Die Zahlen passen nicht zusammen. Wenn man 600T€ pro Jahr an Zinsen und Tilgung für 1,2M€ zahlt wäre man spätestens nach 2,5 Jahren schuldenfrei.
1,2 Mio Rest Altschulden, aber 3,6 Mio Gesamtschulden und die Altschulden müssen zuerst mit 10 % also 360 TE jährlich getilgt werden zuzüglich der Zinsen für insgesamt 3,6 Mio ergibt die 600 TE jährlicher Aufwand von denen Schindler vermutlich sprach.
Dann sind es noch 840 TE Altschulden und 3,26 Mio gesamt, wenn die hier kolpotierten Zahlen der Gesprächsteilnehmern und Medien stimmen.
Wenn also durch Kapitalerhöhung die Schulden weiter getilgt werden können, fallen weniger Zinsen an und es kann dann bei 600 TE pro Jahr noch mehr von den Schulden getilgt werden.
Außerdem ist der Kapital- und Schuldenstand zu einem festen Bilanzstichtag immer eine Momentaufnahme und somit nur bedingt aussagefähig, er kann sich am Tag danach schon wieder deutlich geändert haben.
Kennt vielleicht Jeder, der z.B. schon mal am letzten Tag des Monats (Stichtag) sein Girokonto überzogen hatte und sein Nettogehalt erst am ersten des neuen Monats auf dem Konto eingegangen ist.
Also nochmal, ohne mehr zu wissen und mehr Kenntnis von der Materie zu haben sollten wir jetzt nicht alles schlecht reden. Vor der Veröffentlichung wurde Schindler von allen in den Himmel gehoben und jetzt soll er ein Lügner sein? Passt nicht, oder? Ein bisschen mehr Vertrauen hat er sicher schon verdient.
Der Versuch auf ggf. auch unkonventionelle Weise Investoren und weitere Sponsoren für den VFL zu akquirieren ist letztendlich das was wir doch alle von ihm erwarten.
Eine solche Vorgehensweise (Dossiererstellung) ist bei beabsichtigten Kapitalerhöhung von großen Kapitalgesellschaften durchaus üblich nur bei Handballbetreibergesellschaften wahrscheinlich so bislang noch nicht praktiziert, aber gerade deshalb vielleicht erfolgreich. Warten wir es doch mal ab welcher Erfolg sich dadurch einstellt.