Naja, ich frage nicht aus dem leeren Raum heraus. Bei uns kursierten Gerüchte, dass Leipzig ganz schnell ganz viel Geld brauchte, um eine Insolvenz abzuwenden. Um zu der Vermutung zu kommen, braucht keiner Raketenwissenschaft studiert zu haben. Das ist offensichtlich, wenn man keine absichtliche Selbstzerstörung wittern will.
Aber, die damit verbundenen Mutmaßungen, welche Gläubiger aus welchen Gründen hier mit maximaler Härte gedroht haben sollen, will ich nicht einfach weitergeben, ist nicht redlich und Fischen im Trüben. Aber ich hatte die Hoffnung, dass es da jetzt ein paar Infos im Leipziger Umfeld gibt.Denn wenn sich eines der Gerüchte tatsächlich bestätigen sollte und Günter deshalb einfach mal kleine Brötchen backen musste, um den Verein zu retten, dann kann ich ihn nicht als den großen Übeltäter ansehen, wie es einige tun. Denn das wäre das Gegenmodell von Hamburg. Und das würde mir eher sogar Respekt abringen.
Auch das würde ich eher als Leistung des Managements sehen.
Die leider aber in der Abrechnung nicht ins Gewicht fällt. Abstieg mit der Stadt im Rücken und dem Etat wäre ein absolutes Desaster.
Ist immer die Frage, was zuerst da war, das Ei oder die Henne. Das Einzige, was in den letzten Jahren unvorbereitet kam, war Corona mit all seinen Einschränkungen. Sollten hier Rückforderungen bestanden haben, so wird das KG auch lange vorher signalisiert bekommen haben. Dann ist es ne Frage der Anpassung in der Etatplanung der folgenden 1 oder 2 Saisons.
Entsteht die Lücke aber aus der Annahme, Einnahmen gesteigert zu bekommen und das misslingt, dann hat man schlecht gewirtschaftet. Noch schwieriger wird es, wenn ich bei Spielerverträgen etwas zu euphorisch reagiere. Witzke zum Beispiel wurde viel zu teuer verlängert. Da hängt mir dann ein eigentlich sehr solider Spieler im Kader, dessen Preis/Leistung mal so gar nicht stimmt und ich ihn über längere Zeit lieber loswerden will.
Insgesamt darfst du mit so einem Etat wie den kolportierten 8,5 Mio. niemals in die Nähe der Abstiegsränge kommen.