Geplanter Dänemark-Auftritt der SG Flensburg-Handewitt vor dem Aus
Das angedachte Bundesligaspiel der SG Flensburg-Handwitt im angrenzenden Dänemark wird wohl nicht zustande kommen. Mitte August hatte die SG angekündigt, die Austragung des Top-Spiels Anfang Februar 2008 gegen den VfL Gummersbach in der Bröndby-Halle Kopenhagen stattfinden zu prüfen. Nun aber scheint der Plan der SG am Veto der dänischen Handball-Liga zu scheitern. Der Dänische Handball-Verband (DHF) teilte auf seiner Homepage mit, der Bitte der Deutschen nicht nachkommen zu können. SG- Geschäftsführer Fynn Holpert kritisierte die Art der Absage im Internet: "Ich finde Stil und Form des DHF unmöglich."
Wie das Internet-Portal sporten.tv2.dk berichtete, hat die Führung der dänischen Liga dem Ansinnen des Bundesligisten eine Absage erteilt. Während SG-Sportdirektor Anders Dahl-Nielsen im avisierten Spiel gegen den VfL Gummersbach mit entsprechendem Medieninteresse einen großen Mehrwert für die dänischen Klubs sah, konnten die Verantwortlichen in Dänemark einen größeren Nutzen für sich nicht erkennen. Ein reines Export-Spiel der Bundesliga in Dänemark würde nicht das Interesse an der dänischen Liga steigern, vermeldete sporten.tv2.dk.
Der neue Geschäftsführer Fynn Holpert hatte Mitte August den Ball ins Rollen gebracht. "Wir haben beschlossen, als erste Mannschaft in Europa ein Punktspiel im Ausland auszutragen", hatte Holpert angekündigt. Allerdings wäre die SG SG Flensburg-Handewitt nicht die erste europäische Vereinsmannschaft, die ein Punktspiel im Ausland austrägt. Der niederländische Spitzenclub Sittardia verlegte am 10. Dezember 2005 sein Spiel gegen den niederländischen Meister Kras Volendam in die Halle von Bayer Dormagen. Volendam gewann das Spiel übrigens mit 36:33.
Die SG Flensburg-Handewitt beabsichtigte, die Partie gegen den VfL Gummersbach Anfang Februar nächstens Jahres in der Bröndby-Halle von Kopenhagen auszutragen. Die eigene Spielstätte in Flensburg steht wegen einer Messe nicht zur Verfügung. Im Team des Vorjahresdritten spielen sechs Dänen. Deshalb hofft der Verein auf große Resonanz im Nachbarland. Die Flensburger haben ihren Plan trotz der Absage noch nicht aufgegeben. Sportdirektor Anders-Dahl Nielsen, selbst Däne, will sich weiterhin für das Spiel der Flensburger in Kopenhagen einsetzen.
Quelle: handball-world.com