Die Zuordnung Nr. 13 = Tamas Mocsai brachte der Berichterstatter Frank Härterich von handball-world auf, der auch gesehen hat, dass Ettwein diesen mit dem Fuß in den Unterleib traf. 
So sieht halt jeder das, was er sehen möchte.
Ich selbst sah nicht mehr als eine alltägliche Abwehraktion. Buschmann stieg am Kreis hoch auf, um zwischen Liniger und Ettwein durchzubrechen. Dabei wurde er von Liniger gegen Ettwein gedrückt, der die Körperkontrolle verlor und ziemlich heftig rückwärts umfiel. Das passiert in jedem Spiel mehrmals und manchmal trifft's den einen oder anderen in der Luft oder am Boden an mehr oder weniger empfindlicheren Stellen. Ob nun wirklich Ettweins Fuß oder Knie höher war als sportlich fair oder seinem Rückwärtsfallen geschuldet, konnte ich von meinem Platz aus nicht sehen.
In solch einem Fall muss man sich auf das Schiedsrichterurteil verlassen und akzeptieren, was diese gesehen und entschieden haben. Das Problem ist nur, dass mir dieses Vertrauen in diesem Fall reichlich schwer fällt, denn das gelbe Duo war von Anfang an auf einem Auge ziemlich blind, so sehr, dass sie z.B. wenn es in die eine Richtung ging, nicht einmal bis 3 zählen konnten. Das ist man als Balinger aber von ihnen gewohnt; fast habe ich den Eindruck, sie sähen sich sogar in der Pflicht, in Balingen einen gewissen Erziehungsauftrag verwirklichen zu müssen. Das Interessante daran ist aber jedes Mal die paradoxe Wirkung die sie damit hervorrufen. In der ganzen Halle breitet sich dann regelmäßig Empörung aus, die so manchen eher trägen Zuschauer zu ungeahnten Emotionen verleitet. Die Stimmung in der Halle kocht und überträgt sich auf die Spieler, die so neu motiviert schon gelegentlich fast aussichtslose Spiele noch drehen konnten.
Am Sonntag hätte es ja auch fast wieder gereicht. Dann hätte Hannover wegen der beiden am Ende völlig unverdient einen Punkt in Balingen lassen müssen. 