Beiträge von Arcosh

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    Original von Redcloud31
    Hat jemand ne Statistik wie viele Zeitstrafen es bei der EM im Schnitt pro Spiel gab? Gefühlt würde ich mal behaupten, liegt er weit über dem eines Bundesliga-Spiels. Hab den Eindruck die Schiris wurden angehalten früher Zeitstrafen zu verteilen.


    Die Statistik auf Handball-World.com zählt bislang 331 Zeitstrafen, das entspricht 8.28 pro Spiel. Für die Bundesliga stehen in der HW-Statistik der laufenden Saison durchschnittlich 8.09 Zeitstrafen pro Spiel - also nur geringfügig weniger.

    Island steht im Halbfinale! :klatschen::bier:

    Der verdiente Sieg geriet nur einmal in Gefahr, als die Norweger Mitte der zweiten Halbzeit den 23:26-Rückstand in eine 28:27-Führung umkehrten. Aber Island ließ sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und zog postwendend wieder auf 30:28 davon indem sie jeden Fehler der Norweger eiskalt durch Tempogegenstöße bestraften.

    Um mal wieder auf das laufende Turnier zurückzukommen: ;)

    Ich bin gespannt wie morgen die Polen auftreten werden. Sie können entweder ihre Leistungsträger fürs Halbfinale schonen oder (einen vorherigen Sieg der Spanier vorausgesetzt) auf Sieg spielen um den großen Favoriten Frankreich aus dem Turnier zu werfen. Außerdem kann eine Spielpause für die Leistungsträger auch schnell zum Bumerang werden, wie beispielsweise die Franzosen vor zwei Jahren erfahren mussten. Die Franzosen werden wahrscheinlich versuchen sich früh abzusetzen in der Hoffnung, dass dann die Polen lieber Kräfte sparen anstatt sich in eine Aufholjagd zu stürzen.

    Die grundlegende Frage ist, ob man die Entwicklung der deutschen Nationalmannschaft auf ein generelles Problem in der Ausbildung und Nachwuchsförderung schiebt oder es sich nur um eine Anhäufung von Einzelproblemen handelt, weil Spieler in ihrer Entwicklung stagnieren. Talentierte deutsche Spieler gibt es meiner Meinung nach genug (was nicht zuletzt auch die Erfolge der Jugend-Nationalmannschaften zeigen), aber der Schritt zur absolten Weltklasse fehlt. Dieser letzte Schritt geschieht aber nicht in der Jugendförderung, sondern in den Bundesligavereinen. Die spielerischen und taktischen Grundlagen müssen die Spieler in der Jugend und den Auswahlmannschaften erlernen. Der letzte Schritt zum kompletten Spieler kann jedoch nur erfolgen, indem sie sich in leistungsstarken Mannschaften behaupten und durchsetzen.

    Der Aufbau einer Nationalmannschaft mit Perspektive für Olympia 2012 setzt voraus, dass sich die derzeitigen Nationalspieler weiterentwickeln. Nur leider habe ich bei kaum einem aktuellen Nationalspieler das Gefühl, dass er sich gegenüber den letzten großen Turnieren (Olympia, WM) weiterentwickelt hat. Die Torhüter, ehemals eine Paradepositon im deutschen Handball und oft Garant für den Erfolg, waren bei diesem Turnier nur Mittelmaß. Bei Johannes Bitter ist möglicherweise die Operation kurz vor der EM mitverantwortlich dafür, dass er sich nicht in Bestform präsentiert. Bei Silvio Heinevetter sehe ich das Problem, dass er in seiner Entwicklung stagniert. In Magdeburg war er der gefeierte Held und die unumstrittene Nummer 1 im Tor, aber in Berlin hat er Probleme sich gegen Stochl zu behaupten und konnte diese Saison nur selten glänzen.

    Mimi Kraus war 2007 der Überflieger und profitierte dabei von seiner ungewohnten Spielweise, die die Gegner noch nicht kannten. Drei Jahre und vier Turniere später ist er immer noch der Bravo Boy der aus der zweiten Welle mit seiner Schnelligkeit Gefahr ausstrahlt, aber im Positionsspiel immer noch nicht gelernt hat als Spielmacher zu agieren und als Kapitän die Mannschaft zu führen.

    Generell sehe ich das Kernprobleme im Fehlen eines echten Spielmachers. Kaufmann und Glandorf sind gute Rückraum-Shooter, aber in hohem Maße davon abhängig, dass sie von ihren Mitspielern in Szene gesetzt werden. Sie haben ihre Stärken im Torabschluss, aber schaffen es nicht selber die Initiative zu ergreifen und ihrerseits Mitspieler in aussichtsreiche Wurfpositionen zu bringen. Darunter leiden letztendlich auch die Außen, die von den Halben kaum mit ins Spiel einbezogen werden. Dabei könnte vorallem von Linksaußen mit Jansen und Gensheimer eine hohe Torgefahr ausgehen.


    Zu guter Letzt habe ich bei Roggisch das Gefühl, dass seine Patzer in der Abwehr immer dilletantischer werden. Natürlich leidet er darunter, dass die Schiedsrichter immer ein besonderes Augenmerk auf ihn legen, aber tut auch nichts um an dieser Situation etwas zu ändern. Er lamentiert nach jeder zweiten Entscheidung der Schiedsrichter, beschwert sich grundsätzlich über jede Zeitstrafe gegen ihn und mit völlig überflüsigen Fouls, wie nach dem Siebenmeter von Joli, steigert er sein "Bad boy"-Image nur immer weiter. Er sollte vielleicht mal überlegen ob ein etwas zurückhaltenderes Auftreten gegenüber den Schiedsrichtern nicht förderlich wäre. Roggisch hat bei 2:21 Stunden Spielzeit im bisherigen Turnier drei Gelbe Karten, acht Zeitstrafen und eine Disqualifiaction angesammelt. Zum Vergleich: Didier Dinart, mit dem Rogggisch gerne verglichen wird, hat bei 2:24 Stunden Spielzeit bislang nur zwei Gelbe Karten gesehen!

    Vor dem letzten Spieltag sind noch einige Konstellationen möglich. Kroatien, Island und Dänemark haben es jeweils selber in der Hand ins Halbfinale einzuziehen, während Norwegen auf Schützenhilfe angewiesen ist. Den Kroaten und den Isländern würde jeweils schon ein Punktgewinn zum sicheren Halbfinaleinzug genügen. Die Norweger brauchen einen Sieg mit vier Toren Unterschied, um im Falle eines anschließenden Sieges der Kroaten gegen Dänemark doch noch in die Vorschlussrunde einzuziehen. Die Ausgangslage der Dänen hängt vom Ausgang der Partie zwischen Island und Norwegen ab. Sollte Island verlieren, dann benötigen die Dänen nur ein Unentschieden gegen Kroatien. Falls die Isländer jedoch am Donnerstagnachnmittag punkten, dann hilft den Dänen nur noch ein Sieg um den Kroaten noch den Platz im Halbfinale zu entreissen.

    Zitat

    Original von FO1

    Sonst geht's noch, oder? :pillepalle:


    Wenn Du den kompletten Thread liest, dann wirst du feststellen, dass dies als Spitze gegen Croat gemeint war und nicht gegen die Österreicher. Vor deren Leistungen bei diesem Turnier habe ich große Achtung. :respekt:

    Was haben die Schweden denn deiner Meinung nach falsch gemacht. Sowohl der Siebenmeter für Kroatien als auch der zurückgepfiffene Tempogegenstoß der Österreicher waren vollkommen in Ordnung. Ich kann zwar Sigurdsson verstehen, dass er sich in einer engen Partie über die Pfiffe ärgert, aber das muss er dem Offiziellen ja nicht mehrfach ins Gesicht brüllen. Schon die Geste nach Szilagyis Tor in doppelter Unterzahl hätte ihm die Rote Karte einbringen können.

    Kroatien gewinnt mit Ach und Krach 26:23 gegen die Statisten aus Österreich. Bis zum 22:23 waren die Österreicher dran, aber am Ende waren es einfach zuviele Zeitstrafen gegen Österreich in der Schlussphase. Vorallem Trainer Dagur Sigurdsson leistete sich einen Privatkrieg mit dem Zeitnehmertisch, der ihm zuerst eine Zwei-Minuten-Strafe und anschließend die Rote Karte einbrachte. :nein:

    Ich bin zuversichtlich, dass die Dänen den Kroaten am Donnerstag die Grenzen aufzeigen werden.

    Ein heikles Thema. Bei den meisten Zeitstrafen, Freiwurf- oder Strafwurf-Entscheidungen lässt das Regelwerk im Handball große Interpretationsfreiräume für die Schiedsrichter zu, so dass man nur bedingt von "Fehlentscheidungen" sprechen kann. Zudem spielen die Position und der Blickwinkel der Schiedsrichter eine entscheidende Rolle bei der Beurteilung einer Spielsituation und dies lässt sich nur selten aus den Fernsehaufnahmen erkennen.

    Somit können meiner Meinung nach nur Entscheidungen wie Einwurf/Abwurf, Betreten des Torraums oder Schrittfehler eindeutg als Fehlentscheidungen der Schiedsrichter deklariert werden.


    Darf man Fragen was genau die These deiner Diplomarbeit ist. Geht es um die Qualität der Handballschiedsrichter oder um den Einfluss von Fehlentscheidungen auf den Spelverlauf?

    Das Moses-Mabhida-Stadion ist ein Fußballstadion im südafrikanischen Durban. Das Stadion wird eine Gesamtkapazität von mindestens 70.000 Plätzen haben und damit das zweitgrößte der fünf neu gebauten Fußballarenen der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika sein. Während der Weltmeisterschaft 2010 werden fünf Erstrundenspiele, ein Zweitrundenspiel und ein Halbfinale in der Fußballarena ausgetragen. Es liegt in einer erhöhten Plattform unweit des Indischen Ozeans und ist repräsentativer Bestandteil des neuen King’s-Park-Sportzentrums.

    Das Moses-Mabhida-Stadion ist eines von drei Stadien, das von dem deutschen Architektenbüro gmp (Gerkan, Marg und Partner) entworfen wurde. Es dient nicht nur als WM-Spielort, sondern ist durch seine umliegenden Grünflächen ein wichtiger Teil des kulturellen und sportlichen Lebens in der Region KwaZulu-Natal.


    Und wo steht dieses Bauwerk?