Beiträge von Arcosh

    Arcosh, ich habe die Szene direkt von der Seite gesehen und daher auch den knappen Meter den Horzen in dem Moment nach vorne macht. Das wird im Video gar nicht richtig deutlich. Dadurch bleibt es genau wie ich schon mehrfach schrieb ein unglückliches Zusammentreffen. Dass sich Horzen dabei auch noch kleiner macht, als er ist, kann evtl. auch noch dazukommen.

    Da Du in einem Deiner vorherigen Beiträge versucht hast in wenig charmanter Sprache Rheineraufgrund eines angeblichen Mangels an Regelkenntnis als Diskutant zu diskreditieren, wiederhole ich noch einmal meine Aufforderung an Dich: Durch welche IHF-Handballregel ist ein Treffer mit dem Ellbogen ins Gesicht des Gegenspielers (sei er auch unabsichtlich) zulässig, wenn sich der Gegenspieler bewegt? Ja, Kristjan Horzen tritt einen Schritt auf Gisli Kristjansson raus, aber die aktive Bewegung des Ellbogens zum Kopf geht deutlich von Gisli Kristjansson aus.

    Der Abwehrspieler tritt dem genau in dem Moment entgegen. Lies einfach mal die Regeln du Schiedsrichter( Keine Ahnung haben, aber die Schnauze aufreißen). Beide Spieler haben das im gegenseitigen Gespräch auf der Platte (nach der Behandlung und vor dem Videobeweis) schon geklärt gehabt.

    Dann zitiere doch bitte, welche Regel Deiner Meinung nach hier zum Tragen kommen soll.

    Zitat

    Es ist nicht erlaubt:

    8:2

    a) dem Gegenspieler den Ball aus der Hand zu entreißen oder wegzuschlagen.
    b) den Gegenspieler mit Armen, Händen oder Beinen zu sperren oder ihn durch Körpereinsatz wegzudrängen oder wegzustoßen, dazu gehört auch ein gefährdender Einsatz von Ellenbogen in der Ausgangsposition und in der Bewegung.
    c) den Gegenspieler am Körper oder an der Spielkleidung festzuhalten, auch wenn er weiterspielen kann.
    d) in den Gegenspieler hineinzurennen oder -springen.

    Diese Regel gilt für alle Spieler auf dem Feld. Es gibt keine Unterscheidung, ob ein Spieler gerade in der Abwehr agiert oder im Angriff. Ein gefährdender Einsatz des Ellenbogens (Regel 8:2b) ist immer regelwidrig.

    Wenn ein Angreifer einen Schlag ins Gesicht bekäme, dann wäre Dein Argument wohl kaum, dass es keine Strafe geben könne, weil sich der Angreifer in Richtung der Abwehr bewegt hat.

    Du unterschlägst Möglichkeit 3, die es bei anderen Entscheidungen auf "Simulation" auch schon gab:

    • Sie sehen die Berührung, entscheiden aber, dass dies weder eine Simulation des Abwehrspielers noch ein strafwürdiges Verhaltens durch den Angreifer war.

    Ja, grundsätzlich gibt es diese Option, aber in dem konkreten Fall scheidet sie aus. Es war eine übersichtliche Aktion an der nur ein Abwehrspieler und ein Angreifer beteiligt waren und es geht um die nicht Ball-führende Hand des Angreifers. Diese Hand hat nichts im Gesicht des Gegenspielers zu suchen, d.h. wenn es keine Simulation war, dann liegt ein Foul des Angreifers vor und unabhängig von den Sanktionen kann dann die Spielfortsetzung nicht Ballbesitz für die angreifende Mannschaft sein.

    Die EHF hat an die Hallen in der European League auch keine übermäßig hohen Anforderungen. Wollen wir hoffen, dass die Klingenhalle wenigstens denen entspricht.

    Dazu Anforderungen an Lichtstärke, Internetverbindung, Medienräume und VIP-Bereiche, die auf den ersten Blick leider nicht so klingen als käme eine Halle infrage, die für den DHB-Pokal abgelehnt wurde.

    Hoffentlich wird eine für beide Seiten akzeptable Lösung gefunden.

    Apropos Wildcard! Die EHF hat explizit die Möglichkeit geschaffen, dass nicht-europäische Mannschaften an der EHF Champions-League teilnehmen könnten. EHF-Päsident Michael Wiederer hat sich dazu geäußert:

    Zitat

    eurohandball.com: The possibility of including non-European clubs is a novelty. What is the reason for this?

    Michael Wiederer: This is an option which will need very careful considerations including the obligation of coordination with other continental federations, the respective federations of potential clubs and all steps taken in harmony with the International Handball Federation. Furthermore, any possible admission would be limited by geographical proximity and to clubs on the highest level. At the same time we have to consider the quality standards and this might in the future as well result in a certain number of licensed clubs to secure the backbone of our top competitions.

    Quelle: EHF

    Ist es vorstellbar, dass die EHF bereits im ersten Jahr von diesem Passus gebraucht macht, falls sie die Wildcard für den Champions-League-Titelverteidiger nicht anwenden müssen? In meinen Augen spräche einiges für den ägyptischen Club al Ahly SC. Sie haben drei Jahre in Folge die CAHB Champions-League, das afrikanische Pendant, gewonnen und dabei die Endspiele dominiert (2023: 37:27; 2024: 43:22; 2025: 31:20). Bei den IHF Men’s Club World Championship haben sie zwar gegen die europäischen Topmannschaften verloren, aber nicht so deutlich, dass ich ihnen gegen die zweite Garde der europäischen Handballelite wie z.B. Zagreb, Kolstad oder Bukarest keine Chance zusprechen würde.

    Dem EHF-Marketing (und in zweiter Instanz auch den europäischen Champions-League-Teilnehmern) würde sich damit der große arabische Markt öffnen und die Anreise nach Kairo ist zwar eine Flugstunde länger, aber aufgrund existierender Direktflüge logistisch nicht umständlicher als beispielsweise nach Bitola, Kolstad oder Gudme.

    So langsam dürften auch Jutta Ehrmann die fadenscheinigen Erklärungen ausgehen.

    Das DHB-Topgespann Fabian Baumgart & Philipp Dinges unter Anleitung von Thorsten Zacharias (Delegierter, langjähriger HBL-Schiedsrichter und Schiedsrichter-Coach) versagt beim Videobeweis auf ganzer Linie. Sie beantragen den Videobeweis, um dem Abwehrspieler eine "Simulation" anzuhängen und als alle Kamera-Perspektven den Ellenbogen im Gesicht des Abwehrspielers zeigen, verschließen sie ihre Augen und versuchen sich mit einer Freiwurf-Entscheidung unauffällig aus der Affäre zu ziehen.

    Dabei gibt es nur zwei Möglichkeiten:

    • Sie sehen den deutlichen Ellenbogenschlag und sanktionieren den Angreifer.
    • Sie beharren auf ihrer Wahrnehmung, dass keine Berührung vorlag, d.h. es wäre eine Simulation gewesen und sie hätten eine Zeitstrafe gegen den Abwehrspieler aussprechen müssen.


    Es ist Woche für Woche ein Trauerspiel. Ich verstehe, dass in Realgeschwindigkeit aufgrund der Geschwindigkeit des Handballsports und der Blickwinkel der Schiedsrichter viele Szenen kaum aufzulösen sind. Aber was braucht es, damit zwei HBL-Schiedsrichter im Stande sind Videobilder korrekt zu werten, die ihnen mehrfach und in aller Ruhe vorgespielt werden.


    Die Ausreden müssen ein Ende haben! Professionalität fängt beim Verband an!

    Hmm, du hast Nordmazedonien, Slowenien, Schweiz, Serbien und Schweden, aber EHF sagt:

    "A maximum of four places is open to upgrade requests from federations without a fixed place in the EHF Champions League."

    Es gibt aber noch die Möglichkeit den fünften Platz über eine Wildcard zu vergeben, falls die Wildcard für den Champions-League-Sieger nicht in Anspruch genommen werden muss.

    Bei der Verpflichtung von Francisco Costa liegt der Ball nicht mehr bei der SG (die ihre Arbeit gemacht habe) sondern auf der anderen Seite.

    Ist mit der anderen Seite der Spieler oder der abgebende Verein gemeint? Heißt das die SG Flensburg-Handewitt ist nicht bereit eine festgeschriebene Ablösesumme zu bezahlen, sondern hat ein davon abweichendes Angebot gemacht?

    Zitat

    Doch wie sieht diese Konstellation für den BHC eigentlich aus? Auf Nachfrage von handball-world bei der EHF verkündete der Verband: "Der Bergische HC hat einen Platz in der European League, da die Füchse Berlin bereits für den Europapokal (CL oder EL) durch ihre Abschlussplatzierung in der Bundesliga qualifiziert sind." Damit sollte nur noch die Halle der entscheidende Faktor sein.

    Wer beim Verband hat sich denn zu dieser Aussage hinreißen lassen, die von keinen aktuellen Richtlinien gedeckt ist? Wenn der DHB-Pokalsieger über die HBL "nur" für die European League qualifiziert wäre, dann rückt der Vizepokalsieger nicht nach. Wieso sollte sich überhaupt die EHF zu den nationalen Vergabekriterien des DHB äußern?

    Morgen ab 19 Uhr lohnt sich ein Blick nach Ungarn. Veszprem hat in der Best-of-3-Serie um die ungarische Meisterschaft das erste Spiel in eigener Halle nur mit 38:36 gewonnen. Morgen könnte Szeged zuhause die Serie entweder ausgleichen oder Veszprem den vierten Meistertitel in Folge feiern.