Beiträge von Arcosh

    Es ist gut, dass die HSG Nordhorn-Lingen drei neue Gesellschafter einbinden konnte und damit vorerst den Spielbetrieb fortsetzen kann. Wenn aber die eigene Pressemitteilung des Vereins mehrfach betont, dass die nur ein erster Schritt sei und keinerlei Aussagen enthält, dass damit die Finanzierung der kompletten Saison gesichert sei, dann ist ein erleichtertes Durchatmen angebracht, aber die Champagner-Flaschen sollten noch im Kühlschrank bleiben.

    Und genau dies ist ja nicht der Fall.

    Eher im Gegenteil man schweigt und macht einfach weiter als sei nichts gewesen und alles geht normal weiter.

    Alle anderen 17 Vereine wissen nicht woran sie sind, alleine bei der Planung der Spiele gegen eine HSG. Egal ob Auswärts oder als Heimspiel.

    Dies sorry ist vom Verein also der HSG ein sehr schäbiges Verhalten und an zeigt null Eier und sagt endlich was Sache ist, sondern schweigt und ist ein richtig mieses Verhalten alleine der gesamten Liga gegenüber.

    Unter sport-organisatorischen Gesichtspunkten stimme ich Dir vollkommen zu. Aber da strafrechtliche Verfahren und zivilrechtliche Schadenersatz-Klagen auf den Weg gebracht wurden, finde ich es nachvollziehbar, dass die Beteiligten nur die nötigsten Informationen herausgeben.

    3 VfL Gummersbach
    Beim ersten sehen dachte ich "was für ein geiles Trikot" im weiteren Verlauf ist mir aber aufgefallen das es nicht das Trikot ist, es ist die Werbung. Ich Finde im Vergleich eigentlich Lemgo von der Farbe, der Anordnungen der Streifen und dem gefärbten Bereich unter den Armen deutlich besser. ABER wann hat man das letzte mal ein Handballtrikot mit so wenig Werbung gesehen? Als Gummersbach Fan muss man das kaufen, wenn man kein richtiger Fan ist und immer mal ein Handballtrikot haben wollte muss man das kaufen.. wer weis wann es sowas wieder gibt

    Wer gar keine Sponsorenaufdrucke mag, kann diese Saison beim VfL Gummersbach das sponsorenfreie Lifestyleshirt im Trikot-Design erwerben.

    Mit der neuen Marke "HC Hamburg" ist der Grundstein gelegt worden, aber darauf hätte eigentlich zeitnah eine passende Image-Kampagne folgen müssen. Neuer Name, neues Logo, neuer Geschäftsführer. Aber wofür steht der "neue" HC Hamburg? Was können Zuschauer und vor allem Sponsoren und Investoren erwarten? Welche Werte stehen im Mittelpunkt?

    In Hamburg wird viel über die Einnahmenseite gesprochen, aber ist der Verein gewillt sich gesund zu schrumpfen, um dann nachhaltig zu wachsen? Der gescheiterte Ansatz des HSV Handball war es mit viel Geld aggressiv Spieler zu verpflichten, eine Mannschaft aufzubauen die Titel gewinnt und dann sollten die Sponsoren Schlange stehen. Der VfL Gummersbach ist mit diesem Ansatz in Köln ebenfalls krachend gescheitert. Dieses Konzept kann in einer Stadt wie Berlin fruchten, aber ich persönlich denke, dass in Städten wie Köln und Hamburg die Zuschauer und Investoren auf einer anderen, persönlicheren Ebene abgeholt werden müssen.

    Dem Basketballverein Hamburg Towers gelingt es beispielweise einen Etat in Höhe von 7 Mio. Euro zu erwirtschaften. Was macht der Verein besser?

    [...] Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, gibt es eine gute Schwimmerin, die auf onlyfans ist und dort richtig monetarisiert.

    Beim Instaauftritt von Jule Polsz kommt mir spontan der Gedanke, dass der Weg dorthin der logischste wäre. [...]

    Auf Instagram zeigt sich Jule Polsz auf einigen Urlaubs(?)-Bilden im Bikini, aber keines der Bilder würde hinsichtlich des Outfits oder der Posen für großes Aufsehen am Hotelpool führen. Bloß weil sich eine junge, sportlich-trainierte Frau im Bikini zeigt, führt der logische Weg noch lange nicht zu Onlyfans! Es gibt eine ganze Reihe anderer Möglichkeiten die eigene Online-Präsenz zu monetarisieren. Zumal Du selber zwei Absätze später Nils Kretschmer erwähnst, der als Modeinfluencer erfolgreich war oder ist.

    Ursprünglich wollte ich mir nur ein Einzelticket kaufen, aber bei 35€ für die CL-Gruppenphasen-Dauerkarte in Kassel mit drei attraktiven Gegnern und interessanten Nachwuchsspielern, kurzem Anfahrtsweg und keinen Parkgebühren bin ich schwach geworden.

    Ici c'est Nantes!

    Das weiter oben bereits verlinkte Interview des Abendblatt mit Philipp J. Müller und dem neuen HCH-Geschäftsführer Markus Rejek zeigt meiner Meinung nach deutlich die Motivation von Philipp J. Müller auf.

    Zitat

    Wie definieren Sie Ihre Rolle dabei, Herr Müller?

    Müller: Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich diese gesellschaftlichen Lagerfeuer in der Stadt halten möchte. Das bewegt mich seit zwei Jahrzehnten, deshalb engagiere ich mich auch in der Elbphilharmonie und bei vielen anderen Projekten. Ich habe selbst viele Jahre lang Handball gespielt und die Titel des HSV Handball als Fan auf der Tribüne mitgefeiert. Der HCH ist ein Leuchtturmprojekt, das für gesellschaftlichen Zusammenhalt und für Leistungsbereitschaft steht. Wir wollen die Freude an der Bewegung fördern. All das darf in unserer Gesellschaft nicht verloren gehen. Ich sehe mich dabei nicht als Investor, sondern möchte den Profihandball in dieser Stadt erhalten – und so aufstellen, dass er sich selbst tragen kann.

    Zitat

    Wenn Sie beim HCH nicht als Investor oder Mäzen bezeichnet werden wollen: Mit welcher Zuschreibung wären Sie denn einverstanden?

    Müller: (überlegt) Gute Frage. Vielleicht Sparringspartner …

    [...]

    Müller: Das wäre mein Wunschtraum gewesen, direkt so zu starten. Mit fünf bis zehn Unternehmern, jeder gibt eine Million Euro, die Schulden sind bezahlt, und wir haben drei Millionen Euro Startkapital. Das wäre die ideale Welt gewesen, aber der Zeitdruck hat das bislang unmöglich gemacht.

    Zitat

    Müller: Wir haben listenweise Ideen, was sich alles entwickeln kann. Und jetzt habe ich das erste Mal das Gefühl, dass wir die Zeit und die Voraussetzungen haben, etwa in der Gremien- und der Mitarbeiterstruktur, um nach vorn arbeiten zu können.

    Ich glaube ihm, dass er mit seinem Wohlstand auch altruistische Ziele verfolgt und im Gegensatz zu Andreas Rudolph niemand ist, der selbst im Licht des Erfolges baden möchte oder die Mannschaft zu sich in die Finca nach Mallorca einladen bzw. herbeizitieren würde. Glaubt man den Angaben zu Philipp J. Müllers Vermögen, dann konnte er es sich leisten den HC Hamburg zu retten und auch noch zwei, drei Jahre die jährlichen Defizite auszugleichen. Aber die Frage ist: Wie lange schmeißt man schlechtem Geld noch gutes hinterher? In Philipp J. Müllers Worten ist auch klar zu erkennen, dass er Geschäftsmann ist und von den bisherigen spärlichen Entwicklungen seit seinem Einstieg ein wenig desillusioniert ist.

    Er hängt emotional viel weniger am HC Hamburg als seinerzeit Andreas Rudolph am HSV Handball. Das kann man als Vor- oder Nachteil sehen.

    1. SC Magdeburg

      Die erneute Meisterschaft für den SC Magdeburg können nur der SCM selbst oder eine Verletzungsmisere verhindern - und letzteres wünsche ich keinem Verein und keinem Spieler.


    2. SG Flensburg-Handewitt
    3. THW Kiel

      Die Kaderplanung der Füchse Berlin eröffnet den Nordlichtern aus Kiel und Flensburg die realistische Chance auf einen Champions-League-Platz. Flensburg hat eine besser eingespielte Mannschaft und das einfachere Saisonauftaktprogramm. Auf mittlere Frist sehe ich den THW Kiel allerdings besser besetzt und die Fokussierung auf nationale Wettbewerbe wird ihnen gut tun. In den Anfangswochen drohen den Zebras aber Punktverluste, weil die Mannschaft sich noch finden muss. Anfangs Oktober werden wir wissen wo der THW Kiel in der HBL steht und wie große der Rückstand auf die Ligaspitze tatsächlich ist.


    4. Füchse Berlin
    5. MT Melsungen

      Einer verletzungsfreien MT Melsungen würde ich Platz 4 vor den Füchsen Berlin zutrauen, aber bei den Hessen ist eigentlich immer jemand angeschlagen und fehlt.


    6. VfL Gummersbach
    7. Rhein-Neckar Löwen

      Dem VfL Gummersbach droht ein deprimierender Saisonstart und Ende September zunächst ein Platz im grauen Mittelfeld der HBL. Den Rhein-Neckar Löwen traue ich eine Verbesserung gegenüber letzter Saison zu . Das direkte Aufeinandertreffen am 2. Spieltag in Mannheim könnte aufschlussreich werden.


    8. Frisch Auf! Göppingen
    9. TBV Lemgo
    10. HC Hamburg
    11. TSV Hannover-Burgdorf

      Ein breites Mittelfeld mit Mannschaften, die am Saisonende nur wenige Punkte treffen werden. Das Momentum aus der vergangenen Spielzeit spricht für Frisch Auf! Göppingen und gegen den TBV Lemgo. Aber am Ende können Kleinigkeiten über die Saisonplatzierung entscheiden.


    12. TVB Stuttgart
    13. ThSV Eisenach
    14. HC Erlangen

      Stuttgart und Erlangen würden sich gerne in den Top10 sehen, aber dazu fehlt es meiner Meinung nach an Qualität im Kader, um die nötigen Konstanz von Woche zu Woche zu erreichen. Sofern der ThSV Eisenach wirtschaftlich nicht in unruhiges Gewässer gerät, werden sie mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben.


    15. HBW Balingen-Weilstetten
    16. Bergischer HC
    17. HSG Wetzlar
    18. SG BBM Bietigheim

      Aus dem Kreise dieser vier Vereine erwarte ich die beiden sportlichen Absteiger. Beim Bergischen HC sehe ich einen merklichen Qualitätsverlust durch die Abgänge von Noah Beyer, Eloy Morante Maldonado und Aron Seesing. Die Hoffnungen der HSG Wetzlar auf den Klassenerhalt beruhen in erster Linie darauf, dass zwei andere Vereine noch schwächer sein könnten. Es kann ein spannender Abstiegskampf werden, aber auf sportlich niedrigem Niveau. Gut möglich, dass 15 Punkte zum Klassenerhalt reichen werden-

    Do, 27.08.2026, 19:00 Uhr: THW Kiel - TBV Lemgo
    Do, 27.08.2026, 20:00 Uhr: Füchse Berlin - MT Melsungen
    Fr, 28.08.2026, 19:00 Uhr: TVB 1898 Stuttgart - Bergischer HC
    Fr, 28.08.2026, 20:00 Uhr: SG Flensburg-Handewitt - ThSV Eisenach
    Sa, 29.08.2026, 19:00 Uhr: Frisch Auf! Göppingen - HC Erlangen
    So, 30.08.2026, 15:00 Uhr: VfL Gummersbach - SC Magdeburg
    So, 30.08.2026, 16:30 Uhr: HSG Wetzlar - SG BBM Bietigheim
    So, 30.08.2026, 16:30 Uhr: TSV Hannover-Burgdorf - Rhein-Neckar Löwen
    So, 30.08.2026, 18:00 Uhr: HBW Balingen-Weilstetten - HC Hamburg

    Der Sommer-Handball ist vorbei und die HBL-Saison 2026/27 startet in ihren ersten Spieltag. Im Kampf um die angestrebten Champions-League-Plätze stehen der THW Kiel und die Füchse Berlin direkt am ersten Spieltag unter dem Druck ihre Heimspiele gegen unangenehme Auftaktgegner gewinnen zu müssen.

    Aber auch die vermeintlichen Abstiegskandidaten sind am ersten Spieltag gefordert. Die HSG Wetzlar darf sich in eigener Halle gegen den Aufsteiger Bietigheim keine Blöße geben, Stuttgart verfolgt einmal mehr höhere Ziele und muss diese gegen den Bergischen HC rechtfertigen und Balingen wird mit der Aufstiegseuphorie im Rücken sich gegen den HC Hamburg bestimmt vorsichtig Hoffnung auf einen Punktgewinn machen.

    Aus meiner Sicht eine weitere interessante Standortbestimmung wird die Partie zwischen Hannover-Burgdorf und den Rhein-Neckar Löwen. Wo steht Hannover in der Abschiedssaison von Justus Fischer und Renars Uscins? Sind die Rhein-Neckar Löwen weiter gereift, um die europäischen Plätze ins Visier nehmen zu können?

    Unterm Strich hätte der Spielplan kaum einen attraktiveren ersten Spieltag hervorbringen können.

    Zur Vermeidung einer Insolvenz müsste die HSG Nordhorn sicherlich mit den Spielern über Vertragsanpassungen insbesondere beim Gehalt sprechen und auch in diesem Falle würden sicherlich manche Spieler die besseren Angebote anderer Vereine vorziehen. Auch ohne Insolvenz könnt sich der Kader also ausdünnen.

    nicnamejue

    Wir Moderatoren haben diesen Thread bereits wahrgenommen und werden intern beraten, wie mit diesem Thema umzugehen ist. Wie Du richtig schreibst ist es ein politisches Thema, aber gleichzeitig ist der Politiker Andreas Michelmann nur schwer vom seinem Amt als DHB-Präsident zu trennen.

    Herrlich wie diametral die Presse-Erklärungen formuliert wurden:

    Zitat

    Stellungnahme der HSG Krefeld Niederrhein

    [...] Nach unserem Eindruck der Verhandlung hat das Gericht das Nachrücken nach dem 30.6. und damit nach Beendigung des Spieljahres 2025/2026 als letztlich zu hohe Hürde wahrgenommen. [...]

    Zitat

    Stellungnahme der HBL

    [...] Das Landgericht Dortmund stellt durch das heutige Urteil klar, dass die grundlegenden Regelungen der Satzung und der Lizenzordnung (LZO) des HBL e. V. kartellrechtlich angemessen und wirksam sind. Sowohl die unabhängige Lizenzierungskommission als auch das unabhängige Vertrauensgremium des HBL e. V. sehen sich durch das heutige Urteil umfassend bestätigt. [...]

    Da hat man Einnahmen vom Turnier noch mitgenommen. Zwei Vier Tage später Insolvenzantrag. Interessant.

    Diesen Einnahmen steht zumindest eine erbrachte Leistung gegenüber.

    Gedanken mache ich mir da eher um die Fans, die sich Dauerkarten für die Saison 2026/27 gekauft haben, oder um die (kleineren) Sponsoren, die bereits das Geld für die neue Spielzeit überweisen haben und aufgrund des Geschäftsgebarens der HSG Nordhorn vermeintlich mit leeren Händen dastehen werden.