Den Beitrag von HBW B+W würde ich so unterschreiben.
Aber: Was ist nur in Flensburg los? Da passt es hinten und vorne nicht. Die Verunsicherung wurde schlagartig sicht- und spürbar, als Christiansen den ersten Siebenmeter verdaddelte. Nur phasenweise wurde das gezeigt, was die SG so stark gemacht hat: Der schnelle Gegenstoß. Die besten Gegenstoßmannschaft der Liga hat bei Balleroberung auf Nummer Sicher gespielt. Warten bis die Balinger hinten sind und dann den stehenden Angriff gesucht. Das ist nicht die SG, die man kennt.
Frustfouls! Wann hat man das bei Flensburg schon mal gesehen? Lasse Boesen kann froh sein, dass die beiden Damen in Gelb, seine Aktion Sekunden vor Schluss nicht als das bewertet haben, was es war: Eine Tätlichkeit. Der Ball war längst Richtung Mittellinie unterwegs, als er Sauer mit einem gezielt Schlag niederstreckte.
Auch der Bericht auf der Homepage von Flense gefällt mir nicht: Da wird alles relativiert. Das Unentschieden bei einem Abstiegskandidaten als Teilerfolg bewertet und die Schlussphase auch noch schön geschrieben. Wenn ich dort gelesen hätte, dass das Spiel eine Bankrotterklärung war und, dass man die WM-Pause nutzen muss, um zurück zu den Flensburger Wurzeln zu kommen, hätte ich es verstanden.
Liebe Flensburger ihr müsst einfach kapieren, dass auch ihr keine Gesetzmäßigkeiten außer Kraft setzen könnt. Eure neuen Spieler, Muratovic, Carlen und Boesen brauchen Zeit, sich ins Spiel zu integrieren. Auch bei einer Weltklassemannschaft! Daran hättet ihr in der Vergangenheit mal arbeiten müssen. Balingen hats getan und gestern mit Philipp Müller (endlich) die Früchte geerntet.
Dem Schreiber auf der Homepage: In der Schlussphase haben Sie wohl den Überblick verloren. Die SG erzielte die 30:29-Führung in Überzahl. Weber saß für Balingen auf der Bank. Das 30:30 erzielte Balingen per Siebenmeter. Den bekamen sie in Unterzahl nach einem Foul von Christiansen, der dafür für zwei Minuten raus musste. Die doppelte Unterzahl hatte nur für die letzten vier Sekunden, nach dem Foul von Boesen Bestand und da musste Balingen den Ball erst vom eigenen Kreis in den Angriff bringen. Mit etwas Glück hätte es den Siegtreffer für Balingen geben können, aber fünf Sekunden sind dafür verdammt wenig (und Balingen bzw. deren Spielmacher Brack noch zu grün hinter den Ohren).
ZitatAuszug von der Felnsburger Homepage: ... Christiansen und Boesen kassierten allerdings jeweils eine Zeitstrafe und in doppelter Unterzahl musste die SG das 30:30 hinnehmen. Am Ende immerhin ein Punkt und somit zumindest ein teilweise versöhnlicher Jahresabschluss für die SG Flensburg-Handewitt.