Original von Hereticus
Und warum ist das so? Weil von der CL die Vereine der großen Verbände am stärksten finanziell profitieren. Durch die Setzliste und vor allem die zweite Gruppenphase wird dieser Effekt nur noch verstärkt. Die Schere geht dadurch also noch weiter auseinander. Und nicht nur auf internationaler Ebene, auch die Spaltung der Bundesliga wird noch weiter forciert, da die untere Hälfte überhaupt nicht an den Einnahmen partizipiert und auch nie wird, weil sich von denen auf Grund der gegebenen Verhältnisse niemals jemand für den EC qualifizieren wird.
Das Gegenteil sollte aber die Zielrichtung sein, also dafür zu sorgen, daß andere wieder besser mit den wenigen Spitzenclubs mithalten können, auch wenn sie keinen Milliardärssohn im Rücken haben - einfach, damit die Liga wieder etwas spannender wird. Eine so krasse Zweiklassengesellschaft wie sie die Bundesliga derzeit darstellt ist meiner Ansicht nach erstens auf Dauer öde, zweitens nicht förderlich für das Interesse am Handball.
International gilt das selbe: es gibt keinen langweiligeren Wettbewerb als die CL, wie ein ganz kurzer Blick auf die Statistik zeigt: 20 der 28 bisherigen Finalteilnehmer kamen aus Deutschland und Spanien. 12 der 14 Titel gingen nach Deutschland und Spanien. In der abgelaufenen Saison waren 7 der 8 Viertelfinalisten Deutsche und Spanier. Veszprém durfte da nur noch mitspielen, weil man noch ein achtes Team benötigt.
Der "Rest der Welt" hat überhaupt keine Chance mehr, noch irgendetwas zu reissen. Das System der zweiten Gruppenphase minimiert diese Chance noch weiter, da in Gruppenspielen Überraschungen noch weiter ausgeschlossen werden. Das ganze System wird immer weiter darauf ausgerichtet, immer die Selbe Clique von Teams ins Halbfinale zu lotsen. Diese verdienen dementsprechend mehr als der Rest und so wiederholt es sich Jahr für Jahr. Ich muss jetzt schon gähnen.