Dass man als HBW-Fan nach diesem völlig verdienten Auswärtssieg auch einen Tag später noch auf Wolke 7 schwebt, kann ich vollkommen nachvollziehen. Aber man sollte bei aller Freude dann doch nicht überdrehen und in den Spielausgang alles mögliche hinein interpretieren, nur weil man es sich wünscht. Vor allem, wenn man versucht, aus großer Distanz zu weitgehenden Einschätzungen zu kommen, ohne wirkliches Hintergrundwissen zu besitzen. Etwas mehr Demut würde auch dir als Anhänger von HBW Balingen-Weilstätten nicht schlecht zu Gesicht stehen.
Du wirst mir zugestehen müssen, dass ich die unwürdigen Vorkommnisse vor dieser Saison noch immer im Hinterkopf habe und -ob du's magst oder nicht- diese vier Punkte, die wir wider allen Erwartens dem HSVH abgestaubt haben, besonders goutiere. Das ist für mich persönlich eigentlich schon ein Saisonhöhepunkt, gleichgültig wie es am Ende für den HBW ausgehen mag.
Meine Einschätzung der Lage des HSVH bezieht sich aber nicht nur auf das gestrige Spiel. Es sah im Oktober ja eine Zeit so aus, als hätte sich der HSVH gefangen und würde sich dort einreihen, wo er etatmäßig hingehört. Spätestens seit dem Minden-Spiel habe ich aus der Ferne den Eindruck, es laufe nicht mehr alles so richtig zusammen. Man kann es auch an verschiedenen Stellen nachlesen, selbst Fitzek und Gaudin scheinen besorgter zu sein als du. Was ich mit menem Kommentar zum Ausdruck bringen wollte, ist, dass sich das - aus HSVH-Sicht- ganz schnell ändern sollte, denn es ist kein Geheimnis, dass das Überleben des ganzen Betriebes von der guten Stimmung einer einzelnen, launischen Person abhängt. Kläre mich bitte auf, wenn ich da falsch liege!