Beiträge von Arcosh

    Crazy, was für seltsame Klauseln in Profiverträgen drin stehen. Als der SCM mit Portner verlängerte, war noch lange vor der Crystal-Meth-Geschichte und die Verlängerung war für viele SCM-Fans überraschend, da er in seiner ersten Saison nur im CL-Finale gut war. Wahrscheinlich war er selbst nicht sicher, ob er sich beim SCM durchsetzen wird und hinter Hernandez nur 2.Torwart wird. Oder solch Ausstiegsklauseln sind mittlerweile im Profi-Handball Standard.

    Ein solches Datum zum wirksamen Einfordern einer vereinbarten Ausstiegsklausel ist sinnvoll, um rechtzeitig Ersatz für die folgende Saison gewährleisten zu können. Würde ein Verein erst im April oder Mai über einen seitens des Vereins ungeplanten Spielerabgang im Sommer informiert werden, dann wäre es kaum möglich gleichwertigen, bezahlbaren Ersatz zu finden. Umgekehrt braucht auch der Spieler Planungssicherheit, falls der Verein eine Ausstiegsklausel zieht.

    Nach dem 28:26 macht der BHC in der Schlussphase in eigener Halle vier Minuten lang kein Tor mehr. Das ist einfach zu wenig, um in der HBL zu gewinnen. Es war in den Schlussminuten kein Wurfpech, sondern der BHC hat sich nicht einmal klare Wurfchancen erarbeiten können. Insbesondere im letzten, 35-sekündigen Angriff zeigte kein BHC-Spieler den Willen, das so wichtige Siegtor zu erzielen. Stattdessen wurde der Ball in der eigenen Spielfeldhälfte hin-und her gepasst und das primäre Ziel schien es zu sein, den Ballverlust zu vermeiden.

    Mal sehen, ob Minden es in drei Wochen bessser macht.

    [...] Und warum bekommt der CL-Sieger kein automatisches Startrecht in der Folgesaison? Wäre für mich logisch und hätte absolut Vorrang vor der EL.

    Welche Notwendigkeit gäbe es dafür? Wann war denn zuletzt ein Champions-League-Sieger nicht zumindest per Upgrade für die kommende Champions-League-Saison qualifiziert?

    Puh, der Punktverlust fühlt sich extrem unverdient an. Der sonst so treffsichere Ellidi Vidarsson war heute die tragische Figur, Mathis Häseler hat gezeigt, wieso er für die Nationalmannschaft nomminiert wurde und Kai Smits schwankte zwischen Genie und Wahnsinn.Vor dem Spiel habe ich geschrieben, dass fast alles passen muss, um gegen den THW Kiel gewinnen zu können. Im Spiel gab es viele technische Fehler und vergebene Wurfchancen und trotzdem hätte der VfL Gummersbach das Spiel gewinnen müssen.

    Auch wenn es hier im Thread reichlich Kritik an ihnen gab, will ich die Schiedsrichter Leonard Bona & Malte Frank loben, die das Spiel in meinen Augen insgesamt gut geleitet haben - mit einer durchgehend klaren Linie. Domagoj Duvnjak genießt in der HBL inzwischen absolute Narrenfreiheit. Wie er sich nach quasi jeder (richtigen) Entscheidung der Schiedsrichter auf dem Feld aufführt, übertrifft Silvio Heinevetter in seinen besten Zeiten.

    Das Gefälle wird nicht zu verhindern sein, liegt ja aber eher an der Anzahl der Teams als dann am konkreten Modus.

    Ich finde es nur super, wenn diese ellenlange Gruppenphase wegfällt.

    Im neuen Modus kann dann eine unerwartete Niederlage schon große Auswirkungen haben.

    Im Grunde genommen wird die "ellenlange" Gruppenphase nur auf zwei genauso lange Gruppenphasen aufgeteilt. Aus bisher 14 Spieltagen werden dann 6+8 Spieltage. Ich persönlich finde den aktuellen Modus fast optimal, weil die Leitungsdichte okay ist, es sehr viele interessante Spiele der Topmannschaften untereinander gibt und durch die Belohnung für Platz 1 und 2 auch die Wertigkeit jedes einzelnen Spiels gegeben ist.

    Der einzige Nachteil war aus meiner Sicht, dass bei nur zwei Gruppen natürlich Jahr für Jahr die Vereine gegen größtenteils dieselben Gegner gespielt haben. Das sehe ich beim neuen Format ab der Hauptrunde aber genauso gegeben.

    Ich hoffe, dass die Erhöhung der Teilnehmerzahl zumindest dazu führen wird, dass zwei oder drei Nationen mehr ihre Landesmeister in den Wettbewerb entsenden dürfen.

    Also gehen die Dritten und Vierten der CL-Gruppen direkt in die Playoff. Ich dachte, in die Gruppen. Dann bin ich mal gespannt, wann die EL spielt.

    Die 14 Spieltage der aktuellen Champions-League-Gruppenphase dauern von September bis März. Im neuen Spielsystem hätten Vorrunde und Hauptrunde zusammen auch 14 (oder evtl. 16) Spieltage, die sich dementsprechend auf denselben Zeitraum erstrecken dürften.

    Die European-League hingegen hat die Spieltage bis zum Viertelfinale von derzeit 12 auf dann nur noch 10 reduziert, wobei hinzukommt, dass das Achtelfinale der European-League erst nach Abschluss der Champions-League-Hauptrunde ausgespielt werden kann. Ich erwartee, dass die Vorrunde wie bisher zwischen Oktober und Dezember stattfinden wird. Die bisherige Hauptrundenphase mit vier Spieltagen im Februar und März wird auf die Playoff-Runde reduziert. Die weiteren Termine der K.O.-Runden können gleichbleiben zum bisherigen Kalender. (Achtelfinale Ende März/Anfang April; Viertelfinale Ende April/Anfang Mai; Final Four Ende Mai)

    Anderseits vermute ich, dass Mannschaften aus einer Vorrunden-Gruppe in der Hauptrunde nicht aufeinander treffen werden . . .

    Das würde die Vorrunde noch weiter entwerten. Wenn die Punkte gegen den mitqualifizierten Gruppengegner nicht in die Hauptrunde mitgenommen werden, dann werden die "Topspiele" der Vorrundengruppe nahezu wertlos.

    Zudem wäre es im Handball eine absolute Ausnahme, dass keine Vorrundenergebnisse in die Hauptrunde mitgenommen und Gruppen komplett neu zusammengestellt werden.

    16 Teams aus der EL Vorrunde sind es. Sonst geht es nicht auf. 16 plus 12 CL Loser = 28 Teams in der ersten KO Runde, bleiben 14 Gewinner plus die beiden Gruppenfünften aus der CL, gibt 16 Teams fürs AF.

    Danke. Vollkommen richtig und ich habe es korrigiert.

    Die Vorrunde wird besser, bzgl. der Hauptrunde gebe ich TVM recht. Das hätte man attraktiver gestalten können.

    Ich finde die Champions-League-Vorrunde wird dadurch langweiliger werden - zumindest aus Sicht der deutschen Teilnehmer. Zwei aus Vier klingt nach einem fordernden Format, aber das Leistungsgefälle innerhalb der Gruppen wird groß sein. Es gab gute Gründe, dass die EHF sich ab 2009 von diesem Format verabschiedet hatte und ich sehe nicht, dass die Qualität der europäischen Vereine in der Breite seitdem zugenommen hätte. Nimmt man die diesjährigen drei Lostöpfe für die Champions-League sowie den Lostopf 1 der EHF European League als Basis für möglich zukünftige 24 Teilnehmer bzw. die Lostöpfe, dann ergibt sich folgendes Bild:

    EHF Champions League 2025/26EHF European League 2025/26
    Lostopf 1Lostopf 2Lostopf 3Lostopf 1
    Füchse BerlinSC MagdeburgDinamo BukarestSG Flensburg-Handewitt
    FC BarcelonaHBC NantesSporting LissabonMT Melsungen
    Paris St. GermainGOG GudmeRK ZagrebMontpellier HB
    Aalborg HandboldKS KielceKolstad ILFC Porto
    Wisla PlockPick SzegedHC PelisterBM Granollers
    KC VeszpremFrederica HK
    Kadetten Schaffhausen
    IFK Kristianstad

    Montpellier und Flensburg würden wahrscheinlich in Lostopf 3 aufrücken. Eine typische Gruppe könnte dann Berlin, Nantes, Zagreb und Schaffhausen sein. Bei nur sechs Spielen darf man sich sicherlich nicht viele Fehler erlauben, aber ich hätte wenig Zweifel daran, dass sich Berlin souverän für die Hauptrunde qualifizieren würde. Für einen möglichen dritten deutschen Teilnehmer wären sicherlich "Todesgruppen" mit Barcelona, Kielce und Porto als Gegnern denkbar, aber das wird nicht die Regel sein.

    Zum Ende hin wurde dieser Handballabend noch unerwartet spannend.

    Die Schlussminute der MT Melsungen war nicht sonderlich clever gespielt. Nur die Zeit runterspielen, anstatt auf den Siegtreffer zu gehen und für das zur Seite werfen des Balles hat es in anderen Spielen schon Strafwürfe gegeben.

    Auch Flensburg mit einem hauchdünnen Sieg.

    EHF EXEC confirms: Champions League with 24 teams, new system for European League

    EHF Champions-League ab der Saison 2026/27:

    24 Teilnehmer in sechs Vierergruppen. Die beiden besten jeder Gruppe erreichen die Hauptrunde, die Gruppendritten und -vierten steigen in die EHF European League ab.

    Die Hauptrunde der Champions-League wird aus zwei Sechsergruppen bestehen und die ersten Vier jeder Gruppe erreichen das Viertelfinale, das dann wahrscheinlich über Kreuz ausgespielt werden wird. Die zwei Vereine, die in der Hauptrunde als Gruppenfünfte ausscheiden, dürfen im Achtelfinale der EHF European League weiterspielen.

    Das erinnert stark an das Format der frühen 2000er Jahre.


    EHF European League ab der Saison 2026/27

    Es bleibt bei acht Vierergruppen, aber es wird vorneweg keine Qualifikationsrunde mehr geben. Unterm Strich also insgesamt weniger Teilnehmer in beiden wichtigsten europäischen Vereinswettbewerben. Nach Abschluss der Vorrunde wird es nur noch K.O-Runden geben, beginnend mit der Runde der besten 16 Gruppensieger und Gruppenzweiten sowie der 12 Mannschaften, die in der Vorrunde der Champions-League gescheitert sind. Dieses Play-Off-Format finde ich eine Verbesserung gegenüber dem bisherigen, zähen Modus der European League.

    Über die Verteilung der Teilnehmerplätze auf die Nationen soll bis Dezember entschieden werden. Da es insgesamt weniger Teilnehmerplätze gibt, gehe ich davon aus, dass Deutschland keine zusätzlichen Europapokalplätze über die bisherigen fünf Regelplätze hinaus erhalten wird, aber wahrscheinlich der Tabellendritte der HBL in Zukunft in der Champions-League spielen darf.

    Aber was ist denn in Hannover passiert das es so ein Absturz gibt?

    "Absturz" finde ich ehrlich gesagt zu hart.

    Fehler wurden auf der Spielmacher-Position gemacht. Es scheint, dass die TSV Hannover-Burgdorf alles auf die Karte Marko Grgic gesetzt hatte. Er wäre die perfekte Ergänzung zu Renars Uscins und Justus Fischer gewesen, um eine junge, erfolgshungrige Angriffsachse zu formen, die auch zum Herzstück der Nationalmannschaft werden sollte. Die Ersatzlösung Sindre Aho ist noch nicht richtig in der Bundesliga angekommen und Leif Tissier funktioniert nicht so wie beim HSV Hamburg. Damit fehlt der Mannschaft die Führung auf dem Feld.

    Dennoch war der Saisonstart in Anbetracht des Spielplans in Ordnung. Niederlagen gegen Kiel und in Flensburg waren zu erwarten und der Niederlage gegen Gummersbach stehen immerhin Siege gegen die Rhein-Neckar Löwen und in Hamburg gegenüber. Die 4:6 Punkte waren okay. Der zusätzliche Ausfall von Renars Uscins, bester Torschütze und bester Assistgeber der letzten Saison, konnte natürlich nicht kompensiert werden und bei der Leistungsdichte in der HBL sind dann plötzlich auch Gegner wie Erlangen, Göppingen und Eisenach auf Augenhöhe.

    Hannover darf mit der Entwicklung nicht zufrieden sein, aber ich bezweifle, dass Christian Prokop die Schraube ist, an der sie jetzt drehen müssen.

    Sehr erfreulich, dass der VfL Gummersbach sich zu einer der führenden Adressen für junge europäische Handball-Talente entwickelt hat. Nikola Roganović wirkt wie ein sinnvolle Investition in die Zukunft.

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    Dieses Video wirkt auf mich wie ein Imagefilm, mit dem jungen Spielern und ihren Beratern in sieben Minuten das professionelle Umfeld des VfL Gummersbach näher gebracht wird.

    Mit nur drei Punkten aus den letzten drei HBL-Spielen, einer klaren Niederlage im letzten Auswärtsspiel und einem Europapokalspiel am Dienstag in den Beinen, muss der THW Kiel zum zuhause verlustpunktfreien VfL Gummersbachern reisen, gegen den es im August die einzige Niederlage der diesjährigen Saisonvorbereitung gab.

    Wenn man es so formuliert, dann sollte die Favoritenrolle klar definiert sein. :cool:

    Aber ernsthaft: Wie gegen die Füchse Berlin würde ich (mit Fanbrille) eine 30%ige Chance auf einen Heimsieg sehen. Dafür müsse fast alles passen.

    Explizit heißt es "Was hat es wohl mit der 2029 auf sich?" Das klingt nach Neuzugang oder Vertragsverlängerung.

    Für Nikola Roganovic erscheint mir das Brimborium mit Ankündigung und Facebook-Video zu groß zu sein. Ich hoffe auf eine langfristige Vertragsverlängerung mit Bertram Obling - auch wenn im Teaser ein Feldspieler-Trikot zu sehen ist.