Beiträge von goalie

    Ich als Schiedsrichter trage auf der zweiten Seite unter "Schiedsrichter-Bericht" unter anderem das Ergebnis ein. Das ist maßgebend. Wie viele Striche bei welchem Spieler auf der ersten Seite gemacht wurden interessiert mich reichlich wenig, zumal ich die nicht kontrollieren kann (außer der Anzahl). Und der Staffellleiter, der die Striche bei jedem Spielbericht nachzählt, hat auch meiner Meinung nach zu viel Zeit. Was macht er als nächstes, gleicht er die Striche noch mit den Torschützen in der Zeitung ab???

    Ich hab mir den Fall aus der Oberliga RPS mal rausgesucht:
    In den Durchführungsbestimmungen ist ein Passus enthalten, nachdem die rote Karte in der letzten Spielminuten eine Sperre nach sich ziehen kann. Dies wurde vom Staffelleiter entsprechend umgesetzt:
    Sperre wegen roter Karte
    Das Sportgericht hat diese Entscheidung dann aber unter anderem wegen der Diskrepanz zur DHB-Rechtsordnung kassiert:
    http://www.hbol-rlps.hv-rheinhessen.de/index.php?opti…oerth&Itemid=61
    Und einen Nachtrag verfasst, nachdem während der Sperre verlorene Spiele auf Antrag wiederholt werden:
    http://www.hbol-rlps.hv-rheinhessen.de/index.php?opti…oerth&Itemid=61

    So - mittlerweile gibt es auch (nach dem Einspruch der betroffenen Mannschaft) eine Entscheidung des Sportgerichts: Der Passus in den DFB ist - wie hier ja auch schon geschrieben wurde - nicht mit der DHB-Rechtsordnung vereinbar. Eine erfolgte Sperre zieht auf Antrag des betroffenen Vereins eine Wiederholung des Spiels nach sich, für das der Spieler gesperrt war.

    Da hast du nur das Problem, dass der Torwart sich meistens bewegt (er will ja den Ball halten); also führt der Werfer die Aktion nicht so aus, dass er den Torwart am Kopf trifft, sondern der Torwart sich so bewegt, dass er am Kopf getroffen wird...
    Ich als Torwart halt es wie meine Vorredner: auch ein Kopftreffer ist ein gehaltener Ball, und wenn ein Schütze das bewusst macht (als Getroffener merkt man das ziemlich schnell) sollte er möglichst weit vom 6er wegbleiben...

    Die Oberliga RPS hat sich dieser Problematik in den Durchführungsbestimmungen angenommen (§5 Abs. 4):
    "Grob unsportliches Verhalten eines Spielers oder Mannschaftsoffiziellen (16:6c IHR), welches der Erläuterung 6g IHR entspricht, wird von der spielleitenden Stelle mit einer Sperren von einem Meisterschafts- bzw. Pokalspiel zuzüglich einer Geldbuße in Höhe von 50,-- € bestraft"

    Wenn sowas passiert, sollte man das aber zusätzlich dem Schiedsrichterwart melden, damit das auch in den Schiedsrichter-Gremien bekannt ist. Sonnst kann es durchaus sein, dass es vom Staffelleiter nicht geahndet wird, weil der dem ganzen nicht die nötige Bedeutung beimisst.

    Da denkst du als Torwart aber in der Situation nich dran...
    Wenn der Torwart eine realistische Chance sieht, den Ball abzufangen, wird er das versuchen und für ihn gibt es dazu dann keine Alternative.
    Zur Ausgangs-Situation kann ich mich leider nicht konkret äußern, da ich es nicht gesehen habe, aber wenn der Angreifer unter voller Körperkontrolle bleibt (und so hört es sich hier an, da er ja noch das Tor macht) kann es keine rote Karte geben, da hierfür auch in der Situation die Gesundheitsgefährdung maßgebend ist.

    Ein Nachwurf ist nicht durch die Regel "Ergebnis des Wurfes" abgedeckt. Was hätten die Schiedsrichter denn gemacht, wenn der Torwart den Ball genau in die Hände des Werfers abgewehrt hätte - auch Tor ???
    Ich würd es so umschreiben: Wenn der Ball die Hand des Werfers verlassen hat und nicht mehr aus eigener Kraft ins Tor gelangen kann oder im Tor ist, steht das Ergebnis dieses Wurfes fest.

    Wenn das Kampfgericht das Spiel unterbricht, ist das Spiel unterbrochen. Ob der Zeitnehmer hier nicht auf das "Hupe-Knöpfchen" gedrückt hat, kann der Schiedsrichter nur nach Rücksprache mit dem Zeitnehmer herausfinden.
    Das Spiel hier einfach weiter laufen zu lassen, geht gar nicht.
    Und wenn die Hallenuhr spinnt und von sich aus hupt, arbeite ich mit einer Ersatzuhr weiter, wenn das einmal passiert ist.

    In den unteren Klassen werden Zeitnehmer/Sekretär im allgemeinen von den beteiligten Vereinen gestellt und bekommen normalerweise keine Vergütung. In den oberen Klassen (ab Regionalliga), wo die Zeitnehmer offiziell und neutral angesetzt werden, gibt es entsprechende Gebührenordnungen (Beispiel SWHV: 10 EUR + zeitabhängige Vergütung bis 6 Stunden 6 EUR).

    Sobald der Torwart den Ball im Torraum unter Kontrolle hat, ist der Ball aus dem Spiel und muss vom Torwart durch Abwurf wieder ins Spiel gebracht werden. Da ein Abwurf erst korrekt ausgeführt ist, wenn der Ball Hand des Torwarts und den Torraum verlassen hat, kann hieraus niemals ein Eigentor enstehen.

    Zitat

    Ich sehe ich muss noch präziser schreiben. RA ist an Abwehrspieler vorbei und springt Regelkonform "vor der Torraumlinie" ab. RA befindet sich jetzt im Luftraum des 6-Meter Raumes. Dann erfolgt der Griff in den Wurfarm. Wenn ihr mir jetzt noch sagt, das ist erlaubt erlaube ich meinem Sohn als Abwehrspieler in Zukunft immer auf den Wurfarm zu gehen. Ob vor oder hinter der Torraumlinie.


    Es hat keiner gesagt, dass der Griff in den Wurfarm erlaubt ist. Dass es dafür (mindestens) eine progressive Strafe geben muss, ist hier glaube ich allen klar. Beim Handball gibt es aber immer noch den kleinen Unterschied zwischen Spielfortsetzung (eben Abwurf, wenn der Spieler vor dem Foul schon im Kreis war) und der Strafe für denjenigen, der das Foul begangen hat.

    Ja, kann man so geben...
    Im ersten Post dachte ich, FW für Angriff und 2 min für Angriffspielerin passt nicht zusammen, aber wenn es auch FW für die Abwehr gibt wird ein Schuh draus...

    Der Sprudel für die Halbzeit sollte bei allen Spielen obligatorisch sein - leider haben wir bei uns ein paar Vereine wo es in der ganzen Halle nichts zu trinken gibt.
    Auch der Kaffee vor dem Spiel oder das Bier (oder anderes Getränk) nach dem Spiel gehört spätestens in den Seniorenklassen für mich - auch als Vereinsvertreter - zum guten Umgang miteinander; da hab ich auch kein Problem mit, das anzunehmen und/oder noch mit den Anwesenden (Spieler/Trainer/Zuschauer) zu quatschen...

    1. ist es meines Wissens so wie Schwaniwolli und Theo schreiben: die Rechtsordnung des DHB gibt keine Möglichkeit einer Sperre her, ein Einspruch dürfte hier einige Aussicht auf Erfolg haben.
    2. denke ich auch, dass wir über das ganze Spiel für das gleiche Vergehen die gleiche Strafe haben sollten; wie Arcosh geschrieben hat, juckt darüber hinaus die Sperre meistens den Spieler beim Sieg nicht mehr.
    3. stimmt hier das Verhältnis nicht: auf der einen Seite reiß ich meinem Gegenspieler den Wurfarm aus, werde disqualifiziert und darf am nächsten Tag wieder auf der Platte stehen; auf der anderen Seite verhindere ich einen Anwurf und werde dafür zwei Spiele gesperrt...