprochen werden, wenn mehrere Spieler oder Offizielle einer Mannschaft Spieloffizielle oder andere Personen bedrohen oder bedrängen. Bei schweren Vergehen können weitere Sanktionen ausgesprochen werden.

    Aber solch abstruse und unverhältnismäßige Entscheidungen kennt man sonst eigentlich nur von der Organisation mit einem "F" weniger.
    :wall:

    01. THW Kiel
    02. HSV Hamburg
    03. Rhein-Neckar Löwen
    04. SG Flensburg-Handewitt
    05. Frisch Auf Göppingen
    06. Füchse Berlin
    07. VfL Gummersbach
    08. TBV Lemgo
    09. TV Grosswallstadt
    10. TuS N-Lübbecke
    11. MT Melsungen
    12. TSV Hannover-Burgdorf
    13. SC Magdeburg
    14. HSG Ahlen-Hamm
    15. HSG Wetzlar
    16. DHC Rheinland
    17. HBW Balingen-Weilstetten
    18. TSG Friesenheim

    Die Meisterschaft wird aller Wahrscheinlichkeit nach wieder zwischen Kiel und Hamburg entschieden. Die SG Flensburg-Handewitt sehe ich aufgrund der Zusatzbelastung durch die Champions-League kommende Saison nur auf Platz 4, knapp vor Frisch Auf Göppingen. Da ich sowohl den VfL Gummersbach als auch den TBV Lemgo ein wenig schwächer einschätze als im Vorjahr, glaube ich, dass die Füchse Berlin diesmal den Sprung auf die Europapokalplätze schaffen werden.

    Am Tabellenende werden Friesenheim, Balingen und Dormagen die Abstiegsplätze untereinander aufteilen. Friesenheim erwarte ich abgeschlagen auf Platz 18. Dormagen würde ich das Erreichen des Relegationsplatzes wünschen, aber es wird sicherlich schwer werden. Eventuell könnte auch die HSG Wetzlar dieses Jahr stärker in den Abstiegskampf involviert sein.

    Beim EWV-Cup des Weidener TV musste sich die HSG Ahlen-Hamm, der einzige Erstligist im Teilnehmerfeld, den ambitionierten Zweitligisten geschlagen geben und erreichte lediglich Platz 3.

    Halbfinale:
    HSG Düsseldorf - Bergischer HC 23:19
    HSG Ahlen-Hamm - TV Emsdetten 20:21

    Spiel um Platz 3:
    Bergischer HC 06 - HSG Ahlen-Hamm 22:23

    Finale:
    HSG Düsseldorf - TV Emsdetten 18:21
    (Spielzeit jeweils 2 x 20 Minuten)

    1. TV Emsdetten
    2. HSG Düsseldorf
    3. HSG Ahlen-Hamm
    4. Bergischer HC 06
    5. TUSEM Essen
    6. TV Korschenbroich
    7. HV Wilhelmshaven
    8. TV Weiden

    => Alle Ergebnisse im Überblick


    Ich hatte an diesem Wochenende erstmals die Gelegenheit Ahlen-Hamm live spielen zu sehen. Zu Beginn des Turniers haben sie ihre Spiele gegen Essen und den Bergischen HC souverän gewonnen und mit schnellem und technisch schönem Handball phasenweise dominiert. Aber am Samstagabend beim abschließenden mühsamen Sieg gegen Oberligist TV Weiden war ihnen der Kräfteverschleiß bereits anzumerken. Das setzte sich auch am zweiten Turniertag fort. Im Halbfinale und Finale war vom nominellen Klassenunterschied nichts mehr zu erkennen. Zum Abschluss gab es einen Arbeitssieg gegen den Bergischen HC, der am Vortag noch chancenlos gegen den Erstligisten war.

    Ein wenig mehr hatte ich mir von dem Aufsteiger schon erwartete. Allerdings ist es während der Vorbereitungsphase schwer einzuschätzen, wie weit die einzelnen Mannschaften bereits sind und welche Trainingsschwerpunkte die Trainer aktuell legen.

    Jetzt wieder klassisch:

    North Dakota?
    South Dakota?
    Nebraska?
    Missouri?
    Illinois?
    Iowa?
    Wisconsin?
    Minnesota?

    Manitoba?
    Ontario?


    > 20.000 Einwohner?
    > 50.000 Einwohner?
    > 80.000 Einwohner?


    Sitz einer Organisation?
    Wissenschaftliches Institut?

    Weil es so schön ist:

    < 110. Längengrad (West)?
    < 100. Längengrad (West)?
    < 90. Längengrad (West)?

    < 50. Breitengrad (Nord)?
    < 40. Breitengrad (Nord)?
    < 30. Breitengrad (Nord)?


    Großstadt?
    > 500.000 Einwohner?
    > 1.000.000 Einwohner?

    @Lelle1605
    Dafür gibt es doch die Suchfunktion. :hi:

    Zitat

    1200 Dauerkarten waren bis Montag abgesetzt, das sind 500 weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

    Quelle: NGZ vom 31.08.2009


    Zum Vergleich mit der Vorsaison muss man zwar noch den Verkauf im August abwarten (wenn eventuell einige DHC-Fans aus dem Sommerurlaub zurück sind), aber es würde micht nicht wundern, wenn sich der Trend aus dem letzten Jahr fortsetzt.

    Ein halbes Jahr später hat sich Lino Cervar nun doch dafür entschieden das Amt als kroatischer Nationaltrainer niederzulegen und sich voll und ganz auf seine Arbeit als Vereinstrainer bei Metalurg Skopje zu konzentrieren.

    Als Lino Cervar 2002 die Leitung der kroatischen Nationalmmanschaft übernahm war die Mannschaft sportlich nur Mittelmaß und hatte zuvor die EM 2002 auf einem enttäuschenden 16. Platz abgeschlossen. Mit Lino Cervar kam der Erfolg zurück. Kroatien wurde Weltmeister 2003 und Olympiasieger 2004. Bei den zehn großen Turnieren (EM, WM, Olympia) mit Lino Cervar an der Seitenlinie erreichte Kroatien mit Außnahme der WM 2007 stets das Halbfinale und stand sechsmal im Finale. (2007 hatten sie einfach das Pech als verlustpunktfreier Hauptrundenerster im Viertelfinale auf Frankreich zu treffen.) Auch wenn Lino Cervar im eigenen Land nicht unumstritten war, so wird sein Nachfolger dennoch ein schweres Erbe antreten.

    VfL Gummersbach - MT Melsungen 26:24 (8:12)

    VfL Gummersbach: Stojanovic, Somic; Rahmel, Krantz (1), Wagner (3), Schindler (3), Vukovic (2), Anic, Wiencek, Rother, Lützelberger (6), Teppich, Valcic, Pfahl (6), Zrnic (5/5)

    MT Melsungen: Kelentric, Lechte; Brouko (3), Schöngarth (1), Mansson (2), Tzimourtos (1), Vasilakis (3), Treutler, Daner (2), Sanikis (1), Allendorf (4), Vuckovic (2), Sania (2)

    Zitat

    Original von HelmutausdemNorden
    Interessanterweise gibt es bei http://www.ticnet.se Karten für das Halbfinale in Malmö, aber nicht (mehr?) fürdas in Kristianstad. Kristianstad-Karten habe ich nur bei http://www.biljett24.se gefunden. Das ist aber ein Verkäufer auf dem Zweitmarkt, damit also zu erhöhten Preisen. Das verstehe, wer will. Denn wenn in Malmö Schweden bzw. Dänemark spielen, müssten doch die Malmö-Karten rar sein... und nicht die für Kristianstad.


    Das kann einfach an den unterschiedlichen Kapazitäten der Hallen liegen. Die Halle in Kristianstad hat nur 4.500 Plätze während die Malmö Arena 12.500 Plätze hat, von denen laut Saalplan bei ticnet.de bereits über zwei Drittel verkauft zu sein scheinen.

    Südeuropa?
    Südosteuropa?
    Osteuropa?

    Mittelmeeranrainer?

    > 50.000 Einwohner?
    > 75.000 Einwohner?

    Parkanlage?
    Herschaftssitz?
    Religiöses Gebäude?
    Kloster?
    Von historischer Bedeutung?

    Ich würde damit rechnen, dass die Ansetzung der Halbfinals kurzfristig entschieden wird. Der Veranstalter hat bereits festgelegt, dass sowohl Schweden als auch Dänemark alle Hauptrundenspiele in Malmö austragen werden - sofern sie die zweite Phase erreichen. Da wäre es naheliegend auch ein Halbfinale mit schwedischer oder dänischer Beteiligung dort auszutragen. (Ähnlich wie 2007 in Deutschland, als das DHB-Team automatisch alle Spiel der K.O.-Runden in der Kölnarena austrug.)

    Zitat

    Original von Ex-HVS-SR
    Warum gibt es eigentlich nur den bösen, bösen Veranstalter, Oberbürgermeister und/oder Polizeichef und die guten, unschuldigen Teilnehmer ? Ich dachte immer von einer solchen gut/böse-Betrachtung wäre man mittlerweile abgekommen und hätte sich einer differenzierten, alle Aspekte einbeziehenden Betrachtung zugewandt.


    Was willst du den einzelnen Teilnehmern denn konkret vorwerfen? Dass so viele Teilnehmer etwa zeitgleich rechtzeitig zum Hauptprogramm am Veranstaltungsort eintrafen? Dass es gleichzeitig Menschen gab, die das Gelände bereits am Nachmittag wieder verlassen wollten? Dass es in der dichtgedrängten Menschenmenge zu gruppendynamischen Problemen kam, die ein Einzelner nicht maßgeblich beeinflussen kann?


    Ich stimme Dir zu, dass große Menschenansammlungen immer ein Risiko darstellen. Aber die Veranstalter bzw. Organisatoren derartiger Veranstaltungen haben dafür Sorge zu tragen dieses Risiko zu minimieren und Lehren die aus vergangenen Tragödien gezogen werden konnten umzusetzen. Gesetze und Vorschriften bis zum Äußersten zu beugen und bei wichtigen Eckpunkten des Sicherheitskonzeptes beide Augen zuzudrücken, nur um einen Imageschaden durch eine Absage im Vorfeld für die Loveparade und die Stadt Duisburg zu vermeiden ist mindestens fahrlässig.