Apropos Wildcard! Die EHF hat explizit die Möglichkeit geschaffen, dass nicht-europäische Mannschaften an der EHF Champions-League teilnehmen könnten. EHF-Päsident Michael Wiederer hat sich dazu geäußert:
Zitat
eurohandball.com: The possibility of including non-European clubs is a novelty. What is the reason for this?
Michael Wiederer: This is an option which will need very careful considerations including the obligation of coordination with other continental federations, the respective federations of potential clubs and all steps taken in harmony with the International Handball Federation. Furthermore, any possible admission would be limited by geographical proximity and to clubs on the highest level. At the same time we have to consider the quality standards and this might in the future as well result in a certain number of licensed clubs to secure the backbone of our top competitions.
Quelle: EHF
Ist es vorstellbar, dass die EHF bereits im ersten Jahr von diesem Passus gebraucht macht, falls sie die Wildcard für den Champions-League-Titelverteidiger nicht anwenden müssen? In meinen Augen spräche einiges für den ägyptischen Club al Ahly SC. Sie haben drei Jahre in Folge die CAHB Champions-League, das afrikanische Pendant, gewonnen und dabei die Endspiele dominiert (2023: 37:27; 2024: 43:22; 2025: 31:20). Bei den IHF Men’s Club World Championship haben sie zwar gegen die europäischen Topmannschaften verloren, aber nicht so deutlich, dass ich ihnen gegen die zweite Garde der europäischen Handballelite wie z.B. Zagreb, Kolstad oder Bukarest keine Chance zusprechen würde.
Dem EHF-Marketing (und in zweiter Instanz auch den europäischen Champions-League-Teilnehmern) würde sich damit der große arabische Markt öffnen und die Anreise nach Kairo ist zwar eine Flugstunde länger, aber aufgrund existierender Direktflüge logistisch nicht umständlicher als beispielsweise nach Bitola, Kolstad oder Gudme.