Phantom-Tor sorgt für WM-Skandal
Halifax/Quebec - Selbst der Videorichter erkannte nicht, dass der Puck durch ein Loch im Netz in die Maschen flog.
Beim 3:2 (0:0, 0:2, 3:0)-Sieg in der Zwischenrunde gegen die USA profitierte Finnland von einer krassen Fehlentscheidung. Der Videorichter übersah beim 1: 2-Anschlusstreffer durch Ville Koistinen, dass der Puck durch ein Loch im Netz ins Tor gelangte (43.). "Der Kerl da oben hat ein echtes Problem mit seinen Augen. Er sollte mal zum Arzt gehen", schimpfte US-Trainer John Tortorella.
Spielwertung bleibt bestehen
Der Weltverband IIHF bestätigte nach dem Spiel, dass das Tor nicht korrekt war und nicht hätte anerkannt werden dürfen. Wegen der Tatsachenentscheidung blieb es aber bei der Wertung des Spiels. Der Videorichter wird allerdings bei der WM nicht mehr eingesetzt. US-Coach Tortorella, dessen Team durch Tom Gilbert (22.) und Phil Kessel (40.) geführt hatte, am Ende nach Gegentreffern von Teemu Selänne (51.) und Mikku Koivu (57.) aber noch verlor, war nicht nur über das irreguläre Tor sauer.
"Horror-Show der internationalen Schiedsrichter"
"Ich habe vorher über die Horror-Shows der internationalen Schiedsrichter gehört, heute war ich in einer mittendrin", wetterte der Trainer des NHL-Klubs Tampa Bay Lightning: "Das war einfach nur lächerlich." Die russischen Referees Wjatscheslaw Bulanow und Alexander Poljakow pfiffen völlig inkonsequent und hatten das Spiel überhaupt nicht im Griff.
Über 200 Strafminuten verhängt
Insgesamt verhängten sie 202 Strafminuten, darunter drei Matchstrafen: Olli Jokinen musste schon im ersten Drittel nach einem Check von hinten gegen Tim Gleason in die Kabine, nach der Schlusssirene lieferten sich Anssi Salmela und David Backes eine Prügelei.
Das Viertelfinale hatten beide Teams schon vorher erreicht.
Quelle: Sport1.de