Beiträge von EllaK


    Es war damals seine erste Auslandsstation und Englisch quasi nicht existent. Mittlerweile hat er drei Spielzeiten in Rumänien hinter sich und somit vermutlich auch sprachlich Fortschritte gemacht. Wundert mich, dass so ein Mann immer noch bei einem no-name club beschäftigt ist.


    Man darf die Probleme junger Handballspieler, die zum ersten Mal allein in die Fremde, zumal in die anderssprachige, ziehen, nicht unterschätzen. Das beginnt bei der persönlichen Lebensführung und den Anforderungen der Selbständigkeit. Selbst wenn der Verein sich hier kümmert, Mama ist eben nicht zu ersetzen! Nicht leicht ist es auch, in Mannschaft und Verein seinen Platz zu finden und mit den eigenen und anderen Erwartungen umzugehen.
    Das war bei Saldatsenka ganz deutlich zu sehen, und nur so lässt sich dieses Blackout in Balingen erklären. Selbst ein Peter Johannesson, der offen war und englischkundig, hatte damit seine Probleme und war nicht immer ganz bei der Sache. Schön für ihn, dass er zugelernt hat und es jetzt in Lemgo besser klappt. Am dramatischen war es mit dem jungen Schweizer Talent Gianluca Lima, den es 2014 noch vor Rundenbeginn wieder zurück in die Heimat zog und dessen Handball-Karriere letztlich nicht so verlief, wie man es bei seinen Voraussetzungen hätte erwarten können.

    Ich denke es sind/waren -außer den Österreichern- vor allem noch welche aus der langen Riege der ehemaligen Balinger Torhüter zugange. Gerrie Eijlers ist mit den Niederländern ausgeschieden, Matej Asanin sehen wir noch am 18. mit Kroatien (nach Intermezzo bei den Eulen ist er diese Saison in Zagreb aufgeschlagen), am 22. geht es gegen Tschechien mit Tomas Mrkva. Dann war bei Bosnien-H. noch Predragovic dabei, den wir in der Seuchen-Saison von Neuhausen mit Doppelspielrecht ausgeliehen bekamen, weil sich Julian Krieg verletzt hatte. Das war in der Zeit als auch Saldatsenka da war.

    HBW bei der EM 2020

    Nachdem Montenegro und Nord-Mazedonien die Hauptrunde jeweils als Tabellendritte nicht erreicht haben, werden Lipovina und Taleski hoffentlich schnell und gesund wieder ins Training einsteigen können. Für Taleski war die Meisterschaft trotzdem soweit erfolgreich, als er im Spiel gegen die Ukraine "Player of the Match" wurde. Außerdem hält er derzeit mit 141 km/h den Rekord für den schnellsten Wurf. Lipovina war zweitbester Torschütze seiner Mannschaft

    Ebenso macht auch der Weißrusse Viachaslau Saldatsenka von sich reden, der 2017 ein halbjähriges Gastspiel beim HBW einlegte, nachdem er bei der EM 2016 der Vorrunden-Allstar-Torhüter geworden war und bei der WM 2017 mit einer phänomenalen 40%-Quote gegen Ungarn seiner Mannschaft ins Achtelfinale verholfen hatte. Für den HBW war er danach durchweg damit beschäftigt die Bälle hinter sich aus dem Netz zu fischen und kam letztlich auf wenig Einsatzzeiten. Eine unglückliche Geschichte und eine Riesen-Enttäuschung! Nun taucht er bei der EM 2020 wieder als Nationalkeeper Weißrusslands auf und wird gleich im ersten Vorrundenspiel gegen Serbien ebenfalls "Player of the Match".
    Morgen wird in der ARD um 20.30 Uhr zu sehen sein, ob er Häfner, Böhm & Co das Leben schwer machen kann.

    Hat sich denn in Balingen nicht die Sparkasse an der Finanzierung der erst 2006 in Balingen gebauten Halle beteiligt? (ist eine Informationsfrage)

    In Minden waren Namensrechte und Übernahme von Umbaukosten miteinander verknüpft (8 Mio durch Kampa), in Lübbecke bei den Teilnamensrechten (anscheinend nur bei Spielen von N-Lübbecke) auch.

    Zur Sparkassenarena Balingen und den Namensrechten
    Die Sparkassenarena Balingen wurde als PPP-Modell (Public Private Partnership) erbaut, d.h. eine privater Investor (hier: Georg Reisch, Bauunternehmen aus Saulgau) gründet mit dem öffentlichen Nutznießer (hier: Stadt Balingen) eine Gesellschaft, die das Ziel hat, mit privaten Mitteln eine öffentliche Einrichtung zu schaffen. Die Gesellschaft ist Eigentümer der Einrichtung, der Gesellschaftsvertrag regelt die Verpflichtungen der Gesellschafter. Er läuft hier über 30 Jahre. In der Regel ist der Vertragsgegenstand dann abgeschrieben und geht in die öffentliche Hand über.
    Die Eigentümergesellschaft vermietet an einen Betreiber (hier: Stadt Balingen, Schul- und Kulturamt). Der Betreiber spart sich die Investition, zahlt aber Miete und Unterhalt, hier zusammen ca. 0,5 Mio/a, wobei der Mietanteil vorrangig als Rendite dem Investor zufällt.
    Um die laufenden Kosten zu senken, kann der Betreiber (hier: die Stadt) z.B. Namenrechte verhökern. Da kommt die Sparkasse Zollernalb ins Spiel. Ich kenne den konkreten Betrag nicht, aber üblich scheinen in dieser Größenordnung ca. 30.000 €/a. Nach zehn Jahren wurde 2017 der Vertrag nochmals für weitere 5 verlängert, danach ist aus Sicht der Sparkasse wohl ein "Eckpunkt" erreicht.
    Ankermieter der Balinger Halle ist der HBW, sie wird aber auch als normale Dreifachhalle im taglichen Schulbetrieb, von anderen Vereinen und für sonstige Veranstaltungen genutzt.
    Natürlich hat die Sparkasse den HBW im Blick, wenn sie sich hier engagiert, denn der bringt regelmäßig Presseberichte, Aufmerksamkeit und damit den Haupt-Werbeeffekt; Vertragspartner bezüglich der Namensrechte sind aber -wie gesagt- Sparkasse und Stadt.

    Ich habe nicht behauptet, dass sich die Pressevertreter nicht rechtzeitig akkreditiert haben. Ich kenne allerdings zwei Journalisten persönlich und das ganze Theater, dass die beiden hatten, weil alle Presseplätze in der Halle angeblich besetzt waren. Doch dann konnte ich mehrere Vereinsvertreter im Pressebereich an ihren HBW-Trikots deutlich ausmachen, die weder ein Laptop noch einen Schreibblock vor sich hatten, also nicht arbeitsmäßig unterwegs waren, sondern nur aus dem Pressebreich heraus pöpelten und pöpelten. Es gibt die Forderung der HBL, dass sich Vereinsvertreter bis 24 Stunden nach dem Spiel nicht zu Schiedsrichterleistungen äußern sollten. Das ist in diesem Fall ad absurdum geführt worden.


    Hier "pöpelt" nur einer!

    Wonderboy Röller holte man nach den Erfahrungen mit Meschkes Verletzung, auch perspektivisch, weil nicht klar war, ob man die beiden Dicken als Tandem würde halten können. Der Junge hat aber noch einiges zu trainieren, was Ballsicherheit und vor allem Beweglichkeit anbelangt. Ich finde, er ist etwas hüftsteif, im Gegensatz zu Niemeyer, der mit seinen 120+n ein ganzes Wunder an Beweglichkeit und Körperkontrolle ist. Flinke Angreifer mit guter Körpertäuschung sind im 1gg1 Gift für ihn. Ein Janik Zerweck von Horkheim täuscht 4 Mal links an und geht außen durch.
    Körpergröße ist halt nicht alles!

    Ich konstatiere am Weihnachts-Spieltag den Versuch, Ergebnisse und Tabelle einigermaßen aktuell zu halten. Nicht automatisiert wie früher, sondern händisch mit einigen Zwischenergebnissen - aber immerhin! Vielleicht wird's noch, nicht aufgeben! :bigok:

    Eine erneute Niederlage gegen den Aufsteiger, und dann auch noch daheim, wird selbst eine in ihren Entscheidungen etwas träge MT nicht folgenlos verkraften können. Ich denke, das weiß jeder der Beteiligten. Darum vermute ich, dass Melsungen deutlich gewinnen wird, weil sie den individuellen Vorteil ihrer Spieler voll ausschöpfen und hoch motiviert und konzentriert in das Spiel gehen werden. Man wird nicht so nachlässig wie beim Hinspiel anfangen, im Vertrauen darauf, dass der HBW schon irgendwann mal -wie bis dahin üblich- einbrechen wird. Als Kühn & Co realisierten, dass ihnen die Zeit wegläuft war es schon zu spät, der HBW hatte sich in einen Rausch gespielt, gegen den sie nicht mehr ankamen und dann erst kam der Zusammenbruch. Es würde mich schon sehr wundern, käme es wieder zu einem ähnlichen Spielverlauf.


    Er ist wohl in Dresden aufgewachsen. ;)


    Klingt ja irgendwie nach einer Binsenweisheit - habe ich mir aber in der Deutlichkeit noch nie klar gemacht ?(
    So gesehen also: Herzlichen Dank Ellak für einen neuen Blickwinkel! Vielleicht gelingt es mir ja damit besser bestimmte Entscheidungen zu akzeptieren.


    Keine Ursache! Ein Perspektivenwechsel kann nie schaden, wirklich! ;)
    Und wenn man manche Probleme nicht lösen kann, sie deshalb besser mit Gelassenheit und Humor erträgt, darüber scheinen wir ja auch einer Meinung zu sein.

    Dann ist man aber mit völlig falschen Erwartungen in die Aufstiegssaison gegangen. In Nordhorn sollte man eigentlich wissen, dass bei jedem Aufstieg langer Atem nötig ist. Das Auftreten und die Ergebnisse zum Saisonbeginn waren doch vielversprechend, darauf hätte man aufbauen können. Irgendwann hätte sich das ausgezahlt und man hätte - wenn's am Ende dann doch nicht gereicht hätte - erhobenen Hauptes einen neuen Anlauf starten können.