Erster Kontakt mit Larsson sehr positiv
Schwede im Fokus vieler Klubs
fh nordhorn. Ihren Abstecher nach Schweden nutzten Ola Lindgren und Bernd Rigterink nicht nur, um – wie berichtet – die Verhandlungen mit Tobias Karlsson zu einem erfolgreichen Ende zu bringen und ihn für zwei Jahre an die HSG Nordhorn zu binden. Trainer und Manager des Grafschafter Handball-Bundesligisten trafen sich am Montag auch zu Gesprächen mit Fredrik Larsson, wie Karlsson ein Nationalspieler vom schwedischen Meister Hammarby IF.
„Ein sehr netter Typ," fand Rigterink nach dem ersten persönlichen Treffen mit dem 23-jährigen Rückraumspieler, „es hat Spaß gemacht, mit ihm zu sprechen." Auch Lindgren bilanzierte ein „gutes Gespräch". Inhalt: „Wir haben dargelegt, wie wir hier arbeiten."
Die Nordhorner möchten Larsson, den sie schon länger auf dem Zettel haben, zur Saison 2009/10 verpflichten. Doch haben sie im Werben um den 1,93 m großen und 92 kg schweren Rechtshänder große Konkurrenz bekommen. Mit guten Leistungen in der Champions League hat er auch andere Klubs aus der Bundesliga und der spanischen Liga Asobal auf sich aufmerksam gemacht. „Jetzt kommt es darauf an, was er will", sagt Lindgren. Wählt er Nordhorn und damit „Sicherheit und die Chance, sich zu entwickeln", oder entscheidet er sich „gleich für Druck und Leistung" bei einem der absoluten Top-Klubs? „Er ist ein vernünftiger Mann", sagt Lindgren, der am Wochenende in seiner Funktion als Co-Trainer der Schweden dabei war, als Larsson in den beiden Testspielen gegen Deutschland sein Debüt in der Nationalmannschaft gab. Doch der Coach weiß auch: „Geld spielt auch eine Rolle."
Sicher ist: Larsson hat sich entschieden, seinen Vertrag bei Hammarby bis 2009 zu erfüllen. Das passt in die Planungen der Nordhorner. Und die können schon Anfang des Jahres mit einerEntscheidung rechnen. „Er will im Januar alles klar haben", berichtet Lindgren – um dann Ruhe zu haben und sich ganz auf den Sport zu konzentrieren.
Grafschafter Nachrichten, 13.12.2007